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USA 2010
Originaltitel:Hatchet II
Alternativtitel:Adam Green's Hatchet II
aka. Hatchet 2
Länge:85:21 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Adam Green
Buch:Adam Green
Kamera:Will Barratt
Musik:Andy Garfield
SFX:Robert Pendergraft
Darsteller:Danielle Harris, Tony Todd, Kane Hodder, Tom Holland, R.A. Mihailoff, Parry Shen, AJ Bowen, Alexis Peters, Ed Ackerman, Colton Dunn, David Foy, Rick McCallum, Adam Green, Lloyd Kaufmann, Mike Mendez
Vertrieb:Illusions Unltd. Films
Norm:1080p / MPEG-2
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:1,85:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 7.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:03.12.2013 (Kauf)
Bonus:
  • Audiokommentar mit Adam Green, Will Barrett und Robert Pendergraft
  • Audiokommentar mit Adam Green, Kane Hodder und Tony Todd
  • Deutscher Trailer (1:14 Min., 1080p)
  • Hatchet II: First look (8:15 Min., 1080i)
  • Hatchet II: Behind The Scenes (33:38 Min., 1080i)
  • Meet the FX Team (6:14 Min., 1080i)
  • TV-Spot (0:33 Min., 1080p)
  • US-Trailer (1:56 Min., 1080p)
  • Teaser (1:14 Min., 1080p)
Victor Crowley lebt! Marybeth, die einzige Überlebende aus Teil 1, sammelt mit der Unterstützung ihres Onkels (Interner Link"Fright Night"-Regisseur Tom Holland) eine Gruppe von unerschrockenen Männern um sich, um das Monster aus dem Sumpf ein für alle Mal zur Strecke zu bringen. Doch Victor Crowley wetzt bereits wieder seine Axt, um den Body Count in ungeahnte Höhen zu katapultieren.
Galt Interner Link"Hatchet" damals als Retro-Horror-Deluxe und zog eine riesige Fangemeinde mit sich, dauerte es dennoch knapp 4 Jahre, bis Adam Green (Interner Link"Frozen") seine Kultfigur Victor Crowley erneut in die Sümpfe schickte, um blutige Rache zu nehmen. Tamara Feldman stand für die Fortsetzung nicht mehr zur Verfügung, stattdessen schlüpft die ebenso bezaubernde Danielle Harris (Interner Link"Halloween 4", Interner Link"Last Boy Scout") in die Rolle der Marybeth, kann aber unter der Regie von Green ihr durchaus vorhandenes Talent nicht unter Beweis stellen. Kane Hodder schlüpft abermals in die Rolle des Victor Crowleys und erinnert mit seinem deformierten Gesicht an ein berühmtes Monster aus dem Troma-Universum. Troma-Chef Llyod Kaufmann ist im Übrigen in einem Cameo zu sehen, und Hodder spielt u. a. einmal maskenlos den Vater des entstellten Sprösslings. Auch er, so sympathisch der ehemalige Jason-Darsteller auch sein mag, ist kein sonderlich begabter Darsteller und wirkt in den wenigen Filmminuten äußerst blass und bemüht.

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Es sind eher die Nebenrollen, wie z. B. Interner Link"Fright Night"-Regisseur Tom Holland als Marybeths Onkel, Adam Green selbst kotzend auf der Straße oder Interner Link"Killers"-Regisseur Mike Mendez, die positiv in ihren kurzen Momenten hervorstechen. Mister Interner Link"Candyman" Tony Todd spielt Reverent Zombie sehr mysteriös angehaucht, vermag aber ebenfalls nicht so wirklich aus dem üblichen Einheitsbrei herauszustechen. Er erinnert stark an seine Rolle in der Interner Link"Final Destination"-Reihe, und es scheint, als könne er sich nur schwer in eine Rolle einfügen. Wenn man sich "Hatchet 2" anschaut, wird einem sehr schnell klar, dass die einstigen Horror-Ikonen nur noch ein Schatten ihrer selbst sind, lediglich von ihrem Kultstatus zehren und in aktuellen Filmen nur noch versuchen, sich selbst zu zitieren. Das hätte durchaus gut werden können, doch leider ist das Drehbuch von Greens Fortsetzung äußerst dünn und braucht sehr lange, bis es in Fahrt kommt.

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Mit einer Laufzeit von etwas über 80 Minuten ist das Splatterfilmchen ohnehin zeitlich sehr knapp bemessen, und wenn es dann auch fast 50 Minuten dauert, bis es richtig zur Sache geht, kommt leicht Langeweile auf. Die paar blutigen Effekte in der vorherigen Zeit stellen nur einen Vorboten dar und sind wie auch der Rest qualitativ sehr gut geworden, doch leider verirrt sich der Film in einer stupiden Abfolge von ekligen Effekten, die den Interner LinkVorgänger ausstechen sollen. Leider bleibt die Atmosphäre auf der Strecke, und die dämliche Charakterzeichnung verheizt jegliche Redneck-Klischees. Es ist schon erstaunlich, für wie dumm Green das Publikum halten muss, wenn er denkt, man würde den Jägern ihr Verhalten auch nur eine Sekunde abnehmen. Sie sind nur Kanonenfutter, um den nächsten Splatter-Effekte zu zelebrieren. Zeit für einen Spannungsaufbau bleibt da nicht mehr, und bereits nach wenigen Minuten starrt der Zuschauer emotionslos auf den Bildschirm und kann die Minuten zählen, bis alle tot sind und Danielle Harris dem Monster erneut allein gegenüber steht.

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Als Heldin taugt Harris ebenfalls nur bedingt, allerdings erweist sie sich nicht als eine nervige Heulsuse, beweist durchaus Kampfgeist, kann jedoch unter Greens Fittichen nicht das Potenzial entfalten, das in ihr schlummert. Dagegen sah ihre Leistung in Rob Zombies Interner Link"Halloween"-Filmen schon fast Oscar reif aus.

"Hatchet 2" möchte mit viel Humor und Ironie zur Sache gehen, doch zeigt am Ende nur eine sinnfreie Orgie aus zerteilten Leibern und herausquellenden Eingeweiden. Die ironische Komponente im Film funktioniert nicht, und mehr als ein müdes Lächeln, wenn sich z. B. die Darmschlinge um einen der Hinterwälder legt, oder zwei andere zeitgleich von einer 3 Meter langen Motorsäge penetriert werden, kann Green nicht entlocken. Das Eighties-Gefühl, welches Interner Link"Hatchet" damals so groß machte, weicht einer stupiden Aneinanderreihung von ansehnlichen aber uninspirierten Splattereffekten. Natürlich kann "Hatchet 2" Spaß bereiten - zumindest in einer illustren Runde -, doch selbst die angestaubten Interner Link"Freitag, der 13."-Filme kommen heutzutage noch mit einer besseren Atmosphäre und einem Mindestmaß an Spannung daher. Die Querverweise zu anderen Genre-Klassikern halten sich diesmal auch erheblich zurück, und bis auf eine Anspielung auf den fiktiven Serienkiller Leslie Vernon (Interner Link"Behind the Mask: Rise of Leslie Vernon") wird dem Film-Nerd nur wenig geboten.

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Während Interner Link"Hatchet" damals unbescholten die Hölle der FSK durchwandern durfte, hatte die Fortsetzung nicht so viel Glück und musste um knapp 3 Minuten an Federn lassen. Aber nicht nur das, selbst das Bonusmaterial wurde für den deutschen Markt zensiert. Illusions durfte nach diesem Rundumschlag den Vertrieb für Österreich und die Schweiz übernehmen, wodurch auch die deutschen Kunden in den Genuss der unzensierten Version kommen werden.

Bildtechnisch liefert man ähnliche Attribute wie bereits beim Interner LinkVorgänger, nur dass das Bild jetzt sogar in 1080p und nicht mehr in 1080i vorliegt. Die Schärfe konnte nochmals gesteigert werden, besonders was den Detailbereich angeht. Farben und Kontrast sind ebenfalls über jeden Zweifel erhaben. Das Bild zeigt sich in nahezu jeder Einstellung HD-würdig und stellt die DVD-Version in den Schatten. Knackige und saubere Konturen sind ebenso ausschlaggebend für ein HD-Erlebnis wie ein perfekt gewählter Schwarzlevel und kraftvolle Farben, die das Blut auf dem Bildschirm noch besser zur Geltung bringen. Die eingesetzten Stilelemente stören in keiner Minute, und das Bild wurde weder künstlich nachgeschärft noch stark verfremdet. Leider sieht einiges zu sehr nach Studio aus, und das wäre dann auch das größte Manko des ansonsten hervorragenden HD-Transfers: Das Bild wirkt meist sehr filmisch und Bildrauschen arbeitet dezent im Hintergrund, ohne störendes Digitalrauschen zu offenbaren. Die Kompression passt ebenfalls, weshalb man sich über ein extrem detailliertes und brillantes HD-Bild freuen kann. Wieso hier allerdings in MPEG-2 und nicht wie bei der US-Disc im effektiveren MPEG-4 kodiert wurde, bleibt ein Rätsel.

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(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Der Soundmix ist ebenfalls gelungen und überrascht in beiden Sprachfassungen mit einem räumlichen und kraftvollen HD-Mehrkanalton. Der Upmix auf 7.1 ist nicht unbedingt nötig gewesen und bringt kaum Vorteile, aber dafür klingen Stimmen und Soundelemente gut aufeinander abgestimmt. Dialoge sind gut zu verstehen, und die vielen perfekt platzierten Surroundeffekte sorgen für ein räumliches und präzises Klangambiente mit gut gewählten Schockmomenten. Der Dynamikumfang ist für einen Low-Budget-Film sehr hoch ausgefallen, und selbst der Subwoofer darf mit einige Schlägen in die Magengrube auf sich Aufmerksam machen. Trotz aller Erwartungen einen frontlastigen Mix zu hören, sind die Rears nahezu permanent im Einsatz, und wenn es nur für kleine Umgebungsgeräusche ist. Referenzwerte erzielen beide Tonspuren nicht, doch fällt die Abmischung durch die gute Atmosphäre und gut gewählte Schockmomente ebenso positiv auf wie durch die sehr homogene Dialoganpassung und die gelungenen Weiträumigkeit. Optional gibt es deutsche Untertitel.

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(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Wie auch für den Film, konnte Illusions sich die Rechte für die unzensierten Extras sichern. Diese sind durchweg sehenswert und bieten einen intensiven Einblick in die Produktion von "Hatchet II". Die 3 Featurettes enthalten mehr als 45 Minuten an Impressionen von den Dreharbeiten inkl. Interviews der Macher und Darsteller. Das war selbst für die FSK zu viel des Guten und erteilte Sunfilm eine Schnittauflage. Dabei sollte man sich vor Augen halten, dass es sich dabei um Mini-Dokus handelt, die zwar die im Film bereits zensierten Szenen zeigt, doch auch deren Entstehung dokumentieren. Weiterhin enthält die Disc noch Trailer und Teaser zum Hauptfilm sowie zwei Audiokommentare. Der erste wird vom Regisseur Adam Green und dem Produzententeam geführt, während der zweite mit ihm und einigen Darstellern entstanden ist. Beide liefern viele Informationen rund um die Produktion, wobei der zweite Kommentar dann doch eher in die Spaßecke abdriftet. Untertitel gibt es leider für das gesamte Bonusmaterial nicht. Dafür liegen die Extras komplett in HD vor, und das leicht durchsichtige, schwarze KeepCase zeigt auf der Innenseite des Covers ein nettes Motiv aus dem Film.

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Wer sich nicht daran stört, dass "Hatchet 2" lediglich in den letzten 20 Minuten in Fahrt kommt, dann aber in einer Splatter-Orgie ausartet, die einen schnell ermüdet, wird sich gut aufgehoben fühlen. Fans des Interner LinkVorgängers werden ohnehin zugreifen. Alle anderen sollten erst einmal einen Testlauf wagen. Die erhoffte Hommage an die Genre-Klassiker der goldenen Slasher-Ära ist er nicht geworden.


Film++/---
Bild++++/-
Ton++++/-
Bonus++++/-


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