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FR 2014
Originaltitel:Goal of the Dead
Alternativtitel:Goal of the Dead - 11 Zombies müsst ihr sein!
Länge:121:04 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Thierry Poiraud, Benjamin Rocher
Buch:Quoc Dang Tran, Nicolas Peufaillit, Ismaël Sy Savané, Tristan Schulmann, Laëtitia Trapet, Marie Garel Weiss
Kamera:Mathias Boucard
Musik:Michael Laguens
SFX:BUF
Darsteller:Jenny Arasse, Fabrice Colson, Kristoforoff Gregory, Marie-Cécile Gueguen, Xavier Laurent, Alban Lenoir, François-Marie Nivon, Anthony Pho, Vibol-Joseph Sok, Ahmed Sylla, Sebastien Vandenberghe, Christophe Perez
Vertrieb:Koch Media
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Französisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:26.06.2014 (Kauf)
Bonus:
  • Making-of (18:47 Min., 576i)
  • Kurzfilm: "Feed to Kill" (4:20 Min., 576i)
  • Kurzfilm: "Tourists" (4:14 Min., 576i)
  • Spezialeffekte (8:47 Min., 576i)
  • Bildergalerie (2:57 Min., 1080p)
  • Deutscher Trailer (2:11 Min., 1080p)
  • Französischer Trailer (2:11 Min., 1080p)
  • Trailershow
    • Grand Piano (2:01 Min., 1080p)
    • Magic Magic (1:55 Min., 1080p)
    • We are what we are (2:28 Min., 1080p)
Wie heißt es immer so schön? Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Was insbesondere dann gilt, wenn erste Liga auf Provinzclub, reich auf arm, lebendig auf untot trifft. Untot? Richtig. Denn Spieler und Fans des kleinen Örtchens Caplongue erleben während der fußballerischen Auseinandersetzung mit dem haushohen Topfavoriten Olympic Paris eine Transformation der bösartigen viralen Art. Was aus einem einfachen Fußballmatch ein rasend komisches Spiel auf Leben und Tod werden lässt.
Pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft steuern die Franzosen zwar keinen WM-Song bei, aber erweitern das Subgenre des Zombiefilms mit "Goal of the Dead". Wie jede andere Zombie-Komödie, so wird auch dieser Film in einem Atemzug mit Interner Link"Shaun Of The Dead" genannt. Dabei liegt es nun an den Spielkommentatoren zu entscheiden, ob "Goal of the Dead" A-Liga-Potential hat oder ob hier ein Abstiegskampf ausgefochten wird. Mit einer Spielzeit von 114 Minuten geht Benjamin Roches Fun-Splatter deutlich in die Verlängerung. Ob dessen Spielführung, der bereits Interner Link"Die Horde" auf Trab gebracht hatte, letzten Endes zum Einzug ins Finale führt, wird die folgende Spielanalyse zeigen.

Goal of the DeadGoal of the DeadGoal of the Dead

Kurz nach Anpfiff versucht die Mannschaft von Trainer Roche, das Spiel an sich zu reißen und setzt auf Tempo, doch nach zehn Minuten scheint dem Team bereits die Luft auszugehen. Bis zur ersten Halbzeit zieht sich das Spiel sehr zäh hin, kann kaum für Akzente oder spielerische Finessen sorgen. Ein erstes blutiges Foul in der 45. Minute sowie zwei, drei Sturmangriffe aufs gegnerische Tor, die im Strafraum abgewehrt werden - mit dieser niederschmetternden Bilanz geht es in die Halbzeitpause.

Goal of the DeadGoal of the DeadGoal of the Dead

Der Trainer muss die Taktik und die Aufstellung der Mannschaft überdenken - "Goal of the Dead" muss unbedingt in die Offensive gehen, die Spielkämpfe für sich entscheiden und den ersten Treffer erzielen, um die Moral der Mannschaft und das Selbstbewusstsein zu stärken.
In der ersten Hälfte ist das Spiel noch weit davon entfernt, den Zuschauern Spaß und gute Laune zu bereiten. Das Potential ist vorhanden, ein paar gute Momente waren durchaus gegeben - insgesamt aber noch zu wenig um die Vereinsfahne zu schwenken oder die La-Ola-Welle zu machen. Zumindest kann die musikalische Untermalung im Stadion die Fans für sich gewinnen, und es bleibt abzuwarten, ob Roches Mannschaft das Spiel in der zweiten Hälfte für sich entscheiden kann. Und in der Tat: der Trainer hat die Halbzeit genutzt, um seine Mannschaft moralisch aufzubauen und für die zweite Spielhälfte zu stärken.

Goal of the DeadGoal of the DeadGoal of the Dead

Mit einer neuen Taktik und viel Elan kommen die Spieler aus den Katakomben zurück aufs Spielfeld und können in den ersten 15 Minuten mit einem schnelleren Spieltempo überzeugen. Das Spiel ist flüssiger - die Pässe jedoch vorhersehbar, weisen aber eine zunehmend höhere Trefferquote auf. "Goal of the Dead" überzeugt nun viel mehr durch positive Aktionen im Mittelfeld - insgesamt ist das Spiel aber immer noch zu defensiv! Auch im weiteren Spielverlauf bleiben die Mittelfeldaktionen wechselhaft. Es mangelt einigen Spielern an Selbstdisziplin, die Zweikämpfe für sich zu entscheiden und den Ball konsequent in den gegnerischen Strafraum zu dirigieren. Zu viele Fehlpässe bremsen den Spielfluss aus. Auch in Sachen "Foulspiel" bleibt "Goal of the Dead" im einstelligen Bereich und erstaunlich politisch korrekt: Es gibt ein paar Blutgrätschen, einige Spieler verlieren auch den Kopf oder brechen sich die Knochen - insgesamt bleibt aber hier Fußball ein Sport für (fast) die ganze Familie.

Goal of the DeadGoal of the DeadGoal of the Dead

Technisch gesehen sind die Aktionen routiniert und einwandfrei - was den Spielern fehlt ist ein Tritt in den Arsch, der sie auf Vordermann bringt. Nach 90 Minuten steht es noch immer Unentschieden, und es geht in die Verlängerung. Die Kräfte der Spieler lassen immer mehr nach und Trainer Roche hat keine Möglichkeit mehr auszuwechseln. Ein letztes Aufbäumen in der 106. Spielminute: Der Gegner wird gekonnt umspielt und ein fulminanter Doppelpass führt zum alles entscheidenden Golden Goal. Keine große Kunst - aber was letzten Endes zählt, ist der Heimsieg!

Zugegeben: Die Mannschaft um Trainer Roche beweist Kampfgeist, doch ist die Umsetzung der Spielzüge nicht immer gelungen. Hier und da mangelt es der Partie an Witz, Verve und Einfallsreichtum. Um in der Champions League mithalten zu können, bedarf es mehr als routinierte Standardsituationen.

Goal of the DeadGoal of the Dead

Vielen Dank, Mike, für diese ausführliche Berichterstattung. Da war ja einiges los in Caplongue! Schön, dass ihr lebend aus dem Dorf herausgekommen seid. Das Material, das dort gefilmt wurde, habe ich nun auch sichten können und bin weitgehend zufrieden mit dem Ergebnis. Gut, dass ihr mit Arri Alexa-HD-Kameras gefilmt habt und ein paar wirklich schöne Bilder einfangen konntet. Gerade zum Ende hin, als ihr den beiden Spielern die bengalischen Feuer zur Verfügung gestellt habt, sind euch ein paar epische Aufnahmen gelungen. Die Schärfe ist ebenfalls hochwertig, und trotz vieler diffuser Lichtquellen und stilistischer Verfremdungen (wie habt ihr das bloß hinbekommen?) werden selbst in Aufnahmen aus sicherer Distanz noch viele Details offenbart, die das eskalierende Fußballereignis des Jahres ausreichend dokumentieren. Allerdings gibt es immer wieder sehr softe Einstellungen, da scheint dein Kameramann nicht immer ganz auf der Höhe des Geschehens gewesen zu sein, oder lag es gar an der gewählten Digital-Technik?

Der Kontrast ist schon ganz gut, aber irgendwie wirkt das Bild etwas zu hell und leicht aufgehellt. So richtig filmisch wirkt das Gezeigte dadurch nicht immer, wechselt aber je nach Location. Das gilt auch für den Schwarzwert und die Farbgebung. Oftmals habt ihr es nicht geschafft, mit einem satten Schwarzwert und kräftige Farben ausreichend Tiefe und Plastizität zu erzeugen. Ich bin der Meinung, dass ihr das trotz all der Unruhen hättet besser hinbekommen können, egal ob der kühle Grundton so gewollt war. Besonders die etwas schwankende Fokussierung, z. B. in den Umkleidekabinen, hätte nicht sein müssen. Aber ihr ward nahe am Geschehen dran, und es musste alles schnell gehen. Wer hätte auch damit gerechnet, dass das Spiel so ausartet? Wenigstens gibt es kein Rauschen, und selbst in den vielen dunklen Aufnahmen zeigen sich keine digitalen Rauschmuster, kein Detailverlust, und Kompression deines Materials ist auch gut. Mike, damit kann ich durchaus was anfangen!

Goal of the DeadGoal of the DeadZweiGoal of the Dead
(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Vom Ton bin ich, ehrlich gesagt, etwas enttäuscht. Ich hab dir doch gesagt, nimm nicht diesen Neuling mit, der weiß doch gar nicht, wie eine Stadionatmosphäre zu klingen hat. Da hilft auch ein HD-Mehrkanalton nicht mehr weiter. Ihr habt euch zwar bei der Synchronisation viel Mühe gegeben, allerdings musste ich weit über die Norm aufdrehen, damit die Stimmen nicht untergehen. Zudem klingt der Mix kraftlos und betont die Front zu stark. Dynamik und satte Bässe sind fehl am Platz. Wenn ihr schon auf einen rockigen und durchaus stimmigen Soundtrack Wert legt, dann hätte dieser einer besseren Abmischung bedurft. Zwar erstreckt sich die Geräuschkulisse über sämtliche Kanäle, doch geschieht dies mit solch einer Belanglosigkeit, dass es einen fast schon beschämt. Was war da los? Die Räumlichkeit, die teilweise entsteht, ist doch schon mehr als solide und dann so wenig Dynamik und Druck? Dies gilt auch für euren Original-Mix, der in den Stimmen sogar etwas dumpfer klingt. Beim nächsten Mal baut etwas mehr Druck auf und nehmt euch bei der Nachproduktion mehr Zeit. Aber danke für die deutschen Untertitel, das ist nicht mehr selbstverständlich heutzutage.

Goal of the DeadGoal of the DeadGoal of the Dead
(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Beim Making-of aber bitte das nächste Mal etwas weniger Selbstbeweihräucherung, oder habt ihr das wirklich nötig? Ihr könnt ja schon stolz darauf sein, was ihr das geschaffen habt, doch seid noch weit von euren großen Vorbildern entfernt. "Dead Set" als Referenz für eure Arbeit ist ein eher schlechter Vergleich. Ich bin froh, dass ihr eure Sport-Dokumentation nicht als Zweiteiler vermarkten wollt, schließlich ist die erste Halbzeit ziemlich mau, und ich bin mir nicht sicher, ob jemand ein zweites Mal einschalten würde. Ihr wollt auch wirklich die 8 Minuten an Einblicken in die Spezialeffekte auf der Disc lassen? Da sehen die Zuschauer ja, wo ihr alles nachgeholfen habt, um das Gezeigte noch etwas aufzuwerten. Naja, müsst ihr wissen, ich bin der Meinung man sollte nicht jeden Trick preisgeben, vor allem dann nicht, wenn jemand wie ihr so viel an den Reglern gedreht hat. Wieso klingen die beiden Featurettes soundtechnisch eigentlich kraftvoller als der Film, und das, obwohl die nur in Stereo vorliegen?

Die Bildergalerie ist eine nette Beigabe, genauso wie der deutsche und französische Trailer. Leider lassen die das Endprodukt besser aussehen, als es eigentlich ist. Eure beiden Kurzfilme konntet ihr also auch endlich unterbringen?!? Ich finde sie immer noch ganz witzig, und die Trailershow für den Vertrieb ist bei einer Veröffentlichung ohnehin nicht wegzudenken. Aber wenn ihr schon einmal dabei seid, hättet ihr auch gleich alles mit deutschen Untertiteln versehen und deutlich mehr in hochauflösender Qualität auf die blaue Scheibe pressen können. Zumindest spendiert man den Käufern ein Wechselcover ohne ...
... Moment! Es gibt beim Fußball doch gar keine blaue Karte, oder?

Goal of the DeadGoal of the DeadGoal of the Dead

Ich gebe zu, ich habe mich auch von eurem Trailer anfixen lassen, schließlich zeigt ihr fast ausschließlich Szenen aus der zweiten Halbzeit. Wenn aber erst einmal fast eine Stunde vergehen muss, bis das Material mein Interesse weckt, und erst die letzten 10 Minuten ein paar epische Momente zu bieten haben, dann kann man nicht von einer erfolgreichen Arbeit sprechen. Ihr habt euch Mühe gegeben, das merkt man, doch als Kurzfilm wäre "Goal of the Dead" sicherlich ein 1A-Treffer geworden. So verlieren eure Zuschauer viel zu schnell das Interesse am Spiel.


Film++/---
Bild++++/-
Ton++++--
Bonus++----


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News"Goal of the Dead" - Alternative oder i-Tüpfelchen zur WM
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