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USA, AUS 2014
Originaltitel:I, Frankenstein
Länge:92:28 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Stuart Beattie
Buch:Kevin Grevioux, Stuart Beattie
Kamera:Ross Emery
Musik:Reinhold Heil, Johnny Klimek
SFX:Maxine Dennett
Darsteller:Yvonne Strahovski, Jai Courtney, Aaron Eckhart, Bill Nighy, Kevin Grevioux, Miranda Otto, Caitlin Stasey, Aden Young, Virginie Le Brun, Socratis Otto, Deniz Akdeniz, Chris Pang
Vertrieb:Splendid Film
Norm:1080p / MVC (3D-Version), 1080p / MPEG-4 AVC (2D-Version)
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:2,40:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 7.1, DTS Neo:X 11.1, DTS Headphone Surround
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Niederländisch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:30.05.2014 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Sabotage (2:20 Min., 1080p)
    • German Set-Up: The Legend of Hercules (2:41 Min., 1080p)
    • Nederland Set-Up: Machete Kills (2:11 Min., 1080p)
  • Audiokommentare von Regisseur Stuart Beattie
  • Audiokommentare von Gary Lucchesi, Richard S. Wright, James McQuaide und Kevin Grevioux
  • Featurettes:
    • Frankenstein's Creatures (14:16 Min., 1080p)
    • Creating a Monster (13:00 Min., 1080p)
  • Interviews:
    • Aaron Eckhart (3:10 Min., 1080p)
    • Yvonne Strahovski (4:04 Min., 1080p)
    • Miranda Otto (3:21 Min., 1080p)
    • Bill Nighy (2:45 Min., 1080p)
    • Jai Courtney (2:08 Min., 1080p)
    • Kevin Grevioux (1:42 Min., 1080p)
  • I, Frankenstein auf der Comic-Con (3:07 Min., 1080p)
  • I, Frankenstein: Genesis (Motion Comic)
    • Kapitel 1: Adam (1:56 Min., 1080p)
    • Kapitel 2: Leonore (1.55 Min., 1080p)
    • Kapitel 3: Naberius (2:05 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Witching & Bitching (1:44 Min., 1080p)
    • Killing Season (2:29 Min., 1080p)
    • Vikingdom (1:12 Min., 1080p)
    • The Machine (1:38 Min., 1080p)
    • German Set-Up: You're Next (2:13 Min., 1080p)
    • Ninja - Pfad der Rache (2:05 Min., 1080p)
    • Armour of God - Chinese Zodiac (2:41 Min., 1080p)
    • Hours (1:55 Min., 1080p)
    • Nederland Set-Up: In the Name of the King 3 (1:55 Min., 1080p)
Adam, vor 200 Jahren von dem berüchtigten Dr. Victor Frankenstein geschaffen, fristet sein Dasein in der Stadt Darkhaven, wo er die menschliche Bevölkerung vor den Gestalten der Finsternis schützt. Doch plötzlich findet sich Adam im Mittelpunkt einer furchtbaren Auseinandersetzung zwischen Gargoyles und Dämonen. Wie er bald feststellen muss, kann seine Unsterblichkeit den Kampf um die Weltherrschaft beeinflussen. Doch nicht nur die Clans der Unterwelt interessieren sich für sein dunkles Geheimnis ...
Es gehört schon einiges dazu, ein interessantes Thema wie "I, Frankenstein" mit der Wucht eines Vorschlaghammers gegen die Wand zu fahren. Bereits in den ersten Minuten entführen uns die Schöpfer der Interner Link"Underworld"-Saga in ein optisches Plagiat ihrer Lykaner- und Vampire-Welt, gehen dabei uninspiriert, unlogisch und leider auch unfreiwillig komisch vor. Mehr Worte bedarf es eigentlich nicht, denn selten fühlte man sich beim Betrachten eines Films mit so viel Leere erfüllt wie in Stuart Beaties Umsetzung der Vorlage von Kevin Grevioux.

I, FrankensteinI, FrankensteinI, Frankenstein
I, FrankensteinI, FrankensteinI, Frankenstein

Erzählt wird der Kampf zwischen einem Clan von Dämonen (Anführer mal wieder Bill Nighy, Interner Link"Shaun of the Dead", Interner Link"Underworld"-Saga) und Gargoyles. Letzterer wurde vom Erzengel Michael gegründet und stellt die letzte Instanz zwischen Hölle und Menschheit dar. Mitten in diese Schlacht wird Frankensteins Monster geschleudert, der eigentlich nur seinen Schöpfer unter'n Torf bringen wollte. Klar, die Kreatur tötete des Doktors Weib, floh in die eisige Kälte und ist demnach Schuld daran, dass sein Schöpfer bei Minusgraden ebenfalls den Löffel abgab, doch die letzte Ehre sollte man ihm doch schon erweisen. Schließlich hat das Doktorchen ihn aus acht Leichenteilen zusammengezimmert und mit der Power von 6 Zitteraalen (!!!) à 500 Volt ins Leben zurückgerufen. Da kann man jemandem auch ein ordentliches Begräbnis spendieren. Doch die Dämonen haben es nicht so mit einer stillen Andacht und haben es auf die Aufzeichnungen Frankensteins abgesehen. Diese lässt sich die Kreatur nicht kampflos wegnehmen und verprügelt die Dämonen nach Strich und Faden, unterliegt aber ihren kriegerischen Fähigkeiten, bis das himmlische Bataillon ihn rettet und zu ihrer Festung bringt.

I, FrankensteinI, FrankensteinI, Frankenstein

Dort lernt er die Mutter Oberin (Miranda Otto, Interner Link"Der Herr der Ringe"-Trilogie) der göttlichen Fabelwesen kennen, die ihn nicht als Wesen, sondern als Mensch ohne Seele sieht. Adam soll er heißen. Fortan wird viel vom Untergang der Menschheit gesprochen, falls die Dämonen Adam in ihre Klauen bekommen, und auch das Tagebuch Frankensteins darf niemals die heiligen Hallen verlassen. Für das Buch mag dies zwar gelten, doch Adam lässt sich das nicht gefallen und flieht, woraufhin er sich jahrhundertelang im Exil versteckt und anfängt für seine Rückkehr und die bevorstehende Schlacht zu kämpfen, bis er in die heutige Zeit zurückkehrt und auf Dämonenjagd geht.

Es bedarf nicht unbedingt einer logischen Handlung, um einen unterhaltsamen Film zu präsentieren, doch "I, Frankenstein" ist ein großes, schwarzes Loch, das alles in sich aufsaugt und nichts wieder ausspuckt. Es werden Fragen in den Raum geworfen, aber niemals beantwortet, der ganze Plot ist langweilig und ohne jegliche Spannung inszeniert. Mit Off-Kommentaren wird versucht, beim Zuschauer so etwas wie eine Bindung zu Adam herzustellen, doch es will einfach nichts hängen bleiben. Der Film hat kein beeindruckendes Szenario, die Effekte übertrumpfen das optisch durchaus stimmige Setting und Aaron Eckhart (Interner Link"The Dark Knight") als Monster ist weder erschreckend noch sonderlich mitleiderregend. Das Monster-Design ist wohl das langweiligste, das jemals zusammengeschustert wurde. Hier hätte man sich zumindest an Robert de Niros Design in der 1994er Produktion orientieren können, sah dieser doch relativ furchteinflößend aus. Zudem scheint Adam ein Autodidakt zu sein; wie sonst lässt es sich erklären, dass er im jahrhundertelang andauernden Exil nicht nur gelernt hat, sich richtig zu artikulieren und die Kunst des Kampfes zu erlernen, sondern auch so was wie Modebewusstsein zu entwickeln? Von dem seelenlosen Monster vom Anfang des Films bleibt nach nur 30 Minuten, bis auf ein paar belangloser Narben, nicht mehr viel übrig. Absolut angepasst an die jetzige Welt kann er sogar mit den technischen Gegebenheiten der heutigen Zeit umgehen. Das sollte man einem 200 Jahre alten Flickwerk erst einmal nachmachen.

I, FrankensteinI, FrankensteinI, Frankenstein
I, FrankensteinI, FrankensteinI, Frankenstein

"I, Frankenstein" ist perfekt auf das heutige Sehverhalten weiblicher und jugendlicher Zuschauer zugeschnitten. Viel Kawumm und Zampano fernab jeglicher Substanz. Kein Blut, keine unnötigen Kollateralschäden bei den Menschen (2 Tote im ganzen Film) und mit Aaron Eckart das wohl heißeste Monster der Filmgeschichte (wenn man so manch weiblichen Aussagen Glauben schenken darf). Nach mehr verlangt das heutige Kinopublikum scheinbar nicht. "I, Frankenstein" würde sich hervorragend als neuer "Underworld" machen, man müsste nur das Monster und die Dämonen aus der Geschichte entfernen und gegen Vampire ersetzen. Eine wirklich schwache Leistung, die man dem Zuschauer hier zumutet. Gegen diesen Streifen wirkt Interner Link"Van Helsing" wie eine filmische Offenbarung.

I, FrankensteinI, FrankensteinI, Frankenstein

Technisch macht die vorliegende 3D-Blu-ray die inhaltlichen Mankos nach nur wenigen Minuten wieder wett. Optisch stark an die Interner Link"Underworld"-Filme angelegt, präsentiert sich das 2D-Bild in einem unterkühlten Look mit einem harten Kontrastumfang und einer herausragenden Schärfe in Nahaufnahmen von Gesichtern. Aufgrund der bläulich-grauen Farbgebung bekommt der Zuschauer ein eher tristes Farbschema vorgelegt, wobei Sättigung und Natürlichkeit trotz aller stilistischen Anpassungen auf einem hohen Niveau angesiedelt sind. Details geht nichts im finsteren Szenario verloren und bis auf schnelle Bewegungen bekommt der Zuschauer eine hervorragende Detailtiefe und perfekt gezeichnete Konturen geboten.

Auch Stuart Beaties Film ist nur als Fake-3D in die Kinos gekommen, weswegen der Zuschauer nicht allzu viel erwarten darf. Dennoch bleibt das Bild durchweg sehr homogen und verstärkt die guten Eigenschaften der 2D-Variante um ein Vielfaches. Eine etwas bessere Tiefenwirkung wäre den Luftschlachten der Gargoyles zugutegekommen, und auf Pop-out-Effekte muss man leider auch verzichten. Dafür arbeitet die Kompression in beiden Fassungen unauffällig im Hintergrund, und bei der stereoskopischen Version sind Ghostings nur sehr selten wahrzunehmen.

I, FrankensteinI, FrankensteinI, Frankenstein
(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Beim Soundmix wagt Splendid das Experiment und liefert neben einem 7.1-DTS-HD-Master-Sound noch einen 11.1 DTS-Neo:X-Upmix, der für 5.1-Systeme optimiert wurde. In den Genuss einer 11.1-Umgebung werden derzeit nur die wenigstens kommen, doch wenn alle so abgemischt werden wie im Fall von "I, Frankenstein", wird man sein Heimkino nur allzu gerne ausbauen. Wir konnten in einem perfekt ausgemessenen Raum die volle Klangpracht von beiden Tonspuren austesten. Selbst wenn man absolut gar nichts mit dem Film anfangen kann, sollte man sich den räumlichen Mix nicht entgehen lassen. Hier wird alles aufgefahren, was ein Soundmix hergibt. Perfekt ausbalancierte Dialoge, Nebengeräusche, die atmosphärisch über sämtliche Kanäle schleichen, und in den Actionsequenzen lässt man ein Feuerwerk an Effekten auf das Publikum niederprasseln. Mit einer etwas feineren Differenzierung in den Actionsequenzen hätte man locker Referenzwerte erreicht, denn wenn die Dämonen und Gargoyles in die Schlacht ziehen, kommt nicht nur der Subwoofer ins Schleudern, sondern man wird mit einem brachialen, dynamischen Soundmix konfrontiert, der mehr als nur Freude bereitet. Hinzu kommen solch unglaubliche Momente, wie das Experiment an der toten Ratte, als sich der Raum plötzlich spürbar mit Elektrizität füllt und den Zuschauer förmlich ins Geschehen einsaugt. Der englische Mix klingt dem deutschen sehr ähnlich. Lediglich im Dialogbereich klingt der Originalton eine Spur homogener und natürlicher als die Synchronfassung. Die Headset-Surround-Variante wurde nicht getestet. Optional gibt es deutsche Untertitel, u. a. für Hörgeschädigte.

I, FrankensteinI, FrankensteinI, Frankenstein
(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Untertitel gibt es auch für das Bonusmaterial, außer bei den beiden Audiokommentaren. Diese sind zwar relativ leicht zu verstehen, doch wer überhaupt kein Englisch spricht und sich trotzdem über die Hintergründe der Produktion informieren möchte, wird sich etwas ärgern. Dabei sind beide Kommentare durchaus interessant. Während Regisseur Beattie den ersten Kommentar allein bestreiten muss, wird der zweite von den Produzenten und Ideengeber Kevin Grevioux eingesprochen. Die zwei Featurettes sind zwar werbelastig, gewähren dennoch einen informativen Einblick in Entstehung des Films. Grevioux spricht im ersten Beitrag über seine Ideen und Stuart Beattie über die Umsetzung des Stoffes. In "Creating a Monster" kommen Maskenbildner und Kostümdesignerin zu Wort. Weiter geht es mit Impressionen von der "Comic-Con" sowie sechs Interviews mit Cast & Crew. Letzteres ist aber kaum informativ und beinhaltet weitgehend PR-Geschwafel. Interessant ist auf jeden Fall das Motion-Comic zu "I, Frankenstein: Genesis" von Kevin Grevioux, welches komplett in deutscher Sprache vorliegt. Das Bonusmaterial wurde in HD aufgespielt und enthält noch eine Trailershow zu weiteren Splendid-Titeln. Schade, dass es keine Trailer zum Hauptfilm gibt. Zu Beginn wählt man zwischen einem deutschen und einem niederländischen Set-Up. Je nach Ländereinstellung unterscheiden sich die Trailer nicht nur in der Sprache, sondern auch in ihrer Auswahl.

Wo bei "I, Frankenstein" inhaltlich schnell die Verwesung einsetzt, kann zumindest der technische Aspekt vollends überzeugen. Ausgeliefert wird der Film mit einem FSK-Wendecover, bei dem nicht nur das FSK-Logo entfernt wurde, sondern auch sämtliche Werbung, wodurch man nur noch das Artwork und den Titelschriftzug auf dem Cover sieht. Des Weiteren gibt es neben einer DVD-Version und einer 2D-Variante der Blu-ray noch eine Steelbook-Variante sowie ein streng limitiertes Mediabook mit allen Versionen des Films und einem 72-seitigen Comic zum Film.


Film++----
Bild+++++-Wertung der 2D-Fassung
++++/-Wertung der 2D-Fassung
Ton+++++-
Bonus++++--


Druckbare Version
I, Frankenstein
News"I, Frankenstein" - Splendid bringt Comic-Adaption ins Kino.
"I, Frankenstein" - Gewinnspiel und Review online
IMDb.com OFDb.de



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