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USA 1992
Originaltitel:Basket Case 3 - The Progeny
Alternativtitel:Basket Case 3 - Die Entscheidung
Länge:89:43 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Juristisch geprüft: Strafrechtlich unbedenklich
Regie:Frank Henenlotter
Buch:Frank Henenlotter, Robert Martin
Kamera:Robert Paone
Musik:Joe Renzetti
SFX:Atlantic West Effects
Darsteller:Kevin Van Hentenryck, Annie Ross, Gil Roper, Dan Biggers, Jim O'Doherty, Tina Louise Hilbert, Carla Morrell, Carmen Morrell, Jackson Faw, Jim Grimshaw, Heather Place, Marty Polack, Tim Ware
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:1,78:1
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Stereo
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:Mediabook
Blu-ray-Start:15.11.2013 (Kauf)
Bonus:
Disc 1: Hauptfilm
  • Originaltrailer (4:28 Min., 1080p)
  • Bildergalerie (2:24 Min., 1080p)
  • Trailer zu "Basket Case" (2:55 Min., 1080p)
  • Trailer zu "Basket Case 2" (1:56 Min., 1080p)
  • Weitere Trailer:
    • Castle Freak (2:14 Min., 1080p)
    • Bloodnight (1:18 Min., 1080p)
    • Boogey Man, The (1:02 Min., 1080p)
    • Puppet Master (1:38 Min., 1080p)
Disc 3: DVD-Überraschungsfilm
  • Überraschungs-DVD (kann bei jedem Exemplar variieren)
Auf Grund der schrecklichen Ereignisse in Madame Ruths Haus ist Duane Bradley verrückt geworden und muss daraufhin in einer Zwangsjacke von seinem entstellten Zwillingsbruder Belial ferngehalten werden. Da einer der Freaks von Belial geschwängert wurde, macht sich Madame Ruth samt ihrer kompletten Mutanten-Familie für eine Entbindung auf in den Süden zu ihrem ebenfalls deformierten Sohn. Bereits die Fahrt dorthin entpuppt sich als schwieriges Unterfangen. Doch das wahre Grauen soll erst noch beginnen, nachdem eine gottlose Brut von Zwölflingen das Licht der Welt erblickt hat und sich der örtliche Sheriff plötzlich in die Familienverhältnisse einmischt, was fatale und blutige Nachwehen zur Folge hat.
Der Klump beweist Durchhaltevermögen, denn 1992 war das Jahr, in dem er es zum dritten Mal an die Öffentlichkeit schaffte. Und nun ist die Trilogie komplett. Aber leider ist der dritte Teil nur ein hässliches Anhängsel, nicht anders als Belial selbst.

Und wieder gilt, dass Regisseur Frank Henenlotter keine Fortschritte gemacht hat, denn "The Progeny" krankt an denselben Stellen, die schon zuvor zu bemängeln waren. Nur werden diesmal die Mängel nicht durch einen vielversprechenden psychologischen oder soziologischen Ansatz wettgemacht, denn ein solcher fehlt diesmal leider. Mögen dem guten Frank wohl die Ideen ausgegangen sein?

Basket Case 3Basket Case 3Basket Case 3
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Das ist schon erstaunlich, denn im ersten Interner Link"Basket Case" haben sich die Ideen noch gegenseitig behindert. Nun beschränkt sich das Skript sowohl oberflächlich als auch botschaftlich auf eine simple Geschichte, in der Belial mit seiner Monster-Familie raus aufs Land fährt, weil seine Klump-Frau monstermäßig schwanger ist und nur ein Doc helfen kann, der eben auf dem Land lebt und ein Freund der Familie ist. Und wie es dann so kommt, macht Belials inzwischen bescheuert gewordener "normaler" Bruder Duane (Kevin VanHentenryck) Ärger und lenkt die Aufmerksamkeit des ganzen Städtchens auf die Freak-Familie.

Irgendwann beim Ansehen wird einem als Zuschauer bewusst, dass mit dem dritten Teil wohl eine Art Kleinstadtatmosphäre aufgebaut werden sollte, wie man sie eindrucksvoll in Filmen wie Interner Link"Der Blob" zu Gesicht bekam. Das erzeugt allerdings einen empfindlichen Schnitt gegenüber den ersten beiden Teilen der Trilogie und ist darüber hinaus derart misslungen, dass man wirklich gerade mal mitten im Film darüber nachdenkt, ob die Macher so etwas eventuell intendiert hatten. Wie auch immer, in Kenntnis der Vorgänger ist man zunächst stets auf der Suche nach irgendwelchen gesellschaftskritischen Ansätzen oder sonstigem Tiefgang, bis man irgendwann merkt, das wurde komplett aufgegeben.
Beibehalten wurde dagegen die unverträgliche Mischung aus Kindergeburtstag und Horrorfilm, die durch weitere Extreme noch verstärkt wurde. Die alten Freak-Masken wurden wieder ausgegraben und durch neue Freak-Figuren erweitert, die das Ganze noch weiter ins Lächerliche ziehen (man denke nur an die unsägliche Transvestiten-Krankenschwester). Der Zusammenhalt der Monsterfamilie ist stärker denn je, und deshalb müssen wir Zuschauer ertragen, wie aus dem Reisebus auf dem Weg zum Landarzt ein grässlich kitschiges Lied über Persönlichkeiten ertönt (erfahren Sie ihre persönliche Glücksmelodie!), während die (Sekten-)Führerin Ruth singt und einige der Freakazoids Instrumente spielen. Da darf man schon mal vor Übelkeit aufstoßen. Seht ihr, Kinder, das geht auch ohne Blut.

Basket Case 3Basket Case 3Basket Case 3
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"Basket Case" ohne Blut, das geht jedoch nicht. Und wenn die Splatterszenen (allesamt schön auf eine Szene gebündelt) auch hier wieder unpassend wirken, sind sie doch so ziemlich das Einzige, was den Film erträglich macht. Da mag man den Belial ob seines Polizeirevier-Massakers gleich mal am liebsten die Hand schütteln, denn die Attacken auf die Cops, die sind fein.

Ganz anders verhält es sich da mit dem Monster-Mash. Im Mittelpunkt steht die Geburt der Belial-Kinder, die sich als absolut langweilig entpuppt, gerade weil irgendwie nie so richtig ein Ziel zu erkennen ist. Die inzwischen todesnervigen Freaks feiern mal wieder eine Party, während Belials Frau oben brütet, so dass man sich ständig fragt, was der Mist soll. Hatte die Sozialkritik in Interner Link"Basket Case 2" noch den entscheidenden Ausschlag dafür gegeben, dass man dem Geschehen halbwegs interessiert folgte, ist davon hier leider nicht mehr viel übrig. Ein paar Cops schnüffeln herum, aber die reine Neugierde der Landeier macht den Kohl auch nicht so richtig fett. Dabei hätte das Finale durchaus spannend werden können in Anbetracht der vorhergehenden Geschehnisse. Schließlich hatte Belial allen Grund dazu, den Sheriff zu meucheln und umgekehrt.

Basket Case 3Basket Case 3Basket Case 3
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Ein Brian Yuzna hätte daraus sicherlich ein aller Logik entbehrendes, aber dafür sauspannendes Splatterfinale im Versus-Style gemacht (wenn einmal damit angefangen, kann man ja beim Splatter bleiben; außerdem hätte Yuzna auch die lustigen Kinderpartymonsterszenen zu verhindern gewusst). Henenlotter fehlt aber leider so ein bisschen das Gespür für Spannung und Dramatik, weshalb zwar ein Finale stattfindet, dieses aber so ziemlich das spannungsärmste ist, das unter den gegebenen Umständen drin war. Dabei war er mit dem Maschinen-Untersatz für Belial doch auf dem richtigen Weg: Film- bzw. Comicparodie (Krang von den Turtles dürfte dunkelrosa vor Neid werden) und cooles Fortbewegungsvehikel in einem. Wenn die Transformers noch "in" wären, dann wäre das voll der Hammer. Im Übrigen ist dieses Maschinending die einzige Sache im Film, der man so etwas wie philosophische Ansätze abgewinnen könnte (Ghost in the Maschine, Medium vs. Mittel etc.); allerdings bezweifle ich, dass solche Ansätze hier wie sonst wo im Film überhaupt beabsichtigt wurden.

Was den Film vor dem absoluten Untergang bewahrt, ist der immer wieder eingestreute Humor, der gerade von Kevin VanHentenryck ausgeht. Der muss immerhin einen mental abgekackten Schwachsinnspatienten spielen, der am Ende des zweiten Teils noch versucht hatte, sich seinen Bruder wieder an die Seite zu nähen. In vollem Bewusstsein, einen Psycho nicht überzeugend und realistisch spielen zu können, mischt VanHentenryck eine gehörige Portion Selbstironie und Übertreibung in sein Schauspiel, die es zum Genuss macht, zu erraten, welchen Schwachsinn sein Charakter Duane als nächstes baut. Leider ist Duane inzwischen zum absoluten Nebencharakter degradiert worden und kann nicht den kompletten Film mit seinem Humor füllen. Der restliche Humor ist ziemliche Geschmackssache (die Reime des Geburtshelfers bei der Geburt der Belial-Kinder) und wird nicht jeden überzeugen können.

Basket Case 3Basket Case 3Basket Case 3

Wie auch immer, der Humor alleine hätte den total verkorksten Rest sowieso nicht retten können. "Basket Case 3" ist überflüssig wie eine fünfundzwanzigste Nase (fragt das mal den Nasen-Freak, als er bei der Beerdigung heulen muss) und entbehrt leider jeglicher gesellschaftskritischen Ansätze, welche die beiden Vorgänger vor einem ähnlichen Absturz gerettet hatte, wie ich ihn hier leider attestieren muss. Die Splatterszenen sind ganz hübsch gemacht, aber im Wesentlichen auf eine Szene konzentriert, während sich der Rest-Film mit dem fröhlichen Herumgehampel der lustigen Monster-Gemeinde herumschlagen muss. Die Nachzeichnung einer stimmungsvollen Dorfatmosphäre funktioniert ebenso wenig wie der Rest des Films. Hopp, zurück ins Körbchen ...

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CMV-Laservision veröffentlicht auch den dritten Teil der "Basket Case"-Reihe auf Blu-ray im limitierten Mediabook, einmal als Black Edition und einmal als White Edition. Den Mediabooks liegt zum 15-jährigen Jubiläum jeweils eine DVD aus dem Backprogramm von CMV bei. Bei uns war es Interner Link"Death Time", was aber von Exemplar zu Exemplar variieren kann.
Der vorliegende HD-Transfer sieht für eine Low-Budget-Produktion aus den frühen 1990er Jahren ziemlich gut aus. Die Bildschärfe ist zwar nicht sonderlich ausgeprägt und häufig etwas wechselhaft, doch insgesamt zeigt sich das Bild angenehm scharf und offenbart eine Menge Details. Konturen werden sauber gezeichnet, und der Kontrast arbeitet ausgewogen. Der Schwarzwert fällt nicht sonderlich tief aus, jedoch tendiert Schwarz niemals ins Gräuliche. Auch die Farbgebung wird natürlich und kräftig gezeichnet, wodurch ein permanentes HD-Gefühl aufkommt. Aufgrund einiger Rückblenden (Operationsszene und Pre-Credit-Sequenz) fällt die Bildqualität deutlich ab, da man hier auf Filmmaterial der ersten beiden Teile zurückgriff. Da wirkt das Bild schon mal deutlich unschärfer und zeigt stärkere Verschmutzungen und eine grobe Kornstruktur. Defekte und Verschmutzungen sind in diesen Sequenzen ebenfalls deutlich ausgeprägt, halten sich ansonsten aber bis auf ein paar Ausnahmen angenehm zurück. Bildrauschen stört kaum, und die Kompression arbeitet sauber und ruhig im Hintergrund. Von allen drei "Basket Case"-Filmen ist die Qualität des dritten Teils am besten ausgefallen.

Basket Case 3Basket Case 3Basket Case 3
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(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Der deutsche Stereoton ist leider nicht in einem solch guten Zustand und zeigt ähnliche Mängel wie bereits die DVD-Version von 2008. Die Stereospur klingt nicht sonderlich realistisch und nach 1990er Jahre-Einheitsbrei. Die Stimmwiedergabe fällt kratzig aus, und beim genaueren Hinhören ist ein feines Brummgeräusch wahrzunehmen, welches sich durch die gesamte Tonspur zieht. Leichte Tonknackser und Rauschen sind ebenfalls vorhanden, stören aber nicht weiter. Doch gerade im Hochtonbereich verzerren die Dialoge erheblich. Feinakustik darf also nicht erwartet werden, und eine dezentere Abmischung der Massenszenen hätte dem Klangbild gut getan. Der englische Ton klingt offener und klarer als der deutsche Mix und stellt die bessere Wahl dar, zumindest wenn man keine Lust auf ein unrealistisches und steriles Klangbild hat. Nebengeräusche werden im Original nicht nur realistischer wiedergeben, sondern klingen in Kombination mit Musik und Stimmen wesentlich homogener. Aber auch hier könnte die Stimmwiedergabe etwas weniger kratzig klingen, denn sie neigt zum Zischen und schrillen Tönen. Auf deutsche Untertitel wird leider verzichtet. Das Bonusmaterial beschränkt sich auf eine Bildergalerie, Trailer zu allen drei "Basket Case"-Teilen sowie eine Trailershow mit weiteren Titeln aus dem CMV-Laservision-Programm.

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Eine Steigerung zur DVD-Version ist mehr als deutlich vorhanden. Gerade was die Bildqualität angeht, toppt die Blu-ray das DVD-Bild um Längen und präsentiert "Basket Case 3" erstmals im Kinoformat von 1,78:1 und nicht mehr im Vollbild. Fans der Reihe dürfen hier also zugreifen. Wer auf eine deutsche Tonspur verzichten kann, dem sei ein Blick nach Großbritannien geraten. Dort wurde die gesamte Trilogie in einem hübschen Steelbook von Second Sight veröffentlicht.


Film++----
Bild++++--
Ton++/---
Bonus+-----


Druckbare Version
Basket Case 3 - Die Brut (Trash Collection #56)
Basket Case (Uncut Cult Classic)
Basket Case (Trash Collection #54)
Basket Case 2 (Trash Collection #55)
Basket Case (Limited Edition)
NewsCMV-Neuheiten im Januar / Februar '08
Basket Case 3 - Die Brut
Basket Case 3 - Die Brut
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