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USA, UK 2013
Originaltitel:Welcome to the Jungle
Länge:93:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Rob Meltzer
Buch:Jeff Kauffmann
Kamera:Eric Haase
Musik:Karl Preusser
SFX:Rafy Perez
Darsteller:Jean-Claude Van Damme, Adam Brody, Rob Huebel, Kristen Schaal, Kristopher Van Varenberg, Bianca Bree, Dennis Haysbert, Megan Boone, Eric Edelstein, Robert Peters, Aaron Takahashi, Brian Tester
Vertrieb:Ascot Elite
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:03.03.2014 (Verleih) / 25.03.2014 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer beim Start der Disc:
    • Dallas Buyers Club (2:08 Min., 1080p)
    • Don Jon (2:09 Min., 1080p)
    • Metallica Through the Never (1:56 Min., 1080p)
  • Deutscher Trailer (1:36 Min., 1080p)
  • Originaltrailer (2:07 Min., 1080p)
  • Red-Band Trailer (2:16 Min., 1080p)
  • Hi-Dex exklusiv: Behind the Scenes (59:12 Min., 1080p)
  • Deleted Scenes (1:24 Min., 1080p)
  • Outtakes (1:51 Min., 1080i)
  • Trailershow:
    • Dallas Buyers Club (2:08 Min., 1080p)
    • Don Jon (2:09 Min., 1080p)
    • Metallica Through the Never (1:56 Min., 1080p)
    • The Philosophers (2:54 Min., 1080p)
    • Odd Thomas (2:41 Min., 1080p)
    • Europa Report (1:55 Min., 1080i)
    • Starbuck (2:02 Min., 1080i)
    • The Guard (2:14 Min., 576i)
    • Grabgeflüster (2:13 Min., 576i)
"Teambuilding" - da kriegt Agenturchef Crawford leuchtende Augen. Und deshalb schickt er seine einfallslosen Leute, die sich allenfalls in Zickenkriegen ermüden, auf eine einsame Insel. Dort sollen sie unter Führung des knallharten Militaryman Stone zu einem echten Team zusammenwachsen. Doch aus der trendigen Incentive-Reise wird der Ernstfall, als der Pilot stirbt und auch Stone verschwindet. Ganz auf sich allein gestellt fallen bei den Großstädtern bald sämtliche zivilisatorischen Hemmungen und Hüllen. Nur der schüchterne Chris sucht mit drei Kollegen ernsthaft einen Ausweg, während Büroekel Phil sich zum Inselkönig ausrufen lässt und seine Untertanen mit halluzinogenen Pflanzen und Gruppensex bei Laune hält ...
Regisseur Rob Meltzer trat zuvor kaum in Erscheinung, und für Drehbuchautor Jeff Kauffmann war es gar das erste Script (zumindest das erste verfilmte). Doch immerhin konnten sie für "Welcome to the Jungle" das eine oder andere Gesicht aus Hollywoods zweiter bis dritter Reihe gewinnen.
Chris (Adam Brody) ist die Identifikationsfigur für Scharen von Nerds vor den Fernsehern und Kinoleinwänden. Ein smarter, sensibler Jedermann, der in seiner Freizeit Fan Fiction schreibt, beruflich allerdings in einer Werbeagentur schuften und Kampagnen für Artikel wie Toilettenpapier entwerfen muss. Komplett mit herrischem Chef (Dennis Haysbert), dem arschigen Abteilungsleiter Phil (Rob Huebel), der Chris' Ideen als die eigenen ausgibt und natürlich immer einen Speichellecker an seiner Seite hat, dem Rumhängerkumpel Jared (Eric Edelstein). Ein Lichtblick ist die schöne wie wortgewandte Kollegin Lisa (Megan Boone), die sich aber nicht traut, Chris anzusprechen. Klischees soweit das Auge reicht, gleichzeitig mit Wiedererkennungswert für die arbeitende Bevölkerung.


Der Chef hat eine dolle Idee: Teambuilding auf einer verlassenen Insel, angeführt von einem Ex-Soldaten mit einem markanten Namen – Storm Rothchild (Jean-Claude van Damme). Ähnlich wie schon in Interner Link"JCVD" übt sich van Damme in Sachen Selbstparodie - schön zu sehen an den Bildern in seiner Powerpoint-(Selbst)-Präsentation, die ihn in Posen zeigt, welche an die Cover von früheren Werken wie Interner Link"Double Impact", Interner Link"Cyborg" oder "Mit stählerner Faust" erinnern. Es läuft allerdings bald alles aus dem Ruder: Der Pilot stirbt kurz nach der Landung, Storm hingegen kommt einem Tiger zu nahe und von da an sind die Bürohengste auf sich allein gestellt. Phil reißt bald die Macht an sich, obwohl Chris als ehemaliger Pfadfinder viel besser für den Job geeignet wäre.


Amüsant ist "Welcome to the Jungle" (hierzulande mit dem grausamen Titel "Dschungelcamp – Welcome to the Jungle" zwecks Käuferfang versehen) schon, aber eines ist schnell klar: Es sind vor allem zwei Leute, die hier den Laden am Laufen halten, nämlich Jean-Claude van Damme und Adam Brody. Brody als Sympathieträger ist natürlich pures Typecasting, aber es funktioniert einfach, wenn er seine eigenen Ängste und Schwächen überwindet und dafür selbstverständlich nach Filmlogik belohnt wird. Jean-Claude van Dammes abgedrehte Performance sorgt dagegen für schräge Erheiterung, auch wenn dies wenig filigrane Komik ist. Doch wenn van Damme sich mit so viel Freude selbst durch den Kakao zieht, dann ist das schon gelungen. Megan Boone liefert ebenfalls eine hinreißende Leistung ab, Rob Huebel als grotesker Abteilungsleiter schlägt sich auch noch gut. Eric Edelstein als Seth-Rogen-Ersatz und Kristen Schaal sind währenddessen bestenfalls routiniert, wie es auch der Rest der Besetzung ist. Dennis Haysberts Rolle ist ein besserer Gastauftritt, und in Nebenrollen sind mal wieder van Dammes Kinder Bianca Bree und Kristopher van Varenberg zu sehen.



Abgesehen von den Leistungen Brodys und van Dammes ist "Welcome to the Jungle" eine eher leidlich amüsante Farce, die sich ganz explizit auf "Herr der Fliegen" bezieht. Durch die Extremsituation werden Machtverhältnisse und Machtkämpfe aus dem Alltag satirisch überhöht und verschärft, doch leider laufen sich die Gags nach einer Weile tot: Phil bleibt der ignorante, intrigante Depp, an dem sich der für diese Welt zu nette Chris anfangs die Zähne ausbeißt und der sich später konsequenterweise selbst zum Gott ernennt. Allein Chris Freunde hören auf den ehemaligen Pfadfinder, und jede Figur lebt die Spleens aus, die das Drehbuch ihnen von Anfang an mitgegeben hat – charakterliche Entwicklung findet allein bei Chris statt. Insofern zieht sich "Welcome to the Jungle" nach einer Weile, bietet solide Slapstick-Einlagen, die eine oder andere hübsch abstruse Situation und auch ein wenig Wortwitz. Wirklich scharfsinnig werden Bürostrukturen und Teambuilding-Maßnahmen nicht seziert und Klischees kaum hinterfragt. Am Schluss steht dann das typische Happy End, bei dem auch jeder ja bekommen hat, was er verdient. Doch die wenigen Brüller (etwa der Karnickel-gespickte Arbeitsplatz, Storms Powerpoint-Präsentation oder die Urschreitherapie) sind auf dem Weg dahin zu vermerken.


Ascot Elite veröffentlicht die Survival-Komödie als DVD und Blu-ray jeweils mit einem FSK-Wendecover. Beim Bonusmaterial hat die Blu-ray die Nase vorne, denn dem es wird ein exklusives Making Of mit einer Laufzeit von knapp 60 Minuten geboten. Der Zuschauer bekommt einen tiefen Einblick in die Entstehung des Films und darf den Machern während der Dreharbeiten über die Schultern schauen. Dabei lässt man auch einige der Darsteller zu Wort kommen. Das Ganze ist sehenswert und weit entfernt vom üblichen Werbecharakter. Des Weiteren enthält die Disc ein paar entfernte Szenen, witzige Outtakes von den Dreharbeiten sowie drei Trailer zum Hauptfilm. Eine Trailershow weiterer Ascot-Titel darf ebenfalls nicht fehlen. Die Extras liegen überwiegend in High Definition vor, wurden aber nicht deutsch untertitelt.

Deutsche Untertitel bekommt man zumindest für beide Tonspuren, die in DTS-HD Master Audio 5.1 abgemischt wurden. Die deutsche Synchronisation klingt anfänglich etwas befremdlich, und die Sprecher wirken unmotiviert. Nach ca. 20 Minuten wird es aber deutlich besser oder fällt einfach nicht mehr störend auf. Für eine Komödie bekommt der Zuschauer einen räumlichen und kräftigen 5.1-Mix geboten, der mit einer Vielzahl von gut platzierten Surround-Effekten aufwarten kann. Wenn nötig, darf der Subwoofer ordentlich ins Geschehen eingreifen. Besonders im letzten Drittel steigert sich der Dynamikumfang. Man wird mit sehr guten Höhen und Mitten belohnt sowie mit einer hervorragend ausbalancierten Dialogwiedergabe. Stellenweise hat man das Gefühl, selbst im Dschungel zu sein, wodurch sich beide Tonspuren erheblich von den meisten Komödien abheben. Beim englischen Mix klingt die Abmischung allein wegen der besseren Sprachbalance homogener, und Nebengeräusche werden feiner ausgearbeitet. Der Score klingt in beiden Fassungen sehr kraftvoll und sauber.


Der HD-Transfer leistet ebenfalls eine sehr gute Arbeit, wobei die Kompression nicht immer ganz ruhig im Hintergrund arbeitet und gelegentliches Banding auf homogene Flächen zeigt. Ansonsten wird durchweg ein hochwertiges HD-Gefühl erzeugt. Die Bildschärfe ist ausgezeichnet und offenbart eine Vielzahl an Details, die sich nicht nur auf Nahaufnahmen von Gesichtern oder Gegenständen beschränken. Konturen werden klar und deutlich dargestellt, und überwiegend zeigt sich das Bild plastisch und gut durchzeichnet. Dies ist nicht zuletzt dem Kontrast zu verdanken. Dieser arbeitet dunkle und helle Bildbereiche perfekt aus, wobei der Schwarzwert mit einem satten und tiefen Schwarz aufwarten darf. Beeinträchtigungen in den dunklen Bildbereichen sind nicht festzustellen, und die Farben werden kräftig und satt wiedergegeben, verlieren aber trotz der Stilmittel niemals ihre Natürlichkeit.



(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

"Welcome to the Jungle" ist nett, im positiven wie negativen Sinne. Er ist kurzweilig und recht amüsant anzuschauen, hat mit Brody, Boone und vor allem van Damme in komödiantischer Bestform drei sehr gut aufgelegte Darsteller und den einen oder anderen charmanten Gag. Doch insgesamt fehlt es an satirischer Schärfe und Biss. Die Blu-ray ist technisch über jeden Zweifel erhaben und wartet mit interessanten Extras auf.


Film+++/--
Bild+++++/
Ton+++++-
Bonus++++--


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News"Welcome to the Jungle" - Deutscher Starttermin bekannt
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