Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
PH 2012
Originaltitel:Tiktik: The Aswang Chronicles
Länge:102:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahren
Regie:Erik Matti
Buch:Erik Matti
Kamera:Ricardo Buhay III
Musik:Von de Guzman
SFX:Kim Erik Samson
Darsteller:Dingdong Dantes, Lovi Poe, Joey Marquez, Janice de Belen, Roi Vinzon, LJ Reyes, Ramon Bautista, Mike Gayoso, Harley Pacana
Vertrieb:Mad Dimension / Al!ve
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:1,78:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Targog
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:21.03.2014 (Kauf)
Bonus:
  • Deutscher Trailer (3:15 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Home Sweet Home (1:29 Min., 1080p)
    • Brawler (2:09 Min., 1080p)
    • Madison Country (1:41 Min., 576i)
    • Rites of Spring (1:28 Min., 1080p)
    • Compliance (2:00 Min., 1080p)
    • Stalled (1:27 Min., 1080p)
    • Antisocial (1:38 Min., 1080p)
    • Hunting Season (2:09 Min., 1080p)
    • Junkif (1:59 Min., 1080p)
    • Blood C - The Last Dark (1:41 Min., 1080p)
Um die Liebe seiner Ex-Freundin Sonia zurückzugewinnen, reist Makoy in das abgelegene Dorf Pulupandan. Die Aussöhnung mit Sonia hat für Makoy oberste Priorität, schließlich erwartet seine Angebetete ein Kind von ihm. Mit seinem arroganten Auftreten macht sich Makoy alles andere als Freunde. Viel schlimmer, er zieht damit die Aufmerksamkeit einiger Aswangs auf sich. Diese leichenfressenden Monster in Menschengestalt beschließen, sich das ungeborene Baby aus Sonias Bauch zu holen. Plötzlich sieht sich Makoy übermenschlichen Feinden gegenüber, die vor nichts und niemandem haltmachen.
Von einer eher kleinen Produktion von den Philippinen erwartet man im ersten Moment sicherlich kein großartiges Film-Erlebnis und geht dementsprechend mit sehr geringen Erwartungen an die vorliegende Geschichte heran. Mit umgerechnet knapp 1,3 Millionen Euro ausgestattet, präsentiert sich ein Szenario, das insbesondere bei den Effekten nicht unbedingt viel zu bieten hat, fallen die CGIs doch teilweise billig aus und reißen einen nicht zu wahren Begeisterungsstürmen hin. Auf der anderen Seite erhält die von Haus aus äußerst hanebüchene Geschichte einen ganz eigenen Trash-Charme, der ihr extrem gut zu Gesicht steht und definitiv für kurzweilige Unterhaltung sorgt. Erik Matti sorgt für ein angenehmes Erzähltempo, obwohl sich die ersten gut 45 Minuten des Filmes noch hauptsächlich mit der Einführung in die folgenden Ereignisse beschäftigen und dem Zuschauer eine eher seichte und oberflächliche Beleuchtung der Hauptcharaktere servieren. Im Mittelpunkt steht der junge Makoy, der gleichzeitig durch sein mehr als arrogantes Auftreten in der Provinz dafür Sorge trägt, das die Aswangs überhaupt auf den Plan gerufen werden.


Angereichert mit einer ordentlichen Portion Humor bekommt man also in der ersten Hälfte wenig wirklich Sehenswertes, geschweige denn den erhofften Härtegrad zu sehen, den die Inhaltsangabe erwarten lässt. Dennoch ist dieser Teil von "The Aswang Chronicles" keinesfalls als langweilig oder gar uninteressant zu bezeichnen, wobei dies der Betrachtungsweise des Zuschauers unterworfen ist. Mit zunehmender Laufzeit erfährt die Story aber einen richtigen Stilbruch, denn auf einmal ist es ohne größere Vorwarnung mit der fadenscheinigen Ruhe vorbei, denn das Tempo der Erzählung nimmt doch mächtig an Fahrt auf.
Gleichzeitig zieht nun ein Härtegrad in das Geschehen ein, der sich zumindest phasenweise sehen lassen kann. Nun sollte man keinesfalls ein Splatter-Gore-Spektakel erwarten, doch eröffnet sich so manche Passage, in der es herrlich blutig zur Sache geht. Einzig die mittelmäßige Effekte trüben ein wenig den insgesamt guten Gesamteindruck, doch kann man diesen Makel großzügig übersehen.


Erik Matti ist sehr bemüht, dem Zuschauer ein witziges Monster-Filmchen zu präsentieren. Prinzipiell ist ihm das auch ohne Weiteres gelungen. Natürlich handelt es sich bei dieser Produktion um alles andere als ein filmisches Meisterwerk, doch hat man in den letzten Jahren schon genügend andere Genre-Vertreter zu Gesicht bekommen, die nicht einmal annähernd so kurzweilig und unterhaltsam wie "The Aswang Chronicles" sind. Die Mixtur aus Horror, ein wenig Fantasy und teilweise gewöhnungsbedürftigen Humor ist viel besser gelungen, als manche Kritik es eventuell vermuten lässt. Ob das Werk auch einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen kann, muss jeder für sich selbst entscheiden, doch Fans des Genres sollten definitiv einen Blick riskieren, der sich im Nachhinein sehr wohl als lohnenswert herausstellen könnte.


Insgesamt wird eine Geschichte erzählt, die man nicht nach ihrer inhaltlichen Substanz bewerten sollte. Die Geschehnisse erscheinen stark an den Haaren herbei gezogen. Doch gerade dadurch entfaltet sich auch diese wunderbar trashige Note, die sich wie ein roter Faden durch die gesamten 98 Minuten Spielzeit zieht. In darstellerischer Hinsicht sollte man keinerlei Wunderdinge erwarten, erscheint das Schauspiel doch an mehreren Stellen ein wenig überzogen und fast schon theatralisch. Dennoch ist es absolut passend, und das an den Tag gelegte Overacting einiger Akteure steigert sogar noch das Vergnügen, das man bei der Sichtung dieses skurrilen Werkes empfindet. Deswegen gibt es definitiv eine Empfehlung an alle, bei denen der Spaß-Faktor im Vordergrund steht und etwaige kleinere Schwächen nicht allzu hoch gehängt werden. Mit der richtigen Erwartungshaltung kommt man hier auf seine Kosten und kann sich jederzeit an dem teils witzigen Szenario erfreuen.


Mad Dimension veröffentlicht "The Aswang Chronicles" in der ungekürzten Fassung auf Blu-ray und DVD. Auf Bonusmaterial muss der Käufer allerdings verzichten, denn bis auf einen Trailer zum Hauptfilm und eine Label-Trailershow enthält die Disc keinerlei Extras. Dafür wird die Disc mit einem FSK-Wendecover im schwarzen BD-KeepCase ausgeliefert.

"The Aswang Chronicles" wurde komplett im Studio bzw. vor einer Green-Screen gedreht, was sich auf die Optik des Films niederschlägt. Das Bild zeigt sich zwar sehr scharf, dies dürfte aber an einer Überschärfung des Bildmaterials liegen, wie HD-Screenshot Nummer 1 sichtbar macht, bei dem eine deutliche Nachschärfung wahrzunehmen ist. Die dadurch resultierenden, unsauberen Konturen und das Flimmern an den Fenstern des Hauses lassen das Bild nicht zu den Besten zählen. Im zweiten Bild fällt auch der Einsatz von Rauschfiltern enorm auf. Man achte auf das Gesicht des Hauptdarstellers. Es gibt zwar immer noch viele Details, die sich jedoch weitgehend auf gut ausgeleuchtete Bildbereiche beschränken, während dunkle Szenen mit etwas Detailverlust zu kämpfen haben. Der Kontrast wurde angehoben und verfremdet, ohne aber Bildbereiche zu überstrahlen. Die Ausleuchtung in dunklen Szenen könnte etwas besser sein. Besonders in Nachtaufnahmen gehen Feinheiten verloren und Schwarz wirkt etwas sumpfig bzw. tendiert ins Blau-Gräuliche. Dies könnte auch ein Resultat der Farbfilter sein, der mit einer natürlichen Sättigung aufwartet, doch immer wieder in eine kühle Optik wechselt. Bildrauschen ist aufgrund der sichtbaren Filterung kaum noch wahrzunehmen, und lediglich in den dunkleren Aufnahmen ist eine etwas unnatürliche Kornstruktur auszumachen. Die Kompression arbeitet weitgehend ruhig im Hintergrund, wobei es immer wieder zu Unruhen auf homogenen Flächen kommt. Insgesamt ein solider HD-Transfer, der auf sehr großen Bilddiagonalen unter seiner enormen Verfremdung zu leiden hat.



(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Die Abmischungen liegen in einem HD-Mehrkanalton vor und ähneln sich sehr, wobei der Originalton in Tagalog etwas dynamischer klingt und den Effektbereich präsenter ansteuert, während die deutsche Tonspur frontlastiger klingt. Die Rears werden nur dezent für den Score eingesetzt, und hin und wieder huschen kleine Umgebungsgeräusche über die hinteren Effektkanäle. Das kann der Originalton besser. Er klingt bereits in den ersten Minuten breiter und offener, wobei auch dieser, besonders in den Actionsequenzen, einiges an Potenzial verschenkt. Somit klingt auch der Original-Mix noch zu dominant im Frontbereich und lässt eine stimmige Surround-Atmosphäre vermissen, die einen ins Geschehen hinein saugen könnte. Unterm Strich sind beide Tonspuren solide. Wer mit der deutschen Synchronisation nicht viel anfangen kann, kann den Originalton mit deutschen Untertiteln anschauen.


Ein cineastischer Hochgenuss sieht sicherlich anders aus, doch für solche Ansprüche ist ein Film wie "The Aswang Chronicles" auch keineswegs ausgelegt. Hier steht der Spaß am Skurrilen im Vordergrund. Zudem sorgt ein ansehnlicher Härtegrad dafür, dass man insgesamt einen ordentlichen Horrorfilm präsentiert bekommt. Technisch ist die Blu-ray aus dem Hause Mad Dimension solide. Für die stilbedingten Verfremdungen des Bildes kann das Label nichts, und der Ton ist in beiden Sprachfassungen sehr ähnlich. Schade nur, dass es keine Extras gibt.


Film+++/--
Bild++++/-
Ton++++--
Bonus------


Druckbare Version
News"The Aswang Chronicles" - BD News, Review und Gewinnspiel
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.