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USA 2011
Originaltitel:ChromeSkull: Laid to Rest 2
Länge:89:17 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Robert Hall
Buch:Kevin Bocarde, Robert Hall
Kamera:Amanda Treyz
Musik:Leon Bradford, Lance Warlock
SFX:Kelsey Boutte
Darsteller:Nick Principe, Danielle Harris, Thomas Dekker, Brian Austin Green, Johnathon Schaech, Gail O'Grady, Owain Yeoman, Nikita Ramsey, Jade Ramsey, Eric Lloyd, Brianne Davis, Julia Lea Wolov
Vertrieb:Dragon / LFG
Norm:1080i / MPEG-4 AVC
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:1,78:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:Seastoncase
Blu-ray-Start:13.07.2013 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Macabre (1:39 Min., 576i)
    • The Machine Girl (1:32 Min., 576i)
  • Exklusive Einleitung von Regisseur Robert Hall (1:24 Min., 576i)
  • Musikvideo von SHD - "Laid to Rest" (4:50 Min., 576i)
  • Audiokommentar mit Regisseur Robert Hall, Co-Autor Kevin Bocarde und Darsteller Brian Austin Green
  • Exklusives Video Interview mit Regisseur Robert Hall (10:38 Min., 576i)
  • A Cut Above: Creating Chromeskull (26:13 Min., 576i)
  • Bloopers (3:29 Min., 576i)
  • Deleted Scenes (1:58 Min., 576i)
  • Deutscher Trailer (1:27 Min., 576i)
  • Trailershow:
    • Dream Home (1:57 Min., 576i)
    • Autopsy (1:39 Min., 576i)
    • Autopsy 2 (1:55 Min., 576i)
    • Gothic and Lolita Psycho (1:49 Min., 576i)
Drei Monate sind vergangen, seitdem der maskierte Serienkiller ChromeSkull angeblich ums Leben kam. Doch das Grauen kehrt zurück! Es häufen sich die blutigen Morde, die in ihrer unmenschlichen Brutalität ganz klar die Handschrift von ChromeSkull tragen. Gleichzeitig wird Tommy, der vor drei Monaten nur knapp mit dem Leben davongekommen ist, von dem wahnsinnigen Preston entführt. Dieser steht in einer mysteriösen Verbindung zu ChromeSkull und verfolgt seine ganz eigenen Pläne. Ein erbarmungsloser Wettlauf gegen die Zeit beginnt, während die Zahl der Opfer von ChromeSkull steigt.
Bereits mit seiner Fortsetzung wirkt Regisseur Robert Halls Versuch, noch mehr Blut und Gekröse in eine leicht verfahrene Geschichte zu stopfen, als würde sich die Reihe als kleiner Bruder der zahlreichen Interner Link"Saw"-Sequels entpuppen. Klar, denn zwei Killer bringen schließlich mehr Opfer um die Ecke, und wer einige Hintergrundaspekte lediglich andeutet, hält sich immer eine Hintertür für weitere Fortsetzungen offen. Eigentlich schien der Mann mit der Chrom-Maske sicher erledigt, doch hinter dem Killer steht offenbar eine Organisation, welche den Tunichtgut notdürftig zusammenflickt und ihn auf seine Rückkehr vorbereitet. Derweil versucht Emporkömmling Preston (Brian Austin Green) seinem "Chef" nachzueifern und killt munter Menschen vor laufender Kamera, während die fast blinde Jess (Mimi Michaels) sein nächstes Opfer zu werden droht.


Die Figuren können im Vergleich zum Interner LinkOriginal, wo es zumindest ansatzweise Sympathieträger gab, kaum mithalten. Tommy, der Überlebende aus dem Interner Linkersten Teil, ist beispielsweise als nervöses Wrack in seiner Opferrolle gefangen, während Jess auf Dauer zu hysterisch auftritt, als etwaige Stärken auszuspielen. Auch die ermittelnden Cops stellen sich nicht sonderlich geschickt an und hinken dem Geschehen mindestens einen Schritt hinterher. Lediglich Preston erweist sich als angemessen fies, selbstgerecht und fanatisch gegenüber der Organisation.


Von jener erhält man leider kaum Hintergründe. Man erfährt nicht, zu welchem Zweck die Taten mitgefilmt werden, noch wodurch die Mitglieder zueinander fanden und auch nicht, welche Grundprinzipien sie verfolgen, zu denen auch die willkürlich anmutende Wahl ihrer Opfer zählt. Allerdings erweist sich deren Affinität zu speziellen Waffen aus Chrom als Vorteil, denn diverse Verletzungen und Ableben stellen die Stärke des Streifens dar. Hier fällt besonders auf, was mit scharfen Klingen so alles zu zerschneiden ist, denn neben einigen Kehlenschnitten, einer Enthauptung, einer geöffneten Brust und einer recht blutigen Operation werden Münder geradezu über das komplette Gesicht in die Breite gezogen, andere werden der Länge nach bis übers Ohr um ein Drittel abgetrennt, und es knackt, zischt und platscht einige Male derbe. Auf technischer Ebene können sich die Effekte durch die Bank sehen lassen.


Leider bietet der Verlauf der Erzählung nur wenige Höhepunkte und letztlich auch kaum Überraschungen. Zu konstruiert wirken einige Gegebenheiten, und reichlich aus der Luft gegriffen kommen haltlose Fakten zusammen, die den Realitätsgehalt der Chose nachhaltig in Frage stellen, wie eine Entführung im Polizeirevier oder die unbedachte Durchsuchung einer Polizistin. Auch die massive Sehschwäche von Jess wird dramaturgisch zu wenig ins Spiel gebracht. Der Hauptschauplatz der Lagerhalle lässt zu selten Atmosphäre aufkommen, da die Ausstattung karg ausfällt, der Score keine Akzente setzen kann und lediglich die Kamera um ein paar schräge Perspektiven bemüht ist.

Demgegenüber sind die darstellerischen Leistungen im Schnitt ordentlich, da Brian Austin Green als Psychopath und Killer derbe, aber wirkungsvoll übers Ziel hinaus prescht, Mimi Michaels als kreischendes Opfer glaubhaft alle Arten von Verzweiflung verkörpert und Camden Toy eine starke Sequenz als dubioser Arzt mit irrem Blick einbringt. Zumindest sind die Performances im Schnitt besser als die dazugehörigen, meistens reichlich vagen Charakterzeichnungen.


"Laid to Rest 2" ist ein kostengünstig produzierter Slasher, was man ihm in jeder Minute ansieht. Digital gedreht, zeigt sich das 1080i-HD-Bild nur bedingt scharf, denn nicht einmal in Close-Ups von Gesichtern erreicht der Detailgrad kaum HD würdige Werte. Vielmehr sieht das Bild sehr weich und steril aus. Der Kontrast arbeitet noch am besten und lässt nur selten Flächen in dunklen Szenen absaufen. Der Schwarzwert tendiert jedoch immer wieder ins Gräuliche, wodurch das Bild nicht sonderlich plastisch wirkt. Da hilft auch die leichte Nachschärfung nicht weiter. Diese sorgt lediglich dafür, dass Konturen etwas überstrahlen. Das Farbspektrum wurde sehr kühl gehalten, bietet aber solide und meist natürlich Werte. Das digitale Bildrauschen stört nicht sonderlich, allerdings ist beim Endcode gehörig etwas danebengegangen: Das Bild zeigt unschöne Banding- und Blockartefakte, was u. a. durch die stillbedingte Erhöhung des Kontrastes passiert sein kann. Dass die Kompression aber noch so viele Artefakte offenbart, ist selbst auf kleinen Betrachtungsflächen mehr als eine Zumutung.


(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Die deutsche Synchronfassung liegt in DTS-HD Master Audio 5.1 vor, darf als solide bezeichnet werden und ist dem Originalton sehr ähnlich. Beide scheinen auf derselben Abmischung zu basieren, wobei der Originalton im Effektbereich teilweise etwas mehr Räumlichkeit zu bieten hat. Insgesamt konzentriert sich der Effektbereich weitgehend auf den Score, der mit gutem Basseinsatz ins Geschehen eingreifen darf. Dennoch dominiert der Frontbereich, und der Klang wirkt in beiden Sprachfassungen etwas dünn und wenig dynamisch. Direktional passiert nicht viel, im Englischen vielleicht sogar noch mehr, wenn z. B. Angstschreie auch in Effektkanälen wiedergegeben werden. Die deutsche Tonspur klingt aufgrund der sterileren und etwas unspektakulären deutschen Synchronisation etwas lauter, während der Originalton natürlicher und homogener im Dialogbereich erscheint. Beide sind aber sehr gut zu verstehen. Untertitel gibt es nicht - weder beim Hauptfilm, noch beim Bonusmaterial. Das spart natürlich Geld. Zudem wurden alle Extras lediglich in Standard Definition auf die Disc gepresst.


In der Einleitung zur deutschsprachigen Uncut-Fassung begrüßt Regisseur Robert Hall seine deutschen und österreichischen Fans und gibt seinen Unmut über Zensur in Filmen kund, während das Musikvideo "Laid to Rest" von der mittlerweile aufgelösten Schweizer Metalcore Band ShC ein wenig Feuer auf die Ohren gibt. Der Audiokommentar mit Hall, seinem Co-Autor Kevin Bocarde und Darsteller Brian Austin Green macht durchaus Spaß und gewährt einen tiefen Einblick in die Entstehung des Films. Auch das 26-minütige Making Of sowie das 11 Minuten lange Interview mit dem Regisseur bietet einen informativen Einblick hinter die Kulissen und die Entstehung der blutigen Effekte. Wenn man es genau nimmt, ist das Bonusmaterial sogar sehenswerter als der ganze Film und wird mit ein paar verpatzten und geschnittenen Szenen sowie dem deutschen Trailer abgerundet. Eine Trailershow mit weiteren Titeln aus dem Hause Dragon darf natürlich nicht fehlen. Das Blu-ray-Menü ist wie immer sehr spartanisch und kaum der Rede wert.


Inhaltlich hat diese Fortsetzung mit dem Interner LinkOriginal nicht viel mehr gemein als das derbe Abmurksen mit wahrlich sehenswerten Effekten, dem Killer mit der Chrom-Maske und erhöhtem Spannungsaufkommen im letzten Drittel. Demgegenüber wirkt das Drehbuch an vielen Stellen zu undurchdacht und inkonsequent. Auch wenn es in absehbarer Zeit zu weiteren Sequels kommen dürfte, sollte sich Hall besser auf das Wesentliche konzentrieren, denn ansonsten wird ihm der Stoff auf kurz oder lang aus den Fugen geraten.
Die vorliegende Uncut-Version läuft rund 10 Minuten länger als die FSK geprüfte 18er-Fassung und ist exklusiv über Österreich zu beziehen. Technisch überzeugt die Disc nur bedingt, besonders das durchschnittliche Bild und die nicht untertitelten Extras trüben den Sehgenuss ungemein. Die US-Version liegt in 1080p vor, während die deutschsprachige Disc lediglich in 1080i aufgespielt wurde. Dafür gibt es exklusives Bonusmaterial.


Film++/---
Bild+++/--
Ton++++--
Bonus++++/-


Druckbare Version
Laid to Rest
News"Chromeskull: Laid to Rest 2" im November von I-On New Media
"Chromeskull: Laid to Rest 2": FSK verweigert Freigabe!
IMDb.com OFDb.de



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