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USA 2013
Originaltitel:Pacific Rim
Alternativtitel:Pacific Rim
aka. Still Seas
Länge:131:16 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Guillermo del Toro
Buch:Travis Beacham, Guillermo del Toro
Kamera:Guillermo Navarro
Musik:Ramin Djawadi
SFX: Legacy Effects, Industrial Light & Magic
Darsteller:Charlie Hunnam, Ron Perlman, Idris Elba, Burn Gorman, Charlie Day, Clifton Collins Jr., Heather Doerksen, Robert Maillet, Rinko Kikuchi, Max Martini, Timothy Gibbs
Vertrieb:Warner
Norm:1080p / MVC (3D-Version), 1080p / MPEG-4 AVC (2D-Version)
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:1,78:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 7.1 (dt..), DTS-HD Master Audio 5.1 (engl..)
Sprache:Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch
Untertitel:Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Italienisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Isländisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch
Verpackung:Seastoncase
Blu-ray-Start:22.11.2013 (Kauf)
Bonus:
  • Gutschein für Digital-Kopie
Disc 2:
  • Trailer bei Disc-Start: "Gravity" (1:54 Min., 1080p)
  • Audiokommentar von Regisseur Guillermo del Toro
  • Fokus-Punkte:
    • Film von Guillermo del Toro (4:47 Min., 1080p)
    • A Primer on Kaijus & Jaegers (4:09 Min., 1080p)
    • Intricacy of Robot Design (4:53 Min., 1080p)
    • Honoring the Kaiju Tradition (4:30 Min., 1080p)
    • The Importance of Mass and Scale (5:45 Min., 1080p)
    • Shatterdome Ranger Roll Call (5:39 Min., 1080p)
    • Jaegers Echo Human Grace (4:01 Min., 1080p)
    • Inside the Drift (4:36 Min., 1080p)
    • Goth-Tech (4:39 Min., 1080p)
    • Mega Sized Sets (8:54 Min., 1080p)
    • Baby Kaiju Set Visit (3:07 Min., 1080p)
    • Tokyo Alley Set Visit (3:17 Min., 1080p)
    • Orcestral Sounds from the Anteverse (4:04 Min., 1080p)
Disc 3: (Bonus)
  • Das Notizbuch des Regisseurs (Interaktives Feature)
  • Drift Space (5:24 Min., 1080p)
  • Die digitale Kunst in Pacific Rim (17:10 Min., 1080p)
  • Shatterdome:
    • Animatics:
      • Anchorage (2:11 Min., 1080p)
      • Tokyo Street (3:36 Min., 1080p)
      • Hong Kong Bay (1:05 Min., 1080p)
      • Anti-Kaiju Refuge (1:52 Min., 1080p)
      • Pacific Ocean (1:12 Min., 1080p)
    • Kaiju:
      • Trespasser (0:40 Min., 1080p)
      • Knifehead (1:04 Min., 1080p)
      • Onibaba (1:12 Min., 1080p)
      • Leatherback (0:40 Min., 1080p)
      • Otachi (1:12 Min., 1080p)
      • Baby Otachi (0:40 Min., 1080p)
      • Raiju (0:32 Min., 1080p)
      • Scunner (0:24 Min., 1080p)
      • Slattern (0:08 Min., 1080p)
      • Precursors (1:28 Min., 1080p)
      • Daikaiju (2:32 Min., 1080p)
      • Maquettes (2:08 Min., 1080p)
    • Jaeger:
      • Gipysy Danger (1:20 Min., 1080p)
      • Striker Eureka (0:48 Min., 1080p)
      • Cherno Alpha (0:56 Min., 1080p)
      • Crimson Typhoon (0:56 Min., 1080p)
      • Coyote Tango (0:56 Min., 1080p)
      • Fallen Jaegers (0:48 Min., 1080p)
      • Nose Art (0:32 Min., 1080p)
    • Costume:
      • Hero (2:40 Min., 1080p)
      • Civilian (1:52 Min., 1080p)
    • Enviroments:
      • Coon Pod (1:04 Min., 1080p)
      • Construction Site (0:48 Min., 1080p)
      • The Shatterdome (2:00 Min., 1080p)
      • Kaiju Temple (0:56 Min., 1080p)
      • Anteverse (3:12 Min., 1080p)
      • Anti-Kaiju Refuge (0:40 Min., 1080p)
      • Propaganda (1:28 Min., 1080p)
      • Tech (2:32 Min., 1080p)
    • Nicht verwendete Szenen:
      • The Wall of Life/Rations (0:46 Min., 1080p)
      • Excuse Me (1:01 Min., 1080p)
      • Theft (0:28 Min., 1080p)
      • "Catch You in the Drift, Dad" (1:29 Min., 1080p)
    • Verpatzte Szenen (3:52 Min., 1080p)
Als Legionen von Monstern aus dem Meer auftauchen, beginnt ein Krieg, der Millionen Menschen das Leben kostet und auf Jahre den Einsatz aller zur Verfügung stehenden Rohstoffe erfordert. Zur Abwehr der gigantischen Ungeheuer, die Kaiju genannt werden, konstruiert man gewaltige, als Jaegers bezeichnete Roboter: Sie werden gleichzeitig von zwei Piloten gelenkt, deren Gehirne über eine Neuronenbrücke gekoppelt sind. Doch selbst die Jaegers können gegen die unerbittlichen Kaiju kaum etwas ausrichten. Angesichts der drohenden Niederlage müssen sich die Verteidigungstruppen wohl oder übel auf zwei Soldaten verlassen, denen man zu allerletzt Heldentaten zutrauen würde: auf einen heruntergekommenen Ex-Piloten und eine Rekrutin ohne jegliche Erfahrung. Sie sollen gemeinsam einen legendären, bisher als völlig veraltet eingestuften Jaeger steuern. Weil das apokalyptische Inferno unausweichlich scheint, bilden die beiden das letzte Bollwerk der Menschheit ...
Was haben wir auf "Pacific Rim gewartet, und schon die Trailer waren unterhaltsamer als manch ganzer Film. Monströse GIGA-Aliens (Kaiju) gegen GIGA-Roboter (Jaeger), was will das (Männer-)Herz mehr? "Reale" Monster aus "Fleisch und Blut" gegen menschengesteuerte, mechanische Monster! Vielleicht hat mancher von uns sein ganzes Leben auf diesen Film gewartet. Endlich können wir unsere filmischen Nerd-(Alb-)Träume einmal richtig ausleben. Es wird tatsächlich auch gekämpft als gäbe es keinen Morgen und "Pacific Rim" der letzte Film der Menschheit wäre. Brachialer und visuell attraktiver können CGI-basierte Kämpfe kaum auf die Leinwand gebracht werden. Wir wollten den perfekten Adrenalin pushenden Blockbuster, und wir haben ihn bekommen.

Pacific RimPacific RimPacific Rim

Und die Effekte übertreffen von dieser Seite her bis zum Ende des Films noch mal Interner Link"The Avengers", Interner Link"Man of Steel", Interner Link"Transformers 3", was schon ziemlich schwer ist, auch wenn die optische Gestaltung nicht ganz vergleichbar und in "Pacific Rim" teilweise so voller Details ist, dass man gar nicht alles auf einmal wahrnehmen kann. Und schon nach einer Minute sehen wir den ersten Kaiju und eine Stimme aus dem Off erklärt die Lage der Menschheit im Kampf gegen den übermächtigen Gegner. Nur ca. 10 Minuten später bekommt der erste Jaeger ziemlich übel Saures von einem miesgelaunten Kaiju, und da sind wir noch nicht mal mit dem Vorspann durch.

Und Achtung: Wir schauen "Pacific Rim" nicht wegen einer tiefgehenden Story, feinsinniger Dialoge über die großen Fragen der Menschheit oder tiefschürfenden Charakterzeichnungen seiner Hauptfiguren. Diese und einige andere Dinge kann man durchaus bemängeln, aber man sollte sich fragen, was der eigentliche Mehrwert einer solchen Verfilmung ist. Ganz einfach: ACTION! Und diese Action in den vielfältigen Kämpfen ist recht abwechslungsreich und kampftechnisch komplex in einem wahren CGI-Gewitter inszeniert. Es geht um das Überleben der Menschheit, so simpel ist es, da dürfen Sinnfragen gerne hinten anstehen. Der Detailgrad der Animationen ist unglaublich, und viele von uns werden wohl aus dem Staunen kaum rausgekommen sein.

Pacific RimPacific RimPacific Rim

Gut ist, dass auch ein gewisses Augenzwinkern in der Umsetzung eingebaut wurde und der Film sich somit nicht allzu ernst nimmt. Aber er hat schon ein übergeordnetes Ziel, das er sehr ernsthaft umsetzt: Uns zu unterhalten, und das ist Regisseur Guillermo del Toro zu 100% gelungen. "Pacific Rim" ist eine riesige Verneigung vor dem Anime- und Mecha-Actiongenre! Tatsächlich wirkt er wie ein Anime, welcher erfolgreich zur Live-Action gebracht wurde. Einiges Charakteristisches von den Figuren her wurde aus Godzilla (Gojira)-Filmen entnommen, und Fans fühlen sich wie zuhause. Wir erleben eine geplante Verneigung del Toros vor den asiatischen Ursprüngen des Genres.

Dies wird schon in den ersten Bildern in "Pacific Rim" deutlich, als in Anlehnung an den heute existierenden tatsächlichen Godzilla-Kult - insbesondere in Japan - Bilder von der Vermarktung der Kaijus in Spielzeugfiguren und TV-Shows gezeigt werden. Nur ein Satz zur Geschichte von "Pacific Rim", denn was bringen hier schon lange Inhaltsangaben: Aus den Tiefen des Pazifiks durch ein Dimensionsportal aufgestiegene Kaiju werden von der Menschheit mit menschgesteuerten Riesenrobotern namens Jaegers in einem schier aussichtslosen Kampf versucht aufzuhalten. Vieles ist vorhersehbar, aber dies ist ausnahmsweise mal kein Problem, und die einfache Struktur ist ein gutes Gegengewicht für die fast erdrückenden Bilderfluten.

Pacific RimPacific RimPacific Rim

Nach einer kurzen Einleitung kracht es wie oben beschrieben richtig, und "Pacific Rim" hinterlässt schon mal eine effektgetriebene Duftmarke, was uns später und vor allem in der zweiten Filmhälfte erwartet. Dann gibt es relativ lange rund 40 Minuten zum Durchzuatmen, und es wird auch etwas Rahmenhandlung aufgebaut, Charaktere entwickelt und Gegenstrategien gegen den mächtigen Gegner diskutiert und ausprobiert. Insgesamt ist die Story recht linear, und es gibt keine Überraschungen, Twists oder Wendungen. Im letzten Drittel gibt es dann die erwartete Mutter aller Schlachten. Ein Wow-Effekt jagt den anderen, und die epischen Bilder können höchstens noch mit Interner Link"Avatar" in visueller Sicht Hinsicht verglichen werden, obwohl die Inhalte ganz anderer Natur sind.

Auch wenn die Sequenzen in den Nahkämpfen der Monster oft im Regen und/oder der Nacht stattfinden und auch mal unübersichtlich werden, trübt dies den Gesamteindruck nicht wirklich. Gegen Ende des Films treten allerdings schon ein paar Wiederholungseffekte in Bezug auf die Kampfchoreografien auf. Und eigentlich machen gute Effekte noch lange keinen guten Film aus, aber die visuelle Qualität von "Pacific Rim" ist so gewaltig, dass dies übliche Rezensionskriterien zumindest bei Genrefans deutlich überstrahlt. Auch die durchgängig gar nicht vorhandene Spannungskurve fällt nicht ins Gewicht. Man trägt sich von Schlacht zu Schlacht. Sinnfreier CGI-Bombast-Krawall ohne Herz und Seele? Sicherlich, aber sehr unterhaltsam. Herz und Seele von Mech-, Gojira-, Anime- und Monsterfans werden jedoch durchaus angesprochen!

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Und auch das teilweise dick aufgetragene Pathos des Films wirkt nicht aufgesetzt, es gehört einfach zu einem apokalyptischen Weltuntergangsszenario dazu. "Pacific Rim" erfindet das Filmbusiness auch nicht neu, aber es gibt einige innovative Ansätze zu bewundern. "ULTRAMEN vs. GODZILLA 2.0 reloaded" könnte man das ganze auch lapidar nennen. Und ein wenig "Iron Man"-Kampfanzugtechnik ist auch dabei, nur circa tausendmal größer. Interessant ist der Einfall, dass die Jaeger von 2 Menschen bedient werden. Del Toro erklärt in einem Interview, dass dies nötig ist, weil die Belastung für einen Menschen zu viel ist. In einem Prozess namens "Drift" verbinden die Piloten ihr Bewusstsein und nur mittels dieser Bindung ist die Steuerung der riesigen Jaeger möglich.

Interner Link"Transformers 3", Interner Link"Godzilla" und "Battleship" als gelegentlich genannte Vergleiche sind eine andere Liga. Del Toros Mischung aus Old-school-Action, Science-Fiction und Anime-Anklängen sind in dieser Umsetzung einmalig. Die Kajiu wirken auch deutlich bedrohlicher als die Transformers-Blechdosen, sind recht zähe Burschen und abwechslungsreich mal echsen-, dinosaurierartig oder in sonstiger Monsterform gestaltet. Einige können sogar fliegen oder sind auch mal schwanger. Sie sind für mich der heimliche Star, da sie "echte Lebewesen" und keine künstlichen Roboter sind.
Ich wiederhole wie bei Interner Link"The Avengers" oder auch Interner Link"Man of Steel" meinen einzigen theoretischen Verbesserungswunsch nach einem höheren Härtegrad in Form einer FSK 16/18 (in USA also höher als eine PG-13 Einstufung), weil alles noch expliziter hätte ablaufen können, aber das war selbstverständlich von der breiteren Vermarktung her nicht vorgesehen. Die halbe Welt liegt in Schutt und Asche, und irgendwie ist doch kein Mensch wirklich sichtbar ernsthaft verletzt worden. Aber dies ist ein nicht zu ändernder Fakt.

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Sympathisch ist, dass "Pacific Rim" mit einem Budget von ca. 180 Mio. nicht auf die erste Schauspielerreihe mit den ewig gleichen Gesichtern, sondern auf für Fans bekannte und beliebte B-League-Schauspieler wie del Toros Buddy Ron Pearlman zurückgegriffen hat, welcher ja auch bei ihm in einigen Filmen (u. a. Interner Link"Hellboy", Interner Link"Blade II") mitgespielt hat. Als Hannibal Chau passt er sehr gut in den Film und sorgt eher für komödiantische Momente. Er hat nur eine relativ kleine Rolle, betritt nach fast einer Stunde erst richtig die Bühne und ist natürlich die coole Socke wie immer. Auch Idris Elba kann in einer sehr souveränen Darbietung ohne schauspielerische Schnörkel gut gefallen und nimmt mit zunehmender Laufzeit immer mehr das Zepter in die Hand, auch leider mangels schauspielerischer Konkurrenz.

Zusammenfassen möchten wir das Erlebnis wie folgt: Visuell unschlagbar präsentiert sich "Pacific Rim" als must-see für die oben schon näher beschriebenen Fans. Jegliche Mehrforderung nach Niveau im Sinne sonstiger Filmkriterien in Bezug auf Komplexität von Story oder Figuren wird bewusst nicht befriedigt. Wer dies sucht, darf gerne zu einem früheren Werk del Toros greifen. Auch diese lohnen sich bis zurück zu seinen ersten Filmen. Er selbst hat sich ein in gewisser Weise sinnliches Gedicht an die gigantischen Monster geschaffen, wie er selbst schreibt. Dem kann man nur zupflichten. Und wie meist sollte man auch den Abspann in Ruhe zu Ende ansehen...

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Sowohl die 3D- als auch die 2D-Versionen erreichen mit Leichtigkeit die Höchstnote. Das nachträglich konvertierte 3D-Bild erweist sich als gestochen scharf und bietet eine herausragende Detailzeichnung, die man von einer konvertierten stereoskopischen Fassung nicht erwartet hätte. Jede einzelne Sequenz besticht durch eine ausgezeichnete Schärfe und zeigt selbst in Totalen und schnellen Actionsequenzen jedes noch so feine Detail. Das Bild zeigt eine natürliche Plastizität mit einer beachtlichen Tiefenwirkung, und Einschränkungen aufgrund der Effektaufnahmen gibt es nicht. Der ausgewogener Kontrast, der satte Schwarzwert und die kräftigen, natürliche Farben überzeugen ebenfalls auf ganzer Linie. Selbst in den rasanten, meist im Dunkeln bzw. von Neonlichtern gefluteten Monsterschlachten werden keine Feinheiten verschluckt.

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(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Da "Pacific Rim" digital gedreht wurde, ist Filmkorn kein Thema. Trotzdem zeigt sich der HD-Transfer stets sauber und klar, ohne dabei digital zu wirken, weil eine filmische Optik fehlen würde. Die 3D-Wirkung erweist sich als natürlich, aber effektiv, wobei Pop-Out-Effekte nur in geringem Maße wahrzunehmen sind. Das stört aber nicht weiter, da hier die Tiefenwirkung in Mittelpunkt steht und die Zerstörungswut eine gänzlich andere Dimension erreicht. Man muss sogar sagen, dass die stereoskopische Heimkino-Version um einiges besser aussieht, als das teilweise sehr unscharfe Bild in den Kinos. Die Kompression arbeitet ausgewogen im Hintergrund und Ghosting- bzw. Crosstalk-Artefakte sind nur in wenigen Sequenzen wahrzunehmen.

Auf der zweiten Disc befindet sich die 2D-Version samt etwas Bonusmaterial, und auch hier arbeitet die Kompression fehlerfrei. Der in 1,78:1 vorliegende HD-Transfer befindet sich auf herausragendem Niveau und zeigt ein gestochen scharfes, stets detailliertes Bild. Wie auch bei der 3D-Version fügen sich Realsequenzen und CGI-Effekte perfekt ineinander ein, wodurch es nahezu keine weicheren oder unscharfen Sequenzen gibt. Kontrast, Schwarzwert und Farbgebung, alles befindet sich auf einem Level das seinesgleichen sucht. Zwar kann die 2D-Variante nicht die typische Tiefe einer 3D-Fassung erlangen, doch Plastizität und Tiefenwirkung sind auf höchstem Niveau. So sehr man auch nach Fehlern suchen möchte, das HD-Bild ist ein Traum.

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(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Beim Ton macht Warner ebenfalls keine Gefangenen und liefert einer der besten HD-Mehrkanal-Abmischungen der letzten Jahre ab. Im Vergleich zur englischsprachigen Version, die der deutschen sehr ähnlich klingt, wurde die Synchronfassung sogar zusätzlich auf 7 Kanäle aufgepumpt. Es muss kaum erwähnt werden, dass die Räumlichkeit und die wuchtige, teilweise brachialen Abmischung die Stärke des Tons ist. Die Surround-Kanäle sind nahezu in jeder Filmminute im Einsatz und erzeugen ein unglaublich präzise und kraftvolle Räumlichkeit. Der Dynamikumfang könnte kaum höher sein, und der Subwoofer sorgt für Bassschübe, die durch Mark und Bein gehen. Die Feindetailzeichnung ist dabei trotz extremer Actioneinlagen hervorragend, und es gehen keine Feinheiten verloren. In den Actionszene werden die Back-Surround-Kanäle zusätzlich sehr aktiv ins Geschehen einbezogen, was man ansonsten eher selten bei 7.1-Abmischungen erleben darf. Dialoge sind dabei stets sehr gut zu verstehen. Der gesamte Mix klingt perfekt ausbalanciert und geht weder bei den Actionszene noch im kraftvollen, dynamischen Score von Ramin Djawadi unter. Eine vorbildliche Abmischung, die im Effektbereich sogar die englische HD-Spur toppen darf.

Während sich auf der 3D-Disc kein Bonusmaterial befindet, spendiert man der 2D-Version einen sehr informativen Audiokommentar von Regisseur Guillermo del Toro. Deutsch untertitelt geht del Toro auf verschiedene Aspekte der Produktion ein und bietet seinen Zuhörern einen tollen Einblick in die Entstehung eines seiner Lieblingsprojekte. Interessant ist auch das "Fokus-Punkte"-Feature, welches in 13 Segmente unterteilt wurde und auf verschieden Aspekte der Produktion eingeht. Der Zuschauer bekommt einen Einblick in das Design der Kreaturen und der Jaeger, man erfährt mehr über CGI-Effekte im Film, und selbst die Entstehung des Scores wird kurz angerissen.
Weiter geht es auf der Bonus-Disc, die ebenfalls als Blu-ray vorliegt und sämtliche Extras in hochauflösender Qualität präsentiert. Den Anfang macht "Das Notizbuch des Regisseurs", ein interaktives Feature, bei dem man sich durch del Toros persönliche Notizen und Konzeptzeichnungen blättern kann, die alle Deutsch übersetzt wurden. Hinzu kommen knapp 37 Minuten an Kurz-Featurettes, die dort ebenfalls zu finden sind. "Drift Space" zeigt eine Zusammenfassung der vier Drift-Sequenzen, und unter "Die digitale Kunst in Pacific Rim" geht man in knapp 17 Minuten etwas ausführlicher auf die Umsetzung der Effektsequenzen im Film ein. Der Fokus liegt hier natürlich auf den Kaijus und Jaegern. "Shatterdome" wurde in 30 Segmenten unterteilt und zeigt eine umfangreiche Auswahl an Animatic-Videos, Konzept-Zeichnungen sowie Kostüm- und Set-Design-Bilder. Zum Schluss befinden sich noch vier nicht verwendete Szenen sowie 4 Minuten an verpatzen Szenen auf der Disc. Leider gibt es keine Teaser oder Trailer zum Hauptfilm, dafür aber ein Trailer zu "Gravity", der ebenfalls von Warner veröffentlicht wird.

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Seit langem mal wieder eine rundum gelungene Veröffentlichung eines Majors, bei welcher lediglich das fehlende FSK-Wendecover zu bemängeln ist. Ansonsten bekommt man es mit einer technisch wie inhaltlich absolut referenzwertigen Veröffentlichung zu tun.


Film+++++-
Bild++++++Wertung der 2D-Fassung
++++++Wertung der 2D-Fassung
Ton++++++
Bonus++++--


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Pacific Rim
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