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USA 1989
Originaltitel:Bride of Re-Animator
Alternativtitel:H.P. Lovecraft's Bride of Re-Animator
aka. Re-Animator 2
Länge:96:44 Minuten (ungekürzte Unrated-Version)
Freigabe:ab 18 Jahren
Regie:Brian Yuzna
Buch:Brian Yuzna, Rick Fry, Woody Keith
Kamera:Rick Fichter
Musik:Richard Band
SFX:K.N.B. EFX Group, Screaming Mad George
Darsteller:Jeffrey Combs, Bruce Abbott, Claude Earl Jones, Fabiana Udenio, David Gale, Kathleen Kinmont, Mel Stewart, Irene Forrest, Michael Strasser, Mary Sheldon, Marge Turner, Johnny Legend
Vertrieb:Capelight Pictures
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50 / DVD-9
Regionalcode:B / 2
Bildformat:1,78:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1 (dt.), LPCM 2.0 Stereo (dt., engl.), Dolby Digital 5.1 (dt., nur DVD), Dolby Digital 2.0 Stereo (dt., engl., nur DVD)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch
Verpackung:Mediabook
Blu-ray-Start:28.02.2014 (Kauf)
Bonus:
  • 26-seitiges Booklet
  • Cthulhus Ruf-Sammelkarten
Disc 1: (Unrated Blu-ray)
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Society (2:08 Min., 1080p)
    • Fresh Meat (1:43 Min., 1080p)
  • Audiokommentar von Regisseur & Crew
  • Audiokommentar mit Hauptdarsteller Jeffrey Combs und Bruce Abbott
  • Making of (22:50 Min., 576i)
  • Behind the Scenes:
    • "Meg wird reanimiert" (7:42 Min., 576i)
    • "Karneval Sequenz" (1:56 Min., 576i)
  • Capelight exklusiv: Podcast: "120 Jahre Lovecraft" (89:55 Min., 1080p)
  • Capelight exklusiv: Hörspiel: Dark Adventure Radio Theatre präsentiert "Herbert West - ReAnimator" (68:40 Min., 1080p)
  • Vorspann Re-Animator [Restauriert] (2:36 Min., 1080p)
  • Kinotrailer "Bride of Re-Animator (1:53 Min., 1080p)
  • Kinotrailer "Re-Animator" (2:06 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Der blutige Pfad Gottes (2:09 Min., 1080p)
    • The Woman (1:14 Min., 1080p)
    • Chained (1:28 Min., 1080p)
    • Society (2:08 Min., 1080p)
    • Fresh Meat (1:43 Min., 1080p)
Disc 2: (R-Rated Blu-ray)
  • Trailer bei Disc-Start:
    • 22 Ways to Die (1:14 Min., 1080p)
    • Tot & Begraben (2:25 Min., 576i)
  • R-Rated-Version: (96:47 Min.)
  • Trailershow:
    • Rubber (1:13 Min., 1080p)
    • Schloss des Schreckens (2:29 Min., 1080p)
    • Comedown (1:37 Min., 1080p)
    • 22 Ways to Die (1:14 Min., 1080p)
    • Tot & Begraben (2:25 Min., 576i)
Disc 3: (Unrated-DVD)
  • Unrated-Version (92:47 Min.)
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Society (2:04 Min.)
    • Fresh Meat(1:39 Min.)
  • Audiokommentar von Regisseur & Crew
  • Audiokommentar mit Hauptdarsteller Jefreey Combs und Bruce Abbott
  • Making of (22:50 Min.)
  • Behind the Scenes:
    • "Meg wird reanimiert" (7:44 Min.)
    • "Karneval Sequenz" (1:57 Min.)
  • Capelight exklusiv: Podcast: "120 Jahre Lovecraft" (89:56 Min.)
  • Capelight exklusiv: Hörspiel: Dark Adventure Radio Theatre präsentiert "Herbert West - ReAnimator" (68:41 Min.)
  • Vorspann Re-Animator [Restauriert] (2:30 Min.)
  • Kinotrailer "Bride of Re-Animator (1:49 Min.)
  • Kinotrailer "Re-Animator" (2:02 Min.)
  • Trailershow:
    • Der blutige Pfad Gottes (2:10 Min.)
    • The Woman (1:12 Min.)
    • Chained (1:29 Min.)
    • Society (2:04 Min.)
    • Fresh Meat (1:39 Min.)
Die beiden Wissenschaftler Dr. Herbert West und Dr. Dan Cain haben ein Serum entwickelt, das nicht nur Tote wiederbelebt. Es ermöglicht ihnen auch, aus allen möglichen und unmöglichen Körperteilen neue, höchst bizarre Lebensformen zu schaffen. Ihr Erfindungsreichtum kennt dabei keine Grenzen. Gerade sind sie dabei, ihrer zusammengesetzten Traumfrau den letzten Schliff zu geben, als ein Polizist und der reanimierte Kopf von Dr. Carl Hill mit seiner Zombiearmee zum Großangriff blasen ...
Nach dem doch noch ein bisschen ernsten Vorgänger Interner Link"Re-Animator", der heutzutage sicherlich als ein Klassiker des Horror- und Splattergenres angesehen werden kann, wurde der zweite Teil mit einer noch fetteren Prise schwarzen Humors bestückt, der in einigen Szenen schon fast zu Slapstick wird. Ohne dabei allerdings weniger blutig vorzugehen oder mit weniger Horrorkomponenten zu arbeiten als der erste Film.

Angelehnt an den alten Klassiker Interner Link"The Bride of Frankenstein" aus dem Jahre 1935 (einer der erklärten Lieblingsfilme von Stuart Gordon, dem Regisseur des Interner Linkersten "Re-Animator"-Films) stellt man Herbert West als einen Wissenschaftler dar, der von seiner Arbeit überzeugt ist und nichts duldet, was ihn an seinem Ziel hindern könnte. Dabei manipuliert er sogar seinen Freund und Kollegen soweit, dass er ihn mit besonderen, persönlichen Dingen konfrontiert. Faszinierend ist dabei, dass er nicht unbedingt als der große, wahnsinnige Forscher daherkommt, sondern ziemlich genau weiß, was er tut und was um ihn herum vor sich geht. Nur ab und zu ist er etwas unvorsichtig, was besonders im Finale zu seinem Verhängnis wird.


Die Bride, also das Geschöpf von West und Caine, ist, ähnlich wie die ursprüngliche Frankenstein-Gestalt, ein eher tragisches Wesen. Zuerst nimmt sie ihre Situation gar nicht so genau wahr. Aber als sich die Ereignisse überschlagen und Francesca Caine nahebringt, dass das Geschöpf nicht Meg ist, so wie er es erkennt, wird es nicht nur Caine klar, was er und West gemacht haben. Auch dem Wesen wird die Situation bewusst. Als sich Caine von ihr abwendet, wird sie zuerst wütend, greift Francesca wie Caine an, verzweifelt aber dann. Und in einem schmerzvollen Akt schreit sie ihre Pein hinaus, und die einzelnen Körperteile lösen sich wieder voneinander. Auch wenn es der Film durch seine im Ganzen humorige und überzogene Art eigentlich nicht zulässt, in diesem Moment empfindet man schon fast etwas Mitleid für das Geschöpf. So bekommt der Film noch einen kleinen ernsten Unterton in der ansonsten eher auf pure Horrorunterhaltung getrimmten Handlung.



Auch wenn der Film nicht gerade zimperlich mit diversen Splattereffekten umgeht, sind die teilweise abgefahrenen Ideen doch herrlich derber Humor. Wenn West mal langweilig ist oder bei seiner Arbeit nicht weiterkommt, dann bastelt er einfach ein paar Körperteile aneinander und schaut, was passiert. So werden 5 Finger und ein Auge zu einem drolligen kleinen Mutantenwesen, das sogar flink auf seinen Fingern ist und die Jungs fast in ernsthafte Schwierigkeiten bringt. Leider stirbt es wieder schicksalshaft. Als äußerst wehrhaft erweist sich auch eine einfache Kombination aus Unterbein und Oberarm. Das "Werk" kann entweder gut treten oder auch würgen. Auf die Spitze treibt er es schließlich mit Francescas verstorbenen Hund, dem von Chapman ein Bein abgerissen wird. Was er damit macht, sei jetzt nicht verraten ...


Produzent Brian Yuzna brauchte trotz des Erfolges von Interner Link"Re-Animator" 4 Jahre, bis er das Geld für den Nachfolger zusammen hatte. Stuart Gordon, der beim Interner Linkersten Teil Regie führte, konnte diesmal allerdings nicht zu dem Projekt hinzugezogen werden. Also übernahm Yuzna selber die Regie, nachdem er den Interner Linkersten Teil produziert hatte und ein Jahr zuvor mit Interner Link"Dark Society" sein Regiedebüt hinlegte. Drei Jahre später sorgte er mit Interner Link"Return of the Living Dead 3" für einen Meilenstein im langsam untergehenden Zombiegenre. Danach folgten einige eher unwichtigere Filme, wie z. B. die beiden Interner Link"Dentist"-Filme, bis er sich 2000 mit der Comicverfilmung Interner Link"Faust" wieder zurückmeldete. Danach folgte 2003 mit Interner Link"Beyond Re-Animator" ein weiterer Teil der "Re-Animator"-Reihe, der aber nicht an die Klasse der ersten beiden Filme anknüpfen konnte. Mit seiner in Spanien ansässigen Produktionsfirma Fantastic Factory genießt Yuzna absolut künstlerische Freiheit, lieferte nach Interner Link"Beyond Re-Animator" bis dato aber nur noch 3 mittelmäßige Genrefilme ab. Ein vierter "Re-Animator" ist seit über 10 Jahren im Gespräch, konnte bisher aber nicht realisiert werden.


Jeffrey Combs ist fast schon eine markante B-Movie-Schauspielerpersönlichkeit wie Bruce Campbell und heute noch ein gut gebuchter Darsteller. Er hatte zwar auch nie eine richtig fette Hauptrolle in einer großen Hollywoodproduktion, ist aber trotzdem den meisten aus diversen anderen Rollen bekannt. Einfach göttlich ist sein Auftritt in Peter Jacksons Interner Link"The Frighteners" als durchgeknallter FBI-Cop. Und viele werden ihn, ohne es zu wissen, sicherlich aus Interner Link"Stark Trek: Deep Space Nine" kennen. Dort hatte er gleich drei Rollen inne: als Jem'Hadar Weyoun (plus seiner Klone), der Ferengi-Beamte Brunt und in einer Folge der 3. Staffel spielte er Tiron, einen zudringlichen Verehrer von Kira. Ursprünglich war er sogar für die Rolle von Commander Riker in Interner Link"Star Trek: The Next Generation" im Gespräch, den Part bekam aber bekanntlich Jonathan Frakes. Seitdem gehören Gastauftritte in jeder "Star Trek"-Serie dazu, denn auch in Interner Link"Voyager" und Interner Link"Enterprise" war er in ein paar Episoden zu sehen. Dann spielte er auch noch in den Yuzna-Filmen Interner Link"From Beyond" und Interner Link"Faust" sowie Stuart Gordons Interner Link"Castle Freak" mit. Zu seinen weiteren Auftritten in etwas größeren Produktionen gehören auf jeden Fall Rollen u. a. in Interner Link"Ich weiß noch immer, was Du letzten Sommer getan hast" und dem "House on Haunted Hill"-Remake, während er in der nach der vierten Staffel abgesetzten SciFi-Serie Interner Link"4400" in 15 Episoden zu sehen war. Seine Rolle in der Serie durfte als direkte Hommage an die drei "Re-Animator"-Filme gesehen werden. Auch dort war er ein Wissenschaftler, der mit einem "grünen" Serum Selbsttests durchführte, um besondere Fähigkeiten zu erlangen, die aber nicht ohne Nebenwirkung bleiben.


Bruce Abbott kam noch nicht über B-Produktionen hinaus und hatte zusätzlich einige Auftritte in TV-Serien. Fabiana Udenio ist eine gebürtige Argentinierin, wurde aber Ende der 70er zur Miss Italien gewählt, was ihr den Einstieg ins Filmgeschäft sicherte. Nach "Bride of Re-Animator" folgten diverse Rollen, bis sie den meisten als Alotta Fagina im ersten "Austin Powers"-Film aufgefallen sein dürfte und dort zusammen mit Mike Meyers ein Bad nimmt. David Gale war als Dr. Hill zuerst gar nicht vorgesehen. Da Hill im ersten Teil mehr oder weniger auseinandergepflückt wurde, wollte Yuzna den Charakter gar nicht mehr benutzen. Als Gale aber hörte, dass ein Nachfolger zu Interner Link"Re-Animator" gedreht werden sollte, rief er Yuzna an und fragte nach, was man sich denn so für ihn vorgestellt hatte. So blieb Yuzna fast gar nichts anderes übrig als Dr. Hill doch noch irgendwie in den Film zu bringen.

"This is no longer just reanimating the dead - we create human life!" Herbert West

Im vergangenen Jahr veröffentlichte Capelight Pictures von Interner Link"Re-Animator" eine aufwendige 3-Disc Collector's Edition, die qualitativ kaum zu toppen war, was sie, direkt hinter Stuart Gordons Interner Link"From Beyond", auf Platz 2 der Top 10 unseres Jahresrückblicks katapultierte. Fast pünktlich zum 10-jährigen Bestehen des Labels veröffentlicht Capelight nun auch den zweiten Teil der "Re-Animator"-Trilogie. Ein weiteres Mal gelang es ihnen, einen Film nach über 22 Jahren Giftschrank wieder in die Konsumhallen eines Media Markts bzw. Saturns zurückzubringen; und zwar komplett ungekürzt.

Auch für "Bride of Re-Animator" beauftragte Capelight die renommierte Restaurationsfirma TLEFilms, um Yuznas Klassiker wieder auf Spur zu bringen. Doch leider erwies sich die Arbeit an dem zweiten Teil erneut als sehr zeitaufwendig und glich einem Thriller, wie Firmenchef Torsten Kaiser in seinem ausführlichen Text des beiliegenden Booklets zur Restaurationsarbeit von "Bride of Re-Animator" mitteilte. Es galt, die Unrated-Fassung wieder herzustellen und dabei nur auf 35mm-Filmelemente, die aber nach über 10 Monaten immer noch nicht lokalisiert werden konnten, zurückzugreifen. Wenn man sich Herrn Kaisers Bericht durchliest, kommt einem die Frage auf, wie mit Filmmaterial umgesprungen wird. Irgendwo in den dunkelsten Kellern irgendeiner Person, die mal mit dem Film zu tun hatte, wurde nach Material gesucht, und letztlich musste man, wie damals Artisan, auf 35mm-Theatrical-Print-Filmelemente zurückgreifen, was nochmal Monate dauerte, da auch diese nicht mehr auffindbar waren. Es empfiehlt sich wirklich jedem, einen Blick ins Booklet zur werfen, um zu verstehen, mit wie viel Ehrgeiz und Liebe zum Film man wieder an die Arbeit gegangen ist. Man hätte es sich auch leicht machen können. Doch wie bereits bei Interner Link"Re-Animator" wurde versucht, das Beste aus dem Verfügbaren herauszuholen. So werden dem Kunden gleich zwei Fassungen auf separaten Discs spendiert.


(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Während auf der zweiten Blu-ray die R-Rated-Fassung enthalten ist, befindet sich auf der ersten Disc die Unrated-Version samt Bonusmaterial. Bildtechnisch sind beide Versionen, bis auf die 10 kleinen Segmente der Unrated-Szenen, identisch. Diese fallen etwas vom restlichen Bild ab, wurden aber, so gut es nur möglich war, an die Vorlage des 35mm-IP-Filmmaterials angepasst. Wenn man nicht darauf achtet, werden einem die Unterschiede kaum auffallen.



(Klickt auf die einzelnen Bilder, um die UNRATED-Szenen in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Die "Braut" lag uns in all den Jahren in unterschiedlichsten Ausführungen auf dem Tisch, und keine hat uns so umgehauen wie diese hier. Es steckt nicht nur viel Blut im vorliegenden Film, sondern es wurde noch mehr "Herz"-Blut hineingepumpt. Das Bild wurde sauber und aufwendig "manuell" restauriert. Erstmals ist der Bildstand fast perfekt - Verschmutzungen, Kratzer und Defekte sind förmlich nicht auszumachen, und die Farbpalette zeigt den Yuzna-Klassiker endlich in all seiner Pracht. Das Blut, das grüne Serum, all jene visuellen Spielereien, die "Bride of the Re-Animator" so einmalig machen und ihm einen etwas comichaften Touch verleihen, werden erstmals korrekt wiedergegeben.
Der Kontrast wurde hervorragend gewählt, ohne Details in den vielen dunklen Sequenzen zu verschlucken. Der Schwarzwert ist stets natürlich und lässt eine ebenso natürliche Durchzeichnung entstehen, ohne eine übermäßige Plastizität und Tiefenschärfe zu erzeugen. Das Schärfeverhältnis ist für den Film auf einem hohen Niveau und liefert konstant gute Werte, wobei es immer wieder etwas weichere Einstellungen gibt. Der Detailbereich fällt dabei mehr als ordentlich aus, muss aber in Anbetracht des Alters und der Produktion gemessen werden. Auf eine künstliche Nachschärfung des Materials wurde verzichtet, weshalb uns Doppelkonturen und Überstrahlungen erspart bleiben. Das Filmkorn ist intakt, was den Filmliebhaber freuen dürfte. Und dank einer feinen Körnung, wird eine permanent filmische Wirkung erzeugt. Zudem ist das Encoding perfekt geworden, die Bitrate mit über 30 Mbps sehr hoch, und die Kompression könnte kaum fehlerfreier arbeiten. Davon kann sich so manch andere Firmen eine große Scheibe abschneiden.


(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Auch beim Ton musste TLEFilms ordentlich nachbessern, wobei sich das Ergebnis schlussendlich hören lassen kann. Die alte deutsche Synchronisation ist nicht so schlecht wie sie immer gemacht wird und liegt gleich in zwei Varianten vor. Neben einer aufbereiteten LPCM 2.0 Stereo-Spur, wurde der Mix zusätzlich auf 5-Kanäle aufgeblasen. Die hier entstehende Räumlichkeit ist weitgehend auf den Score zurückzuführen und lässt das Geschehen etwas breiter wirken. Allerdings verirren sich auch Dialoge auf die Rears, was das Klangbild nur wenig Natürlichkeit verleiht. Empfohlen sei die verlustfreie LPCM Stereo-Spur, die eine hervorragende Sprachwiedergabe zu bieten hat. Einzelne Klangelemente werden sauber und differenziert wiedergegeben, und nur selten neigen die Dialoge zu etwas Übersteuerung. Knistern oder Rauschen wird einem, wenn überhaupt, nur beim genauen Hinhören auffallen. Musik kommt natürlich aus den Stereo-Lautsprechern und klingt weder dumpf noch kratzig. Das gilt im Übrigen auch für die 5.1-Abmischung, die jedoch nicht nötig gewesen wäre.

Beim englischen Mix erwies sich die Restauration als deutlich schwieriger, da die Vorlage in einem katastrophalen Zustand war. Demzufolge muss man beim Originalton die größten Abstriche machen: Der LPCM Stereo-Mix klingt relativ dumpf und in den Dialogen hörbar kratzig. Es wurde allerdings versucht zu retten, was noch zu retten war. Der Ton war dermaßen heruntergepegelt, dass von Detailzeichnung und Sprachverständlichkeit keine Rede mehr sein konnte. Hinzu kam ein enormer Rauschpegel, der den Originalton unbrauchbar machte. In 5 Stufen wurde der Mix restauriert, die Dynamik wieder hergestellt, Mischfehler beseitigt und die Synchronizität zum Bild, wenn nötig, korrigiert. Zudem wurde der Ton vorsichtig im oberen Frequenzbereich entrauscht. Das Ergebnis ist trotz aller Abstriche sehr gut. Feinheiten sind wieder wahrzunehmen, die Musik klingt durchaus dynamisch, und der Rauschfaktor wurde auf ein Minimum reduziert. Dass man nicht zaubern konnte, zeigt allein die Dialogwiedergabe, die, wie bereits erwähnt, etwas zu dumpf und gedrungen ausgefallen ist. Auf Wunsch lassen sich deutsche und englische Untertitel zuschalten.


Das Bonusmaterial befindet sich auf der Unrated-Disc, angefangen mit zwei Audiokommentaren, die deutsch untertitelt wurden. Hier hat sich Capelight der Kritik an ihrer Veröffentlichung des Interner Linkersten Teils angenommen, und somit kommen auch Fans ohne große Englischkenntnisse in den Genuss der Kommentare.
Ein Audiokommentar kommt von den beiden Hauptdarstellern Jeffrey Combs und Bruce Abbott. Der zweite von Produzent und Regisseur Brian Yuzna, Jeffrey Combs und den Special-FX-Machern Howard Berger, John Buechler, Mike Deak, Screaming Mad George, Bob Kurtzman und Tom Rainone. Leider ist besonders der Kommentar mit Combs und Abbott eine zwiespältige Angelegenheit: Einerseits unterhalten sie mit flotten Sprüchen, andererseits kommentieren sie fast nur das Geschehen im Film und geben nur sehr wenige Hintergrundinformationen zur Produktion.

Der zweite Kommentar ist fast genau das Gegenteil, denn hier plaudern vor allem die Special-FX-Experten fleißig aus dem Nähkästchen. Zu den weiteren Extras gehören die zwei Deleted Scenes "Meg is reanimated" und "Carnival Sequence". Die Reanimationsszene gehört eigentlich zum Ende des ersten Films und zeigt Daniel Caine, wie er das Serum seiner verstorbenen Freundin Meg spritzt, um sie ins Leben zurückzuholen. Diese Szene sieht man zuerst im Rohformat und danach, wie sie gedreht wurde. Das gibt einen interessanten Einblick in die Dreharbeiten. Die "Carnival"-Szene liegt leider nur in Einzelbildern vor und zeigt, wie Lt. Chapman Dr. Hills Kopf auf einer Art Jahrmarktveranstaltung entdeckt, was quasi die Vorgeschichte zu seinem Besuch bei Dr. Graves ist. Des Weiteren enthält die Disc ein 23-minütiges Making Of, das einen netten Einblick von den Dreharbeiten zeigt. Die Bildqualität ist nicht die beste, da es sich nicht um professionell ausgewertetes Material handelt. Trotzdem ist es eine informative Dokumentation. Ebenfalls befinden sich auf der Disc die Trailer zu Interner Link"Re-Animator" und "Bride of Re-Animator" in HD sowie der restaurierte Vorspann vom Interner Linkersten Teil.

Hier wollen wir gerne Torsten Kaiser zitieren, der genau erklärte, was und warum sich ein, von den meisten nicht bemerkter "Fehler" auf der Veröffentlichung des Interner Linkersten Teils befindet:

"Diese Sequenz war eine unserer Kopfschmerzkandidaten, in zweierlei Hinsicht. Zum einen ist das IP in der Animation an mehreren Stellen entweder durch Lagerungsfehler oder Unachtsamkeit bei früherer Abtastung beschädigt worden. Wir wurden bereits vor Ankunft des Materials darauf hingewiesen, dass es dort derarte Probleme gäbe; wobei man hoffte und auch davon ausging, dass wir diese auf jeden Fall digital lösen könnten, was auch passiert ist. Bis auf eben diese, oder besser Teile dieser Sequenz, die wir nicht 100% lösen konnten, jedenfalls nicht ohne Alternative.
Gleich nach dem dritten Flash Frame, in der der Kopf seine Position und Farbe ja auch fast immer wechselt, wurde das Element deutlich dunkler, was eine Korrektur und die Bearbeitung sehr schwierig machte. Nun hatten wir wegen Alternativmaterialien auf 35mm (auch bei BRIDE) ohnehin sehr, sehr lange alles hinausgezögert, um eben besagte (so vorhanden) Alternativen nutzen zu können, doch irgendwann sagte auch Capelight, dass man bei "Re-Animator" (u. a. aus lizenztechnischen Gründen) nicht mehr länger warten könne. Inzwischen haben wir diese Alternative - und vor einer knappen Woche konnten die 10 Frames, die beschädigt waren, komplett restaurieren werden. Aber leider war es bereits viel zu spät für die Auswertung auf Blu-ray, denn alle technischen Vorgänge auf unserer Seite (Pre-Blu-ray Encoding und Duplication/Printing) mussten ja schon Mitte Juli abgeschlossen sein. Das ist für mich persönlich sehr ärgerlich, aber dies ist leider Teil unserer Arbeit. It is never quite finished...”
- Torsten Kaiser, 03.10.2013 (Quelle: Cinefacts.de).


Somit entschied man sich, zumindest als kleine Entschädigung, diese Sequenz als Bonus in korrigierter Form beizulegen, was eine nette Sache ist. Als besonderer Höhepunkt liegen der Disc noch zwei exklusive Extras bei. Da wäre einmal der Podcast "120 Jahre Lovecraft" aus dem Jahre 2010. In knapp 90 Minuten bietet dieses deutschsprachige Extra eine Fülle an Informationen rund um H.P. Lovecraft. Den Fernseher braucht man dabei nicht ausschalten, da im Hintergrund immer wieder Zitate von Lovecraft eingeblendet werden. Des Weiteren gibt es noch das fantastische und atmosphärische Hörspiel "Herbert West - ReAnimator", welches von Dark Adventure Radio Theatre präsentiert wird und mit einer Laufzeit von 69 Minuten im englischen Original vorliegt. Im Hintergrund werden als Bildschirmschoner die bekannten Zeichnungen aus dem Filmvorspann eingeblendet. Einziger Wermutstropfen: Das Hörspiel wurde nicht deutsch untertitel.

Die dritte Disc ist eine DVD und enthält ebenfalls die Unrated-Version mit den gesamten Bonus-Features der Blu-ray. Auf allen Discs sind zudem Trailer zu weiteren Veröffentlichungen aus dem Hause Capelight. Wie bereits erwähnt, enthält das Mediabook noch ein 26-seitiges Booklet mit einen Text von Torsten Kaiser über die Restaurationsarbeiten sowie ein Essay über "verrückte Wissenschaftler in der Populärkultur" von Stefan Schimek. Als besonderes Goodie liegt ein kleines Re-Animator-Rollenspiel-Szenario von "Cthulhus Ruf" mit vier Sammelkarten der Collector's Edition bei. Im Booklet gibt es zudem detaillierte Infos über die Spielweise und die Welt von Cthulhu. Das hochwertige Mediabook enthält ein exklusives Cover-Motiv, welches zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig wirkt. Sieht man das Motiv auf dem Hochglanz-Cover, wird auch der größte Kritiker schnell überzeugt sein, dass die Comic-Zeichnung die beste Wahl darstellt. Das FSK-Logo und die sonstigen Angaben auf dem Cover-Motiv sind auf einem Extra-Flyer gedruckt, der das eigentliche Cover überdeckt. Sobald man das Mediabook aus der Folie gepellt hat, kann man den Zettel ruhig entsorgen.


Mit "Bride of Re-Animator" liefert Capelight erneut eine vorbildliche Edition ab, an der es nicht wirklich etwas zu kritisieren gibt. Selbst die Audiokommentare wurden untertitelt, da sind die fehlenden Untertitel vom Hörspiel schnell vergessen. Man muss aber auch realistisch sein, schließlich wäre die Übersetzung des Hörspiels extrem aufwendig und teuer geworden. Das britische Englisch ist aber gut zu verstehen. Auch dieses Mediabook ist limitiert und wird sicherlich schnell vergriffen sein. Wir können diese "3-Disc Collector's Edition" jedem Fan des Films ans Herz legen. Capelight bringt zusammen mit TLEFilms die beste Fassung des Films weltweit auf den Markt. Da wird auf lange Sicht nichts Besseres mehr kommen. Aber was will man auch besser machen?


Film+++++-
Bild+++++-
Ton+++/--
Bonus++++--


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Re-Animator
Beyond Re-Animator
Re-Animator (3-Disc Limited Collector's Edition)
News"Bride Of Re-Animator" - Die Braut kommt im Februar unzensiert
Bride of Re-Animator
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