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USA 2013
Originaltitel:Mortal Instruments: City of Bones, The
Länge:130:07 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Harald Zwart
Buch:Jessica Postigo
Kamera:Geir Hartly Andreassen
Musik:Atli Örvarsson
SFX:Mark Lawton
Darsteller:Lena Headey, Lily Collins, Jonathan Rhys Meyers, Jamie Campbell Bower, Kevin Zegers, Kevin Durand, Robert Sheehan, Robert Maillet, Aidan Turner, Jared Harris, Jemima West, CCH Pounder
Vertrieb:Constantin Film
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:2,40:1
Tonformat:DTS-HD High Resolution 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch für Hörgeschädigte
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:23.01.2014 (Kauf)
Bonus:
  • 6-seitiges Booklet
  • Trailer beim Start der Disc: Ender's Game (2:00 Min., 1080p)
  • Making of (10:26 Min., 1080p)
  • Chroniken der Unterwelt - Special:
    • Vom Buch zum Film (8:36 Min., 1080p)
    • Wie die Figuren zum Leben erweckt werden (6:39 Min., 1080p)
    • Tödliche Anziehung (4:25 Min., 1080p)
    • Nachfahren des Kelchs (4:37 Min., 1080p)
    • Willkommen in der Schattenwelt (4:50 Min., 1080p)
    • Gesprächsrunde mit der Besetzung (25:54 Min., 1080p)
    • Zugang zu allen Bereichen mit Cassandra Clare (12:17 Min., 1080p)
  • Deleted Scenes (4:55 Min., 1080p)
  • Musikvideo "Almost is never enough" (3:45 Min., 1080p)
  • Interviews:
    • Lily Collins (1:45 Min., 1080i)
    • Jamie Campbell Bower (1:24 Min., 1080i)
    • Kevin Zegers (1:01 Min., 1080i)
    • Jemina West (1:02 Min., 1080i)
    • Robert Sheehan (1:39 Min., 1080i)
    • Godfrey Gao (0:39 Min., 1080i)
    • Lena Headey (0:42 Min., 1080i)
    • CCH Pounder (0:43 Min., 1080i)
    • Jared Harris (0:36 Min., 1080i)
    • Jonathan Rhys Meyers (1:16 Min., 1080i)
    • Aidan Turne (0:41 Min., 1080i)
    • Harald Zwart - Regie (1:58 Min., 1080i)
    • Jessica Postigo Paquette - Drehbuch (0:43 Min., 1080i)
    • Robert Kulzer - Produzent (1:05 Min., 1080i)
    • Don Carmody - Produzent (0:44 Min., 1080i)
    • Cassandra Clare - Buch (1:53 Min., 1080i)
  • Blick hinter die Kulissen (10:15 Min., 1080i)
  • Originalteaser und - Trailer
    • Teaser [Deutsch/Englisch] (1:36 Min., 1080p)
    • Trailer #1 [Deutsch/Englisch] (2:30 Min., 1080p)
    • Trailer #2 [Deutsch/Englisch] (1:33 Min., 1080p)
    • Trailer #3 [Deutsch/Englisch] (2:12 Min., 1080p)
  • DVD/BD-Empfehlung: Justin - Völlig verittert (2:05 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • LOL (2:26 Min., 1080p)
    • Da geht noch was (2:27 Min., 1080p)
    • 3096 Tage (2:02 Min., 1080p)
    • Scary Movie 5 (2:14 Min., 1080p)
    • There is no place like home - Nichts wie weg aus Ocean City (2:35 Min., 1080p)
    • Bula Quo (1:39 Min., 1080p)
    • Ostwind (2:27 Min., 1080p)
    • Step Up: Miami Heat (1:50 Min., 1080p)
"Chroniken der Unterwelt - City of Bones" erzählt die Geschichte von Clary, die entdeckt, dass sie einer viele Generationen alten Gruppe von Schattenjägern angehört, einem Geheimbund von Halbengel-Kriegern, die dafür kämpfen, unsere Welt vor Dämonen zu bewahren. Nach dem rätselhaften Verschwinden ihrer Mutter schließt sich das Mädchen einer Gruppe von Schattenjägern an, die ihr das New York einer Parallelwelt zeigen - voll mit Dämonen, Zauberern, Werwölfen, Vampiren und anderen tödlichen Kreaturen.
Erneut durfte man neues filmisches Futter für Interner Link"Twillight"-, Interner Link"Potter"-, "Rubinrot"- und andere Fantasy-Jünger erwarten und hat es auch mit voller Breitseite bekommen. "Chroniken der Unterwelt - City of Bones" (im Original: "Mortal Instruments: City of Bones") basiert auf dem gleichnamigen 1. Teil der entsprechenden Fantasy-Roman-Serie von Cassandra Clare. Eigentlich wird inhaltlich ein Romantik Drama für junge Zuschauer mit so vielen beliebigen und austauschbaren Fantasyfiguren, wie Dämonen, Vampiren, Werwölfen, Engeln und anderen, aufgebauscht, bis eine recht bunte Melange von Zutaten im bekannten Stile von "Teenage-Fantasy" bis "Horror light" entsteht, in dem eigentlich nur noch Zombies fehlen. Selbst für inhaltliche Parallelen zu Interner Link"Star Wars" war man sich nicht zu schade, und das geht bis hin zu CGI-animierten Kampfschwertern.



Auf eine Kurzinhaltsangabe verzichte ich ausnahmsweise mal völlig. Das ist anderswo nachzulesen. Dieses Sammelsurium von Beliebigkeiten zu Papier zu bringen verursacht alleine große Schreibhemmungen. Auch wenn ich sicher nicht zu der avisierten Zielgruppe von "Chroniken der Unterwelt" gehöre, kann ich dem größten naiven Fantasy-Schwachsinn und -Trash durchaus oft noch etwas abgewinnen, und jeder vorhandene Unterhaltungswert soll seine Würdigung finden. Wo Interner Link"Twillight" aber seine eigentliche Mission der Romantik nicht verbirgt, wird hier versucht, durch ein weichgespültes Action- und Dämonenaufgebot, eine relevante Geschichte zu erzählen, was aus meiner Sicht misslingt. Jede Minute wird eine neue Figur eingeführt, wenn die Dramaturgie mal wieder durchhängt.



Eine zentrale und nicht enden wollende Romatikszene gegen Mitte des Films zeigt eindeutig, wie sehr es "Chroniken der Unterwelt" nur um die effektvolle Garnierung einer romantischen Geschichte geht, die man auch locker in eine 08/15-Teenage-Love Story-Dramedy hätte packen können. Gefühle werden nicht langsam erarbeitet, sondern entstehen einfach aus dem Nichts, der Geschichte wegen. Unerheblich ist es festzustellen, dass die Dialoge oft auch in Rosamunde Pilcher-Produktionen gut untergebracht wären und oft nur noch durch die Flachheit eines ähnlichen Vertreters namens "Rubinrot" übertroffen werden. Die junge Clary (Lily Collins) wundert sich nicht eine Sekunde über die Vielzahl und Vielfalt der Wesen, auf die sie trifft, und gerade deswegen gilt ihr Interesse oft eher der guten Figur ihres Beschützers.



Überflüssig ist zu erwähnen, dass sie auch kampfmäßig gut gestählt ist für eine junge Frau. In aufwendig gestalteten Actionszenen und gut und schnell choreografierten Kampfeinlagen kann man durchaus vorhandene Spannung und Finesse goutieren, auch wenn man doch stets wieder nach einigen Sekunden im Einheitsbrei des epigonenhaften Zitierens aus der relevanten jüngeren Filmgeschichte aufwacht. Die rund 60 Millionen Dollar Budget sind in jeder Hinsicht gut sichtbar. Die FSK 12 (in US: PG-13) verhindert allerdings, dass unsere Helden auch nach langem und lebensgefährlichem Kampf attraktivitätsmindernde Elemente wie Schweißperlen, verrutschte Kleidung oder Frisuren, geschweige denn Verletzungen ereilen.



Stets muss trotz dem effektmäßigen Tohuwabohu alles wieder clean und sauber, übersichtlich und unkomplex sein. Das Idealbild der Interner Link"Twillight"- und Interner Link"Harry Potter"-Generation. Leider übernimmt sich "Chroniken der Unterwelt" auch trotz seiner Überlänge mit der mehr als 500 Seiten starken Buchvorlage und hätte bewusst Kürzungen vornehmen sollen. Die Vielzahl der in jeder neuen Einstellungen präsentierten Charaktere, Fantasyfiguren und dramaturgischen Pirouetten wird ebenfalls dafür sorgen, dass "Chroniken der Unterwelt" nicht einmal starke und wieder erkennbare Frontcharaktere, wie die oben genannten Vorbilder, in der Vermarktung erhalten wird, und so wird er eher in der Lesergemeinde des Buches seine mehr oder weniger große Zustimmung finden. Aus deren Sicht ist sowieso jeder, der "Chroniken der Unterwelt" nicht "einfach nur megageil" findet, sicherlich eh nur ein BOF (boring old fart) ...


Constantin Film präsentiert "Chroniken der Unterwelt" in einer allgemein guten Bildqualität. Das in MPEG-4 kodierte Bild zeigt sich sehr scharf und detailliert, wobei vereinzelte Effektaufnahmen etwas weicher bzw. weniger detailliert wirken. Der zumindest in hellen Szenen ausgewogene Kontrast balanciert helle und dunkle Bildbereiche hervorragend aus und lässt das Bild angenehm plastisch und tief wirken. In den dunkleren Sequenzen unterliegt Durchzeichnung und Detailwiedergabe aber den visuellen Spielereien. Dort tendiert der ansonsten gute Schwarzwert etwas ins Bläuliche und verschluckt hin und wieder ein paar wichtige Details. Die Farben werden sehr kräftig und teilweise etwas übersättigt bzw. verfremdet wiedergegeben. Im Zusammenspiel mit der Fantasy-Film typischen Optik fällt dies aber weniger negativ auf. Da "Chroniken der Unterwelt" digital gedreht wurde, ist Filmkorn kein Thema, und das Videorauschen ist nur selten bzw. niemals störend wahrzunehmen. Dafür könnte die Kompression besser arbeiten. Man muss sich mit leichten Blockbildungen und Banding-Artefakten abfinden.


(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

"Chroniken der Unterwelt" trumpft mit einer aktiven und kräftigen Surround-Wiedergabe auf. Die Effektkanäle werden sehr präsent und stellenweise brachial genutzt, der Subwoofer darf den nötigen Druck ausüben, und der Dynamikumfang ist auf einem hohen Niveau. Trotz einer etwas sterilen und lieblosen Synchronisation werden Dialoge sehr gut und perfekt ausbalanciert wiedergegeben. Die Detailwiedergabe ist ebenfalls auf einem hohen Niveau. Selbst in wuchtigen Actionsequenzen nutzt der HD-Mehrkanalton seine Vorteile voll und ganz aus. In den ruhigen Sequenzen werden Nebengeräusche zudem gut ortbar wiedergegeben, und die Rears werden aktiv angesteuert. Lediglich die Filmmusik drängt sich das ein oder andere Mal zu sehr in den Vordergrund, wodurch eine volle Punktzahl nicht möglich ist. Unterschiede zur englischen HD-Tonspur sind kaum vorhanden, lediglich die Dialoge klingen etwas natürlicher.



Wie auch der Hauptfilm wurden die Extras deutsch untertitelt und liegen allesamt in hochauflösender Qualität vor. Begonnen wird mit einem deutschen Making of, welches in knapp 10 Minuten überwiegend Ausschnitte aus dem Film zeigt. Das "Chroniken der Unterwelt"-Special mit einer Laufzeit von 67 Minuten hält bereits deutlich mehr an Informationen bereit, denn es beschäftigt sich mit der Entstehung des Films und handelt diverse Aspekte der Produktion ab, wobei Darsteller wie auch die Autorin der Buchvorlage ausführlich zu Wort kommen. Die Dokumentation wurde in sieben einzeln anwählbare Segmenten unterteilt. Neben Teasern und Trailern, welche in beiden Sprachen verfügbar sind, gibt es noch einen 10-minütigen Blick hinter die Kulissen mit unkommentierten B-Roll-Aufnahmen sowie 16 Interviews, die allesamt nur der Filmwerbung gelten und sehr inhaltslos ausfallen. Abschließend darf man sich 5 Minuten an Deleted Scenes und ein Musikvideo von Ariana Grande und Nathan Sykes anschauen. Eine Trailershow mit weiteren Titeln aus dem Hause Constantin Film ist obligatorischer Natur. Außerdem enthält die Disc ein Booklet mit einer Kapitelliste, Werbung und Darstellerinfos. Ausgeliefert wird die Blu-ray mit einem FSK-Wendecover.

Technisch macht die Disc viele der inhaltlichen Schwächen von "Chroniken der Unterwelt" wieder wett. Ein Titel, den man sich mal so nebenbei angucken kann, bei dem es aber auf jeden Fall reicht, wenn man ihn sich in einer Videothek ausleiht.


Film+++---
Bild+++++-
Ton+++++-
Bonus+++---


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Chroniken der Unterwelt - City of Bones
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