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FR, USA 2013
Originaltitel:Purge, The
Alternativtitel:American Nightmare
aka. Säuberung, Die
aka. Vigilandia
Länge:85:11 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:James DeMonaco
Buch:James DeMonaco
Kamera:Jacques Jouffret
Musik:Nathan Whitehead
SFX:Lawrence Decker
Darsteller:Ethan Hawke, Lena Headey, Max Burkholder, Adelaide Kane, Edwin Hodge, Rhys Wakefield, Tony Oller, Arija Bareikis, Tom Yi, Chris Mulkey, Tisha French, Dana Bunch
Vertrieb:Universal
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-25
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS 5.1 (dt., jp., fr., it., esp.), DTS-HD Master Audio 5.1 (engl.), Dolby Digital 5.1 (ind.)
Sprache:Japanisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch, Hindi (Indisch)
Untertitel:Deutsch, Englisch, Arabisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Hindi (Indisch), Isländisch, Italienisch, Japanisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:10.10.2013 (Verleih) / 10.10.2013 (Kauf)
Bonus:
  • Hi-Def exklusiv: Überlebe die Nacht: Das Making Of von The Purge (8:54 Min., 1080p)
Einmal im Jahr ist jedes Verbrechen erlaubt, und es gibt nur ein Ziel: Überlebe diese Nacht! Die Kriminalität in Amerika lässt sich nicht mehr eindämmen, und die Gefängnisse sind überfüllt. Um die Lage in den Griff zu bekommen, etabliert der Staat den sogenannten Purge-Day, das heißt, er gewährt jedes Jahr eine zwölfstündige Generalamnestie: In dieser Zeitspanne bleiben alle illegalen Aktivitäten straffrei, Mord eingeschlossen. Die Polizei kommt niemandem zu Hilfe. Alle Krankenhäuser werden geschlossen. Eine Nacht lang bestimmen die Bürger ihre eigenen Regeln, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.

Der alljährliche Purge-Day steht kurz bevor und das bedeutet Hochbetrieb für James Sandine, einem Spezialisten für Sicherheitssysteme. Denn um der ausbrechenden Anarchie zu entfliehen, verbarrikadiert sich jeder, der es sich leisten kann, mit Hilfe modernster Technik in seinen eigenen vier Wänden. Es gilt, 12 Stunden unbeschadet zu überstehen, so auch für James, seine Frau Mary und ihre beiden Kinder. Alles scheint sicher zu sein, bis plötzlich ein um Hilfe rufender Fremder vor ihrem Haus auftaucht. Als dieser Unterschlupf in deren Haus findet, gerät die bedrohliche Situation außer Kontrolle. Eine Kettenreaktion schrecklicher Ereignisse, die das Leben von Familie Sandine für immer verändern wird ...
Und wieder einmal wird man mit einer Hollywood-Produktion konfrontiert, die den Zuschauer mit einem zwiespältigen Gefühl zurücklässt. Die dem Film zugrunde liegende Idee ist sicherlich mehr als interessant, vielmehr ist es die streckenweise schlechte Umsetzung der Abläufe, die beim Zuschauer einen tendenziell negativen Eindruck hinterlässt. Dabei hätte man aus dem vorliegendem Szenario weitaus mehr herausholen können, liegen doch sämtliche Zutaten vor, um das Werk von James DeMonaco zu einer düsteren Zukunftsvision eines Home Invasion Thrillers zu machen, der letztlich aber leider an der mangelnden Logik scheitert, die an etlichen Stellen des Filmes äußerst stark zum Ausdruck kommt. Das ist besonders schade, beginnt die Geschichte doch wirklich gut und baut dabei auch eine ganze Menge Spannung auf. Gleichzeitig offenbart sich auch eine sehr makabre Note, die bereits in der Thematik an sich zu erkennen ist. Die Selbstverständlichkeit, mit der die jährliche Säuberung von den Menschen akzeptiert wird, lässt sogar extrem moralische Bedenken erkennen, und man ist als Betrachter durchaus dazu bereit, sich mit dem leicht futuristischen Ambiente der Story auseinander zu setzen.



Nach einer gewissen Zeit verlieren die Ereignisse jedoch sehr viel von der zu Beginn vorhandenen Kraft, was insbesondere in der Vorhersehbarkeit des Geschehens begründet ist. Es fällt nicht wirklich schwer, die folgenden Passagen zu erahnen. Doch am schlimmsten erscheinen die nun in einer erschreckenden Vielzahl auftretende Logiklöcher, so dass sich die Szenerie zu einem eher hanebüchenen Werk entwickelt, das man nur noch teilweise mit dem nötigen Ernst betrachten kann. Ist am Beginn noch eine Menge Zynismus vorhanden, so sorgen die Verhaltensweisen der Akteure zunehmend dafür, dass man sich aufkommende Lachanfälle nur schwerlich verkneifen kann. Dennoch beinhaltet das Geschehen durchgehend eine bitterböse Note - nur hätte James DeMonaco diese vielmehr in den Vordergrund stellen müssen, anstatt mit hanebüchenen Handlungen daher zu kommen, die jenseits jeglicher Logik angesiedelt sind. "The Purge - Die Säuberung" hätte ohne weiteres eine düstere und beklemmende Zukunftsvision werden können, verbaut sich jedoch selbst diesen Status, indem man den Zuschauer mit aberwitzigen Passagen konfrontiert, die streckenweise jeden Rahmen sprengen.



Kein Wunder also, dass die zu Beginn aufkommende Spannung nach und nach in sich zusammenfällt und aus einer zynischen Gesellschaftskritik immer mehr ein lächerliches Szenario wird, das seinen Höhepunkt im letzten Drittel des Filmes erreicht. Sicherlich als makabre Spitze gedacht, präsentiert sich nun ein Abschnitt, der extrem aufgesetzt und vollkommen überzogen erscheint. Zudem gestalten sich die folgenden Ereignisse sehr in die Länge gezogen. Was als gelungene Pointe gedacht war, verkommt zu einem absolut an den Haaren herbeigezogenen Schlusspunkt, der den zwiespältigen Gesamteindruck des Werkes noch einmal zusätzlich untermalt. Und trotz all dieser äußerst offensichtlichen Mankos kann "The Purge" dennoch kurzweilig unterhalten, schließlich geht von der Grund-Thematik eine gewisse Faszination aus, der man sich beim besten Willen nicht entziehen kann. Nur die phasenweise katastrophale Umsetzung mindert den Sehgenuss ganz erheblich, so dass sich im Endeffekt keinesfalls der nachhaltige Eindruck ergibt, den der Regisseur hinterlassen wollte. Was als Vision der näheren Zukunft gedacht war, nimmt teilweise die Züge einer grotesken Komödie an. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass dies so beabsichtigt war, denn eigentlich sollte der Film bzw. seine Thematik schocken.



In einem gewissen Sinne tut er das dann doch noch, auch wenn der größte Schock durch die mangelnde Umsetzung der Abläufe entsteht. Also mutiert der Film zu einer weiteren Hochglanz-Produktion, aus der man vielmehr hätte herausholen können. DeMonaco hat eine riesige Chance vergeben, aus vorhandenem Potential das Optimale zu machen, anstelle einer Geschichte, in der es vor hanebüchenen Abläufen nur so wimmelt. Zudem überzeugen auch die Akteure nicht sonderlich, so dass man mit mittelmäßigem Schauspiel konfrontiert wird, das den durchschnittlichen Gesamteindruck umso mehr unterstreicht. Im Grunde genommen bin ich ein wenig enttäuscht, denn ich hatte mich sehr auf einen extrem düsteren und bedrohlichen Film eingestellt, der sich dann aber durch zu viele Fehler selbst seine Kraft nimmt und im Endeffekt nicht den erwünschten Eindruck hinterlässt.


Universal veröffentlicht "The Purge" auf Blu-ray im Originalformat von 2,35:1. Der MPEG-4 kodierte HD-Transfer erweist sich als angenehm scharf, könnte aber etwas detaillierter sein, denn selbst in Nahaufnahmen von Gesichtern zeigt sich das Bild nicht so porentief wie möglich. Dies liegt aber u. a. an den visuellen Stilmitteln im Film. "The Purge" wurde farblich stark angepasst, zeigt zwar kräftige und natürliche Farben, tendiert jedoch meist in eine erdig braune bzw. kühle, blaue Optik. Hinzu kommt der sichtbare Detailverlust in dunkleren Szenen, während sich Plastizität und Tiefen in den wenigen Tageslichtaufnahmen ausgewogen geben. "The Purge" spielt nahezu die gesamte Laufzeit über in dunklen Sets, wodurch das Bild sehr flach wirkt, auch wenn der Kontrast eine gute Arbeit abliefert. Der Schwarzwert könnte natürlicher und weniger wechselhaft sein. In einigen Szenen tendiert dieser leicht ins Gräuliche und in anderen Szenen werden dunkle Flächen verschluckt. Zudem zeigt das Bild zu einer merkwürdigen Kornstruktur mit dezentem, digitalen Rauschen. Dies lässt auf eine leichte Filterung schließen, was das Bild zusätzlich etwas weicher werden lässt. Die Kompression macht kaum auf sich aufmerksam. Es bleibt demnach ein gutes HD-Bild, welches Potenzial verschenkt.



(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Für die deutsche Synchronisation steht mal wieder kein HD-Mehrkanalton zur Verfügung, weshalb sich der Synchronliebhaber mit einer DTS 5.1-Spur vergnügen muss. Diese bietet leider nicht dieselbe Detaildichte wie der englischsprachige DTS-HD Master Audio 5.1, klingt aber dennoch sehr atmosphärisch und wartet mit einer räumlichen Abmischung auf. Die wird weitgehend vom Score und kleineren Nebengeräuschen erzeugt, da "The Purge" keinen Actionknaller darstellt. Oft wird auf eine sehr subtile Effektabmischung wert gelegt, wobei der Dynamikumfang genauso überzeugen kann wie der Subwoofer, der in den richtigen Momenten für den nötigen Druck sorgt. Direktional bietet der Film wenige, dafür aber gezielte Effekte sowie einer sehr gute Sprachverständlichkeit. Der Originalton klingt etwas natürlicher und präziser, auch passen sich die Dialoge den restlichen Klangelementen besser an. Optional enthält die Disc noch weitere Sprachfassungen und diverse Untertitel.



Hier liegt einmal mehr ein tolles Beispiel dafür vor, wie man einen Film mit einer interessanten Idee verhunzen kann. Etliche gute Ansätze verlaufen größtenteils im Sande, so dass man letztlich nur eine bedingte Empfehlung für diesen Film aussprechen kann. Als Zwischendurch-Sichtung zwar geeignet, entfacht "The Purge" jedoch keinesfalls den beklemmenden Eindruck, den man sich höchstwahrscheinlich erhofft hatte.

Technisch liefert Universal eine gelungene Veröffentlichung ab, deren Bonusmaterial kaum der Rede wert ist. Die Disc enthält lediglich ein "exklusives" HD-Featurette, welches werbelastiger kaum hätte ausfallen können. Die acht Minuten "Making of"-Material machen den Braten dann auch nicht mehr fett. Ausgeliefert wird "The Purge" mit einem FSK-Wendecover.


Film+++---
Bild++++/-
Ton++++/-
Bonus/-----


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Purge - Die Säuberung, The
News"The Purge - Die Säuberung" bald auch bei euch Zuhause
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