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USA 1997
Originaltitel:Strategic Command
Alternativtitel:In einsamer Mission
aka. Executive Command
Länge:94:55 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Rick Jacobson
Buch:Sean McGinly, Tripp Reed
Kamera:Gary Graver
Musik:David Wurst, Eric Wurst
SFX:Bill Davis, Brett Newkirk
Darsteller:Michael Dudikoff, Paul Winfield, Richard Norton, Amanda Wyss, Jsu Garcia, Robin Lange, Gina Mari, Stephen Quadros, Tim Abell, Michael Cavanaugh, Warren Burton, Jim McMullan
Vertrieb:DigiDreams
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:1,78:1
Tonformat:Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Stereo
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover und Prägschuber
Blu-ray-Start:02.12.2013 (Kauf)
Bonus:
  • 8-seitiges Booklet
  • PCE-Sammelkarte
  • US-Trailer (1:45 Min., 576i)
  • Slide-Show (15 Bilder, 576i)
  • Interview mit Michael Dudikoff Teil 2 (4:40 Min., 1080p)
  • Artwork-Galerie (17 Bilder, 576i)
  • Alter deutscher Vorspann (0:53 Min., 576i)
Der skrupellose Terrorist Carlos Gruber entführt mit vier Komplizen ein Flugzeug der Air Force. An Bord: der Vizepräsident der USA. Bewaffnet mit chemischen Kampfstoffen, fordern die Entführer die Freilassung von inhaftierten Terroristen und zehn Millionen Dollar Lösegeld, andernfalls droht eine fürchterliche Katastrophe! Ex-Special-Agent und Golfkriegsveteran Rick Harden ist die einzige Rettung. Er beteiligt sich an einem Spezialkommando, das das Flugzeug in der Luft stürmen soll. Denn schließlich ist auch seine eigene Ehefrau mit an Bord. Rick gelangt unbemerkt in den Gepäckraum der Maschine, doch ihm bleibt nicht mehr viel Zeit. Carlos hat bereits zwei Geiseln erschossen und die Jagdbomber sind schon unterwegs.
Man begebe sich in das Jahr 1996 zurück und erinnere sich an zwei Actionfilme: Michael Bay erschuf mit Interner Link"The Rock" einen der besten Actionfilme aller Zeiten, während Kurt Russell in Interner Link"Einsame Entscheidung" nur ein überdurchschnittliches Abenteuer zu bestreiten hatte. Ideenklau ist im B-Movie-Bereich nichts Besonderes, aber was Royal Oaks ein Jahr später in den Videodschungel schickte, ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten - so offensichtlich sind die Anleihen an diese beiden Filmen. Da wird zu Beginn "scheißgefährliches Zeug" aus einem Labor des F.B.I. geklaut, das in etwa die gleiche Wirkung wie gewisse grüne Kügelchen aus Interner Link"The Rock" besitzt, wobei auch noch einer der Terroristen ein Päckchen fallen lässt, weggeschlossen wird und den schäumenden Tod stirbt. Zufällig ist Dr. Rick Harding (Michael Dudikoff) ebenfalls vor Ort, der nun, nach Ausbrechen des Alarms, mit einem Hühnerhaufen von Soldaten, die stets ohne Deckung feuern, die Flucht der Bösewichte zu verhindern versucht. Doch nichts ist, denn sie entkommen ...


Wie das bei Extremisten so ist, klauen sie Gift, Viren, Bakterien und Atombomben, eigentlich alles, was reaktionsfreudig ist, nicht ganz ohne Grund. Und so lassen sie sich in eine Boing 747 verladen, wo zufällig auch der Vizepräsident der U.S.A. mitfliegt. Während Dudikoff nun langsam aber sicher zu einem Multitalent mutieren soll, das sich nicht nur mit Chemie auskennt, sondern wie ein Schützenkönig feuern kann, Anti-Terror-Gruppen anführt und Jumbo-Jets fliegt (Hat sich mal jemand gefragt, wie der Anführer der Anti-Terror-Einheit Dudikoff eben erklären kann, wie er den Jet landet, obwohl er selbst nicht weiß, wie man das Ding fliegt?), übernehmen die bösen Jungs (und ein obligatorischer weiblicher Part) das Flugzeug, knallen alles ab, was sie nicht brauchen und stellen ihre Forderungen. Spaßig ist hierbei das Verhalten der Bodyguards des Vizepräsidenten, die ihren Schützling ignorieren und lieber selbst in Deckung kriechen.


Da das Budget für Außenaufnahmen von Kampf-Jets oder der Boing fehlte, wird in Folge ständig auf Archivmaterial und Innenaufnahmen von Cockpits, an denen schon die Farbe abblättert, zurückgegriffen. Das Andocken einer Spezialeinheit an das fehlgeleitete Flugzeug ist von der Idee her komplett von Interner Link"Einsame Entscheidung" übernommen, hier jedoch wesentlich schlechter inszeniert worden. Dudikoffs Gespräche mit den "Cornflakes ohne Milch"-Essern (!!) fallen kurz auf, zeigen aber umgehend, dass dies keine Elitetruppe sein kann - zu schnell verfallen sie in Panik und gehen aufeinander los, als der Plan nicht so verläuft wie vorgesehen.
Unfreiwillige Komik gibt es genug, denn Dudikoff stapft viel zu oft mit weit aufgerissenen Augen durch den Film, während Richard Norton, seine Sache als Oberfiesling Gruber (Na, wem kommt der Name bekannt vor?) recht ordentlich hinbekommt. Der Ausreißer des Films ist aber die weibliche Terroristin, die quietschvergnügt ihren Geliebten fragt, ob sie nicht ein paar Geiseln umlegen könne, weil zu viele in der Maschine wären (ähm, ja..) Und mit einem ominösen Dialog um eine Phase 2 (??), sollte dann wohl, auch wenn es nicht so richtig deutlich wird, ein Alternativplan gemeint sein.


Rick Jacobson, der sich vorwiegend als Serien-Regisseur für "Hercules", Interner Link"Xena" und "Baywatch" verdingt, schafft es, trotz der vielen Schwächen, immerhin einen gewissen Unterhaltungsgrad zu halten, auch wenn die Action stets unspektakulär ausfällt. Die wenigen Fights sind meist stupide Prügeleien, während die Ballereien zwar blutige Shoot-Outs zeigen dürfen, dabei aber in maximal routinierte Bilder verpackt werden. Der penetrante Patriotismus ("Sie haben bewiesen, was für ein großartiger amerikanischer Staatsbürger sie sind") am Ende hätte er sich trotzdem ersparen dürfen.


Nach den ersten beiden etwas enttäuschenden Veröffentlichungen der "Platinum Cult"-Reihe fallen unsere Worte für den dritten Beitrag etwas wohlwollender aus. Der in 1,85:1 vorliegende HD-Transfer von "Executive Command" wurde in MPEG-4 kodiert und lässt sich ohne Zweifel als HD-Material identifizieren. Die Schärfe befindet sich für einen B-Film auf einem soliden bis guten Niveau, wobei es viele sehr weiche bzw. unscharfe Einstellungen gibt. Diese sind meist der Produktion geschuldet und auf einer mangelhaften Fokussierung, einige unglücklich gewählte Kameraeinstellungen sowie eingefügtes Archiv-Material zurückzuführen. Das ist durchaus zu verschmerzen, doch scheint das Bild zusätzlich noch gefiltert worden zu sein. Dies merkt man vor allem an den glattgebügelten Gesichtern, die zum Glück aber nicht wächsern erscheinen sowie an der Tatsache, dass kein Filmkorn mehr zu erkennen ist. Das wirkt zwar nicht so schlimm wie bei anderen Produktionen, und nachgeschärft wurde auch nur unwesentlich, doch man verschenkt deutlich Potenzial, was einige Szenen mit einer soliden Detaildarstellung beweisen.
Kontrast- und Farbgebung wurden gut gewählt, und der satte Schwarzwert verschluckt selbst in dunklen Sequenzen keine nötigen Details. Defekte und Verschmutzungen sind ebenfalls kein Thema, dafür arbeitet der Bildstand aber etwas unruhig, was den Sehgenuss nicht übermäßig beeinträchtigt. Somit könnte man mit dem Bild durchweg zufrieden sein, zumindest in Anbetracht der Produktion. Leider arbeitet die Kompression unsauber im Hintergrund und zeigt gerade auf einfarbigen Flächen enorme Artefakte- und Blockbildung, was für zusätzliche Unruhen im Bild sorgt. Auf normalen Betrachtungsflächen mag das weniger auffallen, doch sobald eine Leinwand ins Spiel kommt, werden die Kompression sichtbar. Anhand der ersten drei Screenshots wird das schlechte Encoding nochmal verdeutlicht. Testweise wurde das Bild von uns auf einem kalibrierten Panasonic 4K-LED getestet. Diesem Test konnte die Disc aufgrund der mäßigen Kompression nicht standhalten, auch wenn alle anderen Elemente trotz der Hochskalierung noch solide Werte erzielten. Bitte in Zukunft wieder mehr auf die Kompression achten, schließlich dürfte es genügend Käufer geben, die mit einem Beamer gucken, und die Anzahl der verkauften 4K-Geräte nimmt ebenfalls Monat für Monat zu.



(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Bis auf Michael Dudikoffs unpassende Synchronstimme, ist der alte deutsche Mix durchaus gut geworden, klingt sehr organisch und nicht, wie so oft bei Direct-to-Video-Produktionen, nach Studio. Nach einiger Zeit kann man sich sogar an Dudikoffs Synchronstimme gewöhnen. Schließlich wird man mit einer überzeugenden Stereo-Spur belohnt, die eine klare und durchaus kräftige Front mit einer ordentlichen Stereo-Separation zu bieten hat. Nebengeräusche und Dialoge werden klar und sauber wiedergegeben, ohne dabei zu verzerren oder vom Score erdrückt zu werden. Der 5.1-Upmix beschränkt sich weitgehend auf den Frontbereich und klingt etwas dumpfer. Dabei wurde die Stereospur breiter abgemischt und der Score auf die hinteren Lautsprecher gelegt. Dialoge verirren sich dabei nicht in die Rears und werden nur in den nötigsten Fällen zusätzlich aus den hinteren Lautsprechern wiedergegeben. Ein richtiger Raumklang wird dabei zwar nicht erzeugt, doch zumindest klingt die Tonspur nicht nach Hall. Die Stereo-Spur klingt immer noch besser als der 5.1-Mix, dessen Bassanteil etwas zu dominant und unausgewogen ausfällt. Der englische Mix wurde zurückhaltender abgemischt und wirkt etwas dünner und etwas zu dumpf. Dialoge sind dennoch gut zu verstehen. Es gibt keine Verzerrungen, und die Surroundeffekte ähneln sich in beiden Sprachfassungen sehr. Aber auch in der Originalfassung klingt der Stereo-Mix etwas besser und sollte die erste Wahl darstellen. Nebengeräusche und Dialoge klingen harmonischer und Dudikoffs Stimme klingt im Original wesentlich gefälliger. Optional gibt es deutsche Untertitel.


Das Bonusmaterial beschränkt sich auf eine Bildergalerie, Artwork-Galerie, einen Trailer und den zweiten Teil des Interviews mit Michael Dudikoff, welches von der Website Leinwandreporter.de geführt wurde. Die 4 Minuten zeigen einen sympathischen Dudikoff, der die etwas unbeholfenen Fragen mit viel Freude beantwortet, dabei aber von der Interviewerin weniger beachtet wird. Wie immer guckt sie permanent in die Kamera und scheint da einfach nur zu sitzen, weil sie gut aussieht und englisch kann. Das Interview wurde dafür deutsch untertitelt. Zusätzlich liegt der Erstauflage noch ein 8-seitiges Booklet mit Hintergrundinformationen bei. Hier wurde wieder alles großgeschrieben, wodurch der Lesefluss deutlich gemindert wird.


Unterdurchschnittliche B-Action, die sich sehr offensichtlich bei zwei Vorbildern bedient. Es gibt gewiss Schlimmeres auf dem Sektor, aber sonderlich überzeugen kann "Executive Command - In einsamer Mission" deshalb noch lange nicht. Zu schlecht sind die Schauspieler, zu unmotiviert die Inszenierung, zu vorhersehbar das Szenario. Dass einige Akteure sich dann auch noch verhalten, als wüssten sie gar nicht, was für eine Rolle sie verkörpern, ist doppelt ärgerlich. Die Erstauflage erscheint in einem Prägeschuber und ist auf 2000 Stück limitiert. Das FSK-Logo befindet sich auf der Verpackungsfolie, während das Cover selbst ein FSK-Wendecover mit einem alternativen (sprich: weitaus schlechteren) Artwork ist. Zudem liegt der Disc noch eine PCE-Sammelkarte bei: Beim Sammeln von 10 Filmen aus der Reihe ist der 11. gratis. Qualitativ deutlich besser als die ersten beiden Titel der "Platinum Cult"-Reihe, aber aufgrund der mäßigen Kompression immer noch nicht wirklich zufriedenstellend. Selbst für B-Movie-Verhältnisse.


Film+/----
Bild+++/--
Ton+++---
Bonus+-----


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