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USA 1988
Originaltitel:Black Eagle
Alternativtitel:Red Eagle
aka. Red Hunter - Kampf der Giganten
aka. Red Hunter
Länge:104:05 Minuten (ungekürzte Langfassung)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Eric Karson
Buch:Shimon Arama, Michael Gonzales, A.E. Peters
Kamera:George Koblasa
Musik:Terry Plumeri
SFX:Eddie Surkin
Darsteller:Jean-Claude Van Damme, Shô Kosugi, Doran Clark, Bruce French, Vladimir Skomarovsky, William Bassett, Kane Kosugi, Shane Kosugi, Dorota Puzio, Jan Triska, Gene Davis, Alfred Mallia
Vertrieb:DigiDreams
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:1,78:1
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (splitted Upmix), Dolby Digital 2.0 Stereo
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover und Prägschuber
Blu-ray-Start:30.09.2013 (Kauf)
Bonus:
  • Internationale Kinofassung (93:04 Min., 1080p)
  • Trailer:
    • Deutscher Trailer (2:05 Min., 576i)
    • Englischer Trailer (2:14 Min., 576i)
    • Französischer Trailer (0:44 Min., 576i)
    • Italienischer Trailer (0:31 Min., 576i)
    • Argentinischer Trailer (1:41 Min., 576i)
    • US-TV Teaser #1 (0:30 Min., 576i)
    • US-TV Teaser #2 (0:31 Min., 576i)
  • Artwork-Galerie (35 Bilder, 576i)
  • Lobby-Cards (35 Bilder, 576i)
  • Deleted Scenes (11:24 Min., 576i)
  • Production-Stills (26 Bilder, 576i)
  • Jean Claude Van Damme Special 14:35 Min., 576i)
  • Pressefotos (4 Bilder, 576i)
  • Sho Kosugi Master Class (55:31 Min., 576i)
  • Sho Kosugi Stills (7 Bilder, 1080p)
  • Alter deutscher Vorspann (0:45 Min., 576i)
  • Soundtrack (1 Bild, 576i)
Nachdem ein hochmoderner Kampfjet der U.S. Air Force südlich von Malta ins Meer stürzt wird die malerische Insel zum Mittelpunkt des Kalten Krieges. Es bleibt nur wenig Zeit für die beiden Supermächte. Jeder will zuerst in den Besitz der neuartigen Technologie an Bord des Kampfflugzeugs gelangen, vor allem an das neuartige Laserlenksystem. Die Top-Agenten beider Seiten stellen sich zum tödlichen Reigen auf. Ost gegen West, KGB gegen CIA, Andrei gegen Ken Tani. Doch die Sowjets wollen sich nicht nur auf ihren besten Mann verlassen. Als sie Kens Söhne und seine Freundin Patricia Parker kidnappen, wird die Sache für Ken persönlich. Von nun an gibt es für ihn kein Halten mehr ...
Aus heutiger Sicht betrachtet, hat "Red Eagle" natürlich ein längst überholtes Szenario, das keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlockt. 1988 lag der "Kalte Krieg" aber noch in den letzten Atemzügen und bot sich für billigen Videothekenramsch gerade zu an. Mit sichtlich beschränktem Budget ausgestattet, versucht Regisseur Eric Karson (" H.A.R.T - Spezialeinheit 500") auf Malta die Agenten von Ost und West gegeneinander anzutreten lassen. Leider mit wenig Erfolg.


Wer hier einen Jean-Claude van Damme-Film im Stil seiner ersten filmischen Gehversuche erwartet, wird sowieso enttäuscht, denn erstens soll der Film ein Spionagethriller mit wenigen Actioneinlagen sein, und zweitens ist der Belgier auch nur als Handlanger in einer Nebenrolle zu sehen. Immerhin wird mit Malta, wo ein US-Kampfflugzeug mit megageheimer Ausrüstung im Wasser landete, eine relativ exotische Kulisse geboten, aus der Karson aber nichts herauszuholen versteht. Stattdessen verbaut er so ziemlich alle Versatzbaustücke (Casino, weibliche Helferin, geheime Technologien etc.) eines Agententhrillers zu einem ziemlich kruden Endprodukt, das einige Logiklöcher besitzt.


So wird auf russischer Seite auch recht rabiat mit dem ersten erbeuteten US-Agenten umgegangen, während man stundenlang durch die ruhige See schifft, ohne auch nur einmal auf die Idee zu kommen selbst mal nach dem Jet zu tauchen. Das übernimmt der gerade mit seinen Kindern Urlaub machende US-Superagent Ken Tani (Shô Kosugi). Warum seine Vorgesetzten mir nichts, dir nichts mal eben seine Kinder ebenfalls nach Malta schiffen, bleibt hingegen ungeklärt. Welcher Vater würde seine Kinder schon gern direkt an den Brandherd setzen? Spannend ist diese Hatz um den Flieger, beziehungsweise die sich darin befindliche Geheimtechnologie, leider in keiner Szene, da die Logiklöcher nur so klaffen, das Drehbuch keinerlei Überraschungen zu bieten hat und die Inszenierung sehr bieder geriet. Abgesehen von zwei kleineren, durchschnittlich choreographierten Auseinandersetzungen zwischen Ken und Andrei (Jean-Claude van Damme) gibt es eigentlich nichts Nennenswertes zu berichten. Weder das Ausschalten feindlicher Agenten durch Ken, noch die Entführung seiner Söhne mit anschließender Befreiung sollen ansatzweise für einen Adrenalinschub sorgen. Das sich als Showdown ankündigende Ende ist sogar so extrem dunkel gefilmt, dass kaum noch auszumachen ist, wer gerade wen tötet.


Van Damme selbst, der im gleichen Jahr mit "Bloodsport" seinen Durchbruch schaffte, muss man zugutehalten, dass er sich die Rollen damals noch nicht aussuchen konnte (Ok, kann er jetzt auch nicht mehr ...) und als grimmig dreinschauender böser Ivan noch das Beste aus seiner Rolle machte. Seine Beziehung zu der russischen Kollegin wirkt dabei reichlich konstruiert und überflüssig, während sein Abgang eher lächerlicher Natur ist.


"Black Eagle" erscheint als zweiter Film in der Platinum Cult Edition von DigiDreams und basiert auf der einzig vorhandenen 35mm-Kopie, die vom Lizenzgeber abgetastet und aufbearbeitet wurde. Das hört sich klasse an, doch leider ist das Ergebnis sehr ernüchternd ausgefallen. In den ersten Minuten (Flughafenszene) zieht sich ein unschöner Schleier über das Bild, der kurze Zeit später zum Glück verschwindet. Danach wird das Auge geschmeichelt, und die satten und kräftigen Farben sowie die vordergründige Schärfe und Plastizität des Bildes zeigen "Black Eagle" in einer nie dagewesenen Qualität. Doch sehr schnell bemerkt man, dass massiv entrauscht und nachgeschärft wurde. Filmkorn bzw. Bildrauschen sind nicht mehr vorhanden, und die Detailschärfe wirkt selbst in Nahaufnahmen mittelmäßig. Es gibt viele unscharfe Einstellungen, die aber durchaus der Produktion geschuldet sein können, und es zeigen sich deutliche Doppelkonturen.


(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Dass bei man bei einem C-Actioner wie "Black Eagle" qualitative Abstriche hinnehmen muss, dürfte jedem klar sein. Doch aufgrund der massiven Filterung wirkt das Bild glattgebügelt. Einige Szenen tendieren dazu, in einen aquarellhaltigen Brei abzudriften. Fairerweise muss man sagen, dass das HD-Bild in Bewegungen nicht so schlimm aussieht wie auf den Screenshots bei uns oder im Netz. Mit dem nötigen Abstand kann der in 1,78:1 vorliegende HD-Transfer durchaus genossen werde. Sobald man aber näher an den Bildschirm heran rückt bzw. eine Leinwand ins Spiel kommt, fällt der DNR-Einsatz enorm ins Gewicht. Ganz so störend wie zuletzt bei Interner Link"Die Hexe und der Zauberer" ist dies hier zwar nicht, doch es gibt immer wieder Momente, in denen Gegenstände oder Hintergründe wie ein Gemälde aussehen. Ein Totalausfall ist was Anderes, doch enttäuschend ist es allemal. Der Transfer scheint zusätzlich noch einen Kontrast-Boost erhalten zu haben, da helle Flächen deutlich überstrahlen und zu steil wirken. Insgesamt hinterlässt der Kontrast jedoch einen guten Eindruck und lässt in den wenigen dunklen Szenen keine nötigen Details vermissen.


(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Defekte und Verschmutzungen huschen nur selten durch das Bild. Dafür wirkt der Bildstand etwas unruhig. Auffällig ist allerdings die Kompression, die auf einem großen Plasma-TV sichtbare Unruhen auf homogenen Flächen zeigt. Wäre der Rauschfilter seitens des Lizenzgebers mit Feingefühl eingesetzt worden, dürfte man sich über einen sehr guten HD-Transfer freuen. So bleibt ein bitterer Beigeschmack. Im Bezug auf das Bildformat sei gesagt, dass man bisher immer nur die 4:3-Version kannte, die im Vergleich zur vorliegenden 1,78:1-Variante deutlich mehr Bild zeigt, aber wohl nicht der Intention des Regisseurs entsprach. Das Originalformat scheint 1,85:1 zu sein, und wenn man den Film sichtet, ist das Kinoformat definitiv stimmiger als die Vollbild-Version. Allerdings fehlen zusätzlich zu oben und unten noch links und rechts Bildinformationen, und die Coverangabe von 1,77:1 ist ebenfalls falsch.


(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

"Black Eagle" enthält neben der katastrophalen deutschen Synchronisation noch die englische Sprachfassung. Beide Tonspuren liegen wahlweise in aus Mono aufgeblasenem Stereo oder in Dolby Digital 5.1 vor. Letzteres ist, gelinde gesagt für die Tonne, aber man kann verstehen, dass das Enthalten einer 5.1-Spur für den Abverkauf einer DVD bzw. Blu-ray mehr als entscheidend ist. Qualitativ sind beide Tonspuren aber nicht zu gebrauchen, weil sie einen gesplitteten Upmix darstellen, was bedeutet, dass die Monospur auf 5 Kanäle gelegt wurde und somit aus allen Lautsprechern dasselbe hallt. Das klingt alles andere als räumlich. Vielmehr kann man solch ein Verfahren als durchaus störend betrachten, und die ohnehin schlechte deutsche Synchronisation klingt dadurch noch mehr nach einer billig produzierten Pornosynchronisation, während die 2.0-Variante um einiges homogener und filmischer klingt. In beiden Sprachfassungen ist der Mehrkanalton also nicht zum empfehlen. Der Stereo-Mix dagegen hinterlässt einen sauberen und durchaus gut aufgeräumten Eindruck. Die 11 Minuten an alternativem Bildmaterial wurden im englischen Original belassen und lediglich deutsch untertitelt. Die englische Tonspur fällt zwar leiser aus, Nebengeräusche und Dialoge klingen aber harmonischer, und die Detailwiedergabe ist im englischsprachigen Original um einiges höher. Die Sprachwiedergabe bei der deutschen Fassung ist gut, und der Hochtonbereich neigt nicht zusätzlich zu unschönen Verzerrungen. Dennoch bleibt aufgrund der sterilen und billigen Synchronisation eher zum Original geraten. Wahlweise lassen sich dort komplett deutsche Untertitel hinzuschalten.


Als Bonus liegt der Film in der internationalen Fassung vor, welche gegenüber der als Hauptfilm untergebrachten, weltweit erstmalig veröffentlichten Langfassung nicht nur 11 Minuten kürzer, sondern auch wenig langwierig ist. Die zusätzlichen 11 Minuten bestehen aus ursprünglich entfernten Szenen und können separat im Bonusmaterial angewählt werden. Allerdings lassen sich hier keine Untertitel hinzuschalten. Beim Hauptfilm sind diese vorhanden. Weiterhin enthält die Disc fünf Trailer und zwei TV-Spots sowie diverse Galerien mit seltenen Lobby Cards, Artworks (teilweise miese Qualität und sichtlich aus dem Internet kopiert), Production Stills und Pressefotos. Unter dem Jean-Claude van Damme Special verbirgt sich ein 15-minütiger Ausschnitt aus einer Kampfsportveranstaltung in Deutschland. Hier promotet der gebürtige Belgier seinen damals aktuellen Film Interner Link"Harte Ziele", wird interviewt und darf dem Publikum ein paar seiner weltberühmten Kicks demonstrieren.

"Sho Kosugi MasterClass" ist eine 55-minütige Dokumentation über den Martial-Arts-Star. Neben Filmausschnitten demonstriert er Verteidigungs- und Kampftechniken mit und ohne Waffen. Das wird von einer englischen Voice-Over-Stimme dokumentiert, was leider nicht untertitelt wurde. Abschließend enthält die Disc noch eine Sho Kosugi-Bildergalerie (einziges Extra in HD) sowie den alten deutschen Vorspann. Wer unter dem Punkt Soundtrack selbiges erwartet, wird enttäuscht sein, denn es verbirgt sich lediglich ein Foto des Plattencovers dahinter. Beim Disc-Menü sollte DigiDreams aber bitte noch nachbessern und die Möglichkeiten einer Blu-ray (z. B. Java) ordentlich nutzen. Die ersten 2000 Stück der Edition enthalten jeweils noch ein 8-seitiges Booklet mit Hintergrundinformationen zum Film. Ganz nett, doch bitte in Zukunft keine GROßSCHREIBUNG nutzen, DIESOENGZUSAMMENGESCHRIEBENWURDE, dass man den sicherlich interessanten Text gar nicht richtig lesen kann.


"Black Eagle" ist ein fader, zäher Agentenstreifen, der wohl reichlich schnell heruntergekurbelt worden ist, um mit dem gerade zu Ruhm gekommenen van Damme ein wenig Kohle in den Videotheken zu machen. Selbst Genrefreunde werden angesichts der kaum vorhandenen Action, des löchrigen Drehbuchs und der schwachen Schauspieler dankend abwinken. Die schwache deutsche Synchronisation trägt einmal mehr ihren Teil dazu bei. Nur für Zuschauer, die alles von van Damme haben wollen. Dass DigiDreams neben Interner Link"Moving Target" auch "Black Eagle" als erste Titel für ihre Platinum Cult Edition wählte, halten wir filmisch als auch qualitativ für etwas unglücklich. Der massive Shitstorm im Internet aufgrund des gefilterten Bildes empfinden wir zwar als etwas sehr übertrieben, doch als Referenz für ein gutes HD-Bild kann man den Titel, selbst als C-Actioner, nicht weiterempfehlen. Dabei ist es für den Endverbraucher erst einmal egal, ob der Lizenzgeber oder das Label selbst für die Filterung zuständig war. Bei einem dezenten Einsatz hätte auch niemand etwas gesagt, doch hier wurde, wie auch oft in Italien oder aktuell bei Disney, der DNR so massiv eingesetzt, dass eine natürliche Bildstruktur kaum vorhanden ist. Dem Otto-Normal-Verbraucher wird das Bild in dieser Form möglicherweise deutlich besser gefallen, und es gibt genügend Kollegen, die Filmkorn als "Störfaktor" bezeichnen und "Digial Noise Reduction" bevorzugen.

Die Erstauflage erscheint in einem Prägschuber, und das FSK-Logo befindet sich auf der Verpackungsfolie. Das Cover selbst ist ein FSK-Wendecover mit einem alternativen Artwork. Zudem liegt der Disc eine PCE-Sammelkarte bei: Beim Sammeln von 10 Filmen aus der Reihe ist der Elfte gratis.


Film++----
Bild+++---
Ton+++/--
Bonus+++---


Druckbare Version
Red Hunter
Red Eagle
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