Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 1990
Originaltitel:Darkman
Alternativtitel:Darkman - Der Mann mit der Gesichtsmaske
Länge:95:24 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Sam Raimi
Buch:Chuck Pfarrer, Sam Raimi, Ivan Raimi, Daniel Goldin, Joshua Goldin
Kamera:Bill Pope
Musik:Danny Elfman
SFX:Chet Zar, 4-Ward Productions
Darsteller:Liam Neeson, Frances McDormand, Colin Friels, Larry Drake, Nelson Mashita, Jessie Lawrence Ferguson, Rafael H. Robledo, Dan Hicks, Ted Raimi, Dan Bell, Nicholas Worth, Aaron Lustig
Vertrieb:Universal / Koch Media
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:1,85:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1, Dolby Digital 2.0 Stereo
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:04.10.2013 (Kauf)
Bonus:
  • Deutscher Trailer (2:23 Min., 576i)
  • Englischer Trailer (2:09 Min., 576i)
  • Bildergalerie (62 Bilder, 1080p)
Der Wissenschaftler Dr. Peyton Weston arbeitet an der Entwicklung einer synthetischen Haut. Als Gangster sein Labor in die Luft sprengen, wird er schwer verletzt. Zwar rettet eine Gehirnoperation sein Leben, doch danach ist er nicht mehr derselbe. Dr. Peyton ist tot, Darkman lebt. Ein Schattengeschöpf mit tausend Gesichtern, gnadenloses Monster im Dunkel. In ihm brennt die Wut auf das Böse, das sein Leben zerstört hat. Das Phantom der Rache ...
Mit der Comicverfilmung "Darkman" nahm sich Sam Raimi einer sehr unbekannten Vorlage an, durfte aber seinen ersten Majorfilm drehen. Ähnlich wie bei Batman, dem Punisher und gleichartiger Zeitgenossen braucht es auch hier einen Fiesling, um einen dunklen Rächer heraufzubeschwören, wobei dieser Part an Robert G. Durant (Larry Drake) fällt. Der ist Gangster, macht gerne in Immobilien und nietet die Konkurrenz im Gangstergewerbe kurzerhand um. Eine derartige Szene bildet dann auch den netten und gleichzeitig doch enttäuschenden Auftakt. Nett deswegen, weil Durant und seine Truppe scheinbar waffenlos in eine Falle laufen, doch sich den Weg freiballern und es zwei Stunts mit überschlagenden Autos zu bewundern gibt. Enttäuschend, weil Durants Leute einer Riesenhorde in Sekundenschnelle die Laternen ausknipsen und der Auftakt vorbei ist, ehe er richtig begonnen hat.



Held der Story ist der Wissenschaftler Dr. Peyton Westlake (Liam Neeson), der an künstlichen Häuten arbeitet, die sich jedoch bei Licht nur 99 Minuten halten. Seiner Freundin Julie Hasting (Frances McDormand) fällt jedoch ein Memo in die Hände, welches einen Geschäftspartner Durants belasten würde. Also taucht der Gangster auf, tötet Peytons Assistenten, verätzt Peytons Gesicht und brennt das Labor nieder. Natürlich arg konstruiert (warum liegt das Memo in Peytons Labor rum?), doch damit wäre der Anlass für eine Rachegeschichte gegeben. Peyton überlebt die Explosion und wird in einer Spezialklinik behandelt, wobei man ihm sein Schmerzempfinden nimmt, da er sonst die Verbrennung nicht ertragen könnte. Er flieht so schnell er kann, um mit Hilfe seiner Erfindungen Rache zu nehmen ...

Daraus hätte man astrein einen straighten Vergeltungsfilm stricken können, doch Sam Raimis Film keilt in alle Richtung aus, ist vieles halb, aber nichts so richtig. Für eine Laufzeit von nur rund 91 Minuten kümmert sich "Darkman" dabei zu sehr um Subplots, während die eigentliche Geschichte simpel bleibt. Großartige Ermittlungen stellt Peyton nicht an, sondern kann bald die Gangster gegeneinander ausspielen und den Rest im Finale abräumen. Viele Überraschungen erlebt der Zuschauer nicht, sodass es "Darkman" einfach an Spannung mangelt.



Auch im Actionbereich sieht es recht mau aus. Auch der wird nur halbherzig angeschnitten; außer dem Auftakt bieten nur der Überfall auf das zweite Labor inklusive Hubschrauberjagd und der Showdown noch nennenswerte Konfrontationen. Erstere Szene schneidet dabei deutlich besser ab, da es hier noch zünftige Explosionen und schicke Stunts gibt, der Showdown hingegen ist kurz und unspektakulär. Zudem leidet er darunter, dass das Baugerüst, auf welchem er stattfindet, extrem nach Studiokulisse aussieht und sich daher kein Nervenkitzel einstellen will.
So versucht sich "Darkman" über weite Teile als Drama und verschwendet zu viel Zeit auf den Subplot zwischen Peyton und Julie. Peyton rekonstruiert sein altes Gesicht und kann mit seiner Angebeteten, die ihn für tot hielt, nun 99 Minuten zusammen sein, ehe er Gefahr läuft sein Geheimnis zu verraten. Leider macht "Darkman" viel zu wenig daraus, die Dialoge über Vertrauen und Liebe wirken stellenweise einfach nur sülzig. Interessanter schon die Ansätze, wenn Peyton als Mischung aus dem Phantom der Oper, Frankenstein und Frankensteins Monster im Labor mit seinem Schicksal hadert, doch auch hier will kein rechter Tiefgang entsteht, da hilft auch sein total übertriebener Wutausbruch nicht weiter.



Zudem beißt sich dies mit der sehr guten, aber eher humorvollen Inszenierung Sam Raimis. Für den Schlussgag darf Bruce Campbell herhalten, die Cameoauftritte (u. a. die Coens, Scott Spiegel und William Lustig) häufen sich, und in der Folterszene Peytons wirbelt die Kamera im Interner Link"Tanz der Teufel"-Stil. Auch sehr schwarzhumorig sind die Momente, in denen Peyton Rache an den Gangster übt und Durant z. B. sich selbst gegenübersteht, ein weiterer Scherge von Durant einen Freiflug spendiert bekommt oder Peyton Rick (ausgerechnet Sam Raimis Bruder Ted) mit tödlichem Ausgang bestraft. Liam Neeson erbringt in der Hauptrolle auch eine gute Leistung, nur der bereits erwähnte Wutausbruch wirkt viel zu überzogen. Frances McDormand als weibliche Hauptrolle ist okay, und auch an Larry Drake kann man nicht viel meckern, aber seinem Bösewicht fehlt ein wenig Ausstrahlung. Letzten Endes nimmt sich "Darkman" zu viel vor und scheitert daran: Die dramatischen Ansätze sind ambitioniert, aber besitzen zu wenig Tiefgang, die Action ist nett gemacht, kommt aber viel zu kurz. So reicht es nur dank Sam Raimis guter Inszenierung gerade noch zum gehobenen Durchschnitt.


Koch Media verwendet für ihre "Darkman"-Veröffentlichung dasselbe HD-Master wie es bereits bei der amerikanischen Blu-ray von Universal zum Einsatz kam. Das Master wirkt betagt, weil es für die HD-Version nicht neu erstellt wurde. Zudem musste das Label auf eine mit Rauschfiltern bearbeitete Vorlage zurückgreifen. Das sorgt für wachsige Gesichter, und die teilweise sichtbare Körnung wirkt digital und künstlich. Zum negativen Eindruck gesellen sich deutliche Doppelkonturen, die auf eine Nachschärfung schließen lassen. Dadurch wirkt das Bild etwas bröselig und nur wenig scharf. Besonders in Effektaufnahmen tendiert die Schärfe eher zu einem unterdurchschnittlichen Level. Trotzdem Schärfe und der Detailgrad in Nahaufnahmen etwas angehoben werden, merkt man den Einsatz von Rauschfiltern selbst in Close-Ups mehr als deutlich. Der Kontrast könnte etwas ausgewogener arbeiten, bietet aber meist solide Werte, wobei er in dunklen Bildbereichen immer wieder zu Detailverlusten führt. Die Farbpalette wirkt etwas blass, bei einer natürlichen Farbgebung. Plastizität und Tiefe entstehen nur bedingt, machen das Bild aber nicht sonderlich besser. Hinzu kommen auffällige Defekte und Verschmutzungen. Zumindest die Kompression arbeitet ruhig im Hintergrund.




(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


Die deutsche Synchronfassung von "Darkman" liegt im Stereo-Mix mit einer eher bassarmen Abmischung vor, was besonders in den Actionszenen auffällt. Dabei ist die Stereo-Separation durchaus gelungen und bietet eine gute Balance zwischen Dialogen und Nebengeräuschen. Im Detailbereich geht die deutsche Stereospur zwar etwas unter, und gerade wesentlich ältere Titel haben durchaus eine höhere Feindetailwiedergabe aufzuweisen als diese Tonspur. Dafür sind die Dialoge gut zu verstehen und neigen nicht zu übermäßigen Verzerrungen im Hochtonbereich. Wer es etwas kraftvoller und eine Spur räumlicher haben will, schaltet zur englischen Sprachfassung, die in DTS-HD Master Audio 5.1 vorliegt. Diese klingt druckvoller und wartet mit kleineren direktionalen Effekten auf, spielt sich ansonsten aber ebenfalls etwas zu stark im Frontbereich ab. Dafür verteilt sich der Score von Danny Elfman harmonisch auf sämtliche Kanäle. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzu schalten.
Auf Bonusmaterial muss der Käufer fast gänzlich verzichten. Lediglich ein englischer und deutscher Trailer sowie eine Bildergalerie finden ihren Weg auf diese Scheibe. Zumindest fällt die Galerie sehr umfangreich aus und liegt in hochauflösender Qualität vor. Inhaltlich gibt es verschiedene Szenenfotos, Bilder vom Set, Poster- und Billboard-Designs sowie Production Stills.


Saim Raimis Comic-Verfilmung ist nach jahrzehntelanger Indizierung endlich wieder frei und hat seine verdiente Freigabe ab 16 Jahren erhalten. Für eine HD-Auflage hätten wir uns aber mehr gewünscht als eine 1:1-Umsetzung der US-Scheibe. Besonders beim Bild wäre eine neue Abtastung bitter nötig. So muss man sich als Kunde mit einem veralteten und zudem mit DNR verseuchten Master zufrieden geben. Eine Alternative gibt es weltweit nicht, und besser als die DVD ist die Auflage auf jeden Fall. Die Disc erscheint mit einem FSK-Wendecover im schwarzen Amaray.


Film+++/--
Bild+++/--
Ton+++---
Bonus/-----


Druckbare Version
Darkman
NewsSam Raimis "Darkman" nicht mehr indiziert!
"Darkman": Koch Media bringt Comic-Verfilmung auf Blu-ray
Darkman
Darkman
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.