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FR, CAN, USA 2012
Originaltitel:Silent Hill: Revelation 3D
Alternativtitel:Silent Hill 2
aka. Silent Hill: Revelation
Länge:94:43 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Michael J. Bassett
Buch:Michael J. Bassett
Kamera:Maxime Alexandre
Musik:Jeff Danna, Akira Yamaoka
SFX:Michael Innanen, Mark Lawton
Darsteller:Adelaide Clemens, Kit Harington, Carrie-Anne Moss, Sean Bean, Radha Mitchell, Malcolm McDowell, Martin Donovan, Deborah Kara Unger, Roberto Campanella, Erin Pitt, Peter Outerbridge, Jefferson Brown
Vertrieb:Concorde
Norm:1080p / MVC (3D-Version), MPEG-4 AVC (2D-Version)
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:2,40:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:18.04.2013 (Kauf)
Bonus:
  • Audiokommentar von Regisseur Michael J. Bassett
  • Making Of (52:32 Min., 1080p)
  • Entfallene Szenen (3D) (11:42 Min., 1080p)
  • Making Of: Die Endsequenz (6:45 Min., 1080p)
  • Hinter den Kulissen (in 3D) (3:08 Min., 1080p)
  • Die Anatomie von 3 Szenen (6:36 Min.)
  • Einführung von Regisseur Michael J. Bassett (0:46 Min., 1080p)
  • Bei den Universal Hollywood Horror Nights (4:41 Min., 1080p)
  • Kinotrailer (2D/3D):
    • Deutsch (2:04 Min., 1080p)
    • Englisch (2:23 Min., 1080p)
  • Programmtipps:
    • Brake (2:16 Min., 1080p)
    • Columbus Circle (2:40 Min., 1080p)
    • Looper (2:28 Min., 1080p)
    • Red Dawn (2:12 Min., 1080p)
    • Safe - Todsicher (1:25 Min., 1080p)
    • Silent Hill (2:42 Min., 1080p)
Jahrelang sind Heather und ihr Vater Harry auf der Flucht, um den dunklen und geheimen Mächten einen Schritt voraus zu sein. Eine Flucht, die Heather nicht ganz versteht - nur die grausamen Albträume, die sie plagen, lassen erahnen, welchem Schrecken sie zu entfliehen versuchen. Wieder in einer neuen Stadt kommt Heather an ihrem 18. Geburtstag nach Hause, um festzustellen, dass ihr Vater verschwunden ist. Aber die Suche nach Harry führt direkt nach Silent Hill und immer tiefer in dessen dämonische Welt. Kann sie die Gefahr abwenden, für immer dort gefangen zu sein?
Als Interner Link"Silent Hill" 2006 herauskam, schieden sich daran die Geister, ob die Story, die den Charakter des Computerspiels gelungen umsetzte, auch als Film funktionierte oder zu viele Kenntnisse des Spiels voraussetzte. Allgemeine Einigkeit bestand allerdings in der Meinung über das gelungene Setting, das ein morbides, finsteres Untergangsszenario in der ominösen Stadt "Silent Hill" vor seinen Betrachtern ausbreitete. Wie es sich für einen geheimnisvollen Horror-Thriller gehört, blieben am Ende ein paar Fragen offen, weshalb jetzt - sechs Jahre später - die Fortsetzung mit dem Versprechen, diese zu beantworten, in die Kinos kommt.


Die sechs Jahre nimmt Regisseur und Autor Michael J. Bassett durchaus wörtlich, denn Sharon (Adelaide Clemens), die am Ende des ersten Teils von ihrer Mutter aus "Silent Hill" befreit werden konnte, ist jetzt eine junge Frau, die gerade ihren 18. Geburtstag begeht. Immer wieder wird sie von schrecklichen Alpträumen heimgesucht, deren Ursache sie nicht kennt, denn ihr Vater (Sean Bean) hat ihr den Verlust ihrer Erinnerung und den Tod der Mutter mit einem schweren Unfall erklärt. Offensichtlich werden sie aber seit Jahren von finsteren Gesellen verfolgt, weshalb sie gerade erst wieder in ein wenig anheimelndes Haus umgezogen sind. Sharon, die sich inzwischen Heather nennt, hat heute ihrer ersten Tag auf der Highschool. Doch schon auf dem Weg zum Bus wird sie von einem Fremden angesprochen, der ihre Identität zu kennen scheint.



Vielleicht lag es an der dezenten Kritik am Interner Link"Silent Hill"-Erstling, dass dieser sich viel Zeit ließ, bis es mit der Action richtig losging, weshalb der erfahrene Horror-Regisseur Bassett im Sequel gleich in die Vollen geht. War das im zu Beginn geschilderten Alptraum noch legitim, lässt er sich danach keine Zeit mehr, seine Story zu entwickeln. Angesichts der brachialen Methoden, mit denen Heather gezwungen wird, wieder nach "Silent Hill" zu gehen - etwas, was ihr Vater die ganze Zeit verhindern wollte - ist es nur schwer vorstellbar, wie sie sich dieser Macht zuvor jahrelang entziehen konnten.
Der Film nutzt diese spannende Frage leider nicht, sondern macht kurzen Prozess, um schnell wieder an den titelgebenden Ort zu gelangen. Heathers Stelldichein in ihrer Schulklasse wirkt entsprechend nebensächlich, nur dafür geeignet, mit Vincent (Kit Herington) eine zweite Figur einzuführen. Dieser hatte wie sie gerade seinen ersten Tag an der neuen Schule, aber sein offensichtliches Interesse an ihr, lässt erahnen, dass sich hinter seiner Anwesenheit ein Geheimnis verbirgt.



Von einer echten Story kann man in "Silent Hill: Revelation" gar nicht sprechen, denn außer der Konstellation zu Beginn, die sich weder um Charakterisierungen noch den Aufbau einer Identifikation kümmert, findet der Rest des Films wie gewohnt in "Silent Hill" statt. Dort wird Heather nicht nur mit einer Vielzahl von Horror-Figuren konfrontiert, sondern gerät von einem schrecklichen Ort zum nächsten - egal ob Kirmes, Labore oder Gefängniszellen. Überall lauern Kreaturen, nie weiß man, was lebendig ist oder tot, denn ständig trippelt, raschelt oder stöhnt es, bis von irgendeiner Seite plötzlich eine Riesenaxt geschwungen wird. Was in der Beschreibung noch spannend klingt, verliert schnell jede Wirkung, denn der Film gönnt seiner Protagonistin nie eine Pause, baut keine ruhigen Phasen ein, sondern lässt sie nur von einem letztlich austauschbaren Computer-Level zum nächsten springen.



Das ist auch dem Setting zu verdanken, dass zwar ähnlich dem ersten Teil gelungen ist, inzwischen in seiner Mischung aus Verfall, Industriebrache, Dunkelheit und einer Überfülle an menschlichen Extremitäten nicht mehr ungewöhnlich ist. Bis auf die Zombie-Krankenschwestern, die nur auf Bewegungen reagieren, wartet der Film mit keinerlei Überraschungen auf, sondern setzt wieder auf die bekannten Clowns und Plüschhasen. Trotzdem hätte dieses Ambiente funktioniert, wäre der Film nur ansatzweise spannend. Doch leider existiert weder ein Storyaufbau noch entsteht der Eindruck, Heathers blondem Schopf könnte je ein Haar gekrümmt werden - "Cliffhanger" scheinen dem Regisseur zudem völlig fremd zu sein. Darüber zu spekulieren, ob sich die Story zu sehr an dem Computer-Spiel orientiert, ist in "Silent Hill: Revelation" überflüssig, da diese durch vollständige Abwesenheit glänzt. Einzig das morbide Setting kann noch zum Gruseln einladen, sollte man diese Art des Stylings noch nicht gewöhnt sein, allerdings hätte es dafür des 3D nicht bedurft. Ansonsten sollte man die Bezeichnung "Revelation" nicht wörtlich nehmen, denn von einer Offenbarung kann hier keine Rede sein, außer dass der Film den Beweis dafür antritt, dass auch ständige Horror-Action schlicht langweilig sein kann.


Die Bildbewertung von "Silent Hill: Revelation 3D" erweist sich als etwas verzwickt. Mit Red One MX 3D-Kameras gedreht, wirkt das Geschehen meist ein wenig zu glatt und besonders in dunklen Szenen sehr flach. Obgleich der Transfer weitgehend sehr scharf und knackig aussieht, was man besonders gut an den Konturen sieht, wirken Gesichter meist etwas zu weichgezeichnet. Der Kontrast wurde stilbedingt gut gewählt, und nur selten gibt es ein paar Probleme in der Balance. Der Schwarzwert erreicht in diesen Momenten nicht die nötige Tiefe für eine perfekte Durchzeichnung. Die kräftige, visuell stark verfremdete Farbgebung unterstützt die teilweise surreale Atmosphäre des Films. Es gibt im Grunde keine farblich natürliche Szene, und gerade in die Action-Passagen wurde der Film mit heftigen Gelb/Organge-Filtern getaucht.
Bildrauschen ist nur in wenigen dunklen Szenen wahrzunehmen, und die Kompression arbeitet bis auf ein paar minimale Bandingartefakte sehr harmonisch im Hintergrund. Alles in allem ein guter HD-Transfer, der deutlich mit den eingesetzten Stilmitteln zu kämpfen hat. Das verhält sich mit der 3D-Version nicht anders. Der im stereoskopischen Verfahren gedrehte Film bietet dieselben Attribute wie die 2D-Version, kann den Zuschauer allerdings durch viele schöne Pop-Out-Effekte in den Bann ziehen. Allein die Sequenzen mit dem Ascheregen sorgen für eine traumhaften Tiefenwirkung. Aber auch hier wirken viele dunkle Szenen viel zu flach, und es fehlt deutlich an Feindetailzeichnung in den Gesichtern. Hin und wieder gibt es in der 3D-Version zudem ein paar Ghosting-Artefakte zu bemängeln.


(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Die beiden HD-Mehrkanal-Spuren klingen bis auf die Sprachwiedergabe identisch und überzeugen somit beide mit einer sehr intensiven und räumlichen Abmischung, die viel Wert auf gezielt angesteuerte Effekte legt und den Zuschauer mit einem atmosphärischen Soundtrack und Umgebungsgeräuschen in die Welt von Silent Hill entführen will. Ganz so gelungen wie beim grandiosen Soundmix des Interner Linkersten Teils sind die beiden HD-Tonspuren leider nicht, und es fehlt dem Mix an der atemberaubenden Atmosphäre und brachialen Wucht des Interner LinkErstlings. Dennoch wartet auch "Silent Hill: Revelation 3D" mit einem satten und voluminösen Klangbild auf, dessen Höhen sehr fein wiedergegeben werden und den Bass mit viel Wucht in Geschehen eingreifen lassen. Die direktionalen Effekte unterstreichen die Schocksequenzen mit einer enormen Genauigkeit. Dialoge werden in beiden Fassungen hervorragend wiedergegeben, und die Front bietet zudem eine breite Links-Rechts-Aktivität, ohne zu dominant zu wirken. Optional gibt es deutsche Untertitel.


Der durchaus informative und hörenswerte Audiokommentar von Regisseur Michael J. Bassett wurde leider nicht deutsch untertitelt, dafür aber die restlichen Features. Angefangen mit dem knapp 53 Minuten langen Making Of, welches ausführlich auf die Entstehung des Films eingeht und die Macher und Darsteller zu Wort kommen lässt. Zudem bekommt der Zuschauer einen schönen Einblick in verschiede Produktionsabläufe. Die entfallenen Szenen können wahlweise auch in 3D geschaut werden, bieten aber weitgehend nur erweiterte Handlungsstränge. 12 Minuten können mit einem optionalen Regiekommentar angeschaut werden und Michael J. Bassett verrät, dass viele Effekt-Szenen aus Kostengründen nicht realisiert werden konnten. Im 7-minütigen "Making Of: Die Endsequenz" redet man über die Umsetzung der Szene und das Hinter den Kulissen-Feature entpuppt sich als 3-minütiger Werbeclip, wahlweise in 3D. Interessanter wird es bei einem 7 Minuten langen Splitscreen-Vergleich zwischen dem Storyboard und fertigen Film. Die Einführung von Michael J. Bassett ist nur ein kurzer Begrüßungsclip, und in "Bei den Universal Hollywood Horror Nights" wird der Zuschauer durch eine Promo-Attraktion anlässlich der ComiCon 2012 geführt. Abschließend gibt es den Kinotrailer sowie weitere Trailer zu Veröffentlichungen aus dem Hause Concorde.


Die Concorde-Blu-ray überzeugt mit einer guten Bild- und Tonqualität sowie nettem Bonusmaterial. Die 2D- und 3D-Fassungen befinden sich auf derselben Disc und werden mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert. Die 2D-Version ist separat erhältlich und wurde mit einem anderem Cover-Artwork und einem Schuber ohne FSK-Logo ausgeliefert. Ärgerlich bei der 2D-Version ist, dass die Extras hier bis auf die Trailer komplett in SD vorliegen. Warum dies so ist, lässt sich nicht klären. Die Qualität des SD-Materials ist unterdurchschnittlich.


Film++----
Bild+++++-Wertung der 2D-Fassung
+++++-Wertung der 2D-Fassung
Ton+++++-
Bonus+++---


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Silent Hill (2 Disc Limited Edition)
News"Silent Hill: Revelation" - ab 18. April auf DVD, Blu-ray und 3D Blu-ray
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