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USA 2013
Originaltitel:Lone Ranger
Länge:149:33 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Gore Verbinski
Buch:Justin Haythe, Ted Elliott, Terry Rossio
Kamera:Bojan Bazelli
Musik:Hans Zimmer
SFX: Industrial Light & Magic, Arpit Achha
Darsteller:Johnny Depp, Armie Hammer, Helena Bonham Carter, Barry Pepper, William Fichtner, James Badge Dale, James Frain, Tom Wilkinson, Nick W. Nicholson, Ruth Wilson, Matt O'Leary, W. Earl Brown
Vertrieb:Walt Disney
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:2,40:1
Tonformat:(DTS-HD High Resolution 5.1 (dt.), DTS-HD Master Audio 7.1 (engl.), Dolby Digital 5.1 (türk.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Türkisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Türkisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:05.12.2013 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer nach Disc-Start:
    • Die Eiskönigin - Völlig unverfroren (1:30 Min., 1080p)
    • Die Monster Uni (1:25 Min., 1080p)
    • Disney Channel neu im Free TV (0:33 Min., 1080p)
    • Disney Infinity (0:28 Min., 1080p)
  • Armes Western - Road Trip (14:37 Min., 1080p)
  • Wie wird man ein Cowboy (8:03 Min., 1080p)
  • Auf den Schienen von Lone Ranger (10:39 Min., 1080p)
  • Zusätzliche Szenen:
    • Heuschreckenplage / Große Krieger passen sich an (3:49 Min., 1080p)
  • Pannen vom Dreh (3:51 Min., 1080p)
Der kauzige Indianer Tonto erzählt seine ganz eigene Version der sagenhaften Geschichte des maskierten Lone Rangers: Die berühmten Texas-Ranger sorgen für Recht und Ordnung. Meistens jedenfalls. Als die gefürchtete Cavendish-Gang in einem spektakulären Gewaltakt einen Zug überfällt, um ihren Anführer Butch aus den Händen der Ranger zu befreien, nimmt die Angelegenheit ein böses Ende und John Reid bleibt dem Tode geweiht in der Wüste zurück, bis Tonto ihn findet und ihm das Leben rettet. Beide sinnen, wenn auch aus unterschiedlichen Beweggründen, auf Rache - leider so ziemlich ihre einzige Gemeinsamkeit. Allen Gegensätzen zum Trotz tun sie sich aber zusammen und der totgeglaubte John gibt sich mit Hilfe einer dunklen Maske nun als Lone Ranger die Ehre. Von nun an wird nur noch nach den eigenen Regeln gespielt und im wildesten aller Western mal so richtig aufgeräumt ...
Wer häufig in diesem Sommer in Genrefilmen im Kino war, wurde sicher nicht nur einmal mit dem "The Lone Ranger"-Trailer bombardiert. Schon während dessen Sichtung, und obwohl ja gut gemachte Trailer eine eher zu positive Visitenkarte für einen Film sind, war mir klar, dass "The Lone Ranger" bei mir keinen Preis gewinnen wird. Dennoch handelt es sich um ein solides Actionabenteuer mit ein paar aufwendigen Actionszenen, gut aufgelegten und miteinander harmonierenden Darstellern, das durchaus einen Unterhaltungswert auf Popkornkino-Niveau vorzuweisen hat, wenn man weiß, auf was man sich einlässt.


Und Johnny Depp als Indianer Tonto ist mal wieder der bunte Paradiesvogel, den er in "Fluch der Karibik" für Regisseur Gore Verbinski schon ein paar Mal in ähnlicher Weise prägnant und erfolgreich gemacht hat. Dennoch ist er für mich trotzdem noch eines der Highlights und der Farbtupfer eines Films, der sonst etwas blass in meiner Erinnerung verblieben wäre. Zu meinen Höhepunkten gehört insbesondere die stimmungsvolle Szene am Anfang, in der wir ein Kind und den alten Indianer Tonto erleben. Und auch die erste große Actionszene rund um den Zug kann durch kreative Einfälle und viel Action überzeugen, auch wenn ähnliche Szenen sich später wiederholen. Hammers und Depps Zusammenspiel überzeugt auf ganzer Linie, und ein wenig stiehlt Depp Hammer die Show.


Die Geschichte, in der Texas Ranger John Reid (Armie Hammer) zum Helden wird und mit dem Indianer Tonto (Johnny Depp) nach anfänglichen Schwierigkeiten eine Reihe von Abenteuern erlebt, basiert auf einer Radiosendung sowie Graphic Novel, die auch schon einige Serien und frühe Verfilmungen in der Filmgeschichte erlebt hat. Für mich sitzt "The Lone Ranger" leider irgendwie zwischen den Stühlen und wirkt wie eine typisch kalkulierte Disney-Verfilmung mit etwas Action, etwas Comedy und nicht wirklich vorhandenem Western-Feeling. Mal wird es ernsthaft und tragisch, um es dann wieder mit "Fluch der Karibik"-Actionklamauk zu versuchen. Auch die Charaktere sind recht flach angelegt, und es gibt klischeehafte Dialoge en masse.

Dazu gesellen sich manchmal flache Witze im typischen Stile Depps, und zumindest ich konnte keine emotionale Bindung zur Geschichte oder den Protagonisten aufbauen. Depp selbst gestaltet den Habitus von Tonto schon ein wenig ähnlich schrullig-schräg wie bei Captain Sparrow. Aber "The Lone Ranger" kann längst nicht so aus den Vollen schöpfen wie dieses Vorbild aus eigener Herstellung. Die rund 150 Minuten sind auch für meinen Geschmack deutlich zu lang geraten, und es gibt einige Längen in dem überschaubaren Drehbuch. Interessant ist die Kombination der Zielrichtung als Familienfilm und gleichzeitig des für eine FSK 12 recht hohen Gewaltanteils.


Herausragend, wie meist, ist der Soundtrack von Hans Zimmer und auch die Performance von William Fichtner als Butch Cavendish, der mit genial grotesker Maske überzeugen konnte. Der US-Regisseur Verbinski hat sich mit "The Time Machine", Interner Link"The Ring" oder der "Fluch der Karibik"-Trilogie durchaus einen Namen gemacht, auch wenn er für ein breites Publikum nicht zur ersten Reihe der Regisseure zählt. Mit "The Lone Ranger", der in den USA zu einem der größten Blockbusterflops diesen Sommers wurde, hat er seinen Ruhm nicht wirklich vergrößert, und so wird "Fluch der Karibik" wohl seine persönliche Regie-Referenz bleiben.


Walt Disney veröffentlicht "The Lone Ranger" auf DVD und Blu-ray. Eine 3D-Variante gibt es trotz vorheriger Ankündigung nicht. Wenn man die stilmittelbedingten Einschränkungen hinten anstellt, ist dieser HD-Transfer über jeden Zweifel erhaben. Das Bild zeigt sich durchweg sehr scharf und wartet mit einer ausgezeichneten Detailzeichnung auf, die vor allem in Nahaufnahmen ein paar referenzträchtige Einstellungen zu bieten hat. In einigen wenigen Effekt-Aufnahmen wirkt das Bild dann etwas weicher und weniger detailliert, und der leicht überhöhte Kontrast sorgt für einen Detailverlust in sehr hellen Bildbereichen, während sich in dunklen Szenen dieser Verlust in Grenzen hält. Aufgrund der gewollten Optik kann man dies nicht einmal wirklich negativ bewerten, da der Kontrast die Western-Atmosphäre unterstreichen soll. Die absichtlich monoton gewählte Farbpalette wirkt über weite Strecken sehr natürlich und kräftig, wobei es immer wieder Szenen gibt, bei denen die Farben absichtlich etwas reduziert wurden. Das Bild bleibt trotzdem sehr knackig, und es entstehen eine hervorragende Plastizität und Tiefenwirkung. Bildrauschen ist nicht wahrzunehmen, und die Kompression arbeitet ruhig und fehlerfrei im Hintergrund.



(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Beim Ton muss sich die deutsche Synchronfassung nicht hinter dem Originalton verstecken und liegt ebenfalls in HD kodiert vor. Dabei handelt es sich zwar nicht um eine HD-Master-Spur wie beim Originalton, sondern um einen High-Resolution-Mix, und anstelle 7-Kanäle spendiert man der deutschen Abmischung lediglich einen 5.1-Ton. Aber man sollte die Kirche im Dorf lassen, schließlich werden die 7 Kanäle der Originaltonspur nicht einmal im Ansatz genutzt. Der deutsche Ton klingt detailliert und sorgt nicht nur in den Actionszenen (Zugszenen) für einen bombastischen, räumlichen Mix, sondern kann in jedem Moment mit einer präzisen Räumlichkeit aufwarten. Die Feindetailwiedergabe ist hoch, und es gibt viele direktionale Effekte, die von subtilen Nebengeräuschen, bis zu bombastischen Actionszenen lebt. Leider wurde der Score stellenweise etwas zu dominant abgemischt und übertönt nicht selten die restlichen Klangelemente etwas. Dabei passt die übliche Balance, und auch Dialoge klingen stets sauber und klar, können sogar in den turbulenten Actionszenen noch verständlich wiedergegeben werden. Dennoch reicht es nicht zur Höchstnote. Die englischsprachige Tonspur unterscheidet sich kaum vom deutschen Pendant, klingt im direkten Vergleich vielleicht eine Nuance detaillierter, wobei sich der Score auch hier etwas zu sehr in den Vordergrund drängt. Optional gibt es diverse Untertitel.


Das Bonusmaterial liegt komplett in hochauflösender Qualität vor und wurde, sobald nötig, deutsch untertitelt. Dass der Zuschauer trotz Kino-Flop überhaupt Bonusmaterial spendiert bekommt, darf positiv gewertet werden. Da gibt es ganz andere Beispiele, bei denen nicht einmal ein Trailer auf der Disc vorhanden war. Diesen gibt es zwar auch hier nicht, dafür aber ein paar nette Featurettes, die allerdings nur geringfügig informativ bzw. unterhaltsam wirken. "Armies Western Road Trip" gewährt einen 15-minütigen Einblick in die Dreharbeiten, und in "Wie wird man ein Cowboy" bekommt man 8 Minuten lang das Bootcamp-Training der Darsteller zu Gesicht. Um die aufwendige Zug-Sequenzen, Special Effects und Stunts geht es in dem 11minütigen "Auf den Schienen von Lone Ranger". Die 4 Minuten an zusätzlichen Szenen sind weitgehend nur als Animatic-Version verfügbar, während man in "Pannen vom Dreh" noch ein paar Patzer zu sehen bekommt. Ansonsten gibt es nur noch etwas Eigenwerbung in Form einer Trailershow.


Was dem Film inhaltlich fehlt, macht die Blu-ray technisch wieder wett. Dem Zuschauer wird eine astreine Bild- und Tonqualität geboten, die für ein Heimkinoerlebnis sorgen. Die Extras sind zumindest vorhanden, wenngleich kaum informativ. Ausgeliefert wird die Disc wie üblich ohne FSK-Wendecover.


Film+++---
Bild+++++/
Ton+++++/
Bonus++----


Druckbare Version
Lone Ranger
News"The Lone Ranger" - Infos zum neuen Johnny Depp-Film
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