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USA 2013
Originaltitel:Pain & Gain
Alternativtitel:Pain & Gain - Nehmen ist seliger denn Geben
Länge:129:36 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Michael Bay
Buch:Christopher Markus, Stephen McFeely
Kamera:Ben Seresin
Musik:Steve Jablonsky
SFX:Industrial Light & Magic
Darsteller:Dwayne Johnson, Mark Wahlberg, Rebel Wilson, Ken Jeong, Ed Harris, Anthony Mackie, Rob Corddry, Tony Shalhoub, William Haze, Mindy Robinson, Kurt Angle, Michael Rispoli
Vertrieb:Paramount
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:2,40:1
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (dt., span., franz., ital., au-desc.) DTS-HD Master Audio 7.1 (engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Spanisch, Iatlienisch, Englisch Audio Description
Untertitel:Dänisch, Deutsch, Englisch, Spanisch, Franzöisch, Italienisch, Holländisch, Norwegisch, Finnisch, Schwedisch, Englisch für Hörgeschädigte
Verpackung:SeastoneCase mit Wendecover
Blu-ray-Start:20.12.2013 (Kauf)
Bonus:
  • Das Top-Spiel: Michael Bays "Pain & Gain":
    • Eine wahre Geschichte: Direkt aus den Schlagzeilen (11:25 Min., 1080p)
    • Zurück zu den Anfängen: Michael Bay's Vision (8:30 Min., 1080p)
    • American Dreamer: Daniel Lugo (5:25 Min., 1080p)
    • Passion Player: Paul Dolye (5:26 Min., 1080p)
    • Schmutziger Job: Adrian Doorbal (3:38 Min., 1080p)
    • Verbrechen ohne Opfer: Victor Kershaw (5:43 Min., 1080p)
    • Krachelderne Typen: Locations (8:45 Min., 1080p)
    • Recht & Ordnung (8:43 Min., 1080p)
Miami - die Stadt der Schönen und Reichen. Daniel Lugo und Adrian Doorbal sind Personal Trainer aus Leidenschaft und haben aus ihren Körpern bereits alles herausgeholt, was Protein-Shakes und unermüdliches Krafttraining hergeben. Doch leider entspricht die Zahl der Dollars auf ihrem Bankkonto nicht annähernd der Anzahl der Schweißperlen auf ihren stählernen Körpern, und damit soll jetzt Schluss sein. Gemeinsam mit Pump-Kumpel Adrian und Ex-Knacki Paul Doyle heckt Daniel einen genialen Plan aus, und nach einigen gewagten Anläufen schaffen sie es, den mit Goldkettchen behängten Selfmade-Millionär Victor Kershaw zu entführen, zur Strecke zu bringen und mit seinen Millionen ihren American Dream zu leben. Endlich angekommen in Miamis Oberliga genießt die Sun Gym-Gang ihr neues Luxusdasein mit schnellen Flitzern, sexy Girls und jeder Menge Designerdrogen. Doch das schillernde Partyleben hat bald ein Ende: Ihr tot geglaubtes Opfer Kershaw hat ihnen den Privatermittler Ed Du Bois auf den Hals gehetzt und schwört Rache. Aber so schnell geben die drei Testosteron-Pakete nicht auf, und eine knallharte Jagd beginnt ...
"Pain & Gain" ist eine außergewöhnliche und rabenschwarze Satire, die auf der unglaublichen, aber wahren Geschichte eines Bodybuilding Trios beruht, welches ein geplantes Kidnapping nicht ganz in der gewünschten Form durchzieht und den Folgen, die dies mit sich bringt. Dargestellt wird das Trio durch die bunte Mischung aus Dwayne Johnson, Mark Wahlberg und Anthony Mackie. Es beginnt wie so oft dramaturgisch gut strukturiert mit einer dramatischen Szene mit schönen Mega-Zeitlupenaufnahmen und einem anschließenden Rückblick. Danach beginnen zwei extrem unterhaltsame Stunden voller sympathischer Hysterie und pechschwarzem Humor über die Schmerzgrenze hinaus.



Regisseur Michael Bay konnte man die mentale Verschnaufpause zwischen den brachialen Blockbuster-Interner Link"Transformers"-Teilen nur mehr als gönnen. Der Mann weiß, wie man gute Bilder zumindest für handwerklich hochwertige Mainstream-Filme einfängt, wie wir immer wieder sehen konnten. Und so erinnern diverse Kameraschwenks an positive Bilder seiner vorherigen Filme. Der Blick Bays ist dabei stets bewusst proletarisch gehalten. Er nimmt die moralische Stellung des vermeintlich einfachen Bürgers ein.

Deswegen gibt es eine Menge abschätzige Blicke und filmischen Chauvinismus in Bezug auf "hässliche Dicke", pickelige Jugendliche, unrasierte Intimbereiche und schwule Priester. "Pain & Gain" wird die Gemüter spalten, und ich denke, für die meisten wird er mehr Pain als Gain sein. Insbesondere muss man sich in einigen Szenen die Ironie, die das Ganze ausstrahlen soll, noch selbst dazu denken, und oft hat man das Gefühl, Michael Bay meint das alles verdammt ernst. Zu guter Letzt fand ich "Pain & Gain" mit über 2 Stunden zu lang. Ca. 15 Minuten weniger wären auch vorstellbar gewesen, und man hätte diverse Längen im Mittelteil des Films vermeiden können.



Dwayne "The Rock" Johnson platzt förmlich aus allen Nähten. Er hat sich wohl für diesen Film noch mal zusätzlich etwas antrainiert und wirkt in vielen Szenen gut aufgepumpt. Darstellerisch gefällt er mir in dem Mix aus Muskeln, klaren Ansagen, Schwachsinn, Drogenmissbrauch, Pragmatismus und Psycho in dieser Rolle am besten. Für Mark Wahlberg scheint die Rolle auch auf den Leib geschneidert zu sein, und auch er kann überzeugen. Auch die von ihm und den anderen Protagonisten vor allem anfänglich prägnant aus dem Off kommenden Stimmen funktionieren dramaturgisch gut.

Als geniale Performances sind auch die von Tony Shalhoub und Ed Harris als Gegenspieler unseres stets absurd-unterhaltsam agierenden Muskel-Trios zu nennen. Trotz der genannten Schwächen war "Pain & Gain" verdammt unterhaltsam, kurzweilig und sogar für Fitness- und Bodybuilding-Begeisterte gibt es tolle Bilder. Immer wieder wird Superzeitlupe eingesetzt, und trotz des recht inflationären Gebrauchs stört diese interessanterweise nicht. Auch die immer wieder aufpeitschende, sehr variable Musik zwischen elektronischen Beats, HipHop und RnB verstärkt die handwerklich gute Filmarbeit.



Paramount veröffentlicht "Pain & Gain" als ungekürzte Kinofassung auf DVD und Blu-ray mit einem FSK-Wendecover. Der HD-Transfer liegt im Format von 2,40:1 vor und wurde in MPEG-4 kodiert. Das HD-Bild zeigt sich extrem scharf und knackig, bietet frische und kräftige Farben mit einem leicht überhöhten Kontrast. Nahezu jede Szenen wirkt plastisch, und es entsteht eine eindrucksvolle Tiefe und herausragende Detailwiedergabe, die selbst in dunkleren Szenen kaum nachlässt. In vielen Actionszenen kam eine derzeit sehr beliebte GoPro-Consumer-Kamera zum Einsatz, wodurch die Qualität zwar etwas nachlässt, dafür aber für ein paar geniale Kameraeinstellungen sorgt. Filmkorn ist im geringen Maße wahrzunehmen und lediglich leichtest Farbrauschen darf als Kritikpunkt angesehen werden. Die Kompression arbeitet dabei ruhig und unauffällig im Hintergrund, wodurch man von einem ausgezeichneten High-Definition-Erlebnis sprechen darf.


(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Der deutsche Ton liegt leider nur in Dolby Digital 5.1 vor und wurde etwas frontlastig abgemischt. Die Effektkanäle werden dezent für Surroundeffekte genutzt. Lediglich der Soundtrack klingt sehr druckvoll und dynamisch und erzeugt ein breites Klangfeld. Eine etwas detaillierte Wiedergabe der Nebengeräusche und ein präziserer Einsatz einzelner Effektelemente hätten dem Mix gut getan. Dialoge sind sehr gut zu verstehen und passen sich problemlos dem restlichen Soundmix an. Der englischsprachige Track in Dolby TrueHD 7.1 ist ein ganz anderes Kaliber. Der HD-Mix bietet einen actionreichen Soundtrack mit einer ausgezeichneten Dynamik und satten, kräftigen Bässen. Der Effektbereich klingt dynamischer, und die Rears werden besser eingesetzt als im deutschen Pendant. Direktionale Effekte sind zwar auch hier nicht allzu oft vorhanden, und der Soundtrack sorgt für die größte Räumlichkeit. Jedoch klingt der Mix insgesamt weniger frontlastig, und die Dialogbalance könnte kaum stimmiger sein. Hinzu kommt eine exzellente Detailzeichnung bei der selbst feine Nebengeräusche präzise und klar wiedergegeben werden. Unabhängig von ruhigen oder actionlastigen Sequenzen. Für die deutsche Tonspur vergeben wir 4,5 von 6 möglichen Punkten, der englischsprachige HD-Mehrkanalton verdient für eine Action-Komödie die höchstmögliche Punktzahl. Optional gibt es diverse Untertitel.



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Als Bonusmaterial gibt es zwar keine Trailer, dafür mit "Top Spiel: Michael Bays Pain & Gain" eine 58minütige Dokumentation über die Entstehung des Films. Unterteilt in acht einzeln anwählbare Segmente, durchleuchtet die Dokumentation einige Bereiche der Produktion und geht sogar auf die wahre Geschichte ein. Der Zuschauer bekommt permanent "Hinter den Kulissen"-Material zu Gesicht und somit einen schönen Einblick in die Dreharbeiten. Trotz aller Infos zu der Produktion, den Charakteren und den Unterschieden zwischen Wirklichkeit und Bays visueller Umsetzung, bleibt das Feature etwas zu werbelastig, denn die Darsteller loben Bays Regiearbeit permanent in den Himmel. Eine sehenswerte Dokumentation bleibt es dennoch, die komplett untertitelt wurde und in High Definition vorliegt. Die Coverangaben zum Bonusmaterial sind falsch. Die Titel der acht Segmente weichen teilweise deutlich voneinander ab.


Michael Bay gelingt es, eine sehr intensive Atmosphäre mit überschaubaren, filmischen Mitteln zu schaffen, die aber in dem präsentierten Mix eine zündend-schräge Mischung aus schwarzem Humor und liebenswerter Hektik ergeben haben. Keine Filmkunst im eigentlichen Sinne, aber eine stylische und groteske Mischung mit Charakter und Eigenständigkeit wie sie heutzutage nicht jeder zustande bringt. Aufgrund der nicht enden wollenden Bilderflut und schnellen Schnitte, bei denen man im ersten Durchlauf nicht alles aufnehmen kann, eignet sich "Pain & Gain" auch für eine Zweitsichtung. Technisch eine hervorragende Veröffentlichung, lediglich das Fehlen einer deutschen HD-Tonspur ist etwas ärgerlich.


Film++++/-
Bild++++++
Ton++++/-
Bonus+++---


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Pain & Gain
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