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UK 1967
Originaltitel:Quatermass and the Pit
Alternativtitel:Five Million Years to Earth
aka. Grüne Blut der Dämonen - Quatermass und das Pendel, Das
aka. Mind Benders, The
Länge:97:24 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Roy Ward Baker
Buch:Nigel Kneale
Kamera:Arthur Grant
Musik:Tristram Cary
SFX:Les Bowie
Darsteller:James Donald, Andrew Keir, Barbara Shelley, Julian Glover, Duncan Lamont, Bryan Marshall, Peter Copley, Edwin Richfield, Maurice Good, Grant Taylor, Robert Morris, Sheila Steafel, Hugh Futcher, Hugh Morton, Thomas Heathcote, Noel Howlett, Hugh Manning, June Ellis, Keith Marsh, James Culliford, Bee Duffell, Roger Avon, Brian Peck, John Graham, Charles Lamb
Vertrieb:Anolis
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:1,66:1
Tonformat:DTS-HD 2.0 Mono (dt.), DTS-HD 2.0 Stereo (engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:Mediabook
Blu-ray-Start:20.12.2013 (Kauf)
Bonus:
  • 28-seitiges Booklet
  • Audiokommentar mit Roy Ward Baker und Nigel Kneale
  • Audiokommentar mit Dr. Rolf Giesen
  • Trailer
    • Britischer Trailer (2:33 Min.,1080p)
    • Amerikanischer Trailer (2:32 Min.,1080p)
    • Deutscher Trailer (2:33 Min.,1080p)
    • Amerikanischer Fernsehenspot (1:00 Min., 1080p)
    • "Trailers from Hell" mit George Heckenlooper (2:54 Min., 1080p)
  • Interviews:
    • Judith Kerr (17:11 Min., 1080i)
    • Julian Glover (29:27 Min., 1080i)
    • Joe Dante (11:05 Min., 1080i)
    • Markus Gatiss (19:14 Min., 1080i)
    • Kim Newman (29:30 Min., 1080i)
    • Markus Hearn (12:24 Min., 1080i)
  • Super-8-Fassung (23:04 Min., 1080p)
  • Filmprogramm (1:15 Min., 1080p)
  • Bildergalerie (4:49 Min., 1080p)
Bei Bauarbeiten für einen neuen U-Bahn-Tunnel stoßen die Arbeiter auf Skelettknochen, die Wissenschaftler als Sensation anpreisen, da sie wahrscheinlich Millionen von Jahre alt sind. Die Ausgrabungen werden von Dr. Roney (James Donald) geleitet, ihm zur Seite steht seine Kollegin Barbara Judd (Barbara Shelley). Daneben wird aber auch ein metallischer Körper entdeckt, der zunächst für eine Blindgänger-Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gehalten wird. Durch einen Zufall bekommt Professor Quatermass (Andrew Keir) als Begleitung des versnobten Generals und Bombenexperten Breen (Julian Glover) die Ausgrabungen zu Gesicht. Der vermeintliche Blindgänger erweist sich nach kompletter Freilegung als etwas ganz anderes. Quatermass vermutet, dass vor Urzeiten Außerirdische auf der Erde gelandet sind, während Breen auf Geheiß des Innenministers das als unbekanntes Propaganda-Material der Deutschen aus dem Zweiten Weltkrieg ansieht ...
Genau wie die vorherigen Quatermass-Abenteuer Interner Link"The Quatermass XPeriment" ("Schock") und Interner Link"Quatermass 2" ("Feinde aus dem Nichts") basiert auch "Quatermass and the Pit " (in Deutschland unter dem Titel "Das grüne Blut der Dämonen" erschienen) auf einer gleichnamigen TV-Serie. Das Film-Drehbuch schrieb auch hier wieder Nigel Kneale, basierend auf seinem Skript zur TV-Serie. Aber während die Serien und die anderen Filme in schwarz-weiß gedreht wurden, präsentiert sich "Das grüne Blut der Dämonen" als erster Beitrag der Reihe in Farbe.



Regie führte auch nicht mehr Val Guest, sondern Roy Ward Baker, und als Quatermass wurde Brian Dovley durch Andrew Keir ersetzt (angeblich trug Kneale seinen Teil dazu bei, dass Dovley nicht ein drittes Mal diese Rolle verkörperte). Im Gegensatz zur TV-Serie, wo der Fund in einer Baugrube gemacht wurde, verlagerte Kneale die Filmhandlung in eine Erweiterung eines U-Bahn-Schachts. Möglicherweise war dies aber eine Vorgabe von Hammer, wodurch sie kostensparend im Studio drehen und Außenaufnahmen auf ein Minimum beschränken konnten.


Leichte Unterschiede gibt es auch in der Handlung. Während bei Interner Link"The Quatermass XPeriment" und Interner Link"Quatermass 2" Außerirdische aktuell auf der Erde aktiv sind, beschäftigt sich "Das grüne Blut der Dämonen" eher mit einer Landung aus dem All, die schon viele hundertausende oder gar Millionen Jahre zurück liegt. Im Gegensatz zu dem rational denkenden General Breen denkt Quatermass sehr viel weiter und bringt sogar später die Aliens mit der Evolution des Menschen in Verbindung. Eine Vorstellung, die das Militär und alle Politiker entrüstet und die davon absolut nichts wissen wollen, allein schon um keine Panik in der Bevölkerung zu verursachen, was zu einer konstanten Reibung zwischen ihnen und Quatermass führt. Der Konflikt Wissenschaft-Militär kommt hier stärker als noch in den Vorgänger-Filmen zum Tragen. Während Quatermass auf seiner Seite die Wissenschaftler Dr. Roney und Barbara Judd weiß, hat Breen das Ministerium hinter sich.
Außerdem lernt man durch die Einführung der Charakter zu Beginn, dass sich das Militär bereits vor den Entdeckungen im U-Bahn-Schacht in die Raketenforschungen von Quatermass einmischen will, der seine Arbeit natürlich nicht für militärische Ziele missbraucht sehen möchte.



Aber genau wie die anderen Beiträge zur "Quatermass"-Reihe bezieht dieser Film seine Spannung mehr durch Atmosphäre als durch große Effekte. Zwar gibt es in der zweiten Hälfte des Films einige Special-Effects zu sehen, die sind aber eher nach dem Prinzip "einfach, aber effektiv" umgesetzt worden. Nur im Finale wird es ein wenig aufwändiger. Trotzdem wird die Spannung Schritt für Schritt gesteigert, je mehr von dem Fund und seinem Inhalt bekannt wird. Dabei streift das Skript von Nigel Kneale auch die Bereiche von übernatürlichen Phänomenen, Geisterscheinungen und ähnlichem Okkulten, was eher dem Grusel- oder Mystery-Bereich zuzuordnen wäre, und verbindet somit auf der einen Seite die Wissenschaft mit dem Irrationalen. Und so ganz nebenbei wird auch leisen Untertönen Platz gelassen, wenn man erkennt, dass sich Quatermass und Barbara Judd anscheinend nicht ganz unsympathisch sind.


Den Film mit den anderen beiden "Quatermass"-Filmen zu vergleichen fällt nicht ganz leicht, da die Handlungen und Inszenierungen sich doch ein wenig unterscheiden. Andrew Keir als Quatermass weiß aber ein wenig besser zu überzeugen als Brian Dovley, der den Charakter etwas harscher und energischer spielte, währen Keir den Professor eine etwas menschlichere Seite gibt. Keir ist kein Unbekannter im Hammer-Universum, er spielte unter anderem den Mönch in Interner Link"Dracula: Prince of Darkness" ("Blut für Dracula"), den Octavian in Interner Link"The Viking Queen" ("Königin der Wikinger") und Professor Fuchs in "Blood from the Mummy's Tomb" ("Das Grab der blutigen Mumie"). Barbara Shelley ist aus Interner Link"Dracula: Prince of Darkness" und dem damit back-to-back gedrehtem Interner Link"Rasputin: The Mad Monk" ("Rasputin - Der wahnsinnige Mönch") ebenfalls keine Unbekannte. Julian Glover ist heute noch sehr aktiv. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören unter anderem das Bond-Abenteuer "For Your Eyes Only" ("James Bond 007: In tödlicher Mission") und Interner Link"Indiana Jones and the Last Crusade" ("Indiana Jones und der letzte Kreuzzug").


Anolis veröffentlicht "Das grüne Blut der Dämonen" als limitiertes Mediabook und als KeepCase mit FSK-Wendecover erstmals auf Blu-ray in Deutschland. Das hochwertige Mediabook enthält ein 28seitiges Booklet mit vielen Hintergrundinformationen zum Film, und das FSK-Logo befindet sich auf einem Deckblatt, welches auf der Rückseite bereits Werbung für die nächste Veröffentlichungen - Interner Link"Draculas Hexenjagd" und Interner Link"Der Fluch der Mumie" - macht. Für "Das grüne Blut der Dämonen" wurde dem Label das aktuelle HD-Master, welches bereits für die englischsprachige Veröffentlichung von Optimum zum Einsatz kam, zur Verfügung gestellt. Dieses ist ein wahrer Augenschmaus. Die Schärfe erweist sich als ausgezeichnet und trumpft selbst in Totalen mit einer sehr feinen und sauberen Detailzeichnung auf. Das Bild scheint weder nachgeschärft noch im größeren Stil gefiltert worden zu sein. Dadurch bleibt das natürliche Filmkorn intakt und zeigt ein homogenes, wenngleich sichtbares Korn sowie leichtes bis mittelstarkes Rauschen. Die Konturen werden sauber gezeichnet, und der Kontrast arbeitete helle und dunkle Bildbereiche hervorragend aus. Hinzu kommen ein natürlicher Schwarzwert und eine kräftige Farbgebung, die das Bild angenehm plastisch wirken lassen. Der Detailverlust in dunklen Sequenzen ist marginal, und es fallen weder analoge Defekte noch Artefaktebildung negativ auf. Somit darf von einer hervorragenden Restauration gesprochen werden.
Das Bildformat von 1,66:1 stellt zudem das korrekte Seitenverhältnis des Filmes dar. Was wohl niemandem bei der UK-Disc aufgefallen sein dürfte, ist, dass zu Beginn ein Teil der Credits fehlt. "Associated British Pathe-Limted" sowie das A bei "A Hammer Film Production" sind bei der Veröffentlichung von Optimum nicht vorhanden. Anolis hat sich die Mühe gemacht, dieses kleine Detail einzufügen und somit die ursprüngliche Fassung wieder herzustellen.


(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Der altersbedingte etwas dumpf klingende Monoton wurde auf die beiden Frontlautsprecher gelegt und leistet sich keine großen Patzer. Der deutsche Mix erweist sich als deutlich lauter, verzerrt aber etwas im Dialogbereich. Dafür werden Nebengeräuschen sehr detailliert wiedergegeben, und Hintergrundrauschen ist nur im geringen Maße wahrzunehmen. Der englische Stereo-Mix wirkt erst einmal deutlich leiser, klingt aber natürlicher und homogener als sein deutsches Pendant. Klirrende Stimmen stellen kein Problem dar, und die Dialoge werden klar und verständlich wiedergegeben. In Nebengeräuschen wirkt der Originalton allerdings etwas betagt und leicht dumpf, wobei gerade zum Ende hin die Geräuschkulisse in der englischsprachigen Fassung für einige Überraschungen sorgt und sogar unerwartet kraftvoll und dynamisch klingt.


(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten, was auch für das Bonusmaterial gilt. Dieses fällt deutlich umfangreicher aus als bei der alten deutschen DVD aus der "Hammer Edition". Den Anfang machen gleich zwei Audiokommentare. Kommentar Nummer eins wurde von Regisseur Roy Ward Baker und Drehbuchautor Nigel Kneale eingesprochen. Beiden berichten ausführlich über die Entstehung des Films, gehen dabei auf das Drehbuch, die Darsteller und natürliche auf die Kulissen ein. Der Informationsgehalt ist sehr hoch, wenngleich der Kommentar sehr trocken eingesprochen wurde. Man muss jedoch dazu sagen, dass beide, mittlerweile verstorbenen Filmemacher zum Zeitpunkt des Kommentars schon sehr alt waren. Eine nicht weniger informative Ergänzung stellt der deutsche Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen dar, der ebenfalls mit vielen Hintergrundinformationen aufwartet und sich dabei natürlich oft mit dem ersten überschneidet. Wie man es von Dr. Giesen gewohnt ist, stellt sein Kommentar für den deutschsprachigen Raum einen Fundus von Informationen zum Film bereit, wird aber ebenfalls sehr nüchtern aufgetragen. Das mag nicht jedem gefallen.
Des Weiteren enthält die Disc diverse internationale Trailer und TV-Spots zum Film sowie ein Trailers from Hell-Special mit einem Kommentar von Regisseur George Hickenlooper. Eine umfangreiche Bildergalerie darf ebenso wenig fehlen wie eine Slideshow des alten Filmprogramms sowie die alte deutsche Super-8-Fassung. Von der englischen Blu-ray konnte man noch sechs Interviews lizenzieren, welche mit einer Gesamtlaufzeit von knapp 2 Stunden aufwarten. Den Anfang macht Judith Kerr, die mit Drehbuchautor Nigel Kneale verheiratet war. Interner Link"Gremlins"-Regisseur Joe Dante als bekennender Hammer Film-Fan darf ebenfalls zu Wort kommen, genauso wie Filmkritiker Kim Newman, Hammer Film-Historiker Marcus Hearn, Autor und Darsteller Mark Gatiss und Darsteller Julian Glover. Glover spielte Colonel Breen in "Das grüne Blut der Dämonen". Alle spreche ausführlich über den Film und dessen Hintergrundgeschichte. Dabei sind Anekdoten keine Seltenheit. Das komplette Bonusmaterial liegt in hochauflösender Qualität vor, was die Super-8-Fassung umso interessanter macht.


Die letzte wird die erste sein! Am 04.11.2004 veröffentlichte Anolis Entertainment mit "Das grüne Blut der Dämonen den letzten Teil ihrer Hammer-Edition auf DVD. Jetzt, fast auf den Monat genau 9 Jahre später, gibt Anolis mit diesem Klassiker seinen Blu-ray-Einstand und nominiert sich gleich für die beste Veröffentlichung eines Independent-Labels in diesem Jahr. Technisch wird dem Zuschauer eine hervorragende Veröffentlichung abgeliefert, bei der es einfach nichts zu bemängeln gibt. Ein herausragender HD-Transfer, zwei aufgeräumt klingende Tonspuren, viel Bonusmaterial, welches sogar komplett deutsch untertitelt wurde sowie ein wertiges Mediabook machen die erste Anolis-Blu-ray eines Hammer-Films zur Pflichtanschaffung und zu einer der am liebevollsten produzierten Veröffentlichung des Jahres.


Film++++/-
Bild+++++/
Ton+++/--
Bonus+++++-


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Grüne Blut der Dämonen, Das (Hammer Edition #20)
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