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USA 2010
Originaltitel:Misfits 2
Länge:ca. 315 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Tom Green, Owen Harris, Tom Harper
Buch:Howard Overman
Kamera:Christopher Ross
Musik:Vince Pope
SFX:David Holt
Darsteller:Nathan Stewart-Jarrett, Iwan Rheon, Lauren Socha, Antonia Thomas, Robert Sheehan, Craig Parkinson, Matthew McNulty, Alex Reid, Ruth Negga, Michael Obiora, Matt Cross, Danny Sapani, Gwyneth Keyworth, Josef Altin, Jessica Brown Findlay, Catrin Stewar, Charles Mnene, Harry Hepple, Evelyn Hoskins, Zawe Ashton, Nathan Constance, Steven Cree, Dylan Edwards, Edward Hogg, Sean Francis, Charlie Hollway, Natalie Klamar, Sam Keeley, Jordan Metcalfe, Ian Pirie, Emily Lawrence
Vertrieb:Polyband
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-25
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:1,78:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.0 (dt.), DTS-HD Master Audio 2.0 Surround (engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
Verpackung:SeastoneCase mit Wendecover
Blu-ray-Start:26.10.2012 (Kauf)
Bonus:-
Bei einem heftigen Gewitter wurden die Misfits in die vermutlich ungewöhnlichsten Superhelden verwandelt, die man sich vorstellen kann: Curtis kann seither die Zeit zurück drehen, Kelly Gedanken lesen und Simon sich unsichtbar machen. Die zweite Staffel setzt nun dort an, wo die Erste endete: Die Misfits sitzen immer noch ihren Sozialdienst ab und versuchen ihrem neuen Leben als Superhelden Gerecht zu werden, was mal mehr, mal weniger gut gelingt. Neu dabei ist eine geheimnisvolle, maskierte Person, die aus der Ferne über sie wacht und alles über sie zu wissen scheint ...

Disc 1:

01. Die große Unbekannte
Nathan erwacht tief unter der Erde in dem Sarg, in dem er gerade eben beerdigt wurde. Er ruft um Hilfe, doch niemand hört ihn. Seine Freunde Curtis, Alisha, Kelly und Simon trauern immer noch um ihn und haben keine Ahnung von dem Albtraum, in dem ihr Freund gefangen ist – bis Nachrichten eines Unbekannten sie zu Nathans Grab führen ... Lucy, eine Bekannte aus Simons Zeit in der Psychiatrie, taucht im Sozialzentrum auf – und plötzlich geschehen merkwürdige Dinge. (Text: ProSieben Fun)

02. Nathans Bruder
Überraschungsbesuch für Nathan: Jamie taucht im Gemeindezentrum auf – sein Halbbruder, von dem er bislang noch nichts wusste. Immerhin, die beiden scheinen eine Sache gemeinsam zu haben: Sie hatten Probleme mit ihrem Vater Mike ... Alisha begegnet wieder dem geheimnisvollen maskierten Mann und filmt ihn. Als sie den Anderen die Aufnahme zeigt, erkennt Nathan ihn wieder: Der Typ hatte ihn vor "Virtue" gerettet. Außerdem gerät eine gemeinsame Partynacht völlig aus den Fugen. (Text: ProSieben Fun)

03. Der Tätowierer
Als Alisha auf dem Heimweg überfallen wird, taucht der maskierte Unbekannte auf und rettet sie. Doch nicht nur das wundert sie – er kann sie auch berühren, ohne, dass sie irgendeinen Effekt auf ihn hat. Sie will den geheimnisvollen Mann um jeden Preis finden – und erlebt eine große Überraschung ... Auch Curtis hat eine seltsame Begegnung: Nikki, das Mädchen in dessen Wohnung die Freunde eingebrochen waren, ist ihm schon einmal in einem Traum begegnet. Was verbindet die beiden? (Text: ProSieben Fun)

04. Das Spenderherz
Beim Sozialdienst tritt ein neuer jugendlicher Straftäter den Dienst an: Ollie. Wie sich herausstellt, hat auch er übernatürliche Kräfte – er kann sich teleportieren. Beim Müllsammeln lernen Ollie, Simon, Nathan, Kelly, Curtis und Alisha einen noch merkwürdigeren Typen kennen: Tim glaubt, er sei in einem Videospiel – und Ollie macht den Fehler, sich mit ihm anzulegen ... Nachdem Nikki sich einer Herztransplantation unterzieht, spürt sie mysteriöse Nebenwirkungen. (Text: ProSieben Fun)

Disc 2:

05. Der Maskenball
Nathan wird umgebracht – mal wieder. Als er zum Leben erwacht, kann sich der Unsterbliche nicht erinnern, wer ihn getötet hat. Er verdächtigt die neue Sozialarbeiterin Jessica, die er kurz zuvor in der Umkleide dumm angemacht hatte. Später stirbt noch ein Junge, der mit ihr zu tun hatte. Ob es da eine gute Idee von Simon ist, mit Jessica anzubandeln? Auch Kelly hat Herzklopfen: Der junge Kriminelle Bruno macht ihr Avancen – dumm nur, dass die Polizei ihn sucht. (Text: ProSieben Fun)

06. Endlich berühmt
Im Fernsehen erfahren Nathan, Kelly, Curtis, Alisha und Simon von Brian: Genau wie sie verfügt der Kellner seit dem Gewitter über eine außergewöhnliche Fähigkeit. Anders als die fünf Freunde hat er seine Kräfte jedoch zu Geld gemacht. Die Gruppe sträubt sich noch dagegen, doch ihr Sozialarbeiter Shaun verrät sie an die Presse. Plötzlich berühmt, checken die drei in einem Luxushotel ein. Dort wartet Brian auf sie – und der ist gar nicht begeistert von seiner Helden-Konkurrenz. (Text: ProSieben Fun)

07. Nathan wird Vater (Christmas Special)
Es ist drei Monate her, dass Nathan, Kelly, Curtis, Alisha und Simon ihren Sozialdienst beendet haben, und Weihnachten steht vor der Tür. Alisha stößt auf eine Werbung, in der Geld für Kräfte angeboten wird. Sie stellt sich bei Seth vor, der sie von ihrer Fähigkeit befreit, jeden, der sie berührt, sexuell zu erregen. Wird das ihre Beziehung mit Simon verändern? Derweil wendet sich der Geistliche Elliot an Seth, um Kräfte zu erwerben – anschließend kann er sich als Jesus ausgeben. (Text: ProSieben Fun)
We're lazy and incompetent. We're practically handicapped.

Trotz aller Freiheiten, die der Pay-TV-Sender HBO in den USA genießt, wird man lange suchen müssen, ehe man auf diesem eine Serie findet, in der eine Figur versucht, sich selbst oral zu befriedigen.
Howard Overmans "Misfits" gibt sich in ihrem zweiten Jahr nochmals eine Spur dreckiger und frecher. Zugleich hadert die zweite Staffel jedoch damit, dass sich der Kosmos unserer fünf jungen Delinquenten etwas weitet. Die Folgen sind vermeintlich epischere Handlungsstränge und Konfrontationen mit anderen "Superhelden", die allerdings nicht vollends so zu zünden vermögen, wie vermutlich gewollt. Dementsprechend macht die Serie immer noch durchweg ordentlich Spaß, baut jedoch leider auch etwas ab.



Davon ist zu Beginn aber zum Glück noch nichts zu merken. Im Gegenteil, knüpft Episode 1 doch nahtlos an die Ereignisse der ersten Staffel an. Nachdem endlich Nathans (Robert Sheehan) Kraft der Unsterblichkeit gelüftet ist, beschäftigt die Gruppe bald darauf dann wieder mal ihr Lieblingsthema: tote Bewährungshelfer. Denn während Sally (Alex Reid) noch "entsorgt" werden muss, gilt es darauf zu achten, dass sich ihr Ersatz Shaun (Craig Parkinson) nicht den Spitznamen "Shaun of the Dead" abholt. Hinzu kommen ein mysteriöser, maskierter Schutzengel, der den Fünf stets in der Not zur Seite steht, neue Beziehungsgeflechte und aller guten Vorsätze zum Trotz natürlich dennoch wieder jede Menge Leichen.

Bezeichnend ist dabei, dass die Gruppe ihre Kräfte immer noch in den selteneren Fällen einsetzt. Man könnte sogar kritisieren, dass sie das Potential ihrer Fähigkeiten sogar selten bis nie wirklich ausschöpfen, wobei auch in dieser Staffel ihre soziale Interaktion im Fokus steht. So konfrontiert ziemlich überraschend die zweite Folge Nathan mit einem ihm bis dato unbekannten Halbbruder, was zu einem weiteren Gastauftritt von Dexter Fletcher als deren Vater führt. Simon (Iwan Rheon) wiederum kriegt es mit alten und neuen romantischen Bekanntschaften zu tun, während Alisha (Antonia Thomas) und Curtis (Nathan Stewart-Jarrett) ebenfalls frische Partner in ihrem Leben willkommen heißen dürfen.



Was der zweiten Staffel fehlt, ist ein roter Faden oder ein Ziel, auf das es hinzuarbeiten gilt. Stattdessen grast Overman einige Handlungselemente oberflächlich ab, beschäftigt sich aber nicht eingehender mit den jeweiligen Plot Points. Zum Beispiel spielt die Tatsache, dass in wenigen Wochen gleich zwei Bewährungshelfer und zwei bzw. drei, wenn man Nathan dazu zählt, Delinquenten ums Leben kamen, keine Rolle. Und während "Misfits" sich langsam in die "Heroes"-Gefilde begibt, wird auch dies nicht konsequent zu Ende gedacht, wenn einer der Freunde aus der Zukunft in die Gegenwart reist oder es die Jugendlichen später mit einem Gleichgesinnten zu tun bekommen, der seine "Artgenossen" jagt und tötet.


Unterdessen werden Beziehungen, die lange vorbereitet wurden, plötzlich fallen gelassen und andere auf einmal unerwartet ersetzt, während sich Overman in seinem Versuch, die Serie pompöser zu gestalten, merklich in Logiklöchern verfängt. Daher verdankt sich die Qualität der zweiten Staffel weniger den tatsächlichen Geschichten, als vielmehr den Charakteren und einigen brillant-genialen Momenten. In den meisten von diesen ist auch dieses Jahr erneut Sheehan zu sehen, dessen infantil-vulgärer Charme bisweilen jedoch überstrapaziert wird. Neben Rheon und Thomas kriegt er aber natürlich am meisten zu tun, während speziell Stewart-Jarrett und Lauren Sochas prollige Kelly in den Hintergrund gedrängt werden.

Der Höhepunkt der zweiten Staffel ist daher "Episode 1", der Tiefpunkt dagegen das abschließende "Christmas Special". Dieses wartet zwar mit viel Drama und einer thematisch und zum Ton der Serie passenden Idee ("I'm gonna kill Jesus") auf, wirkt aber eher hingerotzt als wohl durchdacht, nicht zuletzt in seinen Charakterdarstellungen und Kollision mit dem bisher Gezeigten. Nichtsdestotrotz ist "Misfits" auch in ihrem zweiten Jahr ausgesprochen vergnüglich, über weite Strecken herrlich von Overman geschrieben, dabei oftmals ein einziger Geniestreich und prinzipiell beste Unterhaltung. Ob sich dies angesichts von Sheehans Serien-Ausstieg auch über die dritte Staffel sagen lassen wird, bleibt offen.



Polyband veröffentlicht die zweite Staffel der Kult-Serie "Misfits" unzensiert auf Blu-ray und DVD, allerdings ohne Bonusmaterial. Die diesem Test vorliegende Blu-ray liegt in 1080p und im Originalformat von 1,78:1 vor, wobei zu Beginn der ersten Episoden das Bild kurz auf 2,35:1 wechselt. Das ist für eine TV-Serie zwar unüblich, stilbedingt aber ein interessanter Einfall der Macher und unterstreicht das ungewöhnliche, innovative Konzept der britischen Mystery-Serie.
Das HD-Bild erweist sich als angenehm scharf und bietet eine ordentliche Detaildarstellung, die sich enorm von der ersten Staffel abhebt. Es liefert nicht nur in Totalen überwiegend sehr gute Werte, sondern kann auch in Weitwinkelaufnahmen unzählige Details zu erkennen geben. Stilbedingten Verfremdungen wie der oft eingesetzte Makro-Effekt zollen zwar ihren Tribut, gehören aber einfach zum Konzept. Auch der Kontrast unterliegt den optischen Verfremdungen und wirkt meist etwas hart und deutlich überhöht, wodurch der harte Schwarzwert immer wieder feinere Details in dunklen Bildbereichen absaufen lässt. Die Farben wurden gut gewählt und wirken stets natürlich, auch wenn die Optik der Serie eher untersättigt und unterkühlt wirkt. Das leichte Korn bzw. Bildrauschen gehört ebenfalls zum optisch harten Ton, was nicht jeden Geschmack treffen dürfte. Gewöhnt man sich aber einmal an die Optik von "Misfits", wird man diese zu schätzen wissen. Die Kompression arbeitet ruhig und sauber im Hintergrund.


(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


Die deutsche Synchronisation fällt gewöhnungsbedürftig aus und wurde auf fünf Kanäle aufgeblasen, was den äußert dünnen und kraftlosen deutschen Mix keinen Deut besser macht. Die frontlastige Abmischung klingt steril und flach. Es fehlt an Bass und Räumlichkeit, während der englische 2.0-Mix lebendiger und klarer wiedergegeben wird. Die Dialoge sind zwar in beiden Sprachfassungen sehr natürlich, jedoch passt sich der Originalton besser dem restlichen Klangbild an und wartet mit sauberen Mitten und klaren Höhen auf, was man vom deutschen Pendant nicht erwarten darf. Optional gibt es deutsche Untertitel.


Auch die zweite Staffel bietet einen hohen Unterhaltungswert, wobei gerade der Abschluss enttäuschend ausfällt. Technisch veröffentlicht Polyband eine solide Blu-ray, bei der man Bonusmaterial schmerzlich vermisst. Ein FSK-Wendecover ist vorhanden.


Film++++/-
Bild+++++-
Ton++++--
Bonus------


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Misfits (Staffel 1)
Misfits (Staffel 3)
Misfits (Staffel 4)
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