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USA 2013
Originaltitel:Fright Night 2: New Blood
Alternativtitel:Fright Night 2
aka. Fright Night II
Länge:99:43 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Eduardo Rodriguez
Buch:Matt Venne
Kamera:Yaron Levy
Musik:Luis Ascanio
SFX:Lucian Iordache
Darsteller:Will Payne, Jaime Murray, Sean Power, Sacha Parkinson, Chris Waller, John-Christian Bateman, Liana Margineanu, Alina Minzu, Adi Hostiuc, Joelle Coutinho, Ada Gales, Constantin Barbulescu
Vertrieb:20th Century Fox
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:1,78:1
Tonformat:DTS 5.1 (dt., span., ital., rus.), DTS-HD Master Audio 5.1 (engl.), Dolby Digital 5.1 (span., port.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Russisch, Polnisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Arabisch, Chinesisch (vereinfacht), Dänisch, Estnisch, Finnisch, Griechisch, Isländisch, Italienisch, Koreanisch, Lettisch, Litauisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Schwedisch, Spanisch, Thailändisch, Türkisch, Deutsch für den Audiokommentar
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:18.10.2013 (Kauf)
Bonus:
  • Audiokommentar mit Eduardo Rodriguez, Alison Rosenzweig und Michael Gaeta
  • "Fright Night" Webisodes:
    • Poenari Castle Part 1 (3:04 Min., 1080i)
    • Poenari Castle Part 2 (2:24 Min., 1080i)
    • Cachtice Castle Part 1 (3:09 Min., 1080i)
    • Cachtice Castle Part 2 (2:51 Min., 1080i)
  • Draculas Wurzeln (6:15 Min., 1080p)
Charlie lebt als Student in Rumänien und macht eine schreckliche Entdeckung: Seine sexy-mysteriöse Professorin Gerri ist ein Vampir. Als wäre das nicht schlimm genug, hat sie auch noch ein Auge auf Charlies Ex-Freundin Amy geworfen! Die ist nämlich Jungfrau und ihr Blut könnte deshalb der untoten Professorin zu ewiger Jugend verhelfen. Bevor es dazu kommt, will Charlie mit der Hilfe des berüchtigten Vampirjägers Peter Vincent den hinterhältigen Plänen der blutsaugenden Gerri für immer und ewig ein Ende setzen ...
Schade, leidgeprüfte Horrorfans hätte mit dem vorliegenden Sequel gerne vielleicht noch mal das erfrischend überdrehte Interner LinkOriginal von 1985 oder das überraschend gelungene Interner LinkRemake von 2011 in einer "langen "Fright Night"-Nacht" zusammen mit "Fright Night 2" geschaut. Aber dafür ist Teil 2 vielleicht etwas zu einfallslos, gleichermaßen klischee- wie blutgetränkt und wirkt etwas wie eine typische Teenie-Vampirstory mit gezielt eingesetzter schwülstiger Blutsaugererotik von der Stange. Aber auch wenn er im vielleicht müßigen Vergleich mit den oben genannten Vorgängern nicht auf einem Level ist, als blutgetränkter und B-Vampirfilm Appetithappen mit soliden Effekten für zwischendurch, taugt er bei geringen Erwartungen allemal.


Eine irgendwie geartete hochwertige Produktion durfte man sowieso nicht erwarten, und da haben wir schon wahrlich Schlechteres gesehen. Die Geschichte von Charley Brewster (Will Payne) als US-Student in Rumänien, der seiner attraktiven, aber undurchschaubaren Professorin bald auf die Schliche kommt, und dann auch noch auf seine jungfräuliche Freundin Amy (Sacha Parkinson) aufpassen muss, ist nicht wirklich komplex, aber bewusst simpel und effektiv in Szene gesetzt. Charley tut sich mit dem Vampirjäger Peter Vincent (Sean Power) zusammen, um dem bisswütigen und blutgeilen Grauen ein Ende zu bereiten… Dabei ist schon der Anfang ganz unterhaltsam, und nach weniger als 2 Minuten gibt es den ersten aufwendigen Vampirangriff und wahre Feuersbrünste zu bewundern.


Gedreht wird natürlich ganz dem Trend der günstigen Produktionskosten folgend in Osteuropa, in dem Fall Rumänien. Historisch gesehen in Bezug auf den Vampirkult, hat dies natürlich seinen Reiz. Und dieser Fakt dürfte dem durchschnittlichen Filmfan auch erst einmal egal sein, allerdings ist vieles, was von dort in diesem Genre kommt, der Fließbandcharakter und die mäßigen Darsteller, die meist eher nach rein äußerlichen Kriterien bis hin zur Körbchengröße gecasted werden, abzusehen. So auch in "Fright Night 2", aber dies wird durch recht gute Masken, einen hohen Actionanteil und genügend Szenen mit Hommage-Charakter an das Vampir-Subgenre zum Teil wieder versucht gut zu machen.



Die präsentierten Vampire sind allerdings recht "new-school", d. h. die üblichen Mätzchen mit Kreuzen und Knoblauch ringen den Blutsaugern nicht mehr als ein zähnefletschendes Lächeln vor dem tödlichen Biss ab. Da muss ein Kreuz doch mal eher frontal ins Auge gerammt werden, damit Ermüdungserscheinungen bei den Vampiren sichtbar werden. In Kameras und Spiegeln sind sie allerdings wiederum unsichtbar. Dabei geht es stets explizit zur Sache, vieles findet erfrischend ausgebreitet vor der Kamera und damit den Augen des Zuschauers statt, und auch die Bisse, die detailliert und bedrohlich gepimpten Beißerchen der Dämonen der Nacht und diverse Wunden ihrer Opfer sind handwerklich durchaus als hochwertig zu bezeichnen.

Dazu gehören auch ausführlich gewürdigte und sehr realistisch in Szene gesetzte Halsschnitte und viel, viel dunkelrotes fließendes Groovy ... Die Kinder der Nacht trinken nicht nur mal gerne das Blut ihrer Opfer, am liebsten baden sie darin. Wasser spielt interessanterweise gerade im actionreichen Finale eine große Rolle, und wenn sich die Protagonisten dort wie kämpfende Krokodile mit ihrer Beute wälzen, hat dies durchaus seinen Charme. Wer also nicht eher auf puristische Old-school-Vampirfilme abonniert ist und durch den Charme osteuropäischer Tabledance-Schuppen, Plastikmusik und Darsteller(innen), die eher in Erwachsenenfilmen zu sehen sein sollten, nicht abgeschreckt wird, der könnte seinen durchaus vorhandenen Unterhaltungswert aus "Fright Night 2" ziehen.


20th Century Fox veröffentlicht die Direct-to-DVD-Produktion in der unzensierten Unrated-Fassung auf DVD und Blu-ray mit einer Freigabe ab 18 Jahren. Trotz digitaler Herkunft erzielt "Fright Night 2" eine fantastische Optik, die seinen Interner LinkVorgänger in nichts nach steht. Die rumänischen Kulissen werden perfekt eingefangen und visuell beeindruckend in Szene gesetzt. Der starke Kontrast sowie der satte Schwarzwert unterstreichen, in Kombination mit einer kräftigen und gezielt bearbeiteten Farbgebung, die düstere Atmosphäre des Films. Dabei wechselt die Farbpalette zwischen warmen und kühlen Farben, ohne dabei an Sättigung zu verlieren. In vielen Sequenzen erinnert das Farb- und Kontrastspiel an die Filme eines jungen Dario Argento, und die hervorragende Kameraarbeit lässt schnell vergessen, dass es sich hier um eine Direct-to-DVD-Produktion handelt. Die Schärfe fällt stets sehr angenehm aus und erzielt vor allem in Nahaufnahmen gute Werte und offenbarte viele feine Details. Insgesamt könnte das Bild zwar noch eine Spur mehr Details zeigen, doch unscharfe bzw. störend weiche Einstellungen gibt es nie.
Die Konturen werden hervorragend gezeichnet, hinterlassen keine Anzeichen von einer Nachschärfung, wodurch das Bild mit einer guten Plastizität und Tiefenwirkung aufwarten kann, die stellenweise Referenzwerte erzielt. Bildrauschen ist derweilen nicht auszumachen, und auf homogenen Flächen sind kleinere digitale Rauschmuster zu erkennen, die aber nicht weiter stören. Die Kodierung hätte stellenweise etwas sauberer ausfallen dürfen und zeigt hin und wieder minimale Kompressionsspuren, die aber nur beim sehr peniblen Hinschauen auffallen.


(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


Für den deutschen Ton gibt es leider keinen verlustfreien HD-Mehrkanalton, wodurch der Synchronisationsliebhaber ein paar Abstriche im Detailbereich in Kauf nehmen muss. Für eine Direct-to-DVD-Produktion klingt der deutsche DTS 5.1-Mix allerdings sehr ansprechend und wartet mit ein paar netten Dynamiksprüngen und einem soliden Tiefenbass auf. Die Räumlichkeit wird meist durch den Score bzw. die rockige Musik erzielt, während die Rear-Aktivität zwar vorhanden, aber etwas belegt wirkt. Insgesamt klingt die Abmischung etwas beschnitten und trotz netter Links-Rechts-Effekte im Stereo-Bereich sowie kleinerer direktionaler Effektsequenzen, ist der deutsche Ton etwas zu dumpf. Dialoge werden gut wiedergegeben, lassen die Studioherkunft aber nicht verleugnen. Der englischsprachige DTS-HD Master Audio 5.1-Track erscheint offener und voluminöser, bietet eine höhere Detailzeichnung und breitere Stereo-Separation. Der Effektbereich wird etwas besser genutzt und Druck und Dynamik können sich ebenfalls hören lassen. Allerdings klingt der HD-Mehrkanalton in den Höhen beschnitten und in Actionszenen fehlt deutlich die Differenzierung der einzelnen Kanäle, wodurch das Klangbild unsauber wirkt. Dialoge werden natürlicher wiedergegeben und passen sich dem restlichen Soundgeschehen gut an. Optional lassen sich diverse Untertitel hinzuschalten.


Die Extras bestehen aus einem 6minütigen Featurette zum Film sowie vier "Fright Night: Websiodes". Während das Featurette nicht mehr als reine Werbung für den Film darstellt, zeigen die Webisodes die "Fright Night"-Show von Peter Vincent, der in bester Interner Link"Blair Witch Project"-Tradition auf Geister- und Vampirjagd begibt. Im deutsch untertitelten Audiokommentar mit Regisseur Eduardo Rodriguez und den Produzenten Alison Rosenzweig und Michael Gaeta wird sehr ausführlich über den zweiten Teil der "Fright Night"-Reihe gesprochen. Es wird erzählt, dass das Skript in nur 6 Tagen fertig war und man mit dem Ergebnis mehr als zufrieden sein kann. Aufgrund der vielen nackten Haut und einiger heftiger Effekte gab es zu Beginn etwas Bedenken von Seiten des Studios, aber die Macher konnten sich schlussendlich durchsetzen. Der Zuschauer erfährt, warum man sich nicht für eine "richtige" Fortsetzung entschied und dass noch einige Szenen im Schneideraum geblieben sind. Schade nur, dass diese nicht ihren Weg ins Bonusmaterial gefunden haben.


"Fright Night 2" ist eine solide Direct-to-DVD-Produktion, wirkt oftmals teurer als sie eigentlich ist, verschenkt aber ihr Potenzial aufgrund der etwas dünnen Geschichte. Wer seine Erwartungen aber runter schraubt und einfach mal 96 Minuten gut unterhalten werden will, ist hier richtig. Die deutsche Blu-ray entspricht der amerikanischen Unrated-Version und bietet eine gute Bild- und Tonqualität. Allerdings wurde auf ein FSK-Wendecover verzichtet.


Film+++/--
Bild+++++-
Ton++++/-
Bonus+/----


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Fright Night 3D (2-Disc Set, Blu-ray + Blu-ray 3D)
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