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USA 2013
Originaltitel:Star Trek: Into Darkness
Länge:132:02 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:J.J. Abrams
Buch:Roberto Orci, Alex Kurtzman, Damon Lindelof
Kamera:Daniel Mindel
Musik: Michael Giacchino
SFX:Burt Dalton
Darsteller:Chris Pine, Zachary Quinto, Karl Urban, Zoe Saldana, Simon Pegg, Anton Yelchin, Benedict Cumberbatch, Alice Eve, John Cho, Tom Archdeacon, Bruce Greenwood, Peter Weller
Vertrieb:Paramount
Norm:1080p / MVC (3D-Version), 1080p / MPEG-4 AVC (2D-Version)
Medium:BD-50 / BD-50 / DVD-9
Regionalcode:B/2
Bildformat:2,40:1
Tonformat:Dolby TrueHD 7.1, Dolby Digital 5.1 (nur DVD)
Sprache:Deutsch, Englisch, Türkisch (nur DVD),Audiodeskription in Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Englisch, Türkisch (nur DVD)
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:12.09.2013 (Kauf)
Bonus:
  • Hi-Def exklusiv: Digital Copy
2D-Blu-ray:
  • Featurettes:
    • Erschaffung des Roten Planeten (8:28 Min., 1080p)
    • Angriff auf die Sternenflotte (5:25 Min., 1080p)
    • Der Klingonische Heimatplanet (7:30 Min., 1080p)
    • Der Feind meines Feindes (7:03 Min., 1080p)
    • Schiff zu Schiff (6:03 Min., 1080p)
    • Der Kampf (5:44 Min., 1080p)
DVD:
  • Trailer bei Disc-Start: "World War Z" (2:16 Min.)
  • Featurettes:
    • Der Feind meines Feindes (6:49 Min.)
    • Schiff zu Schiff (5:41 Min.)
Nach einem Sprengstoffanschlag auf ein als Archiv getarntes Waffenlabor in London kommt die Führungsriege der Sternenflotte für eine Krisensitzung im Hauptquartier in San Francisco zusammen. Dieses Treffen wird von dem Terroristen John Harrison "Khan" attackiert, bei dem die meisten hochrangigen Teilnehmer sterben. Kirk gelingt es, den Übergriff zu stoppen, doch Harrison kann rechtzeitig flüchten. Obwohl Kirk sowie Spock kurz zuvor wegen Regelverstoßes ihrer Ämter enthoben wurden, bekommt Kirk das Kommando über die Enterprise zurück und setzt Spock sofort wieder als ersten Offizier ein. Auch der Rest seiner Crew, bestehend aus Nyota Uhura, Pille, Chekov, Sulu und Scotty, stellt sich dem skrupellosen Gegner mit ihren individuellen Fähigkeiten entgegen. Dieser verfolgt einen dunklen Plan: Er hat eine alte Rechnung zu begleichen und dafür ist ihm jedes Mittel recht.
"Star Trek" (oder in Deutschland ursprünglich "Raumschiff Enterprise") verfügt über einen wesentlichen "Standortvorteil" in der unendlichen Weite des Kino-Spektakels - die Charaktere seiner Protagonisten sind nicht nur seit Jahrzehnten vertraut, sondern so fein untereinander abgestimmt, dass sie als Team eine komplexe und authentische Gestalt annehmen, die größer und eigenständiger ist als die sich an Klischees orientierenden einzelnen Personen. Dank dieser Konstellation gelingt es "Star Trek" traumwandlerisch mit allen Gefühlsebenen zu spielen, ohne die Grenzen zum Kitsch oder Pathos unnötig weit zu überschreiten. Deutlich wird das erneut bei der abschließenden Rede Kirks (Chris Pine) vor einem großen Auditorium. Optisch erinnert die Versammlung von Uniformierten an die im US-amerikanischen Film üblichen patriotischen Selbstbeweihräucherungen nach vollzogener Heldentat, aber Kirk leitet nur weiter zu seinem berühmten Logbucheintrag, mit der jede Folge der Interner LinkUr-Fernsehserie begann, bevor die Titelmelodie erklingt - der krönende Abschluss eines neuen Abenteuers der Enterprise-Besatzung, das die Erwartungen bestens erfüllen kann.



Schon in der Anfangssequenz gelingt es "Star Trek: Into Darkness" seine Betrachter in den Bann zu ziehen, indem gleich das gesamte Konfliktpotential zwischen dem aus dem Bauch heraus agierenden Kirk und dem stets logisch und unemotional urteilenden Spock ausgelotet wird, begleitet von den wesentlichen, die Auseinandersetzung noch verfeinernden Nebendarsteller Uhura (Zoe Saldana), Doktor "Pille" McCoy (Karl Urban), Sulu (John Cho), Chekov (Anton Yelchin) und Chefingenieur Scotty (Simon Pegg). Bei der Rettung von Ureinwohnern eines fremden Planeten, die noch sehr primitive Lebensgewohnheiten haben und von einem aktiven Vulkan bedroht werden, gerät der 1. Offizier Mr. Spock (Zachary Quinto) in Lebensgefahr.
Ihm kann nur noch geholfen werden, wenn die Enterprise aus dem Meer, wo sie sich versteckt hält, aufsteigt und ihn an Bord beamt. Doch das ist ihr untersagt, da sie von den Ureinwohnern nicht gesehen werden darf, um nicht in deren Entwicklung einzugreifen. Dementsprechend scheint der Vulkanier seinen Tod regungslos hinzunehmen, doch Kirk setzt sich über die Regeln der Raumfahrtbehörde hinweg und rettet ihn, was ihm von Spock trotz des Dankes für seine Rettung kein Lob einbringt.



Im Gegenteil bekommt Kirk mit seinen Vorgesetzten Ärger, da Spock die Vorkommnisse wahrheitsgemäß protokolliert hatte. Selbst Admiral Pike (Bruce Greenwood), der ihm wohlwollend gegenübersteht, kann nicht verhindern, dass Kirk das Kommando der Enterprise verliert und degradiert wird. Doch dieser Zustand hält nicht lange vor, denn ein seltsamer Mann rettet das Kind eines Mitarbeiters der Weltraumbehörde vor dem Tod, woraufhin sich dieser als Gegenleistung in die Luft sprengt und damit eine wichtige Spezialabteilung zerstört, dabei eine große Anzahl Menschen mit in den Tod reißend. Regisseur J.J. Abrams inszeniert diese Szene mit kühler Präzision wie auch den folgenden Angriff auf das Hauptquartier der Weltraumbehörde, bei dem Pike getötet wird.


Mit dieser in wenigen Minuten entwickelten Ausgangssituation sind alle wesentlichen Elemente des "Star Trek" Universums gesetzt - ein wütender Kirk, der mit der Enterprise Vergeltung üben will, ein Mr. Spock, der seiner ungesetzlichen Vorgehensweise widerspricht, eine enttäuschte Uhura, die ihrem Freund Spock die kalte Schulter zeigt, weil er kurz vor seinem möglichen Tod nicht an sie gedacht hatte, Doc McCoy als wie immer warnende Institution und Scotty, der spontan seinen Dienst quittiert, weil er den von Admiral Marcus (Peter Weller) befehligten Angriff auf den Attentäter John Harrison (Benedict Cumberbatch), selbst früher Mitarbeiter der Weltraumbehörde, mit dafür speziell entwickelten Waffen nicht unterstützen will. Harrison hat sich auf Kronos versteckt, dem Heimatplaneten der Klingonen, die jedes Eindringen der Sternenflotte in ihr Territorium als Provokation werten würden. Zudem kommt mit Dr. Carol Wallace (Alice Eve) ein neues Crew-Mitglied an Bord, deren Funktion keinen Sinn ergibt, da Spock ihre Aufgaben schon erfüllt. Schon bald kommt er Ungereimtheiten auf die Spur.


So überraschend sich das Zusammenspiel der Protagonisten entwickelt, so unwägbar bleibt das weitere Geschehen. Anders als der Interner Linkerste Teil des Star-Trek-Prequels, ist die Handlung ernsthafter - selbst Scotty leistet sich nur wenige ironische Momente - und berührt trotz ihres Unterhaltungscharakters kontroverse Themen, die keine klare Zuordnung in "Gut" und "Böse" zulassen. Obwohl kaum ein Wort fällt in der Szene, die zu dem Bombenanschlag führt, wird die Ambivalenz in den Gesichtern der Beteiligten sichtbar: Leben und Tod, Rettung und Bedrohung sind sich in diesem Augenblick so nah wie die Gegenspieler Admiral Marcus und der geheimnisvolle John Harrison, die beide Extreme gleichzeitig in sich tragen. Obwohl kein Zweifel daran bestehen kann, dass die wichtigsten Figuren überleben werden, gelingen dem Film einige äußerst spannende Cliff-Hanger und waghalsige Action-Momente, weshalb jederzeit die Balance zwischen klassischem Block-Buster-Kino, einer intelligenten und differenzierten SciFi-Story und der Reminiszenz an die vertrauten Charaktere gelingt - auch für "Nicht-Trekkies" ein großes Vergnügen ...



(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Die 2D-Blu-ray trumpft mit einem traumhaften, MPEG-4 kodierten HD-Bild auf. Die Schärfe befindet sich auf einem herausragenden Niveau und bietet eine ausgezeichnete und nahezu tadellose Detailschärfe, die noch in Totalen Unmengen an Feinheiten offenbart. In Nahaufnahmen werden selbst feinste Poren in den Gesichtern der Protagonisten sichtbar, was für ein unbeschreibliches HD-Erlebnis sorgt. Die sauberen, knackigen Konturen lassen keine unliebsame Nachschärfung erkennen. Der Kontrastumfang arbeitet, trotz verschiedener visueller Stilmittel, ausgewogen. Helle und dunkle Bildanteile werden sogar in problematischen Szenen bis ins kleinste Detail und ohne Mängel optimal ausbalanciert. Das satte und kräftige Schwarz sowie die vorbildliche Farbdarstellung lassen das Bild zudem stets plastisch und tief wirken. Die Kompression arbeitet ausgewogen, und das feine Filmkorn scheint intakt.


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"Star Trek: Into Darkness" ist einer von vielen 2012 produzierten und in 3D konvertierten Filmen, die nicht viel mehr als eine erhöhte Plastizität und Tiefenwirkung zu bieten haben. Der Unterschied zur 2D-Version ist marginal, schließlich ist diese bereits nahezu perfekt. Die stereoskopische Fassung, die auf einer gesonderten Blu-ray beiliegt, bietet grundsätzlich die gleichen Attribute, wobei der Detailgrad hin und wieder etwas schwächer zu sein scheint. Dafür heben sich Tiefenwirkung und plastische Darstellung deutlich von der 2D-Fassung ab, und herumfliegende Elemente, wie z. B. Blüten oder Asche, profitieren von der 3D-Konvertierung. Vor allem die Weltraumaufnahmen liefern ein hohes Maß an Dreidimensionalität, und selbst die vielen CGI-Aufnahmen trüben dies nicht. Auf richtige Pop-Out-Effekte muss jedoch weitgehend verzichtet werden, und leider ist das Bild nicht frei von Ghosting- und Bandingartefakten.


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Während der 2009er Interner Link"Star Trek" auf Blu-ray lediglich in einem Dolby Digital 5.1-Mix veröffentlicht wurde und Paramount die deutschen Tonspuren in jüngster Vergangenheit immer wieder vernachlässigte, spendiert man dem Zuschauer in "Star Trek: Into Darkness" einen Dolby TrueHD 7.1-Track auf Referenz-Niveau. Das Klangspektrum könnten kaum präziser und dynamischer ausfallen. Neben hervorragenden Rechts-Links-Aktivitäten der Stereokanäle strotzt die Abmischung nur so voller direktionaler Surround-Effekte. Man fühlt sich permanent ins Geschehen mit einbezogen, und der hohe Detailgrad sorgt für ein intensives Hörerlebnis. Eine Verschnaufpause wird dem Zuschauer nicht geboten. In nahezu jeder Szene werden die Rears genutzt, selbst wenn es nur für Nebengeräusche auf der Brücke der Enterprise ist. Die Abmischung der Actionszenen fällt präzise und aggressiv zugleich aus, wobei der wuchtige Bass weder künstlich noch aufdringlich wirkt. Auch der dynamische Score verteilt sich druckvoll auf sämtliche Kanäle, und unterstreicht einen der wohl besten deutschsprachigen HD-Tracks der letzten Jahre. Dialoge werden sehr gut ausbalanciert und offenbaren eine klare und deutliche Sprachverständlichkeit. Die deutsche Synchronisation klingt im direkten Vergleich zum Originalton allerdings ein wenig zu steril und nach Synchronstudio. Der Originalton punktet mit einer differenzierten Trennung der Kanäle und klingt dadurch präziser und homogener.



Das vorliegende Set enthält eine Bonus-DVD mit dem Hauptfilm und zwei kurze Featurettes, die auch auf der Blu-ray mit der 2D-Fassung enthalten sind. Mit einer Laufzeit von rund 40 Minuten gewährt man dem Zuschauer anhand von sechs Mini-Making-ofs eine ausführlichen Einsicht in die Entstehung des Films. Dabei wurde auf einen reine Werbeblöcke verzichtet, wodurch man viele Informationen und Einblicke zu den Dreharbeiten geboten bekommt. Neben der Umsetzung der Actionsequenzen werden auch Einblicke in die Effektarbeiten gewährt, die eine schöne Mischung aus handgemachten und sehr guten computeranimatierten Effekten darstellen. Leider reichen 40 Minuten nicht einmal ansatzweise aus, um dem Umfang der Produktion gerecht zu werden oder dem Zuschauer alle Fragen zu beantworten. Die kurzen Statements der Macher fallen zum Glück sehr informativ aus und belaufen sich nicht auf Promotion-Geschwafel. Wie auch beim Hauptfilm lassen sich diverse Untertitel hinzuschalten.


"Star Trek: Into Darkness" ist nicht nur eine spektakuläre Fortsetzung, sondern auch ein großartiger "Star Trek"-Film. Die Blu-ray bietet Bild und Ton auf Referenz-Niveau, und wer keinen Wert auf ein konvertiertes 3D-Bild legt, greift einfach zur 2D-Fassung. Ausgeliefert wird das Set mit einem FSK-Wendecover und einem Code für eine digitale Kopie des Films. Etwas enttäuschend fällt das geringe Bonusmaterial aus: kein Audiokommentar, keine Deleted Scenes oder andere Extras. Für einen "Star Trek"-Film ist das deutlich zu wenig.


Film+++++/
Bild++++++Wertung der 2D-Fassung
+++++-Wertung der 2D-Fassung
Ton++++++
Bonus++/---


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Star Trek Into Darkness
News"Star Trek Into Darkness" - Alles zum neuen Blockbuster
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