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USA 1978
Originaltitel:Battlestar Galactica
Alternativtitel:Kampfstern Galactica
Länge:124:18 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Richard A. Colla, Alan J. Levi
Buch:Glen A. Larson
Kamera:Ben Colman
Musik:Stu Phillips
SFX:Joe Goss, Karl G. Miller
Darsteller:Richard Hatch, Dirk Benedict, Lorne Greene, Herb Jefferson Jr., Maren Jensen, Tony Swartz, Noah Hathaway, Terry Carter, Lew Ayres, Wilfrid Hyde-White, John Colicos, Laurette Spang
Vertrieb:Universal Pictures
Norm:1080p / VC-1
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:1,78:1
Tonformat:DTS HD Master Audio 2.1 (engl.), Dolby Digital 2.0 Mono
Sprache:Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Französisch, Japanisch, Brasilianisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Mandarin, Finnisch, Französisch, Griechisch, Italienisch Japanisch, Koreanisch, Niederländisch, Norwegisch, Russisch, Türkisch, Brasilianisch, Dänisch, Tschechisch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:05.09.2013 (Kauf)
Bonus:-
Die Galactica, ein Raumschiff von der Größe einer Kleinstadt, treibt gefolgt von einem ganzen Konvoi bizarrer Raumschiffe durch ein entferntes Sonnensystem. Alle fliehen vor der Zerstörung der menschlichen Rasse. Geführt von Commander Adama haben sich die Überlebenden auf eine lange Reise durch das Weltall gemacht, um sich in einer anderen Galaxie auf einem anderen Planeten neu anzusiedeln - dem Planeten Erde. Bevor sie dieses Ziel erreichen, müssen sie jedoch zahllose Kämpfe gegen ihre Vertreiber, die gefürchteten echsenhaften Cylonen, bestehen ...
Die episch angelegte Space-Opera Interner Link"Kampfstern Galactica" ging damals in die Geschichte des amerikanischen Fernsehens als teuerste TV-Serie aller Zeiten ein und wurde durch den Boom von George Lucas Interner Link"Star Wars ins Leben gerufen. Dabei war es den Schöpfern der Serie wichtig, das große Vorbild nicht zu kopieren. Sie erdachten die Geschichte rund um den Kampfstern Galactica, der als einziges Großraumschiff der 12 menschlichen Kolonien den Angriff der Zylonen überlebte. Diese sind seit über tausend Jahren mit den Menschen verfeindet. Die Zylonen waren vormals eine Rasse von Humanoiden und sind nun eine Form von Robotern, die sich gegen ihre Erschaffer richteten und sie ausrotteten. Der Anführer der Zylonen ist Baltar, ein Mensch. Mit Commander Adama (Lorne Greene, "Bonanza") hat die Menschheit einen weisen Anführer, der versucht, gemeinsam mit den letzten Überlebenden und einer kleinen Crew von Kampffliegern, angeführt von seinem Sohn Apollo (Richard Hatch, "Delta Force Commando II") und dessen besten Freund Starbuck (Dirk Benedict, "Das A-Team") die 13. Kolonie zu finden - die Erde.



Glen A. Larson ("Buck Rogers", "Knight Rider", Interner Link"Battlestar Galactica") entwickelte und produzierte die Science-Fiction-Serie zusammen mit Universal Pictures in den Jahren 1978 und 1980, wobei sich die Interner LinkOriginalserie aus 24 Episoden zusammensetzte und man später unter "Galactica" zehn weitere Episoden produzierte. Die leicht gekürzte Fassung des Pilotfilms wurde zeitgleich mit dem US-Serienstart in diversen Ländern als Kinofilm auf der großen Leinwand gezeigt, um die hohen Produktionskosten schneller wieder einzuspielen. Dies gelang Universal mit einem dermaßen großen Erfolg, dass selbst Interner Link"Krieg der Sterne" in verschiedenen Ländern das Nachsehen hatte.


Interessant ist, dass "Kampfstern Galactica" Mittelpunkt verschiedener Plagiatsvorwürfe wurde. 1978 verklagte der 20th Century Fox-Schöpfer und -Produzent Glen A. Larson mit dem Vorwurf, man hätte über 34 Ideen von Interner Link"Star Wars" gestohlen. Universal Pictures konterte die Anklage damit, dass George Lucas Ideen aus ihrer Serie "Buck Rogers" aus den 1930er Jahren gestohlen haben soll. Der Rechtsstreit wurde 1980 beigelegt. Eine witzige Ankedote, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass Industrial Light and Magic Effektspezialist John Dykstra, der damals auch bei Interner Link"Star Wars" mitwirkte, sich für die Effekte in den esten Episoden verantwortlich zeichnete.


Die alternative Schnittfassung war dann auch die einzige Fassung, die man damals in Deutschland zu Gesicht bekommen hatte. Sie ist trotz über 10 Minuten fehlendem Material für sich gesehen sehr stimmig, beinhaltet aber eine drastische Änderung, wodurch die Serie für deutsche Zuschauer ein massives Kontinuationsproblem aufzeigt. Während Baltar in den Pilotfolgen begnadigt wurde und später noch eine wichtige Rolle in der Serie spielt, wird er im Kinofilm sehr früh hingerichtet. Warum das gemacht wurde, erscheint nicht logisch, denn selbst in dem zweiten Kinofilm, der ein weiterer Zusammenschnitt dreier Episoden ist, lebt er wieder ...


Abgesehen davon, können sowohl der Kinofilm als auch die Interner LinkSerie 30 Jahre nach der Uraufführung noch überzeugen und haben 2004 sogar eine neue Interner LinkSerie, diverse TV-Filme und eine Spin-off-Serie erhalten, die die klassische Interner LinkSerie auf hervorragende Art und Weise neu interpretierten. Im TV konnte sich die Serie mühelos gegen die Masse weiterer TV-Produktionen behaupten, was zuletzt nicht nur an den sympathischen Charakteren und den für die damalige Zeit spektakulären Raumschlachten und aufwendigen Kulissen lag. "Battlestar Galactica" versprüht einen unvergesslichen Charme, und obwohl für viele Kampfszenen immer dieselben Sequenzen genommen wurden, bleibt der Kultstatus der Serie bis heute ungebrochen.


Larson beschränkt sich bei der Serie nicht nur auf Weltraumschlachten, sondern bedient sich zahlreicher mythologischer Motive und versucht Werte und Pazifismus zu vermitteln. Im Kinofilm ist davon natürlich noch nicht viel zu sehen, schließlich beschränkt er sich auf die ersten drei Pilotfolgen und diese sollte man eigentlich in ungekürzter Form und mit den restlichen Episoden anschauen. Der Hauptgrund, warum man sich den "Kinofilm" anschauen sollte, ist das Bildformat von 1,78:1, welches den Szene einen neue Dimension und Größe verleiht, während die TV-Serie nur im Vollbildformat zu sehen ist. Allerdings ist das Gezeigte für einen Kinofilm etwas zu langwierig und beinhaltet zu viel Füllmaterial. Für eine TV-Serie ist das zwar wichtig, um den Charakteren mehr Tiefe zu verleihen, doch für einen abendfüllenden Spielfilm, der noch dazu für sich allein stehen soll, passiert einfach zu wenig. Besonders dann, wenn es spannend wird, ist der Film auch schon zu Ende. Erst in den letzten 10 Minuten kommt Action auf und die Zylonen treten als Gegner in Erscheinung.


Wie bereits erwähnt, ist das Highlight der Kinofassung auf jeden Fall das Kinoformat. Das vorliegende HD-Master, welches in VC-1 kodiert wurde, zeigt stellenweise einen enormen HD-Effekt, bei dem man aus dem Staunen kaum noch herauskommt. Das auf 1,85:1 aufgeblasene HD-Bild zeigt starke und kräftige Farben, welche dennoch sehr natürlich und frisch wirken. Was man auf dem Bildschirm zu sehen bekommt, ist kein Vergleich zu alten VHS- und DVD-Veröffentlichungen. Der Schwarzwert fällt ebenfalls gut aus, und selbst der Kontrast zeigt eine gute Balance zwischen hellen und dunklen Szenen. Die Schärfe schwankt je nach Drehort und Szenario. So sind Effektaufnahmen grundsätzlich etwas weicher. Um die Personen herum sieht man eine leichte Aura, da die Hintergründe hineinkopiert wurden (siehe HD-Screenshots #2). Szenen, die im Raumschiff oder anderen Räumen gezeigt werden, offenbaren hingegen eine sehr gute Schärfe, während unscharfe Sequenzen auf eine mangelnde Fokussierung schließen lassen. Es werden jedoch eine Menge Details offenbart, und gerade in Nahaufnahmen von Gesichtern erzielen Schärfe und Detailzeichnung sehr hohe Werte. Nachschärfungen sind nur dezent wahrzunehmen. Die Konturen werden meist sehr sauber gezeichnet, und das Bild zeigt eine natürliche Plastizität und natürliches sowie niemals störendes Filmkorn. Letzteres ist besonders in dunkleren Szenen intensiv zu sehen. Auch in den Weltallaufnahmen zeigt das Bild eine starke, aber natürliche Körnung. Löblich ist, dass es keine Bewegungsunschärfen, wachsige Gesichter oder digitale Rauschreduzierung zu sehen gibt. Das Bild wirkt sehr homogen und wurde somit nicht digital verschlimmbessert. Defekte und Verschmutzungen sind kaum störend wahrzunehmen, und die Kompression arbeitet ruhig im Hintergrund, weshalb wir von einem guten und mehr als soliden HD-Transfer sprechen können.



(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

"Kampfstern Galactica" wurde damals als einer der letzten Filme im sogenannten "Sensurround" im Kino gezeigt, einem Mehrkanalmagnettonverfahren zur Wiedergabe besonders tiefer Töne in Kinofilmen. Das sorgte für ein realistisches Kinovergnügen und teilweise beschädigte Kinosäle, weshalb zwischen 1974 und 1979 nur vier Filme mit diesem teuren Verfahren aufgeführt wurden. Der hier vorliegende 2.0 Mono-Mix bietet einen soliden Klang und eine gute Sprachwiedergabe, wobei basslastige Momente etwas unsauber und leicht kratzig klingen, was man gerade im Hochtonbereich leicht merkt. Musik und Nebengeräusche werden dabei sehr druckvoll wiedergegeben und einen dumpfen Eindruck bekommt man nur selten. Rauschen und Defekte sind nur geringfügig auszumachen, wodurch von einem ordentlichen, auf beide Stereo-Kanäle aufgeteilten Mono-Track gesprochen werden darf.
Der englische Mix liegt in DTS-HD Master Audio 2.1 Stereo vor und bietet ebenfalls einen guten Stereoklang, wobei Dialoge im Hochtonbereich etwas unsauber klingen und leicht kratzig wirken. Nebengeräusche werden sehr natürlich wiedergegeben und Musik und Effekte klingen sehr kräftig und satt. Störendes Rauschen oder andere Defekte sind nicht wahrzunehmen. Im Gegensatz zum deutschen Mix klingt der englische Mix etwas offener, jedoch im Bereich Stimmen nicht immer so homogen wie das deutsche Pendant. Die Disc enthält noch weitere Tonspuren und diverse Untertitel. Lustig ist die japanische Synchronisation anzuhören, die man einfach mal probehören sollte.


Universal Pictures bringt den ersten Kinofilm in einer ausgesprochen guten Bild- und Tonqualität nach Deutschland. Auf Bonusmaterial muss man leider verzichten. Als Pilotfilm, selbst in dieser Schnittfassung, ist er ein Klassiker, aber als eigenständiger Science-Fiction-Film nicht wirklich zu empfehlen. Vor allem dann nicht, wenn man nicht mit dem nötigen Hintergrundwissen an "Kampfstern Galactica" herangeht. Wer sich danach aber direkt die Serie in den Player legt, wird seine helle Freude haben, auch wenn der Bildunterschied enorm ist. Die Disc wird mit einem FSK-Wechselcover ausgeliefert.


Film++++--
Bild++++/-
Ton++++--
Bonus------


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News"Kampfstern Galactica" ab September auf Blu-ray
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