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USA, CAN 2011
Originaltitel:Thing, The
Länge:102:55 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Matthijs van Heijningen Jr.
Buch:Eric Heisserer
Kamera:Michel Abramowicz
Musik:Marco Beltrami
SFX:Amalgamated Dynamics, Inc., Aida Caefer u.a.
Darsteller:Mary Elizabeth Winstead, Joel Edgerton, Ulrich Thomsen, Eric Christian Olsen, Adewale Akinnuoye-Agbaje, Paul Braunstein, Trond Espen Seim, Kim Bubbs, Jørgen Langhelle, Jan Gunnar Røise, Stig Henrik Hoff, Kristofer Hivju
Vertrieb:Universal
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS 5.1 (dt., franz., bras., port., esp.), DTS-HD Master Audio 5.1 (nur engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Französisch, Brasilianisches Portugiesisch, Kastilisch (Europ. Spanisch), Lateinamerikanisches Spanisch
Untertitel:Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Chinesisch (vereinfacht), Chinesisch (traditionell), Dänisch, Finnisch, Französisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Portugiesisch, Brasilianisches Portugiesisch, Kastilisch (Europ. Spanisch), Lateinamerikanisches Spanisch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:21.03.2012 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer bei Disc-Start:
    • 100 Year Universal Pictures (3:30 Min., 576i)
    • Contraband (0:35 Min., 720p)
    • Tinker Tailor Soldier Spy (2:08 Min., 720p)
    • The Grey (0:32 Min., 720p)
    • Love Never Dies (0:59 Min., 720p)
  • Audiokommentar von Regisseur Matthijs van Heijningen und Produzent Eric Newman
  • Unveröffentlichte und erweiterte Szenen:
    • Zwei Anrufe (0:22 Min., 1080p)
    • Es ist wahr (1:01 Min., 1080p)
    • Bitte kommen! (0:31 Min., 1080p)
    • Das ist nicht Karl (1:28 Min., 1080p)
    • Colin (1:16 Min., 1080p)
    • Zwei Köpfe (1:18 Min., 1080p)
    • Starte den Helikopter (2:53 Min., 1080p)
  • "The Thing" entwickelt sich (14:00 Min., 1080p)
  • Feuer & Eis (4:47 Min., 1080p)
  • Hi-Def exklusiv: BD Live
Bei einer Expedition am Südpol stoßen norwegische Forscher auf ein Alien-Raumschiff. Im vereisten Wrack entdecken sie ein außerirdisches Wesen, das vermutlich beim Absturz ums Leben gekommen ist. Die Paläontologin Kate Lloyd und ihr Team beginnen sofort mit der Untersuchung. Dabei erwacht die Kreatur aus ihrem Winterschlaf und eine gnadenlose Hetzjagd beginnt. Gemeinsam mit dem Crew-Piloten Carter versucht Kate den hochentwickelten Parasiten zu stoppen, der jede Lebensform nachahmen kann, die er berührt. Paranoia und Todesangst packen die Mannschaft. Abgeschnitten von der Außenwelt traut keiner mehr dem anderen. Jetzt geht es nur noch ums nackte Überleben ...
Nennen wir es doch "Preboot"! Es gibt so viele bemühte Versuche, bestehenden Werken der Filmgeschichte durch Erweiterung, Verbesserung oder Voranstellung etwas Signifikantes hinzuzufügen, dass etwas so Simples wie eine Neuverfilmung schon fast zu banal zu nennen wäre. Im Falle der neuesten Verfilmung von John W. Campbells Novelle "Wo goes there?" von 1938 ist eine neue Wortschöpfung also durchaus angebracht. Einerseits handelt es sich nämlich um eine Hommage an das Interner Link1982er-Remake von John Carpenter, dann ist es eine Form von Neuerzählung und gleichzeitig auch die Vorgeschichte zum Interner LinkCarpenter-Film, die praktisch mit den letzten Szenen dieses Films beginnt.


Tendenziell ist das natürlich immerhin ein halbwegs ein kreatives Vorhaben, denn obwohl die Existenz von Prequels dramaturgisch fragwürdig ist (siehe auch: "Star Wars"!), weil schlussendlich alle erzählerischen Bemühung dadurch torpediert werden, dass man das finale Ergebnis zu einem gewissen Teil bereits kennt, erweist man hier einem intensiven und relativ zeitlosen Filmerlebnis seine Ergebenheit, indem man der Geschichte in Stil und Bild weitere Daten hinzufügt und den rätselhaften Beginn eines anderen Films aufschlüsselt. Im Umkehrschluss kann man natürlich trotzdem als Kritik anfügen, dass dabei nicht wirklich Erhellendes bei herauskommen kann, außer gewisse Details in voller Bandbreite zu zeigen, die man in Carpenters Interner LinkWerk nur mittels Videoaufnahmen zusammenreimte.


Matthijs van Heijningen Jr. und sein Team haben, und das will ich erwähnt wissen, aber der Versuchung widerstanden, mit dreißig Jahre später zur Verfügung stehenden technischen Mittel eine komplette Überarbeitung zu versuchen, die man eben nicht mit den nötigen Anschlüssen an den Carpenter-Film als Doppelvorstellung hätte laufen lassen können. Mit einer ehrenhaften Verbeugung (altes Universal-Logo, gleiches Vortiteldesign) startet man in die Geschichte der norwegischen Entdecker des außerirdischen Raumschiffs in der Antarktis mit dem gleichen Look, demselben Design und weitestgehend auch dem Stil der Trickaufnahmen.
Konzessionen mussten offenbar gemacht werden, weil man der Welt einen Film voller norwegisch sprechender Darsteller nicht zutraute, also mischte man noch diverse amerikanische, englische oder zumindest englisch sprechende Figuren in die Gruppe, so dass nicht allzuviel untertitelt werden musste. Man verzichtete auf die Kopie des Konzepts von der frauenlosen Gruppe des Vorgängers und baute mit der Paläontologin Kate Lloyd eine weibliche Zentralfigur ein, die eher von den "alienesken" Frauenfiguren à la Sigourney Weaver beeinflusst war, anstatt einen grimmig-wortkargen Antihelden wie Kurt Russell zu kopieren. Dazu schuf man einen wissenschaftlichen Assistenten (Eric Christian Olsen, "NCIS L.A.") und einen obergärigen Wissenschaftler (Ulrich Thomsen in der klischeehaften Arschlochrolle), die zusammen mit zwei US-Helicopterpiloten das Feld ein bisschen auflockerten.


Auch erzählerisch mussten Konzessionen gemacht werden, um nicht als bloße und blasse Kopie zu gelten. Also musste man die klaustrophobische Grundstimmung, die Interner LinkCarpenters-Film zu einem Großteil durchzieht, ein wenig eindampfen. Das hieß weniger rote Heringe, dafür mehr (modernes) Tempo bei der Bedrohung durch das Alien und bei einer größeren Anzahl potentieller Infizierter auch eine drastischere Opferung anwesender Figuren. Mit hoher Geschwindigkeit umschleicht man sich seltener, stattdessen lässt man die Metamorphosen des zellulären Monstrums einfach öfter und drastischer auf die Insassen los und meuchelt so schneller mehrere Figuren. Damit vermeidet man offensichtliche Kopien und lässt noch Zeit, um den Showdown endlich mit dem zu verbringen, was dem Publikum in Interner LinkCarpenters-Film verwehrt blieb: dem Blick ins Innere des Raumschiffs.


Natürlich gibt es dennoch verschiedene Parallelen, doch die erweisen sich meistens als eine Art variierende Hommage, wie die neue Version der berühmten "Wire in the Blood"-Sequenz, die nun mittels der Überprüfung von Zahnfüllungen stattfindet. Ganz ohne den Einsatz von computergestützten Trickeffekten kommt dann aber auch diese Version nicht aus (das Studio bestand auf den stärkeren Einsatz von GCI um die Kosten zu senken), denn soviel Geduld und Retro-Chic, ausschließlich auf handgemachte Puppen- und Figureneffekte zu setzen, hatte man dann doch nicht.
Dennoch sollte man die sorgfältige Arbeit der Effektkünstler hier loben, denn die Schwächen moderner CGI-Morphologie treten hier eher selten zutage, zumeist, wenn man das Wesen in all seiner Scheußlichkeit zu Beginn (beinahe sieht) oder im Hintergrund Mutationen auftreten. Ansonsten wirken die monströsen Menschenbaukastenmutationen verstörend und irritierend genug, um das Fanpublikum bei der Stange zu halten und mit erhöhtem Ekel- und Gewalteinsatz den Schauanreiz zu konservieren. Nur das Finale im Raumschiff ist dann ziemlich deutlich aus dem Computer entfleucht und kommt nach dem inflationären Monstereinsatz zuvor dann auch nicht mehr ganz so spektakulär daher.


Während man am Ende zumindest fast alle Anschlüsse zum Interner LinkCarpenter-Film abgerundet hinbekommt und erzählerisch sogar noch Platz für ein Sequel lässt, mangelt es dem Film aber gerade wegen seines Bemühens etwas "anders" zu sein als der Interner Link82er-Film an dramaturgischer Überzeugungskraft. Sind die Effekte sehr graphisch und überzeugend, überdecken sie jedoch manchmal, dass dem Skript echte Mittel zur Spannungserzeugung etwas abgehen. Tempo und Action halten das (moderne) Publikum sicher bei Laune, doch das führt zum Fehlen des nötigen Suspense, der wiederum für die Charakterbildung sehr notwendig war. Zwar kann man hier die Figuren recht gut auseinander halten (auch wenn sich die Norweger als Kanonenfutter alle ziemlich ähnlich sind), aber Hintergründe und Geschichten haben in diesem "Thing" keine Platz. Kate Lloyds Erfahrungen bleiben nebulös, ihre Qualifikationen kommen nur in einer Blutanalyse zum Einsatz; Olsens Können bleibt total im Hintergrund, Thomsen darf zumeist nur arrogant sein und die übrigen Wissenschaftler sind meistens Statisten, die zwar tatkräftig den Flammenwerfer schwingen (der hier übrigens sensationell schnell wie aus dem Nichts auftaucht), aber sonst keine Hintergründe haben. Und auch die Helikopterpiloten als männliches Gegenstück zur toughen Kate treiben maximal die Handlung voran, kommen aber sonst ohne Geschichte aus.


Dennoch ist "The Thing" kein schlechter Film. Er unterstreicht aber, wie gut ausbalanciert und klassisch gestrickt Carpenters Interner LinkFilm tatsächlich ist, für den man sich Ruhe und Zeit nehmen muss, um seine Qualitäten alle wertschätzen zu können. Matthijs van Heijningen Jrs. Werk hat mehr Schauwerte, mehr Tricks, mehr Tempo und verbeugt sich trotzdem vor dem großen Interner LinkVorbild, ohne die eigene Kreativität zu vergessen. Vielleicht ist es ja ein Kompliment, wenn man von einem Prequel-meets-Reboot sagen kann, er könnte problemlos als erster Film einer Autokinodoppelvorstellung die Bude füllen, ohne dass sich die Fans allzusehr über Vor- und Nachteile in die Haare bekommen. Man sieht diesen Film und denkt sich, immerhin haben sie es sorgfältig gemacht und vermieden, die schönen Erinnerungen komplett in die Luft zu sprengen. Und das ist 2011 aus meiner Sicht eine ganze Menge.


Universal Pictures veröffentlicht das Prequel zu John Carpenters Genre-Klassiker Interner Link"Das Ding aus einer anderen Welt" in einer guten Bildqualität und bis auf wenige kleinere Mängel gibt es an der technischen Seite der Disc nichts auszusetzen. Das Bild wirkt meist sehr scharf und detailliert, wobei selbst Weitwinkel-Aufnahmen ein sehr detailreiches und plastisches Bild zeigen. Die Mischung aus Animatronic und CGI-Effekte passt sich zudem meist sehr gut ins Gesamtbild ein und nur wenigen Aufnahmen wirken aufgrund ihres CGI-Ursprungs oder wegen schlechter Fokussierung etwas zu weich. Der Kontrast wurde gut gewählt, wirkt allerdings stilbedingt ab und an etwas zu milchig und lässt den ansonsten guten Schwarzwert ins Gräuliche tendieren. Hinzu kommt eine sehr gut gewählte Farbpalette, welche die Atmosphäre des Films unterstreicht und das HD-Gefühl untermauert. Bleibt eigentlich nur noch das minimal vorhandene Filmkorn zu erwähnen, welches aber keinen negativen Einfluss auf den HD-Transfer nimmt. Die Kompression arbeitet ruhig und sauber im Hintergrund.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Beim Ton klingt "The Thing" zu Beginn leider etwas zurückhaltend, wobei im weiteren Verlauf die Surround-Aktivitäten zunehmen, so dass dem Zuschauer eine stimmige und mit einigen Schockmomenten angereicherte Mehrkanal-Abmischung spendiert wird, die Spaß macht. Es gibt immer wieder sehr präzise und heftige direktionale Effekte und der Subwoofer darf ebenfalls ordentlich ins Geschehen eingreifen. Dialoge sind gut zu verstehen, jedoch klingt der Mix nicht wirklich gut ausbalanciert und die Actionsequenzen sind zu dominant abgemischt, worunter die Dialoge nur bedingt zu leiden haben. Leider beschränkt man sich beim deutschen Ton auf eine DTS 5.1-Abmischung, während der Originalton im HD-Mehrkanal-Mix aufgespielt wurde und insgesamt noch satter und im Detailbereich feiner klingt als das deutsche Pendant. Groß fallen die Unterschiede in puncto Räumlichkeit zwar nicht aus, doch die Balance zwischen Geräuschen, Musik und Sprache ist im englischsprachigen Original deutlich besser. Optional gibt es diverse Untertitel, was auch für das komplett in HD vorliegende Bonusmaterial gilt.


Begonnen wird mit dem "U-Control"-Feature, welches einen Bonusview-Kommentar und zahlreiche Kurzinterviews enthält und die Entstehung des Films mittels verschiedener Storyboard-Einblendungen und Hinter-den-Kulissen-Videos zeigt. Zudem enthält die Disc einen Audiokommentar vom Regisseur Matthijs van Heijningen und Produzenten Eric Newman, die ausführlich auf die Dreharbeiten und Effekte eingehen und auch über die Schwierigkeiten der Produktion sprechen. Neben 9 Minuten an unveröffentlichten bzw. erweiterten Szenen gibt es noch ein sehr promomäßiges Making of mit einer Laufzeit von 14 Minuten unter dem Titel "The Thing entwickelt sich". Ansonsten befindet sich auf der Disc eine BD-Live-Anbindung, das übliche "Meine Szene"-Feature, bei dem man sich seine Lieblingsszenen mit Lesezeichen versehen kann. Das war es dann leider schon.


Technisch gute Umsetzung von "The Thing mit kleineren, verschmerzbaren Mängeln. Beim Bonusmaterial wäre etwas mehr Tiefe und Substanz wünschenswert gewesen. Auch das Fehlen der Trailer zum Hauptfilm ist bei Major-Label-VÖs immer wieder ein Ärgernis für Filmsammler. Die Disc wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert. Zudem gibt es ein limitiertes Steelbook mit lösbarem FSK-Logo.


Film++++--
Bild+++++-
Ton+++++-
Bonus++/---


Druckbare Version
Thing, The (Collector’s Edition)
Ding aus einer anderen Welt, Das (Ungekürzte Fassung)
IMDb.com OFDb.de



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