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USA 2010
Originaltitel:Fight or Flight
Alternativtitel:Infected
aka. Terror Experiment, The
Länge:82:13 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre (Hauptfilm ab 16 Jahre)
Regie:George Mendeluk
Buch:D. Todd Deeken
Kamera:Brad Reeb
Musik:Chris Thomas
SFX:Tiny Juggernaut, Jason Shulman
Darsteller:C. Thomas Howell, Jason London, Judd Nelson, Robert Carradine, Lochlyn Munro, Serah D'Laine, Alicia Leigh Willis, Edrick Browne, Mike Mayhall, Alexander Mendeluk, Dunbar Merrill, Darcel White Moreno
Vertrieb:Savoy Film / Intergroove
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:1,78:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1, Dolby Digital 2.0 Stereo (nur dt.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:Deutsch
Blu-ray-Start:09.11.2012 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer (2:03 Min., 1080p)
  • Audiokommentar mit Regisseur George Mendeluk
Terroristen zünden in einem Regierungsgebäude einen Sprengsatz und setzen dadurch ein toxisches Gas frei, das sich über das Ventilationssystem verbreitet. Das hehre Ziel: Die geheimen Biowaffen-Experimente der Regierung sollen ans Licht der Öffentlichkeit gebracht werden. Doch niemand hätte geahnt, wie schnell die Situation außer Kontrolle gerät, denn der tödliche Virus attackiert das für die Ausschüttung von Adrenalin zuständige System im Körper. Das Ergebnis ist, dass die Infizierten unmenschlich aggressiv werden und einem unkontrollierbarem Drang zum Töten verfallen ...
Es sollte wohl so etwas wie Interner Link"Stirb langsam" mit Infizierten werden, doch allein mit einem zügigen Erzähltempo und ein paar bekannten Gesichtern lässt sich nun mal kein Blumentopf gewinnen.
Lafayette, Louisiana: Einem Terroristen gelingt es, unentdeckt ein biochemisches Gas in die Lüftungsschächte eines Regierungsgebäudes zu infiltrieren, welches jeden zu einer wütenden Bestie mutieren lässt. Die Angestellten oberhalb des sechsten Stockes suchen nun fieberhaft nach einer Fluchtmöglichkeit, während draußen bereits die ersten Vorkehrungen für die Sprengung des Gebäudes getroffen werden ...


Auf den ersten Blick hat Regisseur George Mendeluk gar nicht so viel falsch gemacht, denn ohne größere Umschweife stellt er die wesentlichen Figuren im Gebäude vor, arbeitet sich rasch zum Terroristen vor, der auf dem Dach seine Konstruktion anbringt und unauffällig verschwindet. Als schließlich das Gas ausströmt und einige Personen im Treppenhaus infiziert werden, macht sich wiederum Ernüchterung breit.
Das Make-up wurde offenbar nur flüchtig oder zu stark aufgetragen, die Kamera wackelt hektisch hin und her und findet keinen Fokus, während der zweite Handlungsstrang außerhalb des Gebäudes mit zahlreichen Klischees rund um Verschwörungen und Kompetenzgerangel spielt und keinerlei Interesse schüren kann. Immerhin sind ein paar der Überlebenden rational bei der Sache und versuchen sich den einen oder anderen Fluchtweg zu bahnen, nur kommen die Übergriffe durch Infizierte viel zu kurz.


Zwar zeigen einige der Zombies Anflüge von Intelligenz, indem beispielsweise mit Stöckelschuhen angegriffen, mit einer MG hantiert oder gar gesprochen wird, doch knallharte Angriffe bleiben weitgehend außen vor, so dass auch Splatterfans in die Röhre schauen und mit brennenden Leuten, einer angedeuteten Entnahme von Innereien und einem Stift im Auge vorlieb nehmen müssen. So will einer zu seiner Tochter im vierten Stock, ein Heli wird per Schaltung in die Luft gejagt, C. Thomas Howell trägt eine unsägliche Schnottenbremse und jemand stürzt ein Treppengeländer hinunter weil ein egoistischer Alleingang schließlich bestraft werden muss. Dabei poltert der Score stets ordentlich und auch die Mimen um Robert Carradine, Jason London und Jerry Leggio performen ordentlich.


Doch auch wenn ein flottes Erzähltempo dominiert und viel Bewegung im Spiel ist, so liefert Mendeluk nur halbgare Kost mit deutlich mangelnder Spannung, die sich zu allem Überfluss jede Sekunde komplett ernst nimmt. Zombietechnisch ist das eine Nullnummer, handwerklich nervt die Kamera bei den wenigen Actionszenen und die CGI ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Mit ein paar doofen Szenen mehr ginge "Zombie - The Terror Experience" glatt als kurzweiliger Trash durch, doch inhaltlich bleibt er zu eindimensional, um noch für Freunde abgefuckter Stoffe durchzugehen.


Der Low-Budget Films besitzt eine solide Bildpräsentation mit einem sehr präsenten digitalen Rauschen, welches besonders in dunklen Sequenzen unschön zu Geltung kommt. Die Schärfe fällt angenehm hoch aus und der Detailbereich ist recht gut, zumindest im produktionstechnischen Rahmen. Die Farben werden kräftig und satt wiedergegeben, wurden aber extrem stark verfremdet, wodurch Natürlichkeit zum Fremdwort wird. Dafür fällt der Kontrast sehr ordentlich aus und kann helle und dunkle Bildbereiche solide ausbalancieren. Der Schwarzwert könnte durchaus kräftiger sein und die Kompression ruhiger arbeiten.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Die deutsche Tonspuren liegt in einer HD-Mehrkanal 5.1-Abmischung vor und überzeugen tatsächlich mit einer soliden Räumlichkeit. Die Rears werden sehr effektiv ins Geschehen einbezogen. Auch wenn es deutlich an Dynamik fehlt, wird eine durchaus brauchbare Atmosphäre erzeugt. Der englische Mix hingegen liegt im Dolby Digital 5.1-Mix vor, unterscheidet sich aber kaum vom deutschen Pendant. Insgesamt dürfen beide Abmischungen aber etwas kraftvoller klingen, was man gerade bei den Actionszenen bemängeln darf. Für einen Low-Budget-Film ist das Ergebnis aber ausreichend und bietet in beiden Sprachfassungen eine gute Sprachverständlichkeit. Die deutsche Stereospur ist überflüssig. Auf deutsche Untertitel wurde verzichtet.


Das Bonusmaterial besteht lediglich aus einem nicht deutsch untertitelten Audiokommentar von Regisseur George Mendeluk, der allerdings informativ ausgefallen ist, und einem englischsprachigen Trailer. Letztlich bleibt eine solide Blu-ray-Umsetzung mit einer etwas reißerischen deutschen Titelgebung, wie wir es aber mittlerweile von diesem Label gewohnt sind. Das Wort "Zombie" im Titel verkauft sich nun einmal besser. Die Disc wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert und wurde in der ungekürzten Fassung ab 16 freigegeben. Die 18er Freigabe ist somit mal wieder nur ein Irreführung der Kunden und beruht auf dem nicht geprüften Trailer, der aber locker eine Freigabe ab 12 Jahren hätte bekommen können.


Film++/---
Bild++++--
Ton++++--
Bonus++----


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