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USA 2009
Originaltitel:Survival of the Dead
Alternativtitel:... of the Dead
aka. George A. Romero's Survival of the Dead
Länge:89:44 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:George A. Romero
Buch:George A. Romero
Kamera:Adam Swica
Musik:Robert Carli
SFX:Spin VFX
Darsteller:Alan Van Sprang, Kenneth Welsh, Kathleen Munroe, Devon Bostick, Richard Fitzpatrick, Athena Karkanis, Stefano DiMatteo, Joris Jarsky, Eric Woolfe, Julian Richings, Wayne Robson, Joshua Peace
Vertrieb:Splendid
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:Steelbook
Blu-ray-Start:29.10.2010 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer bei Disc-Start:
    • The Expendables (0:50 Min., 1080p)
    • Give 'em Hell Malone (2:36 Min., 1080p)
  • 36-seitiges Booklet von Georg Seeßlen
  • Making Of (11:17 Min., 1080p)
  • International Shout-Outs (2:11 Min., 1080i)
  • Original Trailer (2:06 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Severance (2:01 Min., 576i)
    • Dance of the Dead (1:48 Min., 576i)
    • Dead Snow (2:38 Min., 576i)
    • Ong Bak 2 (2:37 Min., 1080p)
    • Doghouse (1:44 Min., 576i)
    • The Collector (1:35 Min., 576i)
    • The Expendables (0:50 Min., 1080p)
    • Give 'em Hell Malone (2:36 Min., 1080p)
In der Hölle ist kein Platz mehr und die Toten kommen auf die Erde zurück. Die wenigen Überlebenden versuchen, sich aus den Klauen Millionen hungriger Zombies zu retten. Einer davon ist der abgeklärte Sergeant Crocket mit seiner desillusionierten Einheit. Durch Zufall erfahren sie von einer Insel vor der Küste Nordamerikas, einem angeblich sicheren Zufluchtsort. Dort angekommen stellen sie fest, dass nicht die Untoten die größte Gefahr darstellen: Eine blutige Fehde zwischen den alteingesessenen Familien O'Flynn und Muldoon macht das Leben auf der Insel unmöglich. Während die O'Flynns die auferstandenen Untoten vernichten wollen, versuchen die Muldoons die Zombies zu domestizieren. Die untoten Freunde und Verwandten werden hinter Schloss und Riegel gehalten - mit fatalen Konsequenzen.
George A. Romero (Interner Link"Land of the Dead"), der Altmeister des modernen Zombiefilms, knüpft erneut an seinen Wurzeln an und versucht die übliche Portion Sozialkritik ebenso unterzubringen, wie ein ordentliches Maß an Splattereffekten. Beide Aspekte spult er so routiniert und ideenlos ab, dass dem Stoff beinahe vorzeitig die Puste ausgeht. Wodurch die weltweite Epidemie dieses Mal zustande gekommen ist, wird weitgehend im Unklaren gelassen - da sollte man sich im Zweifel Romeros Vorgänger vergegenwärtigen, wobei dieser Fakt für den Kern der Handlung ohne Belang ist.
Die Story ist zunächst in zwei Handlungsebenen aufgesplittet, die nach einiger Zeit miteinander verwoben werden: Zum einen die einsam umherstreunende Söldner-Truppe unter der Leitung von Sarge Crocket, zum anderen steht die Familienfehde zwischen O´Flynn und Muldoon auf einer abgelegenen Insel im Vordergrund, auf die der wesentliche Teil der Handlung verlagert wird.


Wie bei diversen Pendants steht weniger der Kampf gegen die Untoten im Fokus, sondern die Engstirnigkeit des Menschen, welche zu blutigen Auseinandersetzungen führt. Demnach kristallisieren sich auch eher Nebenfiguren als Sympathieträger heraus, wie eine toughe Soldatin mit losem Mundwerk oder die Tochter eines Familienstreithahns. Indes beschmutzen die vermeintlich starken Männer ihre ohnehin kaum weißen Westen mit unüberlegten, oftmals cholerischen Handlungen, indem sie beispielsweise Wegelagerer eliminieren oder moralische Standpunkte zweckentfremdet untergraben. Die zweifelhaften Prinzipien seiner Protagonisten kostete Romero schon immer gern aus, um sie dem Zuschauer, besonders gern zum Schluss, mit einer bitteren Quittung unter die Nase zu reiben.


Nur entfaltet die Geschichte bereits früh einen recht altbackenen Charakter, durchzogen von einer Mischung aus Western und Redneck-Thematik, welche latent von steifen Dialogen begleitet wird. Auch wenn das Erzähltempo brauchbar ist, fielen Romero (Interner Link"Dawn of the Dead", Interner Link"Day of the Dead", Interner Link"Night of the Living Dead") scheinbar keine dramaturgischen Kniffe ein, um das Interesse dauerhaft aufrechtzuerhalten. Humoristische Einschübe wie ein Angler, der einen Zombie am Haken hat oder der Schuss mit einer Leuchtpistole, wirken wie dahingeklatschte Einfälle ohne sichtlichen Kontext. Schockmomente sind absolute Mangelware, Action mit gesteigertem Tempo sucht man vergebens, lediglich beim Goregehalt lässt sich Romero (Interner Link"Diary of the Dead") nicht lumpen: Zahlreiche Kopfschüsse in allen Variationen und Kalibern, das eine oder andere Anknabbern ist enthalten, Zubeißen mit Hautfetzen im Mund ebenso und trotz einiger CGI kann sich das Gesamtprodukt in Bezug auf die FX und die Maske sehen lassen.


Jedoch gelingt es Romero zu keiner Zeit, aus einigen brauchbaren Ansätzen spannende Szene zu entwickeln. Lauernde Zombies im Wasser, ein Duell zweier bewaffneter Lager, eine Zombiefrau auf einem Pferd - das ist in der Quintessenz nicht gänzlich langweilig oder ohne Atmosphäre, jedoch zu routiniert und ohne Pep umgesetzt, so dass letztlich der Eindruck entsteht, Romero trauere den eigenen, seinerzeit originellen Ideen nach und kopiere sie lediglich, weil ihm mittlerweile nichts neues mehr einfällt.


"Survival of the Dead" wurde mit RED High Definition-Kameras gedreht und eignet sich somit perfekt für eine HD-Umsetzung. Besonders Nahaufnahmen wirkend extrem scharf und sehr detailliert, wobei der Schärfe das letzte Fünkchen zur Höchstbewertung fehlt. Immer wieder fällt der Einsatz von einem dezenten Rauschfilter auf, was aber lediglich in dunklen Szenen etwas stärker zur Geltung kommt. In Tageslichtaufnahmen wirkt das Bild hingegen durchweg knackig und wartet mit sauberen Konturen und einer tollen Plastizität auf. Der Kontrast arbeitet ausgewogen, so dass auch in dunklen Szenen, die mit einem guten Schwarzwert aufwarten, keine Feinheiten verschluckt werden. Teilweise hat das Bild einen etwas digitalen Anstrich, was aber an den RED-Kameras liegt. Die Farben sind sehr natürlich und satt und Bildrauschen ist, wenn überhaupt, nur sehr dezent in Nachtaufnahmen zu sehen. Insgesamt ein sehr guter HD-Transfer mit einer sauber arbeitenden Kompression und keinen weiteren Mängeln.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Beide Tonspuren liegen in DTS-HD Master Audio 5.1 vor unterscheiden sich kaum voneinander. Dialoge kommen sehr klar aus der Front und wurden sehr gut ausbalanciert. Der Score verteilt sich klar auf sämtliche Kanäle und immer wieder werden die Rears für kleine Effekte miteinbezogen. Dadurch entsteht eine ausgesprochen gute Räumlichkeit, wobei man nicht allzu viel direktionale Effekte erwarten sollte, dafür gibt es in "Surival of the Dead" einfach zu wenig Spielraum. Der Subwoofer bekommt immer wieder ordentlich was zu tun, klingt aber niemals übermäßig aggressiv und die Balance zwischen Score, Nebengeräuschen und Dialogen ist in beiden Sprachfassungen sehr gut, wobei der englische Mix produktionsbedingt noch mal etwas präziser und natürlicher klingt, zumindest wenn es um die Dialogbalance geht. Optional gibt es deutsche Untertitel.


Das Bonusmaterial fällt enttäuschend aus; für eine Special Edition ist das, was uns Splendid hier serviert, schon etwas frech. Während die US-Disc vollgepackt ist mit ausführlichen Dokumentationen, Interviews, Featurettes und einem tollen Audiokommentar, bekommt der deutsche Filmfan leider wieder eine Sparpackung geboten. So gibt es nur ein 11 Minuten langes, zudem sehr werbelastiges Making of, diverse Trailer u.a. zu weiteren Splendid-Veröffentlichungen und das 2minütige Featurette "International Shot-Outs" zu sehen. Dieses zeigt Romero inmitten seiner Zombies, wie er ständig den selben Satz sagt, dabei ein anderes Land bzw. Magazin nennt. Ziemlich langweilig. Einzig das 36-seitige Booklet, welches exklusiv in dieser Edition verfügbar ist, darf als Highlight bezeichnet werden. Schön illustriert und mit einem Essay von George Seeßlen (Autor u.a. von "George A. Romero und seine Filme"), welcher den Leser in die Welt des Kultregisseurs entführt und den Standpunkt vertritt: "Untote sind auch nur Menschen" ...


"Survival of the Dead" ist sehbar, für Freunde des Genres auch nicht ohne Reiz, aber im Sumpf der B-Movies um die wandelnden Untoten auch nicht markant genug, um auch nur ansatzweise als Empfehlung durchzugehen. Die deutsche Blu-ray erscheint u.a. als SeastoneCase mit FSK-Wendeocover, oder aber in der hier vorliegenden limitierten Steelbook Edition. Bild und Ton sind sehr gut, lediglich das Bonusmaterial ist nicht der Rede wert. Das FSK-Logo lässt sich leicht vom Steelbook lösen.


Film+++---
Bild++++/-
Ton++++--
Bonus+/----


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