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USA 2000
Originaltitel:6th Day, The
Alternativtitel:Sixth Day, The
aka. On the Sixth Day
aka. Sesto Giorno, Il
Länge:123:34 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Roger Spottiswoode
Buch:Cormac Wibberley, Marianne Wibberley
Kamera:Pierre Mignot
Musik:Trevor Rabin
SFX:Michael Lantieri
Darsteller:Arnold Schwarzenegger, Michael Rapaport, Tony Goldwyn, Michael Rooker, Sarah Wynter, Wendy Crewson, Rodney Rowland, Terry Crews, Ken Pogue, Colin Cunningham, Robert Duvall, Wanda Cannon
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:1080p / AVC MPEG-4
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:2.40:1
Tonformat:Dolby TrueHD 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Französisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Italienisch, Türkisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:24.04.2008 (Kauf)
Bonus:
  • 4seitiges Booklet
  • Die Zukunft beginnt heute (15:33 Min., 480p)
  • Animatics:
    • Verschneite Berge (2:33 Min., 480p)
    • Auf dem Dach (3:30 Min., 480p)
  • Am 6. Tag:
    • Die andere Art zu fliegen (4:42 Min., 480p)
    • Sim Pal Cindy (7:33 Min., 480p)
    • Kunst der Verfolgungsjagd (6:03 Min., 480p)
    • Über den Klippen (3:29 Min., 480p)
    • Virtuelle Freundin (4:30 Min., 480p)
    • Im Zuchtbecken (6:36 Min., 480p)
    • Freier Fall (4:19 Min., 480p)
    • Detonation (3:44 Min., 480p)
    • Verbessertes Aussehen (8:09 Min., 480p)
  • Storyboard-Vergleich:
    • Verfolgungsjagd per Auto (4:10 Min., 480p)
    • Hubschrauber Crash (1:22 Min., 480p)
    • Zuchtbecken der Klone (2:10 Min., 480p)
  • Repet:
    • Werbung (2:36 Min., 480p)
    • Fernsehspot (0:46 Min., 480p)
  • Trailershow:
    • Blu-ray-Werbetrailer (0:32 Min., 1080p)
    • Spider-Man 3 (1:39 Min., 1080p)
    • Unheimliche Begegnung der dritten Art - 30th Anniversary Ultimate Edition (1:34 Min., 1080p)
Als Familienvater Adam Gibson eines Tages von der Arbeit nach Hause kommt, muss er schockiert feststellen, dass ein Klon seinen Platz eingenommen hat. Noch ehe er herausfinden kann, wer ihn geklont hat und warum, ist ihm auch schon die Killertruppe eines mächtigen Wirtschaftskartells auf den Fersen. Doch so leicht lässt sich Gibson nicht abservieren und setzt alles daran, sein altes Leben wieder zurück zu bekommen. Bald wird auch seinen Widersachern klar, dass sie mit ihm den falschen Mann geklont haben!
"They picked the wrong man to clone."

Zu alter Stärke sollte Arnold Schwarzenegger nach Interner Link"Eraser" nie mehr zurückfinden. Aktuellen Trends folgend, versuchte er sich abseits von ab der ersten Minute auf Filmheld getrimmten Charakteren an normalen Durchschnittsfiguren in viel zu durchschnittlichen Filmen. Zum Millennium war es der sich den Jahreswechsel zunutze machende Interner Link"End of Days", in "Collateral Damage" das urplötzlich sehr aktuelle Thema Terrorismus und in "The 6th Day" das brisante Thema Klonen. Sie alle hatten eins gemeinsam: Sie floppten an den Kinokassen und zementierten damit die These, dass Arnis große Zeit wohl vorbei war. Mit Interner Link"Terminator 3: Rise of the Machines", dessen Megaerfolg sich aber eher aus der Franchise begründete, sollte er dann mit Pauken und Trompeten abtreten, aber das macht das vorher Geleistete längst nicht vergessen.


Dabei ist Arni noch das Beste, was "The 6th Day" zu bieten hat. Der Action-Dinosaurier ist endlich mutig genug sich einzugestehen, dass seine Zeit langsam aber sicher gekommen ist. Die morgendliche Suche vor dem Spiegel nach Falten, das Zeigen seiner immer noch stattlichen Muskeln und das alternde Gesicht nicht unter einem 3-Tage-Bart versteckend, sind sichtbare Anzeichen für Arnis Einsicht. Selbstironisch wandelt er sein "I'll be back" in ein "I might be back" um und scheint sich hier, vor allem zu Beginn bei seiner Familie, mit seinem Schicksal abgefunden zu haben. Ausgerechnet er muss nun gegen den wissenschaftlichen Jungbrunnen, das Klonen, antreten.


"I might be back!"

Schwarzenegger schauspielert im Rahmen seiner Fähigkeiten hier besser als jemals zuvor, zeigt, nicht nur in Form von Onelinern, Sinn für Humor und bringt den Gehetzten so selbstverständlich herüber, als wäre er ein zweiter Dr. Kimble. Das ist zwar keine Oscar verdächtige Leistung, aber sie liegt weit über seinen Machodarstellungen der Vergangenheit - obwohl er deren Ambitionen, möglichst knackige Oneliner zu platzieren, auch hier wieder nutzt. Er ist hier leider aber auch der einzige, der sich redlich müht gegen das einfallslose Skript und Roger Spottiswoode Regie anzukämpfen.
Nun ist Spottiswoode alles andere als ein begnadeter Regisseur und so watscht er "The 6th Day" auch wie abgeschmackte Mainstreamkost ab, die in keiner Szene in die Annalen des Action- oder Science-Fiction-Films eingehen wird. Gibsons Durchschnittsflieger "Air America", Slys katastrophale Komödie und Karrieretiefpunkt "Stop! Or My Mom Will Shoot", sowie der Actionoverkill und dabei jeglichen Charme der Reihe vermissen lassende Interner Link"Tomorrow Never Dies" sind weitere schwache Machwerke seiner Filmografie.
Spottiswoode peppt seinen Streifen, besonders bei Szenenüberleitungen, gern mit modernen Optikspielereien auf, doch sowas wollen wir in Anbetracht so eines Old-School-Stars wie Arni gar nicht sehen - der wirkt hier in etlichen Szenen nämlich leider wie ein der Zeit hinterher laufender, sich wie ein Fremdkörper aufführender Anachronismus.



Überflüssig zu erwähnen, dass das Thema Klonen, in so einem Film auch nicht die Diskussion erfährt, das es eigentlich verdient hätte. Statt dessen beschränkt man sich auf ein banales Dauerjagen von Schwarzenegger. Der wurde nämlich geklont, stellt das bei seiner Ankunft zuhause fest und wird von nun von einem exzentrischen Killertrio des Wissenschaftlers Michael Drucker (Tony Goldwyn, Interner Link"Ghost", Interner Link"Kiss the Girls") verfolgt. Gute schauspielerische Leistungen sucht man dabei vergeblich. Robert Duvall (Interner Link"Days of Thunder", Interner Link"Open Range") schauspielert ohne Mühen in einer Nebenrolle nicht nur Goldwyn, sondern auch dessen Schergen an die Wand. Die bestehen unter anderem auch aus Michael Rooker (Interner Link"Cliffhanger", "Renegade Force"), dem ich abseits der B-Sparte die Kinoauftritte immer wieder gönne. Leider gereicht es bei ihm, genau wie bei Sarah Wynter ("Lost Souls", Interner Link"24") nur zu einer stereotypen Darstellung des skrupellosen, über Leichen gehenden Handlangers, der Arni um jeden Preis tot sehen will. Bleibt als positive Überraschung Michael Rapaport ("Metro", Interner Link"Cop Land") als comedian Sidekick übrig. Immerhin kann man sich in seiner Wohnung ein paar Grinser nicht verkneifen.


Mehr als passabel unterhalten kann "The 6th Day" während seiner knapp zwei Stunden nicht. Im Grunde setzt der Film aus üblichen Motiven zusammen. Nachdem es zum Knalleffekt kommt, muss Arni dauerflüchten und über sich hinaus wachsen, während die allmächtigen Gegner gleich alles und jeden manipulieren können, um der Zielperson das Leben so schwer wie möglich zu gestalten. Lahme Gags wie das schnelle Klonen der Henchmans, nachdem Schwarzenegger sie über den Jordan geschickt hat, lockern die Szenerie kaum auf. Verfolgungsjagden und Kloppereien wirken zudem unspektakulär und altbacken. Da vermag weder der Einsatz von futuristischem Fluggerät und Laserwummen, noch das enttäuschende Ende etwas dran zu ändern. Dabei ist diese Zukunftsvision nicht uninteressant aufgebaut. Haustiere unterliegen beispielsweise nicht dem Klonverbot, was dazu führt, dass Adam Gibson sich mit der Entscheidung auseinandersetzen muss, nach dem Tod des Hundes, wen einfachen Weg zu gehen und einfach einen neuen zu klonen, oder seiner Tochter zu verstehen gibt, dass der Tod etwas ganz Natürliches ist - dass das Leben nicht unendlich ist. Hätte sich "The 6th Day" in diese Richtung weiterentwickelt hätte daraus durchaus mehr werden können. Auch der Subplot um die todkranke Katherine Weir (Wanda Cannon), die ihr Schicksal längst akzeptiert hat und nicht weiter leben will, deutet dies an.


Bleibt zu resümieren, dass man Arni gar nicht richtig böse sein kann, dass er das Rollenangebot angenommen hat. Auf irgendeine Art und Weise muss ja auch er dem modernem Mainstream entsprechen und genug zu töten und zu zerschießen hat er hier ja auch, freilich dem PG-13-Rating entsprechend und deswegen meist im Off. Schade nur, dass da die letzte Konsequenz fehlt. Zumindest einer der beiden hätte dran glauben können. Leider geht die Mixtur zwischen Actionfilm und anspruchsvollem Science-Fiction-Thema nicht auf, weil der Film erstens zu biedere Effekteinlagen besitzt, das Thema zu oberflächlich behandelt und mit haarsträubenden Einfällen glänzt (Augenabdruck und schon in das komplette Gedächtnis als Film gebannt). Sicher das ...


Ein weiterer Backkatalogtitel aus dem Hause Sony Pictures, der hier in einer brillanten Bild- und Tonqualität vorliegt. Der Widescreen-Transfer besticht durch ein durchweg sehr plastisches und detailliertes Bild, welche mit einer meist sehr guten Tiefenwirkung aufwarten kann. Die Schärfe ist auf einem sehr hohen Level anzusiedeln und der ausgewogene Kontrast und der satte Schwarzwert garantieren eine hervorragende Durchzeichnung. Hinzu kommen satte, aber stets natürliche Farben und wenn man unbedingt etwas bemängeln möchte, dann wären es die leichten Detaileinbußen in Distanzaufnahmen, sowie das Vorhandensein von leichtem Filmkorn, welches auf homogenen Flächen deutlich wahrzunehmen ist. Die Kompression arbeitet dafür aber tadellos.
Beim Sound spendiert uns Sony wieder einen deutschen und englischen Dolby TrueHD 5.1-Mix, der es wirklich in sich hat. Nicht nur, dass die Dialogabmischung absolut perfekt ist und stets gut ausbalanciert wurden, nein, auch der Rest des Soundmixes lässt kaum Wünsche übrig. Neben einer kräftigen und klaren Front gibt es kaum eine Szene, bei der die Effektkanäle nicht zum Einsatz kommen. Dabei ist es egal, ob für die meist sehr kraftvollen und äußerst dynamischen Surroundeffekte oder Umgebungsgeräusche, man wird das Gefühl nie los, mitten im Geschehen zu sein. Wenn dann auch noch eine Vielzahl direktionaler Effekte, sowie ein teilweise brachialer Basseinsatz das Wohnzimmer zum Erbeben bringen, lässt dies minimale Mängel schnell vergessen. Sicherlich hätte die Dynamik noch eine Spur besser, die Abmischung noch detaillierter und feiner ausfallen können, doch für einen 8 Jahre alten Actionfilm ist der Mix mehr als gelungen. Der englische Track unterscheidet sich im übrigen nicht sonderlich vom deutschen Pendant. Optional gibt es diverse Untertitel und zusätzlich noch eine italienische TrueHD-Tonspur.


Das Bonusmaterial ist bereits von der DVD her bekannt, liegt bis auf die obligatorischen Trailershow in Standard Definition vor und zumindest ein neuer Audiokommentar wäre noch eine nette Beigabe gewesen. So gibt es einmal ein 16minütiges "Making of" mit dem Titel "Die Zukunft beginnt", ein typisches Werbe 'Making of', bei dem wir eine Handvoll Setaufnahmen und massig Filmsequenzen zu sehen bekommen. Zudem kommen die Macher zu Wort und erzählen, wie toll die gesamte Produktion ist. Aber auch echte Wissenschaftler können ein paar grundlegende Statements zum Thema Klonen abgeben. Das ist alles leider nur wenig informativ und bleibt bedingt sehenswert, da ist "Am 6. Tag" schon um einiges besser und man bietet uns gleich neun jeweils sehr kurze Features, bei denen man jedoch auf eine Gesamtspielzeit von knapp 50 Minuten kommt. Jeder der Mini-Dokus gewährt uns einen kleinen Einblick in die Produktion und fokussiert vor allem die Bereich Stunts, Special Effects und Arnies Doppelrolle. Durchweg sehenswert und deutsch untertitelt.
Das war es dann fast schon mit den Extras und zum Schluss befinden sich unter "Repts" noch zwei Werbespots aus dem Film, welche hier in ihrer vollen Länge gezeigt werden. Bei "Animatics" gibt es zwei animierte Storyboard Clips und in "Storyboard-Vergleiche" kann man drei Filmszenen mit den Storyboardbildern vergleichen. Der Disc liegt noch ein 4seitiges Booklet mit Hintergrundinformationen bei. Sämtliche Extras wurden deutsch untertitelt.


Einer der schwächsten Arni-Streifen, der auf der Habenseite eigentlich nur seinen Hauptdarsteller zu verbuchen hat. Die schwache Regie und daraus resultierende Gefühl nur uninspirierte Massenware angeboten zu bekommen, reichen dann gerade noch so für durchschnittliche Unterhaltung. Ein guter Arni kann eben nichts gegen ein schwaches Skript ausrichten. Verschenkt in jeder Beziehung. Die Blu-ray hingegen bietet einmal mehr ein topp Bild und ein satten Soundmix (das wird bei Sony langsam unheimlich) und lediglich beim Bonusmaterial hätte man für die Blu-ray vielleicht ein paar neue Featurettes oder einen Kommentar produzieren sollen. Ansonsten eine tolle Umsetzung eines eher schwachen Arnie-Films.


Film+++---
Bild+++++-
Ton+++++-
Bonus++/---


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