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USA 2013
Originaltitel:Oz the Great and Powerful
Alternativtitel:Fantastische Welt von Oz, Die
aka. Brick
Länge:130:29 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:Sam Raimi
Buch:Mitchell Kapner, David Lindsay-Abaire
Kamera:Peter Deming
Musik:Danny Elfman
SFX:John Frazier
Darsteller:James Franco, Mila Kunis, Rachel Weisz, Michelle Williams, Zach Braff, Bill Cobbs Joey King, Tony Cox, Stephen R. Hart, Abigail Spencer, Bruce Campbell, Ted Raimi
Vertrieb:Disney
Norm:1080p / MVC (3D-Version), 1080p / MPEG-4 AVC (2D-Version)
Medium:BD-50 / BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:2,40:1
Tonformat:DTS-HD High Resolution 5.1 (dt.), DTS-HD Master Audio 7.1 (engl.), Dolby Digital 5.1 (türk.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Türkisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Isländisch, Norwegisch, Schwedisch, Türkisch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover und Prägschuber
Blu-ray-Start:11.07.2013 (Kauf)
Bonus:
3D Blu-ray:
  • Trailershow:
    • Monster Uni 3D (1:04 Min., 1080p)
2D Blu-ray:
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Die Monster Uni (1:04 Min., 1080p
    • Das Dschungelbuch (Diamond Edition) (1:08 Min., 1080p
    • Arielle die Meerjungfrau (Diamond Edition) (1:22 Min., 1080p
    • Trailer für Disneyworld (20.Geburtstag) (0:32 Min., 1080p
    • Disney Infinity (0:28 Min., 1080p
  • Walt Disney und der Weg nach Oz (10:13 Min., 1080p)
  • "Meine Reise durch Oz" von James Franco (21:43 Min., 1080p)
  • Das Porzellanmädchen: Die willentliche Aussetzung der Ungläubigkeit (5:26 Min., 1080p)
  • Mila's Metamorphose (7:43 Min., 1080p)
  • Mr. Elfman's musikalische Erfindungen (7:13 Min., 1080p)
  • Pannen vom Dreh (5:06 Min., 1080p)
  • Info (0:08 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Die Monster Uni (1:04 Min., 1080p
    • Das Dschungelbuch (Diamond Edition) (1:08 Min., 1080p
    • Arielle die Meerjungfrau (Diamond Edition) (1:22 Min., 1080p
    • Trailer für Disneyworld (20.Geburtstag) (0:32 Min., 1080p
    • Disney Infinity (0:28 Min., 1080p
Oscar Diggs ist ein kleiner Zirkusmagier mit fragwürdiger Moral. Als er sich eines Tages in der fantastischen Welt von Oz wiederfindet, denkt er, einen Volltreffer gelandet zu haben: Ruhm und Reichtum scheinen greifbar nah – zumindest bis er den drei Hexen Theodora , Evanora und Glinda begegnet. Die sind nämlich überhaupt nicht davon überzeugt, dass er der große Zauberer ist, für den ihn alle halten. Widerstrebend wird Oscar in die Schwierigkeiten von Oz und seinen Bewohnern hineingezogen und muss herausfinden, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört, bevor es zu spät ist. Mit Illusionen, Einfallsreichtum und auch ein bisschen echter Zauberei schafft es Oscar schließlich, nicht nur zum großen und mächtigen Zauberer von Oz zu werden, sondern auch zu einem besseren Menschen.
Mit einem Prequel zum Musical-Klassiker "Der Zauberer von Oz" geht auch ein renommierter Regisseur wie Sam Raimi ein großes Wagnis ein, Teile der verspielten Magie des Originals ein wenig erblassen zu lassen. Doch glücklicherweise versucht er dem Klassiker nicht zwanghaft das Wasser zu reichen, was auch einen gewissen Respekt verdient.
1905 in Kansas: Zauberer Oscar (James Franco) schlägt sich beim Wanderzirkus als Blender und Aufschneider durch, als er auf recht stürmischem Wege in Oz landet, einem farbenprächtigen Land voller Geheimnisse. Hier trifft er auf drei undurchsichtige Hexen, denen Oscar vorgaukelt, er sei der erwartete Zauberer. Doch dann zeigen die Hexen ihr wahres Gesicht ...



Raimi muss sich unter der Leitung von Disney deutlich zügeln und so kann er seinem düsteren Trieben leider nur selten freien Lauf lassen, etwa als es beim Friedhof zu einer unheilvollen Begegnung kommt oder brüllende Flugpaviane wie aus dem Nichts auftauchen. Die meiste Zeit über wird eher familientaugliche Kost geboten, die zwar recht bunt glitzernd und phasenweise auch actiongeladen vorangetrieben wird, doch der Geschichte um zwei böse und eine gute Hexe mit dem unentschlossenen Gaukler im Mittelpunkt fehlt es zuweilen deutlich an Pep und Finesse.
Das macht sich auch bei den Wegbegleitern Oscars bemerkbar, denn auch wenn der kleine Affe und Kofferträger Finlay mit toller Mimik glänzt und das namenlose Porzellanmädchen ein paar rührende Momente erhält, so bringen beide die Story kaum bis gar nicht voran, während gegen Ende einige Randfiguren für etwas zuviel Kitsch sorgen. Glücklicherweise wird nicht auch noch gesungen, denn an dieser Stelle gibt es immerhin ein kleines Augenzwinkern durch den abrupten Abbruch einer Musicaleinlage.



Ansonsten können die 3D-Effekte durchaus beeindrucken, die bewusst künstlich aussehende Welt bringt vor allem unglaublich viele fliegende Tiere und Gegenstände zutage. Oftmals ist die Farbgebung herrlich verträumt und kurz vor kitschig, nur einige futuristisch anmutende Gebäude wollen da nicht so recht in die Szenerie passen. Leider ist der Score von Danny Elfman ausnahmsweise nicht so abwechslungsreich ausgefallen, denn der klingt diesmal eher penetrant und ein wenig eindimensional.
Nach wunderbar nostalgisch anmutenden Credits, einer herrlich turbulenten Ballonfahrt und einigen recht sympathischen Figureneinführungen, verliert die Erzählung ab und an den Faden, driftet in zu pathetische Dialoge ab und wird gegen Ende etwas zu einfallslos, wenn eine kichernde Hexe mit schwarzem Rauch auf dem Besen reitet und diverse Blitzgewitter kaum eine wuchtige Wirkung entfalten. Die überdimensionale Erscheinung von Oz beim Showdown bietet zwar noch eine angemessene Verbeugung vor dem Original, doch die insgesamt etwas einfältigen Figuren tragen maßgeblich dazu bei, dass ein Mitfiebern nur bedingt gegeben ist.



James Franco passt mit seinem Dauergrinsen allerdings recht gut in die Rolle des selbstgefälligen Aufschneiders Oscar, Mila Kunis schwächelt anfangs und erhält ein katastrophales Outfit, gewinnt als Gewitterhexe jedoch deutlich, Rachel Weisz kann sich nicht wirklich hervortun, während Michelle Williams nicht mehr als passabel performt. Ordentliche Nebenrollen bekleiden noch Bill Cobbs als Handwerker und Tony Cox als dubioser Lakai, Zach Braff und Bruce Campbell haben jedoch zu wenige Szenen, um wirklich zu glänzen.

Am Ende bietet "Die fantastische Welt von Oz" vor allem etwas fürs Auge und das kindliche Gemüt, der etwas anspruchsvollere Betrachter kommt hingegen kaum auf seine Kosten. Es wird zwar viel Magie geboten, doch magische Momente sind nicht zu verzeichnen und auch wenn der Unterhaltungswert stimmt, so fehlt es dem Gesamtpaket doch am notwendigen Charme und mehr als seichtem Humor, um einen wirklich abgerundeten Eindruck zu hinterlassen. Mit 130 Minuten vor allem für die Jüngeren etwas zu lang.


Disney veröffentlicht "Die fantastische Welt von Oz" als DVD und Blu-ray-Version. Außerdem ist ein 2-Disc-Set inkl. 3D-Version des Film erschienen. Trotz Konvertierung kann das 3D-Bild absolut überzeugen, was nicht zuletzt der visuell spektakulären Umsetzung zu verdanken ist. Bereits der im Verhältnis von 1,33:1 vorliegende Schwarz/Weiß-Prolog zeigt eine überraschende Tiefenwirkung und bietet ein plastisches, scharfes Bild. Hinzu kommt ein Pop-Out-Effekt, mit dem man bei konvertiertem Film und in Schwarzweiß nicht gerechnet hätte. Die Rede ist von der Feuerspucker-Sequenz, dessen Effekt weit über die schwarzen Balken hinaus geht. Mit der Ankunft in Oz wechselt das Bild von Schwarzweiß langsam zum Farbfilm und öffnet sich auf sein Seitenverhältnis von 2,40:1. Das poppig bunte Filmmaterial eignet sich perfekt für stereoskopische Bilder und bietet eine sehr natürliche Plastizität sowie weitreichende Tiefenwirkung.
Verwunderlich ist, dass es extra für die 3D-Version alternative Aufnahmen gibt, die den 3D-Effekt stärker zur Geltung bringen sollen. So sind z.B. die direkt in die Kamera wasserspritzenden Wasserfeen in dieser Form nicht in der 2D-Version zu sehen. Dadurch bekommt der Zuschauer ein paar wirklich gelungene und niemals aufgesetzt wirkende Pop-out-Effekte zu sehen. Das Bild zeigt sich sehr detailverliebt, bietet einen ausgewogene Kontrast und satte und kräftige Farben. Die wenigen weicher wirkenden Sequenzen sind an einer Hand abzuzählen und trüben den Sehgenuss in keiner Filmsekunde. Ein weiterer Pluspunkt ist das kaum sichtbare Ghosting- bzw. Crosstalk-Artefakte. Auch Banding ist kaum wahrzunehmen. Für einen konvertierten 3D-Film ist das Ergebnis unglaublich und macht riesigen Spaß.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder von der 2D-Version

Wer auf die 3D-Fassung dann doch keine Lust hat, kann sich den Film auf der zweiten Disc auch in 2D anschauen. Auch hier gibt es ein referenzwürdiges Bild, der in punkto Schärfe und Detailverliebtheit der stereoskopischen Version fast in nichts nachsteht. Kontrast, Farbgebung und Schwarzwert befinden sich auf sehr hohen, ausgeglichenen Niveau. In einigen Effektaufnahmen wirkt das Bild etwas weicher, wie man bereits in der 3D-Version sehen konnte. Die Kompression arbeitet tadellos und beide Fassungen sind frei von Filmkorn. Wer "Die fantastische Welt von Oz" in voller Pracht sehen will, sollte die 3D-Version anschauen, wird aber auch an der 2D-Fassung seine Freude haben.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder von der 2D-Version

Beim Ton gibt es ebenfalls nicht zu bemängeln. Der deutsche DTS-HD High Resolution-Mix der deutschen Sprachfassung bietet einen sehr lebhafte und kraftvolle Surround-Atmosphäre, bei dem vor allem die actionlastigen Szenen im Mittelpunkt stehen und mit einem aggressiven Tiefenbass untermauert werden, die durch Mark und Bein gehen. Unter dem brachialen Sounddesign leidet die Detailwiedergabe in keiner Sekunde, sondern zeichnet sich vielmehr durch seine präzise Abmischung aus, die viel Wert auf Direktonalität legt und auch in den ruhigen Szenen immer noch viele Details offenbart. Der Score verteilt sich sehr präzise und kräftig auf alle Kanäle und die perfekte Balance zwischen Geräuschen und Dialogen sorgt für eine perfekte Sprachwiedergabe. Der englischsprachige DTS-HD Master Audio 7.1-Mix klingt nochmals etwas präziser und voluminöser als das deutsche Pendant.


Das Bonusmaterial von "Die fantastische Welt von Oz" liegt komplett auf der 2D-Fassung vor, während man auf der 3D-Variante nur ein stereoskopischen Trailer zu "Monster Uni" vorfindet. Die Extras fallen insgesamt etwas spärlich aus, denn sie sind allesamt etwas kurz geraten. In "Walt Disney und der Weg nach Oz" befasst man sich 10 Minuten lang mit einer nicht realisierten Oz-Filmidee. Unter dem 22minütigen "Meine Reise durch Oz mit James Franco", dem 5minütigen "Das Porzellanmädchen: Die willentliche Aussetzung der Ungläubigkeit", dem 11minütigen "Vor deinen eigenen Augen: Von Kansas nach Oz", dem 8minütigen "Milas Metamorphose" und dem 7minütigen "Mr. Elfmans musikalische Erfindungen" gewährt man den Zuschauern ein paar kleine Einblicke in die Produktion des Film. Dabei kommen Macher und Darsteller zu Wort und zudem erfahren wir mehr über den Score und die aufwendigen Effekte. Das ist durchaus interessant und sehenswert, allerdings nicht so umfangreich wie es vielleicht möglich gewesen wäre. Zum Schluss gibt es noch eine Trailershow mit Disney-Eigenwerbung, sowie 5 Minuten Pannen vom Dreh. Leider fehlt wie so oft der Original-Kinotrailer zum Hauptfilm. Wie auch der Film selbst liegen die Extras deutsch untertitelt vor und wurden in HD aufgespielt.


Man mag zum Prequel "Die fantastische Welt von Oz" stehen wie man will, rein visuell ist Sam Raimis Reise in das Zauberland von Oz ein Augenschmaus und sollte in 3D erlebt werden. Trotz Konvertierung ist dies auch die beste Fassung des Films, denn sie enthält interessanteres, alternatives Filmmaterial, um den 3D-Effekt weiter zu pushen. Bild- und tontechnisch spielt die Blu-ray in der Oberliga mit und lediglich das Bonusmaterial ist zu PR-lastig und oberflächlich ausgefallen. Ausgeliefert wird das 2-Disc-Set in einem hübschen Schuber mit Prägung. Allerdings schafft es Disney immer noch nicht, das FSK-Logo auf den Schuber zu kleben. Das Cover ist zudem kein Wendecover. Sehr schade ...


Film+++/--
Bild+++++/Wertung der 2D-Fassung
+++++/Wertung der 2D-Fassung
Ton+++++/
Bonus+++---


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NewsVerrückt: "Army of Darkness" und "Oz" sind der gleiche Film?!?
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