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USA 1986
Originaltitel:Top Gun
Alternativtitel:Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel
Länge:109:35 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Tony Scott
Buch:Jack Epps Jr., Jim Cash
Kamera:Jeffrey L. Kimball
Musik:Harold Faltermeyer
Darsteller:Tom Cruise, Kelly McGillis, Val Kilmer, Anthony Edwards, Tom Skerritt,
Michael Ironside, John Stockwell, Barry Tubb, Rick Rossovich, Tim Robbins,
Clarence Gilyard Jr., Whip Hubley
Vertrieb:Paramount
Norm:1080p / MVC (3D-Version), 1080p / MPEG-4 AVC (2D-Version)
Medium:BD-50 / BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:2,35:1
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Surround (dt.), DTS-HD Master Audio 6.1 EX (engl.),
Dolby Digital 2.0 Stereo (ital.), Dolby Digital 5.1 (span., franz.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Französisch, Hebräisch,
Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:13.06.2013 (Kauf)
Bonus:
  • Audiokommentar mit Produzent Jerry Bruckheimer, Regisseur Tony Scott, Co-Drehbuchautor Jack Epps, Jr., Captain Mike Galpin, dem technischen Berater Pete Pettigrew und Vize Admiral Mike McCabe
  • Gefahrenzone: Das Making of von "Top Gun" (147:42 Min., 480i)
  • Multi-Angle Storyboards (6:55 Min., 480i)
    • Flat Spin (4:02 Min., 480i)
    • Jesters Tod (2:53 Min., 480i)
  • Die Besten der Besten: Das echte Top Gun (28:46 Min., 480i)
  • Vintage Gallery:
    • Musikvideos:
      • Kenny Loggins "Danger Zone" (3:56 Min., 480i)
      • Berlin "Take My Breath Away" (4:30 Min., 480i)
      • Loverboy "Heaven in Your Eyes" (4:05 Min., 480i)
      • Harold Faltermeyer & Steve Stevens "Top Gun Anthem" (4:25 Min., 480i)
    • 7 TV Spots (3:46 Min., 480i)
    • Hinter den Kulissen Featurette (5:30 Min., 480i)
    • Überlebenstraining Featurette (7:30 Min., 480i)
    • Tom Cruise Interviews (6:42 Min., 480i)
Miramar Air Base in Südkalifornien. Hier ist "Fightertown" USA, hier schult die US Navy ihre besten Marineflieger. "Top Gun" heißt das harte Ausbildungsprogramm. Wer hier herkommt und durchhält, zählt zur Elite. Leutnant Pete "Maverick" Mitchell und sein Freund, der Radaroffizier "Goose" wollen die Nr. 1 werden. Einer ihrer ernsthaften Rivalen ist "Iceman" Kazansky . Privat sammelt "Maverick" erheblich Punkte bei der schönen Charlotte , seine Ausbilderin in Astrophysik. Aber nicht alle Zeichen stehen für "Maverick" auf Sieg. Bei einem waghalsigen Scheinluftkampf gerät die F14-Tomcat außer Kontrolle. Die Besatzung kann sich nur noch durch Schleudersitz retten, doch "Goose" wird dabei tödlich verletzt. Jetzt will "Maverick" aufgeben. Charlotte und Commander Metcalf sind aber anderer Meinung und so bekommt er seinen große Chance.
Mit Überschallgeschwindigkeit schießt Tom Cruise sich in den Hollywoodhimmel.
Maverick (Tom Cruise) ist ein guter, aber risikoliebender Pilot. Zusammen mit seinem Copiloten Goose (Anthony Edwards) erhält er die Chance zu Top Gun zu gehen. Dies ist ein eine Flugschule für die allerbesten Piloten. Doch selbst hier kann er sein draufgängerisches Verhalten nicht abstellen, bis Goose bei einem Manöver ums Leben kommt. Der von Selbstmitleid und Depression geplagte Toppilot muss sich schwer zusammenreißen, doch das Leben ist nicht mehr das gleiche wie vorher.


"Top Gun" ist der Inbegriff des amerikanischen Hochglanzpatriotenkinos, welches Michael Bay in den letzten Jahren so erfolgreich inszenierte. Der Film hat nicht viel Tiefgang, sondern konzentriert sich ganz auf die Luftkämpfe und eine Romanze. Um den Film trotzdem etwas Dramatik zu verleihen wird der Tod von Goose inszeniert, von dem sich Maverick am Ende erholt um zu guter letzt seinem ärgsten Widersacher das Leben zu retten. Der Navywerbefilm ist Popcornpatriotenkino in Vollendung.



Große Klasse besitzt der sehr oft eingespielte Song "Take my Breath Away", welcher besonders in den etwas romantischen Szenen besonders zur Geltung kommt. Weiter überzeugt man hier weniger mit militärischer oder dramatischer Musik, sondern eher mit ruhigen Tönen. Besonders in den Luftkämpfen wird sich eher auf die Bilder verlassen, als auf die Musik.


"Top Gun" kann man als den Urvater aller Bruckheimer-Vehikel betrachten. Schon hier wird Patriotismus groß geschrieben. Kein Wunder, dass das Militär den Film mitfinanziert hat und beratend bei den Dreharbeiten tätig war. 
Wie in den 80ern üblich müssen die Russen (immer hübsch schwarze Visiere) beziehungsweise die MIGs als Gegner herhalten. Zur Story braucht man nicht viel zu sagen, denn nachdem Heißsporn Maverick zu Top Gun versetzt wurde herrscht in seinem Leben eitel Sonnenschein, denn mit Charlie hat er sich eine attraktive Blondine geangelt. Erst als sein Freund stirbt bekommt der Film einen dramatischen Knick. Doch was ein amerikanischer Pilot ist, lässt sich auch von so was nicht unterkriegen.
Hervorzuheben sind natürlich die einwandfrei inszenierten Luftkämpfe und Trainingseinsätze, welche damals noch völlig ohne PC Effekte auskamen. Dank schneller Schnitte und wackeliger Kamera kann man keine Schwächen ausmachen. Oft wurden aber die selben Szenen aus verschiedenen Perspektiven mehrmals genutzt. Dennoch sind diese Szenen Adrenalinkino in Reinkultur.



Damit der (amerikanische) Zuschauer auch vollends zufrieden ist darf alle paar Minuten die amerikanische Flagge betrachtet werden. Doch auch in den Szenen am Boden hat der Film viel zu bieten. Tony Scott fängt hübsche Bilder vom Sonnenuntergang ein und verpackt alle diese Szenen in Hochglanz. Was aber darf in so einem Film nicht fehlen? Genau, Machogetue und nackte Haut. Beides bekommt man im Überfluss geboten. Man lässt keine Chance aus die Piloten nach dem Duschen im Waschraum zu zeigen, wo bei Maverick eine ganz besondere Stellung einnimmt. Er darf von allen Seiten, oben, unten, hinten und vorne mit Handtuch durch das Bild latschen.
Fürs Machogetue bekommt er mit Iceman aber einen prima Partner. Beide quasseln am liebsten Kaugummi kauend über ihre Heldentaten beim Training, um nebenbei ihre Haare auf Hochglanz zu gelen.
Die Vergangenheit um Mavericks Vater wird nur am Rande angerissen, um ihn zum weitermachen zu überreden.


Auch die Rolle von Goose Frau kommt nach dessen Tod etwas zu kurz. Auf eine Hintergrundgeschichte oder sogar Substorys wird also weitestgehend verzichtet. 
Am Ende gibt es bei einem Krisenduell den Endkampf gegen eine Überzahl von MIGs, bei der Maverick seinem ärgsten Konkurrenten das Leben rettet. Somit hat Amerika wieder über Lieblingsgegner Russland gewonnen und Maverick darf zum Helden stilisiert werden.

"Top Gun" ist sicher ein guter Film, dennoch hat auch er seine schwachen Seiten. Der Film ist leider sehr aufdringlich inszeniert, so dass man ihn ruhigen Gewissens als Werbefilm betrachten kann. Alle Piloten sehen cool aus, lassen die tollsten Sprüche ab und sind auch sonst die allertollsten. So stellt man sich die amerikanischen Militärhelden vor. Etwas mehr Zurückhaltung wäre schon angebracht gewesen. 
Bei den vielen Ungereimtheiten im Film, möchte ich nur eine nennen. Unverständlich, warum man ausgerechnet Maverick in das Krisengebiet schickt, wo er doch gerade selber eins ist. Amerikanische Soldaten sind halt doch die härtesten oder wie?




Mit "Top Gun" verbindet man automatisch Tom Cruise, der hier mit Maverick den endgültigen Durchbruch schaffte. Seine coole und gelackte Art, die mir in fast allen Tom Cruise Filmen auf den Wecker geht, darf er auch hier schon raushängen lassen. Dem furchtlosen Helden kann bis auf Goose Tod nicht ausmachen. Er ist der Prototyp des amerikanischen Soldaten: gutaussehend, draufgängerisch, charmant und klug. Val Kilmer spielt das etwas arrogantere Gegenstück dazu. Das sind aber bei weitem nicht alle Stars, die hier mitwirkten. So sind zum Beispiel in Nebenrollen Michael Ironside (leider zu blass, weil kleine Rolle), Anthony Edwards (als Dr. Green gar nicht wiederzuerkennen), Meg Ryan (kommt zu kurz), Tom Skeritt (gut besetzt, als Top Gun Chef) und Tim Robbins (kleine Nebenrolle als Merlin) zu sehen. Ein Staraufgebot, dass sich nicht zu verstecken braucht, aber leider nicht wie gewohnt glänzen kann, da die Rollen teilweise zu klein sind.
 




Man darf einer 3D-Konvertierung eines knapp 30 Jahre alten Films ruhig skeptisch gegenüber stehen, doch im Fall von "Top Gun", überrascht Paramount den Zuschauer und ließ extra für die stereoskopische Version ein neues HD-Master erstellen, was sich deutlich von der 2009 Auflage der 2D-Version abhebt. Letztere litt unter sichtbaren Mängeln, so u.a. an einem auffällig gefilterten Bild. Der neue HD-Transfer zeigt ein nahezu unverändertes Filmkorn, wodurch sich eine feine und sichtbare Körnung durch das Bild zieht, was dem Bild ein sehr schönes Kinogefühl verleiht. Dies mag zwar nicht jedermanns Sache sein, aber die teilweise etwas prägnante und für 3D nicht immer optimal Korn-Struktur lässt das Bild niemals steril und Studiomäßig erscheinen. Der Gesamte Transfer fällt zudem sehr scharf und detailliert aus, da störend die wenigen, teilweise schlecht fokussierten und von daher weicher bzw. unscharf wirkenden Aufnahmen kaum. Der Kontrast wurde leicht überhöht und scheint im Vergleich zur 2009 nachbearbeitet worden zu sein, punktet aber ebenfalls und wirkt sehr gefällig. Dies gilt auch für die kräftigen, aber natürlichen Farben.

Das die Werte stimmen bedeutet aber noch nicht, dass die 3D-Konvertierung gelungen ist, also wie ist das stereoskopische Bild? Wenn man ehrlich ist, kann sich "Top Gun" neben "Titanic" in die Reihe der besten 3D-Konvertierungen aller Zeiten einreihen. Selbst aktuelle Hollywood-Blockbuster können da kaum mithalten. Das Bild profitiert in fast jeder Szenen von der besseren Plastizität und in den Flugszenen trumpft die enorme Tiefenwirkung auf, die einen in den spektakulären Sequenzen schon das ein oder andere mal so tief in ihren Bann ziehen, dass einem förmlich schwindelig wird. Dennoch bleibt "Top Gun" nur ein konvertiertes 3D-Vergnügen, was man dann auch in vielen Sequenzen zu spüren bekommt, die dann etwas flach und künstlich wirken. Auch in schnell geschnittenen Szenen wirkt sich das 3D-Bild kontrastproduktiv auf das Sehvergnügen aus, dies ist aber ein Problem was viele 3D-Filme haben.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder von der 2D-Version

Insgesamt ein sehr sehenswertes 3D-Erlebnis, wenn auch nicht perfekt. Doch gerade die Flugsequenzen sollte man zumindest einmal gesehen haben. Das neue HD-Master tut dem Bild sichtbar gut und Defekte bzw. Bildfehler sind nicht auszumachen.
Ärgerlich hingegen ist es, das Paramount bei der 2D-Version auf das 2009er Master setzt, wodurch dass Bild identisch mit der Erstauflage ist. Dies sieht zwar immer noch gut aus, hat aber deutlich mit digitalen Nachbearbeitungen zu tun und mit den Einsatz von Rauschfiltern zu kämpfen. Filmkorn ist kaum noch vorhanden und das Bild wirkt meist etwas zu weich und unsauber. Hier wurde nicht wirklich restauriert und dann noch nachgeschärft, was für unschöne Doppelkonturen sorgt. In dunklen Bildbereichen saufen zudem viele Details ab und auch wenn das Bild weitgehend noch gefällig ist, hätte man den neue HD-Transfer ruhig für die 2D-Version verwenden können. So bleibt ein bitterer Beigeschmack.


An Tonspuren hat man nicht gegeizt, doch gebraucht hätte man diese Menge sicherlich nicht. Leider liegt die deutsche Synchronisation nur in Dolby Surround vor, während es selbst die französische und spanische Spachfassungen in Dolby Digital 5.1 gibt. Der englische Track liegt sogar in DTS-HD Master Audio 6.1 EX vor. Während die deutsche Fassung vom Klang her kaum Highlights zu verbuchen hat und lediglich mit einer gute Sprachverständlichkeit und einem sauber klingenden Score aufwarten kann, überzeugen die anderen Tracks vor allem in den Luftszenen. Hier herrscht ein guter Dynamikumfang, der Subwoofer darf immer wieder reichlich Druck ausüben und man erzeugt doch tatsächlich ein stimmiges Mittendringefühl. Der Score trägt ebenfalls zur Räumlichkeit bei und zudem überzeugen gut platzierte Umgebungsgeräusche ebenso wie die hervorragende Sprachwiedergabe, wodurch ein sehr räumlicher wie klarer Mix spendiert wird. Für einen Film aus den 80er Jahren wirklich erstaunlich. Deutsche Untertitel sind optional.


Das Bonusmaterial ist identisch mit der Blu-ray Auflage der 2009er Version und liegt dementsprechend nur auf der 2D-Version und in Standard Definition vor. Den Anfang macht ein interessanter Audiokommentar mit Produzent Jerry Bruckheimer, Regisseur Tony Scott und Co-Drehbuchautor Jack Epps. Zudem sind auch noch der Navy-Captain Mike Galpin, Navy-Admiral Mike McCabe und der technische Berater Pete Pettigrew, die allesamt sehr ausführlich zu Wort kommen, was den Kommentar manchmal etwas überfrachtet wirken lässt.

 Richtig toll ist das 148 Minuten lange "Making of" mit dem Titel "Gefahrenzone: Das Making of von Top Gun", welches in sechs Segmente unterteilt wurde und sehr detailliert auf verschieden Aspekte der Produktion eingeht. Es kommen fast alle beteiligte ausführlich zu Wort, man zeigt viele Set-Impressionen und man geht vor allem auf die Luftaufnahmen und die Spezial-Effekte im Film ein. Desweiteren gibt es noch ein 6minütiges "Hinter den Kulissen" und ein 8minütiges "Überlebenstraining" - Featurette, welche beide sehr promolastig ausfallen und nicht mit dem 2,5 Stunden langen "Making of" konkurrieren können.
Interessanter fällt da das "Multi-Angle Storyboard" aus. In 7 Minuten werden zwei Szenen im direkten Vergleich mit den Storyboards gezeigt. Unter "Die Besten der Besten: Das echte Top Gun" bekommt der Zuschauer noch einen 29 Minuten langen Einblick in das Trainings-Camp in Kalifornien. Desweiteren liegen 17 Minuten an "Musikvideos" von Musikern wie Kenny Loggins ("Danger Zone"), Berlin ("Take My Breath Away"), Loverboy ("Heaven in your Eyes") und Harold Faltermeyer & Steve Stevens ("Top Gun Anthem") vor, während die sieben TV-Spots und das 7 Minuten lange Interview mit Tom Cruise ein gelungenen Abschluss bieten. Das komplette Bonusmaterial wurde deutsch untertitelt.


"Top Gun" ist in den Luftkämpfen ein sehr spannendes Stück Fliegeractioner. Landet man aber, so bekommt man amerikanische Helden aus der Retorte, nackte Körper und ein Übermaß an Machosprüche geboten. Dramatische Elemente, wie Goose Tod bleiben dabei auf der Strecke. Popcornfilm mit fadem Nachgeschmack. Dennoch recht unterhaltsam. Die Blu-ray ist für 3D-Liebhaber sicherlich eine Anschaffung wert, schließlich ist die Konvertierung mehr als gelungen. Ärgerlich ist, dass man den neuen HD-Transfer nicht in 2D bestaunen kann, was dem ganzen ein faden Beigeschmack beschert. Das Bonusmaterial ist unglaublich umfangreich ausgefallen und zudem wird das 2-Disc-Set mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert. Sehr Schade, dass die deutsche Tonspur nicht ebenfalls restauriert wurde.


Film++++--
Bild++++--Wertung der 2D-Fassung
++++/-Wertung der 2D-Fassung
Ton++++--
Bonus+++++-


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Top Gun
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