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IT, USA 1981
Originaltitel:Chi trova un amico, trova un tesoro
Alternativtitel:Who Finds a Friend Finds a Treasure
aka. 2 Asse trumpfen auf
Länge:106:37 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:Sergio Corbucci
Buch:Sergio Corbucci, Mario Amendola
Kamera:Lugi Kuveiller
Musik:Carmelo La Bionda, Michelangelo La Bionda
Darsteller:Terence Hill, Bud Spencer, Olalla Aguirre, Asunción Balaguer, Louise Bennett, Sal Borgese, Enriqueta Carballeira, Carmen Conesa, John Fujioka, Herb Goldstein, Kainowa Lauritzen, Kathy Lun, Terry Moni Mapuana, Carmen Maura, Linda Prast, Arnie Ross, Mirna Seya, Baba Subraniam, Tina Sáinz
Vertrieb:3L
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:1,78:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 2.0 Stereo
Sprache:Deutsch, Englisch, Italienisch
Untertitel:Deutsch (nicht ausblendbar)
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover und Schuber
Blu-ray-Start:14.03.2013 (Kauf)
Bonus:
  • Erinnerungen an "Zwei Asse trumpfen auf" - Interview mit Sal Borghese, Luigi Kuveiller und Nori Corbucci (14:57 Min., 576i)
  • Die Musik des Films - Interview mit den Gebrüdern La Bionda (14:10 Min., 576i)
  • Trailer:
    • Deutsch (2:47 Min., 576i)
    • Englisch (4:02 Min., 576i)
    • Italienisch (4:02 Min., 576i)
  • Bildvergleich alte Fassung / HD-Transfer (4:48 Min., 576i)
  • Artwork-Galerie (57 Bilder)
  • Coveransichten weiterer Spencer/Hill-BDs von 3L
  • 8seitiges Booklet
Carlo (Bud Spencer) ist ein stadtbekannter Seebär, der regelmäßig mit seiner Schaluppe über die See fährt. Nebenbei macht er noch erfolgreich Werbung für Nahrungsmittel. Als er sich gerade mal wieder bereit macht für eine neue Fahrt, nistet sich ein blinder Passagier auf seinem Boot ein: Mario (Terence Hill), der eine Schatzkarte besitzt und deswegen vor ein paar Strolchen flüchtet, die auch hinter der Karte her sind. Er vermutet nun auf einer geheimnisvollen Insel einen Goldschatz und will Carlo und sein Boot dazu benutzen, zu dieser Insel zu gelangen. Dort angekommen, treffen die Beiden auf Ureinwohner der Insel und einen alten japanischen Kriegsveteranen, der sich seit Jahren in seiner Festung verbarrikadiert in dem Glauben, der Krieg sei noch im Gange. Es dauert aber nicht lange, bis Carlo und Mario Gesellschaft von einer fiesen Piratenbande bekommen, die auch von dem Schatz weiß ...
Die 1981er-Produktion beginnt mit gutem, altbewährten Spencer-Hill-Slapstick. Das Versteckspiel auf Carlos Nußschale macht richtig Laune. Es dauert sehr lange, bis Carlo die Anwesenheit eines blinden Passagiers bemerkt. Dieser wagt sich nur an Deck, um auf Toilette zu gehen, während Carlo pennt oder um ihm die Mahlzeiten wegzuessen, während Carlo durch irgendeine Ablenkung nach draußen gelockt wird. So kriegt der Papagei die Schuld für das verschwundene Essen.


Dann aber verputzt Mario nicht nur das Essen, sondern er öffnet auch eine Getränkedose und trinkt sie aus. Carlo hat nun endlich kapiert, dass ein Fremder an Bord ist, denn ein Papagei kann ja keine Dose öffnen (aber wohl einen dicken Teller Bohnen essen, ho ho ho). Es folgt eine kleine Prügelei, beide fallen ins Wasser, das Boot schwimmt weg und sie retten sich auf die besagte Schatzinsel. Ab hier wird's dumm, und schnell kommt der Wunsch auf, dass das Versteckspiel auf dem kleinen Segelboot noch etwas angedauert hätte. Sicher, wiedermal soll eine schöne Kulisse mit weißen Sandstränden und Palmen etliche Storyschwächen kaschieren. Natürlich sieht das alles schön aus, aber letztlich kommen doch eher Kinder bei den folgenden Ereignissen auf ihre Kosten. Denn selbst für Spencer-Hill-Verhältnisse wird jetzt alles übermäßig naiv und dümmlich, so dass ein Erwachsener nur noch bedingt Spaß haben kann.


Der Abwärtstrend beginnt bei den Eingeborenen. Unglaublich, wie viele Klischees man aufeinanderstapeln kann. Da haben wir als Stammeshäuptling eine Big Mama, bei der Martin Lawrence neidisch werden dürfte. Natürlich fehlt auch nicht der misstrauische Außenseiter, der die weißen Eindringlinge erstmal unter die Lupe nimmt. Und die hübschen Hula-Hula-Mädchen umschwärmen Schwefelauge und Pechbart bei ihrer Ankunft erst einmal, als befänden wir uns mitten in einer Tui-Werbung. Das (wahrscheinlich vom Kind des Produzenten mal eben in der Mittagspause erfundene) Uga-uga-Gequassel verstärkt den plakativen Eindruck noch. Wie gesagt, Kindern werden diese lustigen Eingeborenen gefallen, der Erwachsene fühlt sich verarscht. Die Sache mit dem alten japanischen Soldaten ist dagegen eine wirklich nette Idee. Zwar ist auch der ein wandelndes Klischee, aber zumindest ein interessantes.


Schön, wie Mario und Carlo die Festung stürmen und im anschließenden Face Off elegantes Martial Arts gegen handfeste Kopfnüsse stehen. Doch dann gibt es eine Heirat zwischen Big Mama und dem Japaner, und der Brechreiz meldet sich beim Zuschauer wieder zu Wort. Unfreiwillige, dabei aber wirklich witzige Komik kommt dann bei der Ankunft der "Piraten" auf. Hatten die Village People eigentlich auch einen Piraten im Team? Wenn ja, dann ist es wohl der Kerl aus diesem Film. Denn die Piraten sind eine tuffige SM-Crew, ganz in schwarzem Lack und Leder. Smithers hätte seine helle Freude gehabt. Dabei ist das natürlich kein Schwulenwitz, sondern einfach das Ergebnis der Bemühung, die Piraten als rockig anmutende Bad Boys darzustellen. Aber halt. Bei all den schrulligen Charakteren gibt es ja auch noch eine Geschichte zu erzählen. Ach was, nevermind. Wen juckt das schon. Wichtig ist nur, dass am Ende Mario und Carlo durch ein ungewolltes Missverständnis den ganzen Schatz an die Polizei übergeben. Der Dank ist ihr größter Lohn. Und Carlo könnte Mario dafür den Hals umdrehen.


"Zwei Asse trumpfen auf" ist platteste Unterhaltung und dabei der schwächste Spencer-Hill-Film, den ich bisher gesehen habe (und ich dürfte eigentlich alle durchhaben). Zumindest aus Sicht eines Erwachsenen ist der altbekannte Prügelspaß nur solange bewährt, bis es auf die Insel geht. Kleinere Fans dürften aber auch hier auf ihre Kosten kommen. Obwohl die kleinen Rotzlöffel von heute sich wohl kaum noch Filme angucken, die 20 Jahre älter sind als sie selbst. Wozu gibt es denn heutzutage CGI?


Auch mit dieser HD-Fassung eines Spencer-Hill-Films zeigt 3L, dass sie auf eine gute Bildqualität wert legen. Die Schärfe ist ausgesprochen gut und das Bild sauber und ordentlich restauriert. Nur selten gibt es noch Verschmutzungen und Defekte zu sehen. Der Detailgrad fällt stets sehr hoch aus und in Nahaufnahmen werden Feinheiten sehr sauber und detailliert herausgearbeitet. Zwar gibt es immer wieder ein paar schlecht fokussierte und weichere Einstellungen, diese sind aber zu verschmerzen und sind eher der Produktion als der Blu-ray zu verschulden.
Für einen 30 Jahre alten Film ist das Ergebnis mehr als zufriedenstellend. Das Filmkorn bleibt dezent im Hintergrund, scheint aber weitgehend intakt zu sein. Der Kontrast arbeitet ausgewogen, könnte nur stellenweise etwas satter ausfallen, was auch für den Schwarzwert gilt. Die Farben sind satt und kräftig, bleiben dabei aber weitgehend sehr natürlich.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum von 3L

Auch bei "Zwei Asse trumpfen auf" spendiert 3L den Fans alle drei wichtigen Sprachfassungen. Neben der deutschen Rainer Brandt-Synchro liegt der Disc also noch die englischsprachige Synchronisation und der italienische Ton bei. Letzterer wurde nicht auf dem Cover angegeben. Die Monotonspuren wurde auf Stereo in DTS-HD Master Audio 2.0 aufgepumpt, etwas nachbearbeitet und entrauscht. Gänzlich ohne Rauschen kommt zwar keine Tonspur aus, aber insgesamt klingt vor allem der deutsche Track gut aufgeräumt, verständlich und klar. Dialoge werden angenehm wiedergeben und klingen kaum dumpf oder gar blechern. Alterbedingtes Kratzen im Hochtonbereich ist zu verschmerzen. Die englische und italienische Tonspuren klingen ebenfalls überraschend gut und haben lediglich mit alterbedingten Mängeln zu kämpfen. Die deutschen Untertitel orientieren sich am italienischen Skript und sollten spaßeshalber mal zur deutschen Synchronisation hinzugeschaltet werden. Bei der englischen und der italienischen Tonspur sind die deutschen Untertitel nicht ausblendbar und die Tonspuren können während des laufenden Films nicht gewechselt werden.


Neben einer Bildergalerie, den Trailer in drei Sprachfassungen und einem SD/HD-Vergleich gibt es noch zwei nette Featurettes: In "Erinnerungen an 'Zwei Asse trumpfen auf'" kommen neben Stuntman und Schauspieler Sal Borgese auch Kameramann Luigi Kuveiller und Nori Corbucci zu Wort und erinnern sich in knapp 15 Minuten lang an die Dreharbeiten und Produktion zurück. Weiterhin gibt es ein Interview mit La Bionda, dem Komponisten der Filmmusik, der in weiteren 15 Minuten die Entstehung der Musik und deren Wirkung thematisiert. Die beiden Featurettes wurden deutsch untertitelt.

"Zwei Asse trumpfen auf" zählt zu den schwächeren Spencer/Hill-Filmen, wurde aber zumindest technisch einwandfrei restauriert. Die Blu-ray erscheint mit einem 7seitigen Booklet mit Hintergrundinformationen zum Film sowie einem FSK-Wendecover. Die Erstauflage wird mit einem O-Card-Schuber ausgeliefert. Auch hier lässt sich das FSK-Logo problemlos entfernen. Insgesamt eine rundum gelungene Veröffentlichung und eine sichtbare Steigerung zur DVD.


Film++----
Bild++++/-
Ton+++---
Bonus++++--


Druckbare Version
Zwei Asse trumpfen auf
Zwei Asse trumpfen auf (New Digital Remastered)
News"Zwei Asse trumpfen auf" - Remastered im September von 3L
IMDb.com OFDb.de



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