Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 2003
Originaltitel:Anger Management
Länge:105:02 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Peter Segal
Buch:David Dorfman
Kamera:Donald McAlpine
Musik:Teddy Castellucci
SFX:Kevin Yeager, Pixelmagic, SPI, The Orphanage
Darsteller:Adam Sandler, Jack Nicholson, Marisa Tomei, Luis Guzmán, Jonathan Loughran, Kurt Fuller, Krista Allen, January Jones, John Turturro, Lynne Thigpen, Nancy Walls, Woody Harrelson
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:1080p / AVC MPEG-4
Medium:BD-25
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:2.40:1
Tonformat:Dolby TrueHD 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Französisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Arabisch, Französisch, Holländisch, Türkisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:10.07.2008 (Kauf)
Bonus:
  • Audiokommentar mit Adam Sandler und Peter Segal
  • Dokumentationen:
    • Making Of "Die Wutprobe" (17:55 Min., 480p)
    • Jack Nicholson spielt Dr. Buddy Rydell (4:06 Min., 480p)
  • Entfallene Szenen:
    • Schokoriegel (2:25 Min., 480p)
    • Ampelgespräch (1:15 Min., 480p)
    • Tankstelle/Krankenbesuch bei Rose (5:14 Min., 480p)
    • Mcenroe (1:25 Min., 480p)
  • Die besten Versprecher (5:36 Min., 480p)
  • Trailershow:
    • 50 erste Dates (2:31 Min., 1080p)
    • Walk Hard - Die Dewey Cox Story (2:26 Min., 1080p)
    • Demnächst auf Blu-Ray Disc (0:32 Min., 1080p)
Dave Buznik (Adam Sandler) ist gut erzogen, sanftmütig und scheu. Dennoch gerät er in einem Flugzeug in eine verbale Kontroverse mit dem Flugpersonal. Eigentlich ist er nur sich selbst treu geblieben, aber genau das wird ihm als besonders unangemessene Provokation ausgelegt. Nun muss er eine Therapie bei Dr. Buddy Rydell (Jack Nicholson) machen. Er soll dort lernen, seine Wut, seinen Ärger und Zorn unter Kontrolle zu halten. Problem: Genau das müsste Dr. Rydell eigentlich selbst erst einmal lernen!
"Ohh, the anger sharks are swimming in my head!" - Nate

Schuf der ehemalige "Saturday Night Live"-Komiker Adam Sandler sich mit seinen ersten Gehversuchen, den flachen, aber brachialen und von den Kritikern verrissenen Komödien wie "Billy Madison", "Happy Gilmore" und "Waterboy" als debiler Wüterich schnell einen beeindruckenden Fankreis, so wurden seine Filme schon bald zahmer und kommerzieller, was sich leider stark auf ihre Qualität auswirkte. Ob "Big Daddy", oder "Mr. Deeds", beide verkamen zu harmlosen Komödien, denen Sandler seinen Stempel nicht mehr aufdrücken konnte.
Mit "Anger Management" sollte es nun wieder bergauf gehen. Zur Sicherheit engagierte man mit Jack Nicholson zusätzlich einen Schauspieler zur Unterstützung, der in der Vergangenheit oft genug die Kassen klingeln ließ.
Leider funktioniert der Film jedoch nicht so wie er könnte, was vor allem am untalentierten Regisseur Peter Segal, der mit dem Abschluss der Interner Link"Naked Gun"-Trilogie, der Fortsetzung "Nutty Professor II" und dem Chris Farley-Zugpferd "Tommy Boy" drei maximal mittelmäßige Komödien ablieferte, und dem völlig unerfahrenen Drehbuchautor David Dorfman lag, welcher ein unausgegorenes, sehr konstruiert wirkendes Drehbuch ohne Würze, dafür aber mit vielen Plotfragen, mit der heißen Nadel zusammenschrieb. Dabei ist die Ausgangskonstellation, zumindest für Nicholson-Fans, durchaus ein netter Aufhänger.



Dave Buznik (Sandler) ist ein Mann, der aufgrund seiner steten Unterdrückung von jeglicher Aggression sich weder traut seinen Chef auf eine besser bezahlte Stelle anzusprechen, noch seiner Freundin Linda (Marisa Tomei) einen Heiratsantrag zu machen. Als er während eines Fluges höflich aber bestimmt mit einer Stewardess zu streiten beginnt und dafür vors Gericht kommt, soll ihm Dr. Buddy Rydell (Nicholson), der im Flugzeug zugegen war, bei der Bewältigung seines Ärgers helfen. Dave leidet, wie sich bald heraus stellt, an implodierenden Wutreaktionen ...



Obwohl Adam Sandler, stets brav und höflich, hier leider nur noch ein Schatten früherer Tage ist, bleibt ein gewisser Unterhaltungswert, der Jack Nicholson und seinen therapeutischen Methoden zu verdanken ist. Nach etwas trägem Beginn, der schon einige Fragen (Wird man in den U.S.A., wenn man Streit mit der Bordbesatzung hat, gleich wie ein Terrorist behandelt?) aufwirft, quartiert sich Buddy nämlich bei seinem neuen Patienten ein und reizt ihn schon bald aufs Äußerste. Da nur ein Bett zur Verfügung steht, wird zu zweit gepennt (Nicholson übrigens nackt und mit enormen Blähungen) und das Frühstück wird an die Wand geknallt. Bärig dabei die Szene, in der sich der Therapeut morgens mit einer Art Elektroschocker die Haarwurzeln stimuliert.



Es dauert nicht lange, bis man sich allerdings zu fragen beginnt, ob nicht auch der Doktor eine Therapie nötig hätte, rastet er doch hier und da auch mal kräftig aus und treibt seine Mitmenschen zur Weißglut, wenn er mitten im Berufsverkehr mit Daves Auto auf der Brücke stoppt, um mit ihm ein "I feel pretty" anzustimmen, damit die Aggressionen zu weichen beginnen. Obwohl die Gags nett sind, werden sie nie wirklich bösartig oder politisch inkorrekt. Stets wird, ohne sich ernsthafte Seitenhiebe auf die amerikanische Gesellschaft zu erlauben, auf einer zahmen Schiene gefahren, die auf die Dauer leider zu vorhersehbar gerät. Die gegenseitigen Versuche, sich aufs Glatteis zu führen (Dave erzählt seinem Therapeut, dass seine Mutter gestorben ist) und auszutricksen (Buddy verkuppelt Dave mit einer hübschen, aber wie sich herausstellt, durch geknallten Blondine zu einem One-Night-Stand) bieten dabei nur wenig Abwechslung. Ganz im Gegensatz zu den unzähligen Cameos. Woody Harrelson darf als österreichische Tunte, Harry Dean Stanton als blinder Mann, der sich mit Dave prügelt, Ex-Tennis-Star John McEnroe als Aggressionspatient und Heather Graham als verführerischer Vamp mit Fressneurose auftreten. Sogar New Yorks Ex-Bürgermeister Rudolph W. Giuliani ist mit von der Partie/Therapie und Luis Guzman, John C. Reilly und John Turturro dürfen in kleineren Rollen ebenfalls als Nicholsons Patienten ran.




Auch mit "Anger Management" zeigt Sony, dass die Blu-ray für sie ein Prestige-Produkt ist und liefert diese Komödie in einer unglaublich guten Bildqualität ab. Die Schärfe ist durchweg gut und Nahaufnahmen offenbaren eine exzellente Detailwiedergabe. Nur selten mag der Transfer eine Spur zu weich erscheinen, was eigentlich auch nur in Totalen der Fall ist, wobei das Bild meist sehr plastisch erscheint und mit einer sehr guten Tiefenwirkung aufwarten kann. Hinzu kommen satte und kräftige Farben, ein meist sehr guter Kontrast und ein satter Schwarzwert, der nur sehr selten etwas aus dem Tritt gerät. Dafür arbeitet die Kompression aber tadellos und bis auf leichtes, aber durchaus sichtbares Filmkorn sind keine Mängel auszumachen.
In Anbetracht einer Komödie ist die sehr druckvolle Abmischung als äußerst gelungen zu betrachten. Der deutsche TrueHD-Mix erfreut sich einem überraschen weiträumigen Klangbild, mit vielen direktionalen Effekten und einen guten Einsatz der Surroundkanäle. Natürlich spielt sich das Geschehen Genre bedingt weitgehend im Frontbereich ab und bietet sehr klare und gut verständliche Dialoge, welche sich perfekt ins restliche Soundgeschehen einbinden. Doch neben einer guten musikalischen Untermalung und einiger ordentlich eingesetzter Umgebungsgeräuschen dürfen die wenigen Actionszenen ein schönes Raumklanggefühl mit viel Wucht und Dynamik beisteuern. Der englische TrueHD 5.1-Track erfreut sich der gleichen Attribute, klingt jedoch eine Spur filigraner. Wie gehabt bietet man uns u.a. deutsche, türkische und englische Untertitel.



Das Bonusmaterial auf dieser Blu-ray ist bis auf den "Wuttest" und den fehlenden "Originaltrailer" identisch zur DVD und bietet uns einen deutsch untertitelten Audiokommentar mit Hauptdarsteller Adam Sandler und Regisseur Peter Segal. Jener ist nicht nur witzig, sondern bietet auch einiges an Hintergrundinformationen.
Weiter geht es mit vier "entfallene Szenen" und unter "Die besten Versprecher" gibt es 6 Minuten an Outtakes und Patzer. Unter den Dokumentationen verbirgt sich einmal ein 18minütige "Making of", welches sich sogar etwas vom üblichen Hollywood-PR-Gelabere distanziert und einen netten Einblick hinter die Kulissen gewährt. In "Jack Nicholson ist Dr. Buddy Rydell" wird innerhalb von 4 Minuten über Jack Nicholsons Rolle als Aggressionstherapeut gesprochen. Zum Schluss gibt es noch eine Trailershow in 1080p. Die restlichen Extras liegen leider nur in Standard Definition vor, wurden aber deutsch untertitelt.




"Anger Management" ist ein weitestgehend gelungene Komödie, die aber an einem schwachen Drehbuch und einem meist formlosen Adam Sandler krankt. Zwischen den guten Gags hangelt sich der Plot geradezu zum nächsten Witz, lässt dabei den Romantikpart völlig außer Acht und findet am Ende ein zu zuckersüßes Ende. Dennoch sind viele Szenen Zwerchfellreißer, was nicht zuletzt dem wundervoll, frechen und listigen Jack Nicholson, der hier mal wieder wundervoll durchgeknallt agiert, zu verdanken ist. Die vielen Cameos sind zwar eine nette Dreingabe, machen aber, weil sie im Nachhinein so deutlich hängen bleiben, deutlich, dass der Witz aus der Situationskomik und nicht aus der schwachen Geschichte entsteht. Keine Überkomödie, aber das Beste, was Peter Segal, dem hier der Mut zu derbem Witz fehlt, bisher abgeliefert hat.
Die Blu-ray bietet eine saubere Bildqualität und der Ton erscheint für das Genre mehr als angemessen. Lediglich das Bonusmaterial hätte besser ausfallen können und so überzeugt eigentlich nur der Audiokommentar auf lange Sicht und motiviert, sich den Film ein zweites Mal anzuschauen.


Film++++/-
Bild+++++-
Ton++++/-
Bonus+++---


Druckbare Version
Wutprobe - Spürt die Liebe, Die
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.