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USA 2013
Originaltitel:Last Stand, The
Alternativtitel:Last Stand - Seine Stadt. Sein Gesetz., The
Länge:107:16 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Kim Ji-woon
Buch:Andrew Knauer
Kamera:Ji-yong Kim
Musik:Mowg
SFX:Josh Hakian, Margaret Johnson, Randy E. Moore
Darsteller:Arnold Schwarzenegger, Rodrigo Santoro, Jaimie Alexander, Genesis Rodriguez, Forest Whitaker, Peter Stormare, Johnny Knoxville, Harry Dean Stanton, Zach Gilford, Luis Guzmán, Daniel Henney, John Patrick Amedori
Vertrieb:Splendid
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:2,40:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 7.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:13.05.2013 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer bei Disc-Start:
    • The Expendables 2 (2:18 Min., 1080p)
    • Kiss the Coach (1:30 Min., 1080p)
  • Deleted Scenes (8:10 Min., 1080p)
  • Extended Scenes (14:00 Min., 1080p)
  • Not In My Town - Making The Last Stand (28:11 Min., 1080p)
  • Interview mit Arnold Schwarzenegger (5:46 Min., 1080p)
  • B-Roll (3:37 Min., 1080p)
  • Cornfield Chaos Scene Breakdown (11:21 Min., 1080p)
  • The Dinkum Firearm and Historic Weaponry Museum Tour (11:21 Min., 1080p)
  • Actor-Cam Anarchy mit Johnny Knoxville und Jaimie Alexander (10:32 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Zambezia (2:03 Min., 1080p)
    • The Day (1:48 Min., 1080p)
    • Halo 4 - Forward Unto Dawn (1:19 Min., 1080p)
    • Rurouni Kenshin (2:23 Min., 1080p)
    • Spider City (1:44 Min., 1080p)
    • The Expendables (0:50 Min., 1080p)
    • Confession Of Murder (1:46 Min., 1080p)
Ex-Drogen-Cop Owens bekämpft seit einiger Zeit nur noch die Verbrechen in der verschlafenen Grenzstadt Sommerton Junction. Deren ländliche Idylle ist jedoch vorbei, als der berüchtigte Drogenboss Gabriel Cortez aus einem FBI-Gefängnistransport entkommen kann. Begleitet von einer Bande gesetzloser Söldner, die vom eiskalten Burell angeführt wird, rast Cortez mit einer getunten Corvette Z1 Richtung mexikanischer Grenze. Sein Weg führt ihn dabei direkt durch Sommerton Junction. Und genau dort wollen John Bannister und seine Gesetzeshüter den gejagten Verbrecher stellen. Owens will sich zunächst aus dem unausweichlichen Duell heraushalten, greift dann aber doch ein. Schließlich ist dies seine Stadt und hier ist ER das Gesetz ...
"Das Comeback des Jahres"

So wird der neueste Film mit Gouvernator Arnold Schwarzenegger groß angekündigt, und unzählige Fans waren gespannt, ob der alte Action-Hero noch einmal an die alten Zeiten anknüpfen kann. Diese Frage kann man letztendlich nur sehr bedingt mit "ja" beantworten, denn schon die ersten Einstellungen des Filmes zeigen einem ganz eindeutig auf, dass die vergangenen Jahre rein optisch nicht spurlos am Ex-Terminator vorbeigezogen sind. Natürlich ist dies der ganz normale Verlauf der Natur, doch Arnie erscheint einem manchmal ein wenig müde und ausgelaugt, was seine Rolle als Provinz-Sheriff jedoch mit mehr Glaubwürdigkeit ausstattet als man es eventuell vermuten möchte.
So ist dann auch "The Last Stand" keinesfalls das absolute Action-Feuerwerk, das viele Leute wahrscheinlich erwartet haben, und Arnie kann auch erst im letzten Drittel der Geschichte ein wenig aus sich herausgehen, wobei insbesondere der finale Kampf gegen den Drogen-Baron, meiner Meinung nach, durchaus authentische Züge erkennen lässt.



Die Geschichte ist relativ kurzweilig gestaltet und beinhaltet ordentliches Erzähltempo. Man sollte die eigenen Erwartungen aber von Beginn an in realistische Bahnen lenken und keinen Vergleich zu früheren Action-Krachern der Schauspiel-Legende ziehen, denn in diesem Bezug kann "The Last Stand" keinesfalls mithalten. Vielmehr gestaltet sich ein für Schwarzenegger-Verhältnisse eher normaler Film, in dem der Action-Anteil ziemlich gut über die gesamte Laufzeit verteilt ist.
Dadurch erscheint das Geschehen auch zu keiner Zeit überladen und beinhaltet seinen eigentlichen Höhepunkt auch nicht in Passagen mit Arnies Beteiligung, sondern vielmehr in der erstklassig in Szene gesetzten Verfolgungsjagd der Bundesbehörden, die um jeden Preis den entkommenen Drogen-Boss wieder einfangen wollen. Dabei offenbart sich ein bis ins Detail perfekt umgesetzter Fluchtplan, der auch einige sehr sehenswerte Szenen beinhaltet und so dafür Sorge trägt, dass erst gar keine Langeweile aufkommen kann. Zudem beinhalten die Ereignisse auch eine humorige Note, die dem gewonnenen Gesamtbild sehr gut zu Gesicht steht. Dafür werden jedoch die Hardcore-Fans von Mr. Schwarzenegger eine kleine Enttäuschung erleben, ist der Held doch längst nicht so oft in Aktion, wie sich das der ein oder andere wahrscheinlich gewünscht hat.



Bei diesem Aspekt sollte man aber auch nicht vergessen, dass es wohl äußerst unrealistisch erscheinen würde, wenn ein 66-jähriger Mann alles im Alleingang bewerkstelligen würde und dabei immer noch in unzählige körperliche Auseinandersetzungen verwickelt wäre, wie es in seinen älteren Werke oft der Fall war. Gerade dieser Punkt hat mir persönlich sehr gut gefallen, ist Arnie hier doch auf die Hilfe einiger anderer Personen angewiesen, wobei es selbst unter diesem Aspekt immer noch recht fragwürdig erscheint, dass die kleine Truppe dazu in der Lage ist, sich mit einem richtigen Killer-Kommando anzulegen. Wie dem auch sei, "The Last Stand" ist definitiv ein sehenswerter Film, und auch wenn das ganz große Spektakel fehlt, macht doch vor allem dieser Umstand das Ganze umso sympathischer.



Der einstige Held ist älter und verletzbarer geworden. Wo er noch vor einigen Jahren fast spielerisch im Alleingang ganze Horden von Gegnern aus dem Weg geräumt hat, ist mittlerweile ein Hauch von Realität eingezogen. Manch einer mag dies als negativen Kritikpunkt ausmachen, doch mir persönlich ist der "neue" Arnie äußerst sympathisch. Das bezieht sich in vorliegendem Fall aber auch auf den gesamten Film, denn von Anfang bis Ende offenbart sich ein Szenario, das in allen Belangen einen ziemlich guten Gesamteindruck hinterlässt.

Also kann man letztlich von einem sehr gelungenen Comeback reden, in dem ein in die Jahre gekommener Action-Held immer noch solide und routiniert agiert, aber dennoch den ganz großen Biss verloren hat. Ob man dies als negativ bewerten muss, weiß ich nicht, denn schließlich macht das Alter auch nicht vor Prominenten halt. "The Last Stand" ist nicht der von vielen Leuten erwartete Kracher, bietet aber dennoch gute Unterhaltung und ein verhältnismäßig glaubhaftes Szenario, was in einem Film mit Arnold Schwarzenegger sicher nicht der Normalität entspricht. Ich fühlte mich jedenfalls bestens und sehr kurzweilig unterhalten, so dass ich auf jeden Fall eine Empfehlung aussprechen kann.



Splendid übertreibt es mit den Auflagen, ähnlich wie bei Interner Link"The Expendables", und setzt ganz auf Schwarzenegger als Zugpferd. Es gibt allein sechs Blu-ray-Auflagen der ungekürzten 18er- sowie FSK16Fassungen. Für jeden ist etwas dabei. Von einem Steelbook, über eine 3D-Lentikular-Auflage, bis hin zum Hero-Pack mit Sheriffstern-Replika und Prägedruck werden Sammler problemlos ihr Geld los. Die Film-Discs sind alle identisch. Uns lag die orangefarbene Amaray-Variante mit FSK-Wendecover vor. Die Bildpräsentation fällt weitgehend sehr gut aus und zeigt ein hochwertiges HD-Bild, bei dem es, bis auf wenige Ausnahmen, nichts zu bemängeln gibt. Die Schärfe ist ausgezeichnet, und die Detailzeichnung überzeugt auf ganzer Linie. Da stören die paar etwas weicher wirkenden Szenen nicht, da es sich hierbei um schlechter fokussierte bzw. Effekt-Aufnahmen handelt. Zudem neigen die Gesichter dazu, etwas weicher zu wirken. In dunklen Szenen ist ebenfalls ein minimaler Detailverlust zu bemängeln. Dafür erfreut sich das Bild einer guten Plastizität und Tiefenwirkung. Auch der Kontrast arbeitet sehr ausgewogen, und nur in wenigen Momenten könnte der Schwarzwert etwas satter ausfallen. Die Farben wurden stilistisch angepasst, erweisen sich aber satt und kräftig. Bildrauschen bzw. Filmkorn hält sich auf weitgehend zurück. Bis auf vereinzelt auftretende Kompressions-Artefakte ein gefälliges HD-Bild.


(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Beim Ton wird dem Zuschauer ein brachialer 7.1-HD-Mix geboten, der bereits in den ersten Minuten die Richtung vorgibt. Direktionale Effekte und eine herausragende Detailwiedergabe gehören zum Standard. Man beschränkt sich nicht nur auf die wuchtigen Action-Szenen, sondern auch in den ruhigen Momenten gehört der HD-Mehrkanalton zu den Besten, die in der letzten Zeit auf Blu-ray gebannt wurden. Der Subwoofer bekommt ordentlich Arbeit, und die Effekt-Aufnahmen lassen das Gefühl aufkommen, direkt in die Action einbezogen zu werden. Lediglich die Balance zwischen Dialogen und der Action könnte etwas homogener ausfallen, weil die Stimmen teilweise etwas zu leise wirken, aber dennoch gut verständlich bleiben. Der Score verteilt sich ebenfalls mit viel Druck über sämtliche Kanäle, bleibt dabei aber stets klar und natürlich. Der englischsprachige HD-Master 7.1-Mix unterscheidet sich kaum vom deutschen Pendant, bietet allerdings eine bessere Balance zwischen Dialogen und Nebengeräuschen.


Das Bonusmaterial liegt in hochauflösender Qualität vor und macht den Anfang mit sechs verschiedenen geschnittenen Szenen sowie sieben erweiterten Szenen. Einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen bekommt man im 28minütigen "Not my Town - Making 'The Last Stand‘" geboten. Dabei liegt der Fokus auf dem Comeback von Arnold Schwarzenegger, bietet jedoch noch genug interessante Einblicke in die Entstehung des Action-Thrillers. In einem 6 Minuten langen Interview darf Schwarzenegger das übliche Promo-Geschwätz abliefern, was genauso uninteressant ist wie die 4 Minuten an unkommentierten B-Roll-Material. Das 11minütige Feature "Cornfield Chase Scene Breakdown" beschäftigt sich etwas ausführlicher mit der Entstehung der Auto-Verfolgungsjagd durchs Maisfeld. Des Weiteren bekommt man bei "The Dinkum Firearm and Historik Weaponry Museum Tour" einen 11minütigen Rundgang durch das Set und das Waffen- bzw. Props-Lager geboten. Unter "Actor-Cam Anarchy mit Johnny Knoxville und Jaimie Alexander" zeigt man in weiteren 11 Minuten einen kompletten Drehtag aus der Sicht der beiden Darsteller. Leider gibt es keine Teaser oder Trailer zum Hauptfilm, stattdessen aber zehn zusätzliche Trailer, die etwas Werbung für den Lizenzstock von Splendid machen sollen. Das Bonusmaterial sowie der Hauptfilm wurden optional mit deutschen Untertiteln versehen.



Zwar ist vom einst strahlenden Helden nicht mehr allzu viel zu sehen, da Herr Schwarzenegger ganz augenscheinlich in die Jahre gekommen ist, aber dennoch reicht das immer noch vollkommen aus, um einen gelungenen Film zu präsentieren, in dem sich die Action-Anteile jedoch nicht so zahlreich präsentieren, wie es manch einer erwartet hat. "The Last Stand" wird die Meinungen sicherlich spalten, aber ich empfand das Werk als angenehm realistisch, wenn man einmal ältere Werke der Action-Ikone zu Grunde legt. Die Blu-ray überzeugt in Bild und Ton, wobei das Bonusmaterial ein wenig oberflächlich ausfällt. Die vielen Auflagen in diversen Sonderverpackungen sind nur was für eingefleischte Fans. Die normale KeepCase-Variante mit FSK-Wechselcover sollte völlig ausreichen.


Film++++--
Bild+++++-
Ton+++++-
Bonus++/---


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