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D, USA 2012
Originaltitel:In the Name of the King 2: Two Worlds
Alternativtitel:Dungeon Siege 2
aka. In the Name of the King 2
aka. In the Name of the King: Two Worlds
Länge:95:57 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Uwe Boll
Buch:Michael Nachoff
Kamera:Mathias Neumann
Musik:Jessica de Rooij
SFX:Jak Osmond
Darsteller:Dolph Lundgren, Natassia Malthe, Lochlyn Munro, Aleks Paunovic, Heather Doerksen, Natalia Guslistaya, Elisabeth Rosen, John Tench, Michael Adamthwaite, Michael Teigen, Paul Lazenby, Jamie Switch
Vertrieb:Splendid
Norm:1080p / MVC (3D-Version), 1080p / MPEG-4 AVC (2D-Version)
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:1,78:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Niederländisch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:27.01.2013 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer bei Disc-Start:
    • The Way Back - Der lange Weg (2:04 Min., 1080p)
    • Schwerter des Königs: Dungeon Siege (1:42 Min., 1080p)
  • Deutscher Audiokommentar mit Regisseur Uwe Boll
  • Englischer Audiokommentar mit Regisseur Uwe Boll
  • Behind the Scenes (6:28 Min., 1080p)
  • From page to Screen (5:06 Min., 1080p)
  • Trailershow [Deutsch/Englisch]:
    • Age of the Dragons (2:37 Min., 1080p)
    • Rare Exports (2:11 Min., 1080p)
    • The Lost Bladesman (1:27 Min., 1080p)
    • Space Battleship Yamato (1:31 Min., 1080i)
    • Bunraku (2:25 Min., 1080p)
    • Deadly Crossing (1:33 Min., 1080i)
    • Orks [nur dt.] (2:20 Min., 1080i)
    • Darfur [nur engl.] (1:22 Min., 1080p)
    • Postal [nur dt.] (1:29 Min., 1080p)
    • Love Wedding Marriage [nur engl.] (2:13 Min., 1080i)
Ex-Elitesoldat Granger lebt zurückgezogen ein unspektakuläres Leben in einer Großstadt. Doch eines Nachts ändert sich plötzlich alles. Ohne zu wissen, was mit ihm geschieht, wird Granger von zwei brutalen Kämpfern angegriffen, die nur ein Ziel kennen: seine Vernichtung! Mitten im Kampf erhält er unerwartete Hilfe der Zauberin Elianna, die ihn und seine Widersacher mit Hilfe eines mächtigen Zaubers in das Königreich Ehb katapultiert. Im vom jahrelangen Krieg zerstörten Königreich Ehb erfährt Granger, dass er ein direkter Nachfahre Farmers ist und die einzige Hoffnung des Volkes auf Frieden. Die größte und erbarmungsloseste Schlacht gegen unmenschliche Krieger, übernatürliche Magier und Fleisch fressende Urtiere beginnt und Grangers letzter Kampf entscheidet nicht nur über das Dasein des Königreich Ehb sondern auch über das Fortbestehen seiner eigenen Welt.
Und wieder einmal hat Dr. Uwe Boll zugeschlagen, mit "Schwerter des Königs - Zwei Welten" bekommt man es nun mit der Fortsetzung des 2007 erschienenen Interner Link"Schwerter des Königs - Dungeon Siege" zu tun. Zuerst möchte ich anmerken, dass mich vorliegender Film weitaus kurzweiliger unterhalten hat als der trotz Starbesetzung vollkommen enttäuschende erste Teil. Nun heißt das aber noch lange nicht, dass der Zuschauer es hier mit einem wirklich gelungenem Film zu tun bekommt, denn leider stellt der deutsche Regisseur einmal mehr unter Beweis, dass seine Filme in Sachen Qualität sehr starken Schwankungen unterlegen sind. Nach sehr gelungenen Filmen wie "Rampage" oder auch "Darfur - Der vergessene Krieg" scheint es wieder einmal bergab zu gehen, obwohl genügend Potential vorhanden wäre, um ein wirklich gutes Werk herauszubringen. Die Grundidee der vorliegenden Geschichte ist nämlich sehr interessant und hätte eine weitaus bessere Umsetzung verdient gehabt als wie sie nun vorliegt.



Bei einem Budget von geschätzten 7,5 Mio. US-Dollar darf man schon Einiges erwarten, doch man fragt sich den gesamten Film über, wofür dieses Geld eigentlich ausgegeben wurde. Die Sets können es eigentlich nicht gewesen sein, herrscht doch die gesamte Laufzeit über der Eindruck vor, das Szenario wäre irgendwo in den Wäldern rund um die Kasseler Berge abgedreht worden. Sensationelle Effekte sind auch nicht vorhanden, so dass ein Großteil des Budgets letztendlich wohl für die Gage der Darsteller verwendet wurde. Sollte dies der Fall sein, ist es umso unverständlicher, denn gerade beim dargebotenen Schauspiel zeigt der Film doch die größten Defizite: Einige der Schauspieler hätten sogar Schmerzensgeld an die Produktionsfirma zahlen müssen, anstatt die Gage einzustecken. Besonders negativ tut sich Hauptdarsteller Dolph Lundgren hervor, der in der Geschichte als absoluter Fremdkörper erscheint. Das ist jedoch nicht ausschließlich in den schon immer sehr begrenzten darstellerischen Fähigkeiten des Action-Veterans begründet, sondern auch seinem generellen Auftreten in der Geschichte.



Sieht man einmal von der stoischen Mimik und dem von Haus aus ausdruckslosen Schauspiel ab, übertrifft sich der alte Schwede auch noch ständig in unlogischen Verhaltensweisen und quält den Zuschauer mit extrem platten Humor, der allerdings für eine Produktion von Uwe Boll absolut typisch erscheint. Nicht nur die Dialoge sind streckenweise recht dämlich, der Humor wirkt auch erzwungen und will zu keiner Zeit richtig zünden. Am schlimmsten erscheint jedoch der Aspekt, dass Lundgren äußerst gebrechlich erscheint. Man hat jeden Moment das Gefühl, der alte Haudegen könne an Altersschwäche sterben. Von einer Ikone des B-Movie-Actionfilms ist nichts mehr zu spüren, man empfindet regelrecht Mitleid mit einem alternden Mann, der augenscheinlich kurz davor steht, den Löffel endgültig abzugeben. Lundgren befindet sich hier sprichwörtlich im falschen Film, die ihm zugewiesene Rolle passt wie ein viel zu enger Anzug, so dass sich das eh schon begrenzte Schauspiel dementsprechend offenbart. So hinterfragt er beispielsweise überhaupt nicht die vorhandene Situation, sondern nimmt gelassen die Tatsache hin, dass er sich mit einem Mal in einer vollkommen anderen Zeit befindet und versucht stattdessen diesen Umstand durch platte Sprüche wegzureden.



Trotz dieser ganzen sehr offensichtlichen Mankos ist "Schwerter des Königs - Zwei Welten" durchaus unterhaltsam und sei dies auch nur auf Grund der Tatsache, dass man sich an der schlechten Umsetzung einer interessanten Geschichte erfreuen kann. Schlechte Darsteller, billig wirkende Settings und dümmliche Dialoge können auch eine durchaus unterhaltsame Mischung ergeben, die letztendlich schon fast in den Trash-Bereich einzuordnen ist. Dolph Lundgren ist in einer seiner schlechtesten Rollen überhaupt zu sehen und dürfte ein ernsthafter Kandidat für die "Goldene Himbeere" sein, mit der man den schlechtesten Darsteller auszeichnet. Generell gilt das auch für die gesamte Produktion, die filmisch gesehen eine ziemliche Graupe darstellt, aus dem Blickwinkel des geneigten Trash-Fans aber durchaus Potential beinhaltet.


Splendid veröffentlicht neben einer Standard-DVD und Blu-ray-Version "Schwert des Königs – Zwei Welten" auch als 3D-Edition. Für die 3D-Version wurde das 2D-Bild konvertiert - und das leider nicht sonderlich gut. Jeder halbwegs ordentliche LED- bzw. Plasma-Fernseher mit 3D-Technologie kann eine solche Konvertierung von 2D auf 3D deutlich besser darstellen. Das Bild zeigt sich weder sonderlich tief, noch gibt es irgendwelche Pop-Out-Effekte. Vielmehr darf sich der Zuschauer auf überlappende Bildebenen einstellen und sich mit einer Menge Ghosting-Artefakten herumärgern. Dafür ist 3D nicht gemacht. Auch wenn das Bild ansonsten viele positive Attribute der 2D-Version hat, gehen einige Details verloren und die Bildtiefe ist bei der normalen Edition um einiges ansprechender ausgefallen.
Die 2D-Version bietet eine sehr gute Schärfe mit knackigen Konturen und einem hohen Grad an Details. Selbst in Totalen überzeugen Durchzeichnung und Tiefenwirkung und der Kontrast balanciert helle und dunkle Bildbereiche nahezu perfekt aus ohne feine Details verschwinden zu lassen. Die wenigen Sequenzen, in denen das Bild etwas steil wirkt bzw. überstrahlt, dürfen als Stilmittel bezeichnet werden. Ohnehin setzte Uwe Boll, der "Schwert des Königs – Zwei Welten" mit Red One-Kameras filmte, auf eine reduzierte Farbpalette und erzeugt eine sehr kühle, trostlose Optik. Dadurch fehlt es dem Bild stellenweise etwas an Plastizität. Aufgrund der digitalen Filmtechnik hält sich Bildrauschen zurück. Die Kompression arbeitet sehr ausgewogen im Hintergrund und auch sonst bietet das Bild keine Fehler.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Die in DTS-HD Master Audio 5.1 vorliegenden Sprachfassungen unterscheiden sich nicht sonderlich voneinander. Es gibt ein paar nette direktionale Effekte, insgesamt fehlt es beiden Sprachfassungen aber an Dynamikumfang und Räumlichkeit in Bezug auf Effekte und Umgebungsgeräusche. Der Score verteilt sich dafür sehr gut auf sämtliche Kanäle und hebt die Räumlichkeit zumindest musikalisch deutlich an. Beide Sprachfassungen klingen sehr sauber und gut ausbalanciert, außer dass die deutsche Sprachfassung produktionsbedingt etwas steril klingt, sich aber trotzdem gut ins restliche Klangambiente einbringt. Alles in allem bleiben beide HD-Formate etwas frontlastig, können aber zumindest mit netten Stereoeffekten aufwarten und der Subwoofer darf hin und wieder etwas Druck versprühen. Optional gibt es deutsche und holländische Untertitel.



Was ist das Beste an einem Uwe Boll-Film? Richtig, der Audiokommentar. In diesem Fall gibt es gleich zwei! Einmal in deutsch und einmal in englisch. Wer schon öfter in den Genuss eines Bollschen Kommentars kam, der weiß, dass er sich auf eine Menge Hintergrundinformationen rund um die Produktion freuen darf, genauso wie über reichlich Beschimpfungen. Diesmal ist Natsaai Malthe dran, Telefonate während des Kommentars und auch so sagt Boll, was er denkt und wie er die Sache sieht. Über Lundgren fällt allerdings kein böses Wort, bei ihm ist er voll des Lobes. Leider wurde der englischsprachige Kommentar nicht deutsch untertitelt, bietet aber genügend Unterschiede zum deutschen Kommentar, so dass beide hörenswert sind. Desweiteren gibt es ein 7minütiges Behind the Scenes-Feature mit Einblicken ans Set und mit Kommentaren von Dolph Lundgren. In "From Page to Screen" erzählt Drehbuchautor Michael Nachoff eine wenig über die Geschichte und die Charakterentwicklung, die man im fertigen Film vergebens sucht. Zum Ende gibt es noch den Trailer zum Film, sowie eine Trailershow mit weiteren Titeln aus dem Hause Splendid. Die Featurettes können deutsch und holländisch untertitelt werden.



Als ernstzunehmender Film fällt "Schwerter des Königs - Zwei Welten" gnadenlos durch das Raster, als Beitrag zum unfreiwillig komischen Geschmack bietet sich jedoch eine Geschichte, an der man durchaus seine Freude haben kann. Kurzweilig unterhaltend ist dieser Film auf jeden Fall, für anspruchsvolle Cineasten kann man jedoch auf keinen Fall eine Empfehlung aussprechen. Die Blu-ray wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert und bietet zumindest ein sehr gutes 2D-Bild, sowie eine ansprechende Soundabmischung und nettes Bonusmaterial. Dafür reicht aber die 2D-Edition, da die misslungene 3D-Konvertierung wirklich niemand benötigt.


Film+/----
Bild++++/-Wertung der 2D-Fassung
++----Wertung der 2D-Fassung
Ton++++--
Bonus+++---


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