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NO 2008
Originaltitel:Fritt vilt II
Alternativtitel:Cold Prey 2: Resurrection
aka. Cold Prey II
aka. Cold Prey: Resurrection
Länge:89:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Mats Stenberg
Buch:Thomas Moldestad
Kamera:Anders Flatland
Musik:Magnus Beite
SFX:Kai Kolstad Rødseth
Darsteller:Ingrid Bolsø Berdal, Marthe Snorresdotter Rovik, Fridtjov Såheim, Per Schaanning, Kim Wifladt, Johanna Mørck, Mats Eldøen, Andreas Cappelen, Vetle Qvenild Werring, Mads Sjøgård Pettersen, Robert Follin, Bernhard Ramstad
Vertrieb:Sunfilm / Tiberius
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 7.1 (dt.), DTS-HD Master Audio 5.1 (norw.)
Sprache:Deutsch, Norwegisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit Wendecover
Blu-ray-Start:05.02.2010 (Kauf)
Bonus:
  • Audiokommentar mit Regisseur Mats Stenberg
  • Making of (14:28 Min., 1080i)
  • Deleted Scenes (5:14 Min., 1080i)
  • Outtakes (3:05 Min., 1080i)
  • Die Special Effects von Cold Prey 2 (18:11 Min., 1080i)
  • Deutscher Trailer (1:57 Min., 1080p)
  • Norwegischer Trailer (1:55 Min., 1080i)
  • Trailershow:
    • Cold Prey (2:08 Min., 576i)
    • Halloween II (2:23 Min., 576i)
    • Mutants (1:32 Min., 1080i)
    • S. Darko (2:14 Min., 1080i)
    • Sexykiller (1:45 Min., 576i)
    • Las Bandidas (1:32 Min., 1080p)
    • Evil Ground (1:51 Min., 576i)
Jannike hat als einzige Person das Massaker eines Massenmörders in den abgeschiedenen Bergen Norwegens überlebt. Nachdem sie den Killer töten konnte, schleppt sie sich mit letzter Kraft in die Zivilisation zurück. Als sie Stunden später in einem Krankenhaus wieder aufwacht, muss sie voller Entsetzen feststellen, dass die Polizei nicht nur die Leichen ihrer Freunde geborgen hat, sondern auch den toten Killer, der nur wenige Zimmer weiter liegt. Doch dieser ist nicht so tot, wie sie gedacht hat. Das Grauen beginnt wieder von neuem und nur Jannicke kann den Mörder stoppen ...
Es gibt sie also doch noch, die Sequels zu einem erfolgreichen und guten Horrorfilm, auf die sich das Warten durchaus lohnt. Wer erinnert sich nicht gern an den norwegischen Überraschungserfolg Interner Link"Cold Prey" aus dem Jahr 2006, der zwar nicht unbedingt sehr viel Wert auf inhaltliche Originalität gelegt hat, aber einen sehr guten Slasher aus Europa darstellt. Und dieser Nachfolger knüpft nahtlos da an, wo der Interner Linkerste Teil aufgehört hat, wobei sich die Fortsetzung der Geschichte dieses Mal nicht in der malerischen norwegischen Winterlandschaft, sondern in einem Krankenhaus abspielt, das kurz vor der Schließung steht und nur noch mit einer absoluten Notbesetzung am Leben gehalten wird. Nachdem Jannicke, die einzige Überlebende des Massakers aus Interner LinkTeil 1 eingeliefert wird, glaubt ihr zunächst keiner so richtig die Geschichte, die sie erzählt. Nachdem aber die Leichen in der Gletscherspalte geborgen und in das Krankenhaus eingeliefert werden, sieht die Sache ganz anders aus, vor allem, nachdem im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle losbricht und die ersten Toten zu beklagen sind.



Wie schon der Vorgänger besticht auch dieser Film in erster Linie durch seinen dramaturgisch absolut gelungenen Spannungsaufbau und die exzellente unheimliche Atmosphäre, die sich im Laufe der Geschichte immer mehr verdichtet und so für absolute Hochspannung sorgt. Mats Stenberg, der dieses Mal für die Regie verantwortlich war, ist es vortrefflich gelungen, nach einem eher ruhigen Beginn die Spannungsschraube kontinuierlich immer fester zu ziehen und so auch dafür Sorge zu tragen, dass sich das Sehverhalten des Zuschauers mit der Zeit drastisch verändert. Denn sitzt man zu Beginn noch verhältnismäßig entspannt vor dem Bildschirm, so entwickelt sich doch mit der Zeit ein sehr starkes Gefühl der Anspannung, das einem fast zwangsläufig phasenweise schweissnasse Hände beschert. Hervorgerufen wird dies insbesondere durch die kühle Optik des Films, die nicht zuletzt für die ein oder andere Gänsehaut verantwortlich ist.


Insbesondere der Schauplatz des fast verlassenen Krankenhauses tut sich hervor. Die Jagd durch die einsamen und düster erscheinenden Korridore entwickelt sich immer mehr zu einem gnadenlosen Katz-und_Maus-Spiel, das an Spannung und Intensität nur schwerlich zu überbieten ist. Beim Versuch, sich selbst in die vorherrschende Situation hineinzuversetzen, überzieht sich die eigene Haut nicht gerade selten mit einem dünnen Schweißfilm und man ist heilfroh über die Tatsache, dass man das Geschehen aus sicherer Entfernung verfolgen kann, was schon vollkommen ausreichend ist, eine gewisse Nervosität aufsteigen zu lassen. Diese steigert sich zum Ende des Films und nach etlichen Toten noch einmal zusehends, als sich das Szenario aus dem Krankenhaus in das alte Hotel verlagert, das im Vorgänger der Schauplatz der Geschehnisse war und hier als Kulisse für den endgültigen und finalen Showdown dient.


Neben dem fantastischen Spannungsaufbau und der erstklassigen Atmosphäre beinhaltet der Film auch einen in meinen Augen angemessenen Härtegrad, der sich in einem durchaus annehmbaren Rahmen bewegt. Allerdings hätte wohl auch eine 16er Freigabe vollkommen ausgereicht, denn viel mehr harte Szenen als im ersten Teil gibt es auch hier nicht zu begutachten. Dennoch werden auch die Freunde der etwas härteren Gangart voll auf ihre Kosten kommen, wobei man aber keinesfalls ein Splatter- und Gore-Festival erwarten sollte. Das wäre aber auch vollkommen unpassend gewesen und hätte den hervorragenden Gesamteindruck des Films unnötig getrübt, denn hier zählt wirklich das Gesamtpaket und das ist einfach äußerst gut gelungen, da auch im schauspielerischen Bereich wieder absolut Überzeugendes geboten wird.



Sunfilm veröffentlicht "Cold Prey 2" ungekürzt mit einer Freigabe ab 18 Jahren auf DVD und Blu-ray. Die vorliegende HD-Version hebt sich sichtbar vom DVD-Pendant ab, ohne nur annähernd Höchstwerte zu erzielen. Dies ist nicht zuletzt den günstigen Produktionsumständen geschuldet, welche der Atmosphäre von "Cold Prey 2" aber nur zugute kommt. Die kalte und triste Optik der verlassenen Krankenhausflure passt wesentlich besser zum Filminhalt als eine aalglatte Hochglanzproduktion. Die Farben werden sauber dargestellt, unterliegen stilbedingt einigen Verfremdungen und wirken weitgehend sehr kühl und untersättig. Der Kontrast wirkt ausgewogen, und trotzdem der Schwarzwert nicht immer optimal arbeitet, entsteht eine natürliche Plastizität ohne zusätzlicher Nachschärfung. Der Detailbereich fällt allgemein etwas schwach aus und auch die Grundschärfe des Bildes ist eher im Mittelfeld anzusiedeln. Das leicht körnige Bild wurde nicht weiter bearbeitet und die Kompression arbeitet unauffällig im Hintergrund.


(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Beide HD-Mehrkanal-Tracks bieten eine gute Sprachverständlichkeit, wobei das norwegische Original um einiges natürlicher und weniger steril klingt. Beide Tonspuren haben das Problem, dass die Räumlichkeit für einen Film dieses Genres zu stark eingeschränkt ist und der Frontbereich zu ausgeprägt ausfällt. Die Musik verteilt sich dafür angenehm auf sämtliche Kanäle und zeitweise verirren sich auch kleinere Nebengeräusche in die Rears. Die zusätzlichen Kanäle der deutsche Abmischung werden dabei nicht ausreichend genutzt. Optional gibt es deutsche Untertitel.


Als Bonusmaterial bietet Sunfilm dem Käufer einen englischsprachigen Audiokommentar mit Regisseur Mats Stenberg, der ausführliche auf die schwierigen Drehbedingungen eingeht. Stenberg spricht über die Darsteller und geizt nicht mit allgemeinen Hintergrundinformation rund um die Dreharbeiten. Leider fehlen deutsche Untertitel. Diese gibt es beim 15minütigen Making of, welches aus B-Roll-Material besteht. Enthalten sind auch Aufnahmen des Schneesturms, der dem Team ordentlich zugesetzt hat. Das Special Effects Featurette zeigt in knapp 18 Minuten anhand eines Vorher-Nachher-Vergleichs diverse Ausschnitte von Filmszenen und deren Bearbeitung. Desweiteren gibt es noch 5 Minuten an Deleted Scenes sowie drei Minuten an witzigen Outtakes, bevor der Trailer zum Film das Zusatzmaterial abschließt. Eine Trailershow mit weiteren Ausschnitten diverser Sunfilm-Lizenzen darf natürlich nicht fehlen. Das Bonusmaterial liegt teilweise in High Definition vor.


Das Warten hat sich gelohnt, denn mit "Cold Prey 2" ist ein Sequel entstanden, das wirklich gelungen ist und seinem Vorgänger in Nichts nachsteht. Ein weiteres Beispiel dafür, dass auch in Europa immer mehr gute und spannende Horrorfilme produziert werden, die so manche US-Produktion locker in die Tasche stecken. Dabei muss es nicht immer inhaltliche Innovation sein, die den Zuschauer begeistert, denn wenn altbewährte Zutaten so toll und interessant verpackt werden wie hier, gibt es gar keinen Grund zur Beschwerde. Fans des Genres sollten sich diesen tollen Film auf jeden Fall besorgen, denn spannende und sehr kurzweilige Unterhaltung ist hier garantiert.

Die deutsche Disc bietet solide technische Aspekte, wartet mit interessanten Bonusmaterial auf, ist ungekürzt und besitzt ein FSK-Wendecover.


Film++++/-
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+++---


Druckbare Version
Cold Prey - Eiskalter Tod
Cold Prey III - The Beginning
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