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USA 1997
Originaltitel:Men In Black
Alternativtitel:MIB
Länge:97:58 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Barry Sonnenfeld
Buch:Ed Solomon
Kamera:Donald Peterman
Musik:Danny Elfman
SFX:Industrial Light & Magic
Darsteller:Tommy Lee Jones, Will Smith, Linda Fiorentino, Vincent D'Onofrio, Rip Torn, Tony Shalhoub, Siobhan Fallon, Mike Nussbaum, Jon Gries, Sergio Calderón, Carel Struycken, Fredric Lehne
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:1080p AVC MPEG-4
Medium:BD-50
Regionalcode:A, B, C
Bildformat:1.85:1
Tonformat:Dolby TrueHD 5.1 (dt, engl), Dolby Digital 5.1 (pol., ru., tsch., ung.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Polnisch (Voice Over), Russisch, Tschechisch, Ungarisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Finnisch, Griechisch, Hebräisch, Hindi, Isländisch, Kroatisch, Norwegisch, Polnisch, Rumänisch, Schwedisch, Serbisch, Slowakisch, Slowenisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:25.06.2008 (Kauf)
Bonus:
  • 6seitiges Booklet
  • HiDef exklusiv: BD-Live Feature (ab Profil 2.0)
  • Bild- und Audiokommentar mit Regisseur Barry Sonnenfeld und Tommy Lee Jones
  • Technischer Kommentar mit Barry Sonnenfeld, Rick Baker und Industrial Light & Magic Team
  • Hi-Def exklusiv: Intergalaktisch - "Men In Black" Rekrutierungsprogramm (Interaktives Spiel in 1080p)
  • Hi-Def exklusiv: Frag' Frank den Mops (4:39 Min., 1080p)
  • Erweiterte und alternative Szenen:
    • Vor Leschkos Restaurat (1:01 Min., 480p)
    • Jays MIB-Bewerbung (10:59 Min., 480p)
    • Mrs. Edelson (0:37 Min., 480p)
    • China Restaurant (0:36 Min., 480p)
    • Hüpfender Ball [ohne Effekte] (1:08 Min., 480p)
  • Die Metamorphose der MIB (23:12 Min., 480p)
  • Originaldokumentation (6:38 Min., 480p)
  • Visual Effects im Aufbau: (opt. mit Regiekommentar, 1080p)
    • Einleitung druch den Regisseur (1.02 Min.)
    • Storyboards:
      • Tunnelszene (1:31 Min.)
      • Kampf mit Edgar der Küchenschabe (4:00 Min.)
    • Bluescreen Aufnahmen:
      • Tunnelszene (1:31 Min.)
      • Kampf mit Edgar der Küchenschabe (4:00 Min.)
    • Bluescreen Komposition:
      • Tunnelszene (1:31 Min.)
      • Kampf mit Edgar der Küchenschabe (4:00 Min.)
    • Licht und Animation:
      • Tunnelszene (1:31 Min.)
      • Kampf mit Edgar der Küchenschabe (4:00 Min.)
    • Finale Version:
      • Tunnelszene (1:31 Min.)
      • Kampf mit Edgar der Küchenschabe (4:00 Min.)
  • Studie der Animation im Aufbau: (1080p)
    • Einleitung druch den Regisseur (0:51 Min.)
    • Aufbau:
      • Mikey (0:08 Min.)
      • Jeebs (0:12 Min.)
      • Worm Gys (0:11 Min.)
    • Mit Haut und Textur:
      • Mikey (0:08 Min.)
      • Jeebs (0:12 Min.)
      • Worm Gys (0:11 Min.)
    • Animation und Licht:
      • Mikey (0:08 Min.)
      • Jeebs (0:12 Min.)
      • Worm Gys (0:11 Min.)
    • Finale Version:
      • Mikey (0:08 Min.)
      • Jeebs (0:12 Min.)
      • Worm Gys (0:11 Min.)
  • Aliens: Vom Konzept zur Realisation (1080p):
    • Edgar die Schabe (13 Bilder)
    • Jeebs (15 Bilder)
    • Mikey (5 Bilder)
    • Gentle Rosenberg (9 Bilder)
    • Bauer Edgar (3 Bilder)
  • Storyboardvergleiche: (1080p)
    • Edgars Verwandlung (1:27 Min.)
    • UFO-Bruchlandung (1:50 MIn.)
    • Geburt des Alienbabays (2:02 Min.)
  • Workshop für Szenenschnitt (1080p):
    • Einführung des Regisseurs (0:47 Min.)
    • Auf der Farm
    • MIB-Auswahlverfahren
    • Im Leichenschauhaus
  • Galerie:
    • Storyboard-Galerie (1080p):
      • Jeebs (24 Bilder)
      • Tunnel (40 Bilder)
      • Jagd auf Mikey (63 Bilder)
      • Kampf mit Edgar der Schabe (56 Bilder)
      • Endsequenz (11 Bilder)
    • Konzeptzeichnungen (1080p)
      • Jeebs (44 Bilder)
      • Bauer Edgar (20 Bilder)
      • Edgar die Schabe (207 Bilder)
      • Baby Alien (12 Bilder)
      • Gentle Rosenberg (49 Bilder)
      • Mikey (96 Bilder)
      • Verschiedene Aliens (117 Bilder)
      • Waffen & andere Spielereien (18 Bilder)
      • Produktionsdesign (56 Bilder)
    • Produktionsfotos (1080p)
      • Industrial Light & Magic - Visual Effects vom Set (113 Bilder)
      • Aufnahmen vom Set (43 Bilder)
      • Cinovation - Make-up & Puppenspieler Team (40 Bilder)
  • Musikvideo "Men in Black" (4:19 Min., 480p)
  • Kinotrailer (2:30 Min., 1080p)
  • Teaser (1:43 Min.,1080p)
  • Blu Ray Disc Trailershow:
    • Hancock (1:39 Min., 1080p)
    • Unheimliche Begegnung der dritten Art - 30th Anniversary Ultimate Edition (1:34 Min., 1080p)
    • Könige der Wellen (2:32 Min., 1080p)
    • Demnächst auf Blu-ray (0:32 Min., 1080p)
Nur die Men in Black kennen das bestgehütete Geheimnis der Welt: Auf der Erde wimmelt es von Aliens! Außerirdische der unterschiedlichsten Art haben sich - als Menschen getarnt - auf dem Planeten breitgemacht. Einige werden geduldet, andere aufgespürt, gejagt, vertrieben. Und diesen Job erledigen die beiden zähesten unter den Alienjägern, die Agenten Kay und Jay. Doch dann landet ein intergalaktisches Riesenmonster auf der Erde - sein Ziel: die totale Vernichtung der Welt. Trotz optimaler High-Tech-Bewaffnung haben die beiden Super-Agenten jetzt einen lebensgefährlichen Auftrag! Als sie die Fährte des außerirdischen Eindringlings aufgenommen haben, scheint es fast zu spät zu sein - eine globale Katastrophe bahnt sich an ...
"All right, Beatrice, there was no alien. The flash of light you saw in the sky was not a UFO. Swamp gas from a weather balloon was trapped in a thermal pocket and reflected the light from Venus." - Kay

"Men in Black" ist ein Sammelsurium von skurrilen Ideen und verrückten Einfällen. Vor allem ist es aber eine perfekte Symbiose aus Mainstream und Eigenstil, was schwer genug ist, da der Mainstream bekanntlich nur selten Eigenstil zulässt. Nun hat aber auch der Blockbuster-Kinogänger die Möglichkeit, mal einen Film mit eigenem Charakter zu sehen, was prompt mit überwältigenden Zuschauerzahlen belohnt wurde. Die Idee ist bekannt: Die "Men in Black" sind eine hochgeheime Kontrollorganisation, deren Aufgabe es ist, die Präsenz Außerirdischer auf der Erde geheimzuhalten. Denn bekanntlich ist der Mensch als Individuum intelligent, als Masse jedoch hochgradig reaktionär. Würde das große Geheimnis an die Öffentlichkeit gelangen, käme es unweigerlich zum Supergau.
Nun befindet sich die Organisation in einer Problemsituation: Eine Schabe, eine Urgestalt des Bösen, ist auf der Erde gelandet und sucht hier nach dem so genannten "Band des Orion", welches sich als der Schlüssel zur totalen Vernichtung der Erde herausstellt. Man benötigt Verstärkung. Ein New Yorker Cop (Will Smith) scheint der Richtige für den Job zu sein ...



Auf einem Comic basierend, zeichnet sich die Herkunft von Barry Sonnenfelds SciFi-Komödie speziell in dem metallisch-weißen Look ab, der das Geschehen durchzieht. Perfektion, Sauberkeit und Sterilität sind die Eckpfeiler der Atmosphäre und geben die Arbeitsmethode der stets korrekten Männer in schwarz (benannt nach ihrer Kleidung, Anzüge in reinem Schwarz, das dunkler als das All erscheint) wieder. Von dieser werden wir auch gleich in der ersten Szene Zeuge.



Zuvor aber konzentriert sich die Kamera während des Vorspanns, unterlegt von der inzwischen zum Markenzeichen gewordenen schnellen und etwas kauzigen Taktfolge des Scores, auf eine einzelne Libelle, die vor sternenbehangenem Nachthimmel eine Landstraße überfliegt. In einer einzigen Einstellung weicht die Kamera nie von dem animierten Kleintier und verfolgt akribisch dessen Flugbahn. Diese verläuft wie eine penibel geplante Choreografie, die inmitten der Silhouette des gleißenden Mondes ihren Klimax erlebt. Der Zuschauer verfolgt die Verhaltensweisen der Libelle hypnotisiert, konzentriert sich also voll und ganz auf einen Vorgang, der im Rahmen des gesamten Geschehens auf der Welt an Bedeutungslosigkeit kaum zu übertreffen ist. Und doch verharrt die Kamera auf diesem flatternden Ding.
Sonnenfeld wählt hier eine Einleitung, die der schwebenden Feder aus Zemeckis' Interner Link"Forrest Gump" gar nicht so unähnlich ist. Beide Szenen dokumentieren die Philosophie, die im folgenden noch weiter thematisiert wird. Hier das Individuum als vom Zufall gesteuerter Partikel (der durch Windstöße angetriebene Flug der Feder, welcher genau vor Gumps Füßen endet), da die Relativität von Bedeutung (für Sekundenbruchteile steht ein kleines Insekt im Fokus).



Was schon hier angedeutet wird, stellt sich später als zentrale Prämisse heraus: die Verhältnismäßigkeit. Sonnenfeld bemüht sich, dem Zuschauer die eigenen Imaginationsgrenzen vorzuhalten, zu zeigen, dass auch das Unvorstellbare möglich ist. Nur so kann er überhaupt plausibel erklären, dass sich tausende von Aliens auf der Erde tummeln und in "Menschenkostümen" inkognito unter uns weilen. Es wird das "Wieso nicht?"-Prinzip ausgefahren, demzufolge bestehende Kuriositäten unserer wirklichen Welt dazu verwendet werden, um sie als kausale Folge für das im Film vorgestellte Konzept auszulegen. Das hatten wir später auch noch mal: In "Matrix" etwa wurde das Déja-Vu, ein wirklich seltsames Phänomen, als Fehler der Matrix vorgestellt. In "Men in Black" ist es nicht ganz so subtil und raffiniert, dem komödiantischen Charakter des Films zufolge aber um so witziger: Menschen, von denen man schon immer gedacht hat, dass sie von einem anderen Planeten stammen müssen, sind aller Wahrscheinlichkeit nach tatsächlich Außerirdische! Jeder Zuschauer kennt sicherlich aus seinem eigenen Umfeld die ein oder andere merkwürdige Person; ersatzweise werden aber auch noch ein paar Promis (Michael Jackson, Sylvester Stallone...) als Außerirdische hingestellt.



"I don't suppose you know what kind of alien life form leaves a green spectral trail and craves sugar water, do you?" - Kay
"Uh, wait, that was on "Final Jeopardy!" last night. Damn, Alex said ..." - Jay

"Men in Black" ist eigentlich ein Special Effects-Film, hat aber ausgehend von oben genannter Konzeption auch ein paar tolle Masken zu bieten. Während die Aliens in ihrer wirklichen Erscheinungsform normalerweise per Computer animiert wurden, sind sie als Menschen maskiert das heimliche Highlight des Films. Teilweise heuerte man Menschen mit ungewöhnlicher Knochenstruktur an (der riesige Mann mit der Glatze), teilweise verwendete man Maskenteile (Vincent D'Onofrio) oder einfach Make-Up und seltsame Mimik und Gestik (illegaler Einwanderer). Wie auch immer es nun bewerkstelligt wurde, das Resultat sieht jederzeit erschreckend nach Alien in Menschenform aus - und dazu noch lustig.


Eine erste Geschmacksprobe bekommt man in der anfangs angesprochenen ersten Szene des Films, in der die Methoden der "Men in Black" vorgestellt werden. Die Migrationsproblematik, die zumindest in diesem ersten Teil auch teilweise im übertragenen Sinne angesprochen wird, kommt hier auch direkt zur Sprache. Ein illegaler Einwanderer erweist sich als Alien. Und nun kommen gleich mehrere Aspekte zur Einführung. Erstens: auf höchst beeindruckende Weise wird der aktuellste Stand der CGI-Technik vorgeführt. Zweitens: wir lernen die Praktiken der titelgebenden Vertuschungsmitglieder kennen, wenn mal was schief läuft. Mit höchster Sorgfalt wird das ganze Gebiet sterilisiert, alle Zeugen werden "geblitzdingst". Hier wären wir bei Nummer drei: die in "MIB" verwendeten technischen Spielereien, die selbst James Bond vom Hocker hauen würden, erleben ihren Einstand. Viertens: Hauptdarsteller Nummer Eins, Agent K (Tommy Lee Jones) wird vorgestellt, mitsamt seiner stoischen Art. Und fünftens: Ein Generationenwechsel findet statt. Ks alter Partner hört auf, und es wird Zeit für einen Neuen: Agent J.



Will Smith mimt einen impulsiven New Yorker Cop, der von seinem Wesen her das direkte Gegenteil der äußerst korrekten Geheimorganisation darstellt, für die er nur zufällig zum unfreiwilligen Bewerber wird. Als Partner des verschlossenen K liegt dann auch das klassische Buddykonzept nahe, welches aber geschickt umgangen wird.
Es ist nicht - zumindest nicht wirklich - diese typische Entwicklung von "Erst hassen wir uns, aber morgen lieben, schätzen und ergänzen wir uns" zu finden. Keiner von beiden wird zur Kooperation mit dem anderen gezwungen; beide wollen es so. K, weil er glaubt, dass J trotz seines unpassenden Charakters die besten Anlagen für den Job hat; J, weil er die Wahrheit wissen will (wieder eine Parallele zu "Matrix"). Das sind ganz andere Voraussetzungen, auch wenn das Konzept des "seltsamen Paars" ansonsten beibehalten wird.

Bleibt die Substanz der Story in ihrer Beschränkung auf das Abwenden der Vernichtung der Erde doch ziemlich leer, strotzt die Umsetzung ganz im Kontrast dazu vor lauter Einfälle. Die Jagd nach der Schabe gestaltet sich jedenfalls sehr abgedreht. Wie in einer witzigen Variante von Interner Link"Akte X" verfolgen K und J die Spuren des Ungetüms und leiten sie von einem Ort zum anderen. Abgeklappert werden dabei unter anderem Leichenhallen, Waffenschmuggler, die Frau des verwandelten Edgars, Kioskverkäufer mit sprechenden Hunden und anderes. Zwischendurch gibt es Schnitte auf die Machenschaften der Schabe im "Edgar-Kostüm". Vincent D'Onofrio sei dabei ein besonderes Lob ausgesprochen. Mit schrägen Gesichts- und Gliederverrenkungen stellt er den Zerfall der Außenhülle und die darunter brodelnde Ungeziefergestalt perfekt dar. In der Leichenhalle stößt man dann auf Linda Fiorentino, deren Rolle leider zu konventionell bleibt und in das ansonsten recht innovative Grundgerüst nicht so recht hineinpassen mag. Sie wird Mittel zum Zweck, was leider nicht besonders überraschend ist.



Aber das macht nichts, denn der Gesamteindruck zählt. Und obwohl alles wie aus dem Ei gepellt wirkt, ist ein ganz spezifischer, aufregender Stil zu erkennen. Das Finale setzt noch mal eins drauf, denn die Schabe ist ein widerliches, sehr schön animiertes Riesenvieh von einem Endgegner. Der Kampf der beiden Agents gegen das gigantische Insekt gestaltet sich aufregend und wendungsreich, so dass man sich beinahe wünschte, er würde noch länger andauern.
Bezüglich der Frage, wieso ausgerechnet eine Schabe als Bedrohung der Erde ausgewählt wurde, müssen ja eigentlich nicht mehr viele Worte verloren werden. Ich sage nur: "Size doesn't matter".

"You sold a reverberating carbonizer with mutate capacity to an unlicensed cephalopoid, Jeebs, you piece of shit ..." - Kay

Beim Bonusmaterial ließ sich Sony Pictures nicht lumpen und packt nahezu das komplette Zusatzmaterial der "Collector's Edition"-DVD auf diese Blu-ray und spendiert uns einen Großteil der Extras in High Definition. Den Anfang machen zwei sehr aufschlussreiche und deutsch untertitelte Audiokommentare. Den Anfang macht ein Kommentar mit Regisseur Barry Sonnenfeld und Darsteller Tommy Lee Jones, welcher wahlweise auch als Bildkommentar abgespielt werden kann, der in einer Untertitelspur abgespeichert wurde, was zur Folge hat, dass sich dann keine deutschen Untertitel mehr hinzuschalten lassen. Wer die braucht, muss auf den Bildkommentar verzichten. Dies ist aber nicht weiter schlimm, schließlich sieht man die Darsteller nur als Silhouette vor dem Film sitzen und ab und zu auf den Bildschirm kritzeln. Informativ ist der Kommentar aber auf jedenfall, wobei der rein technische Kommentar mit Barry Sonnenfeld, Rick Baker und dem Industrial Light & Magic-Team um einiges informativer ausgefallen ist, denn dort widmet man sich sehr ausführlich den Spezialeffekten des Films.
Weiter geht es nun mit fünf "erweiterten und alternativen Szenen", welche leider nur in Standard Definition vorliegen. Die sechsminütige "Orginaldokumentation", welche ebenfalls nur in 480p vorliegt, ist ein reiner Werbefilm und nur wenig interessant. Dies sieht beim 23minütigen "Die Metamorphose der MIB" schon etwas anders aus. Hier bekommen wir einen ausführlichen, obgleich etwas zu kurzen Einblick in die Entstehung. Angefangen mit den Comics, über die Entwicklung des Films und die eigentlichen Dreharbeiten, rüber zu den Special Effects wird wirklich Sehenswertes geboten.
Die nachfolgenden Extras heißen "Visual Effects im Aufbau" und "Studie der Animation im Aufbau". Ersteres bietet einen optionalen Regiekommentar, sowie eine Einleitung durch den Regisseur und in beiden zeigt man uns verschiedene Entwicklungsstufen der Produktion. Von Storyboard- und Bluescreen-Aufnahmen, über Licht und Animationsseqeunzen bis hin zur finalen Version kann man anhand einiger kurzer Szenen einen schönen Einblick in die Effektarbeit gewinnen. Weiter geht es mit drei Storyboardvergleichen und dem netten Featurette Workshop für Szenenschnitt. In diesem Workshop ist man selbst der Filmemacher und wählt zwischen verschiedenen Filmaufnahmen aus, um seine eigenen Filmszenen zu schneiden und man kann danach die eigens kreierten Szenen mit der originalen Filmsequenz vergleichen. Lustig.
Nun gibt es noch eine sehr umfangreiche Bildergalerie, welche mehrere hunderte Fotos beinhaltet und in "Storyboard-Galerie", "Konzeptzeichnungen" und "Produktionsfotos" unterteilt wurde. Desweiteren spendiert man uns ein Will Smith-Musik-Video zum Film, sowie den "Originaltrailer" und einen "Teaser-Trailer", jeweils in HD. Eine Sony-Trailershow darf natürlich nicht fehlen und liegt ebenfalls in 5.1 und in 1080p vor.


Somit sind wir fast fertig, was das Bonusmaterial angeht, doch es gibt noch drei BD-exklusive Specials auf der Disc, welche aber nicht sonderlich interessant ausgefallen sind.
Das BD-Live Feature, das mit einem Blu-ray-Player der Profilgeneration 2.0 genutzt werden kann, ermöglicht das Herunterladen von Bonusinhalten aus dem Internet. Nur leider gibt es zur Zeit noch nicht sonderlich viel außer ein paar Trailer. Zudem dauert die Geschichte extrem lange bis man online kommt. Aber die BD-Live-Technologie steckt auch noch in den Kinderschuhen.
Das interaktive Spiel "Men In Black"-Rekrutierungsprogramm wird ebenfalls online gespielt. Gemeinsam mit anderen Rekruten kann man versuchen, einige Fragen über den Film zu beantworten und erscheint dann in einem Ranking. Hier können bis zu vier Spieler gleichzeitig teilnehmen und zwischen den Fragen sieht man immer wieder Filmausschnitte oder Bilder. Sicherlich ganz nett, aber im Endeffekt genauso nutzlos wie "Frag' Frank den Mops". Hier gibt es vorgefertigte Fragen über Geld, Gesundheit etc., welche man den Mops fragen kann. Dieser gibt dann die passende, meist rotzige Antwort. Süß, mehr aber auch nicht.

Beim Bonusmaterial siegt eindeutig Quantität über Qualität. Sicherlich sind die Kommentare, Vergleiche und Bildergalerien schön anzusehen, doch schöner wäre es gewesen, exklusiv für diese Blu-ray eine neue Dokumentation über die Entstehung des Films zu produzieren. So etwas will man wirklich sehen.
Dafür sind sämtliche Extras deutsch untertitelt und das BD-Menü ist wieder einmal sehr aufwendig animiert und chic anzusehen. Hier hat Sony mal wieder die Nase vorne und andere Labels sollten sich in der Hinsicht einmal eine Scheibe abschneiden. Im Übrigen liegt der Disc ein 6seitiges Booklet mit Produktionsnotizen bei. Ebenfalls eine tolle und leider sehr seltene Angelegenheit.


Bei der Blu-ray-Version des nunmehr 10 Jahre alten Films zieht Sony Pictures sämtliche Register und spendiert uns einen nahezu perfekten und ausgezeichnet restaurierten Transfer, der viele aktuelle Produktionen alt aussehen lässt. So überzeugt das Bild mit einem satten Kontrast und einem perfekten Schwarzwert. Hinzu kommt eine kräftige und ausgezeichnete Farbgebung und die Schärfe befindet sich auf einem sehr hohen Niveau, erreicht aber leider nicht immer Höchstwerte. Doch überwiegend dürfen wir uns über einen plastischen und sehr detaillierten Transfer freuen, der seinesgleichen sucht. Unschärfe, wenn nicht stilbedingt, gibt es nicht und in Nahaufnahmen erreicht die Schärfe hin und wieder sogar Referenzwerte. Leider ist der Bildstand nicht immer optimal und so erscheint des Bild des Öfteren eine Spur zu unruhig. Hinzu kommt leichtes Helligkeitsflimmern (z.B. bei Minute 8:35) und in wenigen Szenen ist die ansonsten sehr dezent wahrnehmbare Körnung deutlicher zu sehen. Insgesamt aber ein hervorragender Transfer, der ohne Schmutz und Defekte auskommt und die Kompression arbeitet ebenfalls tadellos.


Beim Ton überlässt man ebenfalls nichts dem Zufall und so wurde der deutsche und der englische Mix jeweils in Dolby TrueHD 5.1 abgemischt. Beide Tonspuren hinterlassen einen sehr guten Eindruck, wobei im Effektbereich sicherlich noch deutlich mehr möglich gewesen wäre. So fokussieren sich beide Tonspuren auf die Frontkanäle, was dann aber auch mit der nötigen Sorgfalt geschieht. Dialoge sind hervorragend zu verstehen, der Hochtonbereich lässt keine Wünsche offen und im nötigen Moment darf der Subwoofer für ordentlich Druck sorgen (z.B. Explosionen, Waffenfeuer). Trotz einer gewissen Frontlastigkeit überzeugen beide Tonspuren aber mit einem sehr guten Dynamikumfang und der Score darf sich sehr weiträumig ausbreiten und detailliert aus den Lautsprechern hallen. In den Actionszenen wäre aber ein besserer Einsatz der Effektkanäle wünschenswert gewesen. Zwar sind diese nahezu permanent für Umgebungsgeräusche und kleinere Effekte im Einsatz, jedoch klingt dies weitgehend zurückhaltend und schränkt dadurch die Räumlichkeit etwas ein. Optional gibt es natürlich deutsche Untertitel.



"This is gonna replace CDs soon; guess I'll have to buy the White Album again... Ah... " - Kay

Barry Sonnenfelds Komödienerfolg des Sommers 1997 ist eine kurzweilige Knallbombe, die vor lauter schräger Figuren nur so strotzt und deren Special Effects wirklich aufrichtig Spaß machen. Getragen wird die skurrile Alien-Verfolgungsjagd durch zwei bestens aufgelegte Hauptdarsteller, bei denen die Chemie einfach stimmt. Die abgedrehten Waffen und Geräte sowie die detailverliebte MIB-Zentrale tun ihr Übriges. Zwar ist "Men in Black" Mainstream pur, aber mit einem eigenen Stil. Und das ist selten. Die deutsche Blu-ray ist Ländercode frei und wartet mit einem wirklich tollen Bild und einem guten Soundmix auf. Auch die Extras können sich sehen lassen, wobei neu produziertes Bonusmaterial sicherlich schön gewesen wäre. Aber wie dem auch sei, Sony Pictues liefert uns einen Titel ab, bei dem sich ein Upgrade auf jedenfall lohnt.


Film+++++-
Bild+++++/
Ton++++--
Bonus+++/--


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Men in Black (Special Limited Edition)
Men in Black 2
IMDb.com OFDb.de



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