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USA 1992
Originaltitel:Army of Darkness
Alternativtitel:Armee der Finsternis
aka. Army of Darkness, The
aka. Army of Darkness: Evil Dead 3
aka. Army of Darkness: The Ultimate Experience in Medieval Horror
aka. Armèe des tén
aka. Bruce Campbell vs. Army of Darkness
aka. Captain Supermarket
aka. Evil Dead 3
aka. Medieval Dead, The
aka. Medieval Horror
aka. Tanz der Teufel III: Armee der Finsternis
aka. Totentanz der Teufel 3, Der
Länge:96:22 Minuten (Director´s Cut), 88:44 Minuten (Europäische Kinofassung)
80:53 Minuten (US-Kinofassung) [jeweils ungekürzte Fassungen]
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Sam Raimi
Buch:Sam Raimi, Ivan Raimi
Kamera:Bill Pope
Musik:Joseph LoDuca
SFX:K. N. B. EFX Group, Thomas R. Dickens
Darsteller:Bruce Campbell, Embeth Davidtz, Marcus Gilbert, Ian Abercrombie, Richard Grove, Timothy Patrick Quill, Michael Earl Reid, Bridget Fonda, Patricia Tallman,
Ted Raimi, Deke Anderson, Bruce Thomas, William Lustig
Vertrieb:Koch Media
Norm:1080p, MPEG-4 AVC / PAL
Medium:BD-25 / BD-50 / DVD-9 / DVD-9 / DVD-9 / DVD-9
Regionalcode:B / 2
Bildformat:1,78:1 [DC], 1,85:1 [KF] / 1,78:1 (anamorph) [DC], 1,85:1 (anamorph) [KF]
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Stereo, DTS-HD Master Audio 5.1 (nur DC, int. KF)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:DigiPak im Schuber
Blu-ray-Start:26.04.2013 (Kauf)
Bonus:
  • 24seitiges Booklet
Disc 1: (Blu-ray)
  • Director's Cut (96:22 Min., 1080p, ungekürzt)
  • Audiokommentar von Regisseur Sam Raimi, Autor Ivan Raimi und Darsteller Bruce Campbell
  • Dt. Trailer (1:53 Min., 576i)
  • Engl. Trailer (1:56 Min., 576i)
  • Bildergalerie (188 Bilder, 1080p)
Disc 2: (Blu-ray)
  • Europäische Kinofassung (88:44 Min., 1080p, ungekürzt)
  • US-Kinofassung (80:53 Min., 1080p, ungekürzt)
Disc 3: (DVD)
  • Director's Cut (92:25 Min., ungekürzt)
  • Audiokommentar von Regisseur Sam Raimi, Autor Ivan Raimi und Darsteller Bruce Campbell
  • Dt. Trailer (1:53 Min.)
  • Engl. Trailer (1:56 Min.)
  • Bildergalerie (188 Bilder)
Disc 4: (DVD)
  • Europäische Kinofassung (85:06 Min., ungekürzt)
Disc 5: (DVD)
  • US-Kinofassung (77:34 Min., ungekürzt)
Disc 6: (DVD)
  • TV-Version (90:31 Min.)
  • Creating the Deadites (21:29 Min.)
  • Making of Featurette (4:40 Min.)
  • Interviews mit Bruce Campbell, Sam Raimi und Robert Tapert (4:50 Min.)
  • Behind the Scenes (4:29 Min.)
  • Entfallene Szenen (optional mit Audiokommentar):
    • Originalanfang (2:50 Min.)
    • Ash konfrontiert König Arthur (1:55 Min.)
    • Originale Mühlen-Sequenz (5:59 Min.)
    • Ash rekrutiert Henry (2:45 Min.)
    • Evil Dead Tribute (1:22 Min.)
  • Trailer:
    • Deutschland (1:53 Min.)
    • USA (1:56 Min.)
    • GB (2:04 Min.)
    • Teaser (1:59 Min.)
    • TV-Spots (3:48 Min.)
    • VHS Commercial (0:30 Min.)
Ash wird durch ein Zeitloch von der teuflischen Hütte aus direkt ins Mittelalter gesogen. Nachdem er sich seinen Respekt und seine Freiheit bei Lord Arthur erkämpft hat, muss er einen Weg zurück in seine Zeit finden. Um ihn zurückzuschicken, benötigt der Hofmagier jedoch das Necronomicon, das Buch der Toten, welches an einem gefahrenreichen Ort verwahrt wird. Ash macht sich auf, das Buch zu besorgen. Dort angekommen spricht er aber die falschen magischen Worte, welche die Armee der Finsternis erwecken, einer schrecklichen Horde Untoter. Nun liegt es an Ash, die Festung zu verteidigen, seine Geliebte Sheila aus den vergammelten Krallen des teuflischen Fürsten zu retten und das Tor in seine Zeit zu öffnen.
"Don't touch that please, your primitive intellect wouldn't understand alloys and compositions and things with ... molecular structures." - Ash

Sam Raimi und sein Team sind auf den Weg von Interner Link"Evil Dead 2" zu "Army of Darkness" konsequent weitergegangen wie schon bei Interner Link"Evil Dead" zu Interner Link"Evil Dead 2": weniger Horror, dafür mehr Slapstick. Das nahmen ihnen die Die Hard-Fans der ersten beiden Teile auch verdammt übel, während andere, die die ersten Teile nicht kannten, von dem Film begeistert waren. Man muss auch zugeben, dass "Army of Darkness", von der Hintergrundgeschichte und dem Hauptcharakter mal abgesehen, nicht mehr viel mit seinen Vorgängern zu tun hat. Von dem teilweise recht grimmigen Horror ist nichts mehr vorhanden, Splatterszenen gibt es gar nicht mehr. Stattdessen ist der Einfluss der "Three Stooges" noch stärker durchgekommen und gipfelt teilweise in überdrehten Slapstick wie z. B. in den Szenen mit den Mini-Ashs, die wehrhaften Necronomicons oder Ashs Kampf gegen die Skeletthände, die ihm aus dem Erdboden heraus böse zusetzen und nach harten Treffern im Hintergrund sogar Vogelgezwitscher zu hören ist. Das mag nicht jedermanns Sache sein, mit einen reinen Horrorfilm hat das auch absolut nichts mehr zu tun. Aber trotzdem ist der Film immer wieder ein lustiges Vergnügen.


Das liegt aber auch größtenteils daran, dass Bruce Campbell als Schauspieler einfach nur gut ist. Auch wenn er hier teilweise den arroganten raushängen lässt, ist sein Ash doch eher ein liebenswerter Trottel, der von einer Situation in die nächste stolpert, sich aber, wenn es darauf ankommt, wacker zu verteidigen weiß. Im Interner Linkersten Teil war er mehr der normale, etwas romantisch veranlagte Jugendliche, der sich in einer völlig wahnsinnigen Welt wiederfindet.
In Interner LinkTeil 2 kommt eine richtige Charakterisierung nicht wirklich zustande, da er permanent von der bösen Macht belästigt wird und so gar keine Pause bleibt, um ihn mal genauer vorzustellen. Hier ist er der totale Anti-Held. Feigling, arroganter Ekel (gegenüber den Leuten des Mittelalters), Egoist (will nur nach Hause, alles andere ist ihm egal), aber dann auch Held und Liebhaber (der holden Sheila, gespielt von Embeth Davidtz) gleichzeitig, je nachdem was die Situation gerade zulässt oder verlangt. Dabei bekommt er es nicht mal hin, sich die drei einfachen Wörter "Klaatu birata niktoo" zu merken und fehlerfrei auszusprechen. Die Wörter sind ein kleiner Tribut an den Science-Fiction Klassiker Interner LinkThe Day The Earth Stood Still, die dort eine wichtige Nachricht an den Alien-Roboter Gort darstellen. Ash kann sich an das dritte Wort später nicht mehr erinnern und versucht durch einen kleinen Trick doch das Necronomicon zu bekommen. Was natürlich nicht funktioniert. Etwas später gibt es dann wieder eine kleine Hommage, diesmal an "Planet of the Apes ("Planet der Affen"), als Ash einen Skelettarm mit den Worten "Keep your damn filthy bones out of my mouth" durchbricht, in Anlehung an Charlton Hestons Worte: "Take your stinking paws of me, you damn dirty ape!". Ash wird erst zum richtigen Held, als Sheila von einem Dämonen entführt wird. Darauf bringt er es erst fertig, die Menschen in die alles entscheidende Schlacht zu führen.


Trotz seiner Entfernung vom reinen Horror zum totalen Slapstick, finden sich immer noch genügend Parallelen zu den Vorgängern, um den Film in die Reihe einordnen zu können. So ist bei Ashs Reise durch den Wald auf der Suche nach dem Necronomicon das über den Erdboden rasende Böse wieder vertreten. Der einzige Unterschied ist hier nur, dass die bösen Mächte nicht durch einen Spruch erweckt wurden, sondern hier bereits ohne Ashs Zutun aktiv sind. Scheinbar wurden die schon früher durch ein anderes Ereignis freigesetzt. Als Ash sich seine Metallhand bastelt, wird dies durch kurze, schnell aneinander geschnitte Szenen mit lauten Soundeffekten dargestellt. Ebenso später als er seinen Evil Zwilling mit der Kettensäge bearbeiten will und ihn auf einen Tisch festschnallt. Auf die gleiche Art und Weise wurde auch die besessene Linda in Interner LinkTeil 1 gefesselt. Beim Begräbnis gibt es den in allen Teilen auftauchenden Kamerawinkel von unten, als Ash das Kreuz in die Erde rammt und das von Blitz und Donner begleitet wird.


Das Skript für "Army of Darkness", an dem auch Sams Bruder Ivan mitarbeitete, wurde in der ersten Fassung schon direkt nach Interner Link"Evil Dead 2" geschrieben. Allerdings widmete sich Sam Raimi dann erstmal seinem Interner Link"Darkman"-Projekt. Erst danach wurden die Dreharbeiten vorbereitet. Das Studio (Universal) hatte allerdings gewissen Bedenken und schränkte die Jungs in ihren Freiheiten ein. Universal waren es auch, die den zuerst angedachten Titel "Evil Dead 3" ablehnten, weil sie keine Verbindung zu den ungleich blutigeren Vorgängern schaffen wollten. Irvin Shapiro, der ihnen beim Interner Linkersten Film sehr geholfen hatte, kam dann mit der Titelidee "Army of Darkness". Sam, Bruce und Robert Tapert hatten aber klare Vorstellungen von ihrem Werk und investierten sogar eigenes Kapital, um gewisse Dinge auch ordentlich umsetzen zu können. Wie man es sich denken kann, verliefen die Dreharbeiten auch nicht ganz reibungslos. Da in dem Film viele Nachtszenen vorkommen und die Dreharbeiten ausgerechnet im Hochsommer stattfanden, wahren die Drehpläne natürlich zeitmäßig knapp kalkuliert.


Für die Trickeffekte zeichnet die KNB-FX-Group verantwortlich, dieselben Jungs, die auch schon bei Interner Link"Evil Dead 2" alle Special Effects vorbereiteten. Sie entwickelten verschiedene Techniken und Kostüme, um die Skelette möglichst glaubwürdig animieren zu können. Im Film hat man den Eindruck, dass unzählige Skelette angefertigt wurden, um die Armee richtig groß erscheinen zu lassen. Fakt ist allerdings, dass sie nur über 10 richtige Skelette verfügten, die dann immer passend vor die Kamera gehalten wurden, während im Hintergrund Schauspieler in Kostümen agierten. Für die Skelettkostüme wurden größtenteils zierliche und dünne Frauen engagiert, damit die Skelette nicht zu unproportioniert aussehen, was durchaus passieren kann, wenn ein kräftig gebauter Mann in so einem Kostüm steckt.


Das Glück war aber dem Film und den Jungs nicht hold. Produzent Dino De Laurentiis lag mit den Universal Studios wegen einer völlig anderen Sache im Clinch und "Army of Darkness" lag mehrere Monate auf Eis.
Zudem forderte die Universal Kürzungen und Schnitte, was dem Team gar nicht gefiel. Das Studio wollte ein anderes Ende, da ihnen das Originalende zu düster war. In der fertigen Kinoversion kommt Ash in seine Zeit zurück und darf dann in seinem Supermarkt noch einmal den Helden gegen einen Dämon beweisen. Das zuerst gedrehte Ende zeigt Ash, wie er einen Tropfen eines Zaubertranks zuviel nimmt und dadurch ein Jahrhundert zu weit in die Zukunft gerät und entdecken muss, dass sich seine Welt durch einen Krieg mittlerweile selbst zerstört hat. Zugegeben, ein recht makaberes Ende, was aber wiederum vortrefflich zu Ashs trotteliger Art gehört.


In "Army of Darkness" tauchen zudem eine Menge an Bekannten von Bruce und Sam in Nebenrollen auf. Die (dritte) Linda wird von Bridget Fonda verkörpert, die Sam Raimi zufällig mal kennengelernt hat, sich als Fan des Interner Linkzweiten Teils outete und ihn um eine Rolle in "Army of Darkness" bat. Später übernahm sie die Hauptrolle in seinem Interner Link"Ein einfacher Plan". Der Hofschmied an Sir Arthurs Burg, Timothy Patrick Quill, ist ein alter Studienkollege von Bruce, Robert und Sam und hat teilweise sogar an deren alten 8mm-Filmen mitgearbeitet. In einer anderen Rolle als etwas älterer Ritter wird Bruce Campbells Vater von einem Skelett umgebracht und ein alter Universitätsprofessor von Sam Raimi taucht ebenfalls in einer kleinen Rolle auf. Die größte Wandlungsfähigkeit legt aber Sams Bruder Ted an den Tag, der in nicht weniger als 4 kleinen Rollen zu sehen ist, am deutlichsten als Ashs Arbeitskollege im Supermarkt, der die ganze Geschichte erzählt bekommt (im Ende der Kinoversion). Kurz vor Beginn der Dreharbeiten kam Bruce Campbell unter die Haube und heiratete Ida Gearon, die hier als Kostümschneiderin ebenfalls am Set war ...


Die Filmkarrieren nahmen für Sam Raimi, Bruce Campbell und Robert Tapert einen erfolgreichen Verlauf. Sam und Robert brachten 1994 die erfolgreiche Fantasyserie "Hercules" ins amerikanische Fernsehen und kurze Zeit später die daraus entwickelte Interner Link"Xena"-Serie. Bei der Produktion der zweiten Serie fand Robert Tapert auch seine zukünftige Ehefrau, Hauptdarstellerin Lucy Lawless (obwohl man sie bei dem Namen eher im Gefolge von W.A.S.P. vermuten würde ...). Die bekannteren Kinofilme, derer er sich annahm, waren die Fortsetzungen zu Interner Link"Darkman", "The Quick and the Dead" und das 2000er Werk "The Gift". Sam Raimi wurde als Hollywood-Regisseur immer gefragter und drehte 1995 den Western "The Quick and the Dead" mit Gene Hackman, Russel Crowe und Sharon Stone. Die nahm die Rolle im übrigen nur unter der Bedingung an, dass Sam Raimi als Regisseur angeheuert wird. Sie bekam damals mit dem Rollenangebot eine Liste mit Regisseuren, die dafür in Frage kämen, und wählte ihn als einzigen davon aus. 1998 erlangte Sam mit der Tragikkomödie Interner Link"A Simple Plan" internationale Anerkennung. Danach folgten "For Love of the Game" und "The Gift", bevor er mit der gekonnten Comicverfilmung Interner Link"Spider-Man" nun wirklich in aller Munde war ...


Für Bruce Campbell lief auch alles bestens. Direkt nach "Army of Darkness" bekam er die Hauptrolle in "The Adventures of Brisco County Jr.", danach folgten einige kleine Nebenrollen und Cameos, während er sich einen Platz als Autolycus in den Serien "Hercules" und Interner Link"Xena" sicherte. Und wer genau aufpasst, erkennt ihn vielleicht als Ansager im Boxring von Interner Link"Spider-Man", was aber durch das Makeup nicht ganz einfach sein dürfte. Außerdem brachte er sein eigenes Buch "If Chins Could Kill: Confessions Of A B Movie Actor" heraus. Sams und Roberts Fantasyserien waren auch der Durchbruch für Ted Raimi, der sich dort als Joxer the Mighty in die Herzen der Fans spielte. Embeth Davidtz wurde im Anschluss von Steven Spielberg für seinen oskarprämierten "Schindler's List" engagiert und tauchte unter anderem auch in Genreproduktionen wie Interner Link"The Hole" und dem William Castle-Remake "Thir13en Ghosts" auf. Anekdote zum Schluss: Als Fake Shemp wurde Interner Link"Maniac"-Regisseur William Lustig angeheuert. Leider konnten wir nicht herausfinden, wo genau er im Film auftauchte.

"Army of Darkness" hat heute einen ähnlichen Kultstatus wie die anderen Teile der Reihe erlangt und darf als würdiger Abschluss der Trilogie angesehen werden, die sich von einem blutigen, bösen Horror-Kameraspiel zu einer überdrehten Slapstick-Horror-Komödie entwickelt hat. Doch gerade diese mutige Entwicklung und das grandiose Spiel von Bruce Campbell machen die Reihe so einzigartig ...


"I don't want your book, I don't want your bullshit. Just send me back to my own time, pronto, today. Chop chop!" - Ash

Bereits 2011 gab das Münchner Label Koch Media bekannt, sich die Rechte an Sami Raimis "Army of Darkness" gesichert zu haben und schenkte den Fans Hoffnung, sich auch in Deutschland den dritten Teil der "Evil Dead"–Reihe endlich in einer liebevollen Edition ins Regal stellen zu dürfen. Warum die "ultimative Edition" doch nicht ganz so "ultimativ" geworden ist und dennoch mit allen bekannten Fassungen den Boden aufwischt, werden wir euch an dieser Stelle verraten ...

Das Auftreiben aller nötigen Fassungen stellte Koch Media vor ein kleines Problem. Während das HD-Master der US-Kinofassung von Universal lizenziert werden konnte, bekam man von MGM zwar ein brandneues HD-Master der europäischen Kinofassung, doch für den Director's Cut existierte kein eigenes Master, sondern nur einzelne Szenen, die von MGM Asien geliefert wurden. Diese lagen allerdings nicht in FullHD vor, weshalb Koch Media diese Szenen einfügen und sorgfältig von 720p auf 1080p hochskalieren musste. Bevor jemand auf die Idee kommt, Koch Media hätte vielleicht nicht die gleiche "offizielle Fassung" der Hongkong-DVD von MGM erstellt, dem sei gesagt, dass das Label die Abtastungsdaten direkt aus Hongkong bekommen hat und im Grunde nichts anderes machte, als es die Asiaten bereits 2002 taten. Einziger Unterschied: Koch Media baut das 720p-Material in ein HD-Master ein.



(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Screenshots des Director's Cut


Die heute als "Director's Cut" betitelte Fassung stellte zumindest zur damaligen Zeit Sam Raimis favorisierte Version von "Army of Darkness" dar. Sie hat ein äußerst episches, düsteres Ende. Dem Studio gefiel diese Fassung aber so gar nicht, weshalb Raimi vor dem Kinostart noch mal Hand bzw. Schere anlegen musste. Insgesamt ergibt sich ein Zeitunterschied von knapp 7 Minuten. Es wurden die Windmühlen-Szene und die finale Schlacht radikal gekürzt, etwas alternatives Material eingefügt und ein neues Ende gedreht. Das Kaufhaus-Ende sollte das Ende sein, welches am bekanntesten wurde, wobei das ursprüngliche Ende einfach besser und vor allem stimmungsvoller war. Die daraus resultierende "europäische Schnittfassung" wurde bis auf die USA in nahezu allen Kinos gezeigt. Die US-Kinofassung erhielt ebenfalls Sonderbehandlung, denn sie unterscheidet sich ganze 15 Minuten vom Director's Cut. Sie wurde nochmal rasanter geschnitten, wurde weniger lustig und die harmlose Sexszene zwischen Ash und Sheila wurde ganz weg gelassen. Dafür wurden alternative Szenen eingefügt, die u.a. im Director's Cut nicht zu sehen sind.



(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Screenshots der internationalen Kinofassung

Die US-Kinofassung ist wohl eher für hartgesottene interessant. Sich zwischen den beiden anderen Fassungen zu entscheiden, ist dagegen nicht so leicht, denn beide haben ihre Vor- und Nachteile und deshalb auch ihre Daseinsberechtigungen. Aus diesem Grund ist es auch zu loben, dass Koch Media alle drei offiziellen Fassungen auf Blu-ray herausbringt.
Auf der ersten Disc dieses 6-Disc-Sets befindet sich der Director's Cut in HD. Da Koch Media für diesen das HD-Master der europäischen Kinofassung verwendete, welche auf der zweiten Blu-ray vorliegt, dazu lediglich die zusätzlichen Szenen einfügte und das Bildformat auf von 1,85:1 auf 1,78:1 anpasste, gilt diese Bildbewertung für beide Versionen. Der vorliegende neue HD-Transfer von MGM ist der Beste, den man bisher von "Army of Darkness" zu Gesicht bekommen hat, obwohl das Bild etwas wechselhaft ausfällt: Es schwankt zwischen sehr guten HD-Bildern und solider DVD-Qualität, zwischen grenzwertigen Sequenzen und guten Upscale der DC-Szenen. Das Bild ist immer dann am Besten, wenn die Ausleuchtung besonders gut ausfällt bzw. der Film bei Tag spielt. In diesen Szenen wirkt es sehr scharf und weitgehend detailliert. Selbst in den Totalen erzielt der Detailbereich immer noch gute Werte und wird lediglich von einem permanenten, aber nicht penetranten Filmkorn beeinträchtigt.
In Nahaufnahmen von Gesichtern überzeugt vor allem die Feinzeichnung, die nur in wenige Aufnahmen etwas weicher bzw. leicht unscharf wirkt. Dies ist der Produktion geschuldet, denn in "Army of Darkness" gibt es einige etwas unschöne und schlecht fokussierte Shoots, die in der Qualität deutlich abfallen (z.B. als die Kamera aus der Grube heraus filmt [sehr unscharf] und diverse Aufnahmen innerhalb der Burg [unscharf, verrauscht, starke Kompressionsprobleme]).
Abgesehen davon erfreut sich der HD-Transfer einer kräftigen, natürlichen Farbgebung und arbeitet mit einem angenehmen Kontrastverhältnis. Der Schwarzwert fällt satt aus, ohne Details absaufen zu lassen. Dadurch wirkt das Bild meist angenehm plastisch und bietet eine gute Durchzeichnung, ohne künstliche Nachschärfung oder unschöne Doppelkonturen. Zu den schlechteren Sequenzen zählen Effect-Shoots oder wenn mit Matte-Paintings gearbeitet wurde. Auch nimmt der Rauschfaktor in einigen Szenen deutlich zu. Als Beispiel sei jene Szene genannt, als Ash sich in der Burg von den Dienerinnen füttern lässt: An ihr merkt man, dass die Produktion nicht immer die beste Ausleuchtung bekam. In diesen, teilweise stark körnigen bis verrauschten Sequenzen bleibt nicht viel von einem HD-Bild übrig, obwohl sie wegen der höheren Auflösung deutlich besser als die beiligenden DVD-Versionen aussehen.
Allzu oft fällt die Qualität aber zum Glück nicht stark ab. Der Bildstand ist allerdings nicht immer ganz optimal und altersbedingt huschen immer wieder Defekte und Schmutzpartikel durch das Bild. Die Kompression arbeitet bis auf wenige Ausnahmen tadellos im Hintergrund und zudem gibt es keine stehende Rauschmuster, was darauf schließen lässt, dass der Transfer nicht unnötig mit DNR bearbeitet wurde.



(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Screenshots der US-Kinofassung

Das sieht bei der US-Kinofassung leider deutlich anders aus. Das Universal-Master leidet sichtbar an der Rauschunterdrückung. Das Bildformat ist wieder im korrekten 1,85:1 und die Farbgebung unterscheidet sich deutlich von der internaionalen Kinofassung. Die Kombination aus übertriebener Nachschärfung und starker Bildfilterung verträgt sich leider nicht besonders, so dass das Bild sichtbar überschärft aussieht, aber auch teilweise zerstörtes Filmkorn mit digitalen Rauschen zeigt. Die ohnehin nicht sonderlich guten Szenen (Festmahl in der Burg, Windmühle, finale Schlacht) wirken deutlich schlechter und die Grubeneinstellungen sieht sogar katastrophal aus, weil sie an eine Aquarellmalerei erinnert. Von Schärfe und Klarheit kann hier keine Rede mehr sein. Insgesamt hat das Bild der US-Kinofassung ähnlich Attribute wie die MGM-Version (es gibt vor allem gestochen scharfe Nahaufnahmen), doch wirkt die Schärfe zu künstlich, der Kontrast zu hart und der Schwarzwert zu tief, wodurch viele dunkle Bildelemente einfach absaufen. Zudem zeigt das Bild auf homogenen Flächen immer wieder kleine Unruhen und Artefaktebildung. Klingt alles sehr hart, wenn man bedenkt, dass die US-"Screwhead Edition" einst die beste Version des Films auf Blu-ray darstellte.

Über den deutschen Stereoton lässt sich nicht viel Negatives verlauten. Die Dialog werden klar und sauber wiedergegeben. Es gibt kein Kratzen bzw. Hochtonprobleme. Alles wirkt sehr homogen und gut ausbalanciert. Sowohl Dialoge als auch Nebengeräusche klingen stets natürlich und die Musik wird sehr breit und kräftig über die Stereofront wiedergegeben. Alles in allem ein sehr guter Stereo-Mix mit 320 kbps und teilweise überzeugenden Links-Rechts-Effekten. Die nicht synchronisierten Szene des Director's Cut liegen in Englisch mit deuschen Untertiteln vor, die sich allerdings auf Wunsch ausblenden lassen.
Allzu große Unterschiede in beiden Sprachfassungen gibt es nicht. Der englische Stereo-Mix klingt minimal lauter. Dialoge sind ebenfalls gut zu versehen und fügen sich sehr harmonisch ins Gesamtbild ein, wobei die deutsche Synchronfassung etwas natürlicher klingt, weil die Stimmen im englischen Original gedrungener und das Klangbild etwas eingeschränkt wirkt.
Die US-Kinofassung und der Director's Cut beinhaltet zusätzlich eine DTS-HD Master Audio 5.1-Spur, welche weder auf dem Cover, noch im Disc-Menü angezeigt wird. Diese Tonspur lässt sich lediglich über die Tonauswahl des Players aktivieren.
Der HD-Mehrkanalton hebt sich deutlich vom muffigen Stereo-Mix ab. Extreme Qualitätssprünge dürfen zwar nicht erwartet werden, doch die musikalische Untermalung DoLucas kommt hier erstmals richtig zu Geltung, denn sie wird sehr kräftig und weiträumig auf alle Kanäle verteilt. Dadurch entsteht eine angenehm bis gute Räumlichkeit mit einer soliden Nutzung der Effektkanäle. Es gibt immer wieder Momente, in dem sich die Effekte und Nebengeräusche gut hörbar auf alle Kanäle verteilen und in Actionsequenzen klingt der HD-Mehrkanalton äußert kräftig und aggressiv. Dynamiksprünge und brachialen Basseinsatz darf man allerdings nicht erwarten. Stattdessen sind es kleine Effekte, die sich positiv hervorheben. Die Dialoge werden sauber ins Geschehen integriert, klingen aber stellenweise noch etwas zu betagt. Für alle Sprachfassung lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.


Die Edition enthält zudem alle drei Fassungen auf DVDs, welche 50% des Inhaltes der Box ausmachen. Auch hier basieren die europäische Kinofassung und der Director's Cut auf einem Master, während für die US-Kinofassung Universal Pate stand.
Sinn und Zweck der DVDs in dieser Box ist strittig. Die einen sehen Blu-ray/DVD-Kombos als sinnfrei an, die anderen finden es für Neulinge, die auf diese Edition nicht verzichten wollen, aber noch keinen HD-Fernsher ihr Eigen nennen, sehr interessant. Es ist ebenfalls ein Argument die DVD-Fassungen zu verleihen oder für unterwegs zu nutzen. Aufgrund der geringen Auflösung reißen weder der Director's Cut noch die europäische Kinofassung vom Hocker, aber für DVD-Material erweist dich das Bild als grundsolide und zeigt eine gute Schärfe, obwohl das Bild weitgehend etwas schwammig und in Totalen nicht sehr knackig wirkt. Nahaufnahmen bieten ein gutes Schärfeveralten und in Bewegungen ist das Bild sehr ruhig, homogen und mit frischen, kräftigen Farben ausgestattet. Ein paar stehende Rauschmuster aufgrund einer stärkeren Kompression trüben den Sehgenuss nicht im Geringsten. Aber auch hier gilt: helle Szenen = gute Schärfe, dunkle Szenen = abfallende Schärfe mit einem erhöhten Rauschpegel. Defekte und Schmutzpartikel stören nicht weiter.
Die US-Fassung bietet eine wärmere Farbgebung und wirkt insgesamt, wie bereits bei der HD-Fassung, überschärft und künstlicher. Der Kontrast wirkt etwas zu hart und in dunklen Szenen saufen immer wieder Details ab. Ansehnlich bleibt das Bild auf jedenfall und wirkt in einigen Szenen sogar angenehmer als die HD-Versionen. Defekte und leichte Verschmutzungen sind nicht der Rede wert und die Kompression zeigt leichtes Blockbildung auf homogenen Flächen.
Der Ton liegt in der Standard-Bitrate von 192 kbps vor und unterscheidet sich sowohl in der deutschen als auch in der englische Sprachfassung erheblich von den besser aufgelösten Stereo-Spuren auf den Blu-rays. Besonders die Dialogwiedergabe der englischsprachigen Version ist schlechter als ihr deutsches Pendant. Die Stimmen klingen allerdings in beiden Versionen etwa dumpf und gedrungen, wobei der Originalton zudem noch kratzt und etwas übersteuert. Insgesamt ist die Akustik in beide Fassungen sehr eingeschränkt und wenig offen. Die deutsche Version bietet den natürlichsten Mix. Auch wenn Nebengeräusche und Musik angenehm wiedergegeben werden, können beide Tonspuren Alter und Herkunft nicht leugnen. Auch hier gibt es optional deutsche Untertitel bzw. die eingefügten Szenen im Director's Cut wurden mit deutschen Untertiteln versehen.


Bis auf die beiden Director's Cut-Discs beinhaltet keine weitere Filmfassung Bonusmaterial. Die DC-Version enthält dafür eine Bildergalerie sowie den deutschen und englischen Trailer jeweils in HD-Qualität. Der Audiokommentar von Bruce Campbell und Sam Raimi wurde nur für den Director's Cut aufgenommen und ist wie immer ein informatives, vergnügliches Hörerlebnis. Sie verteilen gegenseitig Seitenhiebe, kommen aber immer wieder auf technische Aspekte und Anekdoten zu sprechen. Gegen Hälfte des Kommentars gesellt sich noch Ivan Raimi dazu, der aber nicht viel beizusteuern weiß. Leider wurde auf deutsche Untertitel verzichtet.

Dafür gibt es noch eine Bonus-DVD. Diese enthält die amerikanische TV-Version in Vollbild und auf Englisch mit deutschen Untertiteln. Die TV-Fassung enhält einige Szenen in längerer Ausführung, beispielsweise zu Beginn als Ash König Arthur kennenlernt, oder wie Ash später vor der Windmühle steht. Zusätzlich, und das ist eigentlich das witzige an dieser Fasssung, wurden viele Wörter neu synchronisiert. Aus "I never even saw these assholes before!" wurde "I never even saw these eggheads before!", "Get the fuck out of my face" wurde zu "Get the hell out of my face", "You crazy bitch!" zu "You crazy witch!" und so weiter. Qualitativ ist die Fassung besser als erwartet und durchaus anschaubar.
In "Creating the Deadites" sprechen Greg Nicotero und Howard Berger von KNB EFX über die Kreaturen und Effekte in "Armee der Finsternis". In den knapp 22 Minuten bekommt der Zuschauer einen kleinen Einblick in die aufwendige Trickarbeit des Teams. Es gibt viele Set-Aufnahmen, Probeszenen, Storyboard-Vergleiche und Fotos, die von den beiden dokumentiert werden. Das Making of Featurette fällt mit knapp 4 Minuten etwas kurz aus und entpuppt sich als reiner Promo-Clip mit kurzen Aufnahmen von den Dreharbeiten und Kommentaren der Macher. Interessanter sind die leider ebenfalls wenig umfangreichen Behind the Scenes mit unkommentierten Einblicken hinter die Kulissen. Eine ausführliche Dokumentation zur Entstehung des Films ist demnach mehr als überfällig. Das Interview mit Bruce Campbell, Robert Tapert und Sam Raimi fällt ebenfalls sehr werbelastig aus und ist in Teilen schon vom Making of her bekannt. Die interessanten vier entfallenen Szenen (u.a. der ursprüngliche Anfang des Films), welche optional mit untertitelten Regiekommentar abgespielt werden können, kennen einige noch vom alten Screen Power-Tape, wo diese eingefügt sind. Das sogenannte "Evil Dead Tribute" ist ein von Daniel M. Kanemoto inszenierter, animierter Clip als Hommage an die "Evil Dead-Trilogie. Abschließend beinhaltet die Disc diverse Trailer, Teaser und TV-Spots. Das Zusatzmaterial wurde bis auf den Audiokommentar komplett deutsch untertitelt.


"Klaatu Barada N... Necktie... Neckturn... Nickel... It's an "N" word, it's definitely an "N" word! Klaatu... Barada... N..." - Ash

Koch Media veröffentlicht die sogenannte "Ultimate Edition" im Digipack mit Schuber. Die äußerst schlicht gehaltene Box hätte etwas stabiler ausfallen können und was das Design angeht, bewies man bei Titeln wie Interner Link"Videodrome" oder Interner Link"Vier Fliegen auf grauem Samt" ein deutlich besseres Händchen. Beispielsweise Turbine Medien zeigte mit ihrer aufwendigen Interner Link"Texas Chainsaw Massacre"-Edition was, designtechnisch möglich ist. Das aufgeklebte "Crystal Drop" des Postermotives ist zudem nicht die eleganteste Lösung und viele Kunden haben sich schon darüber beschwert, dass dieses nicht immer gerade geklebt wurden. Unser Exemplar geht in dem Punkt in Ordnung. Es bleibt trotzdem fraglich, was Koch Media sich bei diesem "billig" wirkenden Boxentwurf gedacht hat.


(Zum vergrößern bitte auf die Bilder klicken.)

Inhaltlich gibt es eigentlich nicht viel zu bemängeln, doch Koch Media hätte gut dran getan, diese Edition nicht "Ultimate Edition" zu betiteln. Es werden uns zwar ganze vier Fassungen von Army of Darkness geboten und auch das 24-seitige Booket von Martin Beck ist lesenswert, obgleich die Gestaltung kein Schönheitswettbewerb gewinnt. Das Bonusmaterial ist zumindest interessant, wobei akutellere Interviews, oder eine neuproduzierte Dokumentation wünschenswet wären. Ein exklusiv für die Edition produziertes Interview mit Bruce Campbell wäre mit Sicherheit auch machbar gewesen. Das die Extras, sowie die Filmfassungen deutsch untertitelt wurde ist löblich, doch die Aussage das "aufgrund des niedrigen Verkaufspreises der Box" eine untertitlung des Audiokommentars im Budget nicht mehr enthalten war, ist ein wenig schwach und macht diese Box einfach nicht zu der "ultimativen" deutschen Edition.
Haarspalterei? Mitnichten, denn auch hier zeigen andere Labels das eine Untertitlung des Audiokommentars zwar aufwendig und mit ein paar Überstunden verbunden sind, aber von den Fans sehr gut aufgenommen wird. Es hätten sich doch bestimmt auch Übersetzter auf "Fan"-Ebene gefunden, die den Kommentar für einen kleinen Euro oder eine Gratis-Box übersetzt hätten. Und außerdem: Braucht den noch wirklich jemand die DVD-Fassungen? Wieso bringt das Label nicht einfach nur die BD-Fassungen und die DVD-Fassungen des Films einzeln heraus? Mehr Umsatz wäre da doch sicherlich drin, denn schließlich werden nicht viele 40 Euro für nur eine Box mit nur einen Film, aber sechs Dics ausgeben, oder? Es gibt laut Label wohl nur einen wirklichen Sinn dieser Kombos und das ist der, daß das Label Kosten einsparen kann und somit überhaupt Nischenprodukte mit nicht sehr hoch erwarteten Absatz anbieten kann. In wie fern das jetzt stimmt möchten wir nicht beurteilen.


Trotz der oben genannten Schwächen liefert Koch Media eine sehr schöne Edition aus. Bislang konnte man "Armee der Finsternis" noch nicht in einer derart guten Qualität sehen - auch im Ausland nicht. Vielleicht nicht so "ultimativ" wie angepriesen, für den Fan der Reihe aber unumgänglich. Das FSK-Logo klebt auf der Umverpackung und verschandelt nicht den Schuber. Wer allerdings auf das Bonusmaterial verzichten kann und wem nur der DC wichtig ist, kann auch zur Einzel-Veröffentlichung der Blu-ray oder wahlweise DVD-Fassungen greifen. Egal, wie man sich entscheidet, bereuen wird man den Kauf nicht.


Film+++++-
Bild++++/-
Ton++++--
Bonus+++/--


Druckbare Version
  
Armee der Finsternis, Die
Tanz der Teufel 2
Tanz der Teufel 1
Evil Dead
Tanz der Teufel II (3-Disc Extended Cut 25th Anniversary Edition)
NewsKoch Media bringt "Armee der Finsternis" auf DVD und Blu-ray
Verrückt: "Army of Darkness" und "Oz" sind der gleiche Film?!?
Armee der Finsternis, Die (Kinofassung)
Armee der Finsternis, Die (Director's Cut)
Armee der Finsternis, Die
Army of Darkness (Limited Edition, 2DVD)
Army of Darkness (Director's Cut)
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Daniel Pereé am 02.08.2004
Bewertung:

A Fistful of Boomstick
Klischeebehaftete Macho-Sprüche des stark überzeichneten Helden stehen neben diversen Slapstickeinlagen im Vordergrund von Raimis schwarzer Horror-Komödie. Im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern hat der dritte Teil nur noch die Liebe zum Detail und die geilen Kamerafahrten gemeinsam. In Sachen Blut und Gore wird uns hier nichts geboten, was den Film aber keineswegs uninteressanter macht. Im Gegenteil "Army of Darkness" ist eine geniale Komödie geworden, in der Bruce Campbell wieder so richtig die Sau rauslassen kann und Sam Raimi durch die erzielten Erfolge der ersten beiden Teile im dritten Teil noch bessere Effekte machen konnte. Da wären z.B. die Mini-Ashs in der Mühle oder die Skelette, die in bester Ray Harryhausen-Manier erschaffen wurden. Der ideale Partyfilm, der auch nach dem zehnte Mal Anschauen noch Spaß macht!



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