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NZ 2007
Originaltitel:Black Sheep
Länge:86:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Jonathan King
Buch:Jonathan King
Kamera:Richard Bluck
Musik:Victoria Kelly
SFX:WETA Workshop
Darsteller:Matthew Chamberlain, Tammy Davis, Oliver Driver, Peter Feeney, Glenis Levestam, Danielle Mason, Kevin McTurk, Nathan Meister, Mick Rose, Tandi Wright
Vertrieb:Ascot Elite
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch für Hörgeschädigte
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover und Hologrammschuber
Bonus:
  • Trailer beim Start der Disc:
    • Grabbers (1:09 Min., 1080p)
    • Fido (1:46 Min., 576i)
    • Maniac (1:58 Min., 1080p)
  • Audiokommentar mit Regisseur Jonathan King
  • Deutscher Trailer (1:58 Min., 576i)
  • Originaltrailer (1:56 Min., 576i)
  • Making of (31:30 Min., 576i)
  • Interviews:
    • Jonathan King (6:56 Min., 576i)
    • Richard Taylor (5:25 Min., 576i)
    • Philippa Campbell (4:59 Min., 576i)
    • Dave Elsey (3:33 Min., 576i)
    • Nathan Meister (4:42 Min., 576i)
    • Danielle Mason (3:10 Min., 576i)
    • Timmy Davis (2:37 Min., 576i)
    • Peter Feeney (3:07 Min., 576i)
    • Glenis Levestam (2:49 Min., 576i)
  • Deleted Scenes (4:15 Min., 576i)
  • B-Roll (8:28 Min., 576i)
  • Blooper Reel (Outtakes) (2:34 Min., 576i)
  • Easter Egg (0:33 Min., 576i)
  • Trailershow:
    • Grabbers (1:09 Min., 1080p)
    • Fido (1:46 Min., 576i)
    • Maniac (1:58 Min., 1080p)
    • Juan of the Dead (1:58 Min., 576i)
    • Burke & Mare (2:15 Min., 576i)
    • Triangle - Die Angst kommt in Wellen (1:46 Min., 576i)
    • Grabgeflüster (2:07 Min., 576i)
    • Wild Hunt (2:01 Min., 576i)
    • One Way Trip (0:42 Min., 576i)
Henry Oldfield hat seit Kindheit eine Phobie vor Schafen. Als er nach Jahren in sein Heimatdorf zurückkehrt um seinen Anteil der elterlichen Farm an seinen Bruder Angus zu verkaufen, ahnt er nicht welche gefährliche Gen-Experimente sein Bruder mit den Schafen treibt. Als dann noch zwei Umweltaktivisten versehentlich ein mutiertes Schaf befreien, nimmt das Unheil seinen Lauf und tausende von Schafen verwandeln sich zu blutrünstigen Killerbestien.
Tierhorror mit Schafen ist doch mal eine willkommene Abwechslung, noch dazu, wenn man das ganze in Neuseeland stattfinden lässt, wo angenehme Erinnerungen an Interner Link"Braindead" nicht ohne Grund wach werden. Handgefertigte Mutationen, viel Glibber, eine Menge Gekröse und nicht zu wenig Dialogwitz verweisen auf Peter Jacksons Kult-Horror aus dessen Anfängen, den Jonathan King mit seinem Debüt als Autor und Regisseur unterhaltsam wieder belebt.


Man mag sich noch dunkel an das geklonte Schaf Dolly erinnern. So will hier der Farmer Angus diese Idee perfektionieren und eine ganz neue Art per Genmanipulation züchten. Natürlich geraten die Experimente außer Kontrolle, spätestens als ein Naturschützer ein Versuchsmodel entwendet, von diesem gebissen wird und somit die Mutation auf Schafe sowie Menschen überträgt. Angus' Bruder Henry, der nach 15 Jahren wieder in die ländliche Heimat zurückkehrt, und die Naturschützerin und Esoterikerin Experience versuchen der Seuche ein Ende zu bereiten.


Aus einigen Blickwinkeln wirken ganz gewöhnliche Hausschafe einfach nur witzig und so müssen selbstverständlich modellierte Mutanten her, die mit grimmigen Fratzen ordentlich zubeißen können. Bis der bissige Horror einsetzt, darf man sich jedoch an der farbintensiven Landschaft Neuseelands erfreuen, die zuweilen in kräftigem Grün oder verträumten Goldbraun erstrahlt und einen herrlich idyllischen Kontrast zu den angreifenden Viechern darstellt.
Leider wirken die Figurenkonstellationen weniger kontrastreich. Held Henry ist eher der Bangebüx mit panischer Angst vor Schafen, der erst durch das Feng Shui seiner weiblichen Begleitung Ängste überwinden kann. Diese wiederum kann mit zahlreichen Klischees der Esoterik- und Umweltschutz-Szene zumindest zeitweise ein Schmunzeln hervorzaubern. Als Gegenpart haben wir den arroganten Bruder Angus, der auf großen Unternehmer macht und keine Eigenschaften des einstigen Farmerjungen mehr bekleidet. Ihm zur Seite stehen zwei skurrile Laborgestalten mit Hornbrille, die recht schnell zur Spritze greifen und ihrem Boss gegenüber nicht immer loyal handeln. Am Rande gibt es noch eine bodenständige ältere Farmerin, die sich mit ekeligen Fleischzubereitungen beschäftigt und einen Verwalter, der anfangs mit Henry unterwegs ist.


Im eigentlichen Zentrum stehen jedoch die Schafe: weiße, wollige Tiere, wie man sie weltweit nur allzu gut kennt. Geschickt wird hier mit der Montage gearbeitet, um in Ansätzen eine Bedrohung durch die Viecher wirken zu lassen. Besonders wenn größere Herden im Galopp unterwegs sind und sich flüchtenden Personen nähern, kommen in einzelnen Close-Ups immer wieder wütende Fratzen zum Vorschein, was im Zusammenhang tatsächlich zeitweise ein mulmiges Gefühl entstehen lässt. So steht ein Auto inmitten einer Herde auf der Straße, greifen gleich größere Scharen Besucher eines Wirtschaftsempfanges an und belagern letztlich die Farm der Helden, die sich zwischenzeitlich sogar gegen mutierte Zombie-Schaf-Menschen behaupten müssen. Auch hier finden sich Anspielungen auf Jacksons Interner LinkFun-Splatter, da diese grobschlächtigen Wesen am ehesten der mutierten Mutter aus Interner Link"Braindead" ähneln, wobei die Genprobe aus dem Reagenzglas wiederum dem Rattenaffen sehr ähnlich ist. Kein Wunder, sind doch hier dieselben Leute vom Weta Workshop tätig, die eigentlich für Jacksons Special-FX zuständig sind. Entsprechend erstklassig fallen sämtliche Modelle aus und auch der Blutgehalt lässt nicht zu wünschen übrig - schließlich beißen die mutierten Schafe phasenweise ordentlich zu, trennen diverse Gliedmaße ab, erweitern einen Mund oder fressen zermanschte Leichenteile.


Aber auch für humorige Einlagen wird gesorgt, wenn ein Schaf am Steuer eines Autos einen Abhang hinunter düst, ein anderes sich von Faustschlägen nur wenig beeindrucken lässt und ein wieder anderes sich kurzfristig durch ein dunklen Stück Ekel von seinem Angriff ablenken lässt. Angereichert wird der Spaß durch aberwitzige Situationskomik und absurden Dialogen "Angus wird nicht viele Schafe verkaufen, wenn er selbst eins wird". Was dem Ganzen eben ein wenig fehlt, sind sympathische Hauptfiguren, die neben lockeren Sprüchen mit wirklich skurrilen Eigenschaften punkten können, was hier ein wenig zu oberflächlich gestrickt wurde und durch die nicht wirklich überzeugenden Darstellerleistungen kaum ausgebügelt werden kann. Seinen Zweck erfüllt dieser Streifen aber allemal: Fun-Splatter im Tierhorror-Gewand mit handwerklich sehr sauberen Effekten, einer guten Dosis Blut und Ekel, sowie treffsicheren Humor, der nur ganz selten ins Alberne abgleitet. Und allerspätestens mit der Auflösung des Schaf-Problems (Stichwort Methangas) dürfte jede Party vorerst gerettet sein.


"The sheep on this farm have turned to the baaaaaad side."

Nachdem "Black Sheep" bereits vor Jahren erfolgreich auf DVD als ungekürzten Single-Disc-Edition und später als 2-Disc-Special Edition erschienen ist, veröffentlicht Ascot Elite diesen spaßigen Tierhorror erstmals auch auf Blu-ray und gibt alle Extras der Special Edition-DVD bei. Damit enthält die Disc neben einer obligatorischen Trailershow auch einen leider nicht deutsch untertitelten Audiokommentar mit Regisseur Jonathan King. Dieser schlägt sich 90 Minuten wacker und geht auf einzelne Szenen, Produktionsabläufe, Spezialeffekte und Darsteller ein, wobei auch nette Anekdoten über die Dreharbeiten nicht fehlen dürfen. Es gibt deutlich bessere Kommentare, hörenswert ist dieser aber auf jedenfall. Interessant ist das Making of, in dem selbstverständlich die Macher zu Wort kommen. Doch anstelle in eine PR-Dokumentation abzudriften, bleibt die halbe Stunde sehr informativ und gewährt uns einen tollen Einblick in die hervorragende Effektarbeit der WETA Studios. Die nachfolgenden neun "Interviews" bieten nicht immer soviel Nährwert wie das "Making of", sind aber weit davon entfernt aus plumpen Promotionclips zu bestehen, wie man es immer wieder bei Major-Produktionen zu Gesicht bekommt. Weiter geht es mit 4 Minuten geschnittenen Szenen, welche wahlweise mit deutsch untertiteltem Regiekommentar angeschaut werden können. Das B-Roll-Feature wurde in zehn Teile gegliedert und zeigt unkommentierte Setaufnahmen wie z.B. die Herstellung von Schafsköpfen, die Arbeit mit den lebenden Schafen, Effektarbeiten usw. Wer zum Schluss noch etwas lachen möchte, darf sich über 3 Minuten an Outtakes freuen, bevor die Extras mit dem deutschen und englischen Trailer ein Ende finden. Das Easter Egg wurde ebenfalls von der DVD-Edition übernommen, ist auf der Blu-ray aber im normalen Bonusmaterial zu finden.


Der HD-Transfer überzeugt vor allem durch seinen ausgewogenen Kontrast, der einen satten Schwarzwert zeigt und dennoch keinerlei Details missen lässt. Für den ganz speziellen Look sorgt eine sehr kräftige Farbgebung, welche vor allem mit Grün- und Blautönen aufwartet und teilweise auch sehr erdig wirkt, wobei dieses Stilmittel eher selten angewandt wird. Dies ist sicherlich nicht jedermanns Sache, funktioniert in "Black Sheep" aber bestens, ohne die restliche Qualität des Transfers in irgendeiner Art und Weise zu beeinträchtigen. Überzeugend ist auch die Schärfe ausgefallen, welche knackige Konturen zeigt und mit einer sehr hohen Detailwiedergabe auftrumpft, wodurch das Bild durchweg plastisch erscheint. Das hebt die Blu-ray enorm von der bereits sehr guten DVD-Edition ab und lässt ein teilweise sehr guter HD-Eindruck aufkommen. Im Gegensatz zur DVD wurde aber nicht stark gefiltert, wodurch ein konstantes Filmkorn zu sehen ist, welches den Detailbereich aber nicht beeinträchtigt. Die wenigen etwas weicheren Sequenzen sind kaum erwähnenswert. Defekte und Verschmutzungen sind nicht auszumachen und auch so arbeitet der Transfer sehr sauber und ruhig.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


Bei der deutschen DTS-HD Master Audio 5.1-Abmischung darf man keine großen Dynamiksprünge oder Surroundeffekte erwarten. Die Abmischung beschränkt sich auf den Frontbereich und die Rears werden für den Score und dezente Umgebungsgeräusche genutzt. Nur gelegentlich erfreuen einige gut platzierte Effekte, welche zu überzeugen wissen, wobei der Subwoofer insgesamt verhalten wirkt und viel zu selten zum Einsatz kommt. Die Sprachwiedergabe ist gelungen, denn sie passt sich gut dem restlichen Klangbild an. Dennoch ist mehr Potenzial erkennbar, weil trotz HD-Mehrkanalton der Unterschied zur DVD-Edition nicht wirklich hörbar wird. Der englische HD-Mix klingt frischer, wirkt lebendiger und versprüht eine deutlich höhere Dynamik. Dadurch klingt der Originalton räumlicher und breiter. Aber auch hier bleibt der Subbwoofer etwas verhalten, erfüllt aber seine Pflicht. Insgesamt klingt der Originalton wesentlich effektiver und räumlicher. Dialoge sind ebenfalls sehr gut zu verstehen. Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte sind optional.


Sehr schöne HD-Umsetzung dieser spaßigen Tierhorrorkomödie. Die ungekürzte Blu-ray bietet ein gelungenes Bild und einen soliden Ton. Das Bonusmaterial wurde komplett von der DVD übernommen, liegt aber weitgehend in Standard Definition vor. Die Disc wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert und mit einem Hologrammschuber ohne FSK-Sticker.


Film++++/-
Bild+++++-
Ton++++--
Bonus+++/--


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Black Sheep (2 Disc Special Edition)
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Black Sheep (2 Disc Special Edition)
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