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USA 2006
Originaltitel:Wicked Little Things
Alternativtitel:Children, The
aka. Zombies - La vendetta degli innocenti
Länge:94:07 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre (Hauptfilm ab 16 Jahre)
Regie:J.S. Cardone
Buch:Boaz Davidson, Ben Nedivi
Kamera:Emil Topuzov
Musik:Tim Jones
SFX:Willie Botha
Darsteller:Lori Heuring, Scout Taylor-Compton, Chloe Moretz, Geoffrey Lewis, Velizar Binev, Ben Cross, Chris Jamba, Taylor Masamitsu, Michael McCoy, Martin McDougall, Julie Rogers, Craig Vye
Vertrieb:3L
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:1,85:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:08.11.2011 (Kauf)
Bonus:
  • Making of (17:24 Min., 576i)
  • Bildergalerie (29 Bilder, 576i)
  • Deutscher Trailer (2:11 Min., 576i)
  • Englischer Trailer (2:11 Min., 576i)
  • Trailershow:
    • [REC] (1:57 Min., 1080p)
    • Day of the Dead (1:39 Min., 576i)
    • Buried Alive (2:21 Min., 1080p)
    • Cleaner (1:57 Min., 1080p)
    • Die Verlassenen (2:24 Min., 576i)
    • Art of the Devil 2 (1:04 Min., 1080p)
Nach dem Tod ihres Mannes zieht Karen Tunney mit ihren zwei Töchtern Sarah und Jenny in ein verschlafenes Nest in den Bergen Pennsylvanias. Ihr Mann hinterließ ihr dort ein abgelegenes Haus. Doch die Ruhe trügt: Ganz in der Nähe des Hauses liegt der Zugang zu einer fast vergessenen Mine, die vor 100 Jahren nach einem schrecklichen Unglück aufgegeben wurde. Dutzende Kinder, die dort arbeiteten, wurden damals lebendig begraben ... und ihre untoten Seelen dürsten noch heute nach Rache.
"Gebt den Kindern das Kommando" sang Herbert Grönemeyer vor langer Zeit mal in einem seiner Hits, welches Regisseur J.S. Cardone zwar sicher nie gehört hat, aber irgendwo, sei es durch Gedankenübertragung, doch der selben Meinung ist wie unser Herby. Denn in seinem kleinen Horrorfilm "Wicked Little Things", der hierzulande auch unter seinem ursprünglichen Titel "Zombies" erschienen ist, gibt er gleich einer ganzen Schaar von untoten Kiddies ein Kommando, wenn auch vielleicht nicht das, was der Sänger in seinem Songtext meinte. Cardone gibt den Kids nämlich den Befehl zum Fressen und zwar zum Menschenfressen. Herausgekommen ist dabei ein blutiges und auch hübsch atmosphärisches Treiben, das aber leider alles in allem recht langatmig geworden ist.



"Wicked Little Things" erzählt die Geschichte von Karen Tuny, die zusammen mit ihren beiden Töchtern in ein Haus zieht, welches ihnen ihr verstorbener Mann vererbt hat. Was sie allerdings nicht weiß: In der Nähe des Hauses sind vor 100 Jahren bei einem Berkwerksunglück Kinder, welche zu harter Arbeit gezwungen worden, verschüttet worden. Und diese Kinder haben es jetzt auf Rache abgesehen und Karen muss mit ihren Kindern um ihr Leben fürchten. In Sachen Story, das muss man den Machern lassen, gibt es dieses mal also nicht ganz so ausgenuddeltes Zeug, wie in den sonstigen Zombie-FiImen von heute. Auch wenn es kindliche Zombies schon früher gegeben hat, so ist es doch eher eine Seltenheit, dass gerade kindliche Fleischfresser zur Gefahr werden bzw. die alleinigen Horrorgestalten eines Films sind. Dass dabei dennoch nicht allzu viel Wert auf Logik gelegt wird, überrascht nicht, aber immerhin ist für ein wenig Abwechslung im Genre-Einerlei gesorgt.



Ansonsten geht es aber konventionell zu, was nicht unbedingt heißen soll, dass hier alles schlecht ist. Nein, denn in puncto Atmosphäre und Gore kann man den Machern durchaus Lob zollen. Vor allem die Atmosphäre hat es teilweise in sich. Die dunklen Wäldern, in denen die kleinen blutgierigen Gören hausen, sind erschreckend dunkel ausgefallen und können überzeugen. Die Ausstattung, vor allem auch das kleine Häuschen mitten im Wald, hat das Zeug dazu, den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Dazu gibt es Nebelschwaden noch und nöcher, die durch eine exzellent geführte Ausleuchtung für Schrecken sorgen können. Und wenn dann der bedrohliche Soundtrack erklingt, könnten Genre-Anfänger schon mal ihr Höschen nässen. Von technischer Seite her ist für Atmosphäre jedenfalls gesorgt.


Und auch in Sachen Gore haben die Macher so einiges drauf. Auch wenn alles etwas der Atmosphäre wegen abgedunkelt wurde, so ist das, was man zusehen bekommt, doch ordentlich. Die Kiddies nehmen jedenfalls kein Blatt vor den Mund und töten ihre Opfer mit Spaten, Baseballschlägern oder was ihnen sonst so zwischen die kleinen Finger kommt. Dabei wird ordentlich roter Lebenssaft zu Tage gefördert und ein paar ordentliche Fressszenen wurden auch nicht vergessen. Zwar ist der Film trotzdem keine ausufernde Schlachtplatte, denn die Macher beteuern, auch im Making-Of, dass es ihnen hauptsächlich um atmosphärische Spannung ging, doch ein Zombiefilm ganz ohne Blut und Fressereien ist nun mal kein Zombiefilm.


Schade nur, dass einem der Streifen, trotz einer Laufzeit von normalen 90 Minuten, irgendwie zu lang vorkommt. Denn auch wenn die Atmosphäre soweit stimmt, braucht das Treiben wieder einmal viel zu lange, um wirklich in die Pötte zu kommen. Beispielsweise versucht auch Cardone bei seinem Zombiestreifen den Hauptcharakteren so etwas wie Tiefe zu verleihen, was zwar löblich ist, hier aber vollends daneben geht, da das Dreiergespann jedes Klischee auch nur im Ansatz erfüllt. Oder auch die viel zu zahme Herangehensweise an das Geschehen, das manchmal derart ruhig ausgefallen ist, dass einem schon die Augenlider zuklappen. Zwar hat das Stille sicher den Vorteil ordentlich erschreckt zu werden, wenn der nächste Shockeffekt an der Reihe ist, doch Genreprofis riechen den nächsten Erschrecker meist schon meilenweit voraus. Schade! Die Darsteller können dagegen wieder einiges rausreisen. Lori Heuring stellt ihre Mutterrolle mehr als passabel zur Geltung, genauso wie es die beiden jüngeren Damen schaffen, ihre Parts glaubhaft auf den Zuschauer herüber zu bringen. Desweiteren gibt es auch einige bekannte Gesichter wie Geoffrey Lewis oder Ben Cross zu erblicken, die ebenfalls überzeugen. Aber vor allem die Schaar der Zombiekinder macht Laune. Auch wenn sie hier nicht mehr als Statisten sind, so haben sie doch sichtlich Freude an dem blutigen Treiben. Gut so!


Das Dortmunder Label 3L veröffentlicht den vormals unter "Zombies" erschienene Titel unter dem neuen Namen "Carlton Mine", was für unangenehme Doppelkäufe sorgen kann. Qualitativ liefert man eine solide Arbeit ab, allerdings wirkt der HD-Transfer nicht sonderlich scharf und sieht an einigen Stellen sogar "nur" hochskaliert aus, was man z.B. an den Anfangs-Credits sieht, die einen verpixelten Heiligenschein um sich herum scharen. Im Detailbereich schwächelt das Bild nicht allein wegen des deutlichen Rauschens und stilbedingt wurde der Kontrast etwas hart gewählt, wodurch dunkle Szenen (und die gibt es viele) nötige Details vermissen lassen. Dafür präsentiert man uns einen hervorragenden Schwarzwert und natürliche und satte Farben. Die Kompression arbeitet allerdings nicht sehr sauber und zeigt immer wieder unschöne Artefaktebildung in Farbübergängen, was unter normalen Bedingungen aber nicht sonderlich stark auffallen dürfte.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum von 3L

Dem englischen und deutschen HD-Master 5.1-Mix mangelt es etwas an Räumlichkeit, so dass sich beide sehr frontbetonend zeigen. Die Rears werden entweder zu leise oder nur selten mit einbezogen und den Schocksequenzen fehlt etwas etwas an Dynamik und Druck. Hier bleiben beide Tonspuren unter ihren Möglichkeiten und unterscheiden sich kaum voneinander.
Zu den Extras sei kurz gesagt, dass es neben Trailer, einer Bildergalerie und einer Trailershow noch ein 17minütiges Making of mit deutschen Voice-Over gibt. Leider ist das Ganze nur ein Lobhudelei nach der anderen und bietet nur wenige bis gar keine Infos. Allerdings ist es lustig zu sehen, wieviel Spaß die Kinderzombies bei Dreharbeiten hatten und wie man für die Kleinen das Kunstblut und die Innereien schmackhaft gemacht hat. Leider fehlt der Audiokommentar der US-Disc. Die Extras liegen bis auf ein paar Trailer in Standard Definition vor.


Atmosphärisches und recht blutiges DtV-Filmchen, das als kleiner Horrorsnack für zwischendurch hervorragend funktioniert. Die Story ist zwar nicht innovativ, aber durchaus als Abwechslung zum üblichen Genre-Mischmasch zu betrachten, die Atmosphäre ist knackig und die Bluteffekte ordentlich spritzig, so dass man eigentlich rundum zufrieden sein könnte, wenn der ganze Spaß nur etwas eher in die Puschen gekommen wäre und auch einige Durchhänger hier und da vermieden worden wären. Wer aber mal wieder auf ein kleines Zombiefilmchen für zwischendurch Appetit hat und dabei keine allzu großen Sprünge erwartet, der dürfte hiermit ganz zufriedenstellend gesättigt werden.

Technisch mittelmäßige Aufbearbeitung in HD. Beim Bild verbessert man sich gegenüber der DVD nur marginal. Bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass der Hauptfilm ab sechzehn Jahren freigegeben wurde und die DVD nur aufgrund der Trailer ab 18 ist.


Film+++/--
Bild+++/--
Ton++++--
Bonus+-----


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Zombies
NewsZombies (Wicked Little Things) von e-m-s
"Tobe Hooper's Zombies" kommen
IMDb.com OFDb.de



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