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FR, ESP, IT, HU 2012
Originaltitel:Astérix et Obélix: Au Service de Sa Majesté
Alternativtitel:Asterix és Obelix: Isten óvja Britanniát!
aka. Astérix & Obélix: Al servicio de Su Majestad
aka. Astérix and Obélix: God Save Britannia
aka. Astérix and Obélix: On Her Majesty's Secret Service
aka. Axterix e i bretoni
Länge:110:35 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ohne Altersbeschränkung
Regie:Laurent Tirard
Buch:Grégoire Vigneron
Kamera:Catherine Pujol, Denis Rouden
Musik:Klaus Badelt
SFX:Julien Poncet de la Grave
Darsteller:Gérard Depardieu, Edouard Baer, Guillaume Gallienne, Vincent Lacoste, Valérie Lemercier, Fabrice Luchini, Catherine Deneuve, Charlotte Lebon, Bouli Lanners, Dany Boon, Atmen Kelif, Jean Rochefort
Vertrieb:Concorde
Norm:1080p / MVC (3D-Version), 1080p / MPEG-4 AVC (2D-Version)
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:2,40:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Französisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:07.03.2013 (Kauf)
Bonus:
  • Making of (53:55 Min., 1080p)
  • Entfallene Szenen (7:55 Min., 576i)
  • Interview mit Asterix (53:55 Min., 576i)
  • Verführungstipps von Teefax und Hiknisnichfilaf (1:58 Min., 1080p)
  • Kinder erzählen von den Galliern (5:28 Min., 576i)
  • Deutscher Kinotrailer (1:50 Min., 1080p)
  • Originaltrailer (2:04 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Asterix & Obelix gegen Caesar (1:34 Min., 1080p)
    • Das Labyrinth der Wörter (1:59 Min., 1080p)
    • Das Schmuckstück (2:01 Min., 1080p)
    • Moliére (2:05 Min., 1080p)
    • Das letzte Einhorn 3D (1:43 Min., 1080p)
Unter dem Kommando von Julius Cäsar haben die ruhmreichen Legionen Roms mittlerweile auch Britannien erobert. Nur ein Dorf leistet dort noch erfolgreich Widerstand, kann aber nicht mehr lange standhalten. Die Königin der Briten schickt deshalb ihren Berater Teefax nach Gallien um Hilfe zu holen. Denn da gibt es ein anderes kleines Dorf, das für seinen mutigen Widerstand gegen die Römer bekannt ist.
Die Gallier lassen sich nicht lange bitten und schenken Teefax ein Fass ihres magischen Zaubertranks. Als Begleitschutz mit dabei: der schlaue Asterix und der bärenstarke Obelix. Deren Begeisterung bald wieder Römer zu verkloppen wird nur dadurch getrübt, dass Grautvornix, der nervige Neffe des Gallier-Häuptlings, mitkommen soll. In der Zwischenzeit war der wütende Cäsar nicht untätig: Er hat die wilden Normannen als Söldner angeheuert. Kurzerhand entführen sie Grautvornix. Und dann verlieren Asterix und Obelix zu allem Überfluss auch noch das Fass mit dem kostbaren Zaubertrank. Auf einmal werden Gallier, Briten, Normannen und Römer in eine verrückte Jagd verwickelt, von der die Rettung eines ganzen Landes abhängt ...
Den Asterix zu spielen scheint in der Realfilm-Umsetzung des Comic-Klassikers keine besonders beliebte Option zu sein. Mit Eduard Baer übernahm im vierten Film schon der dritte Darsteller die eine Hälfte des Helden-Duos, während Gerard Depardieu als Obelix als einzige Konstante sämtlicher Verfilmungen gelten kann. Das gilt auch für die Qualität, denn besonders Interner Link"Asterix & Obelix bei den olympischen Spielen" (2008) unterbot das sowieso schon bescheidene Niveau des Versuchs, den Witz und die Intelligenz der Comics auf die Leinwand zu übertragen, noch um Längen.



Das scheint den Machern beim neuerlichen Streich "Asterix & Obelix - Im Auftrag Ihrer Majestät" bewusst gewesen zu sein, denn sie verzichteten auf die unsäglichen Promi-Cameos und konzentrierten sich mit einer gut besetzten Darsteller-Riege (darunter Catherine Deneuve als Queen, Dany Boon und Jean Rochefort in kleineren Rollen) auf die Umsetzung des frühen Asterix-Bands "Bei den Briten".
Dem Film gelingen in dieser Hinsicht viele Szenen, die sich exakt an den Comic halten und die Zeichnungen getreu in bewegte Bilder wandeln - etwa der Blick auf Londinium (London), das Wildschwein-Essen in Minzsoße (leider fehlt die warme Cervisia) oder das Rugbyspiel. Gleichzeitig wird daran auch die Schwierigkeit deutlich, den Humor des Comics im Film aufrecht zu erhalten. In einer optisch besonders gelungenen Szene, in der die römische Legion in Reih und Glied den Inhalt hunderter konfiszierter Weinfässer prüft, um das Fass mit Zaubertrank zu finden, das Asterix und Obelix nach Britannien geschmuggelt hatten, hält sich der Film streng an den Comic und zeigt in der nächsten Szene einen ungeordneten, betrunkenen Haufen - trotzdem überträgt sich der unmittelbare Witz des Comics nicht.



Auch die Storyline - beginnend bei der Eroberung Britanniens genau um 5 Uhr nachmittags, weil die Briten dann ihr "Heißes Wasser" einnehmen (der damit verbundene Gag, der jedem Leser des Comics bekannt sein dürfte, wird mit einer nicht witzigen Figur eines Inders penetrant vorbereitet), das kleine Dorf, das als einziges noch Widerstand gegen die Römer leistet (hier mit einer Königin als Chefin), die Bitte der Briten um Hilfe bei unseren Helden und deren lange Odyssee mit dem Fass voller Zaubertrank durch Britannien - hält sich größtenteils an die Vorlage, aber wie schon in den früheren Verfilmungen, schien das den Produzenten nicht auszureichen. Deshalb wurden Motive aus "Asterix und die Normannen" noch mit einbezogen, ein Album, das mehr von der Interaktion der Protagonisten, als von einer abwechslungsreichen Story lebt.


Die Gründe, warum die Normannen ausgerechnet in die Auseinandersetzung zwischen Briten und Römern mit einbezogen werden, wirken entsprechend an den Haaren herbei gezogen und werden im weiteren Verlauf des Films auch nicht weiter verfolgt. Der wirkliche Grund für diese Drehbuch-Konstruktion ist der Versuch, den Charakteren mehr Leben einzuhauchen, denn die Comicvorlage bietet für einen Langfilm in dieser Hinsicht nur wenig Substanz. Deshalb wurde Majestix' Neffe Grautvornix (Vincent Lacoste), der in "Asterix und die Normannen" auftritt, unserem Duo auf ihrem Weg durch Britannien an die Seite gestellt, was ein paar Gags hinsichtlich der Erziehung des jungen Schnösels bringen soll. Zudem wurde noch Teefax (Guillaume Gallienne) eine Verlobte angedichtet (das obligatorische Model Charlotte Lebon), die wiederum eine strenge Gouvernante (Valérie Lemercier) um sich hat, die als Love-Interest für Obelix herhalten muss.


In diesen Figuren-Gestaltungen, die die im Comic dezenten Anspielungen auf die unterschiedlichen Charakteristika von Franzosen und Engländern zu Tode reiten, liegt die größte Schwäche des Films, denn weder sind die hier verbreiteten Emotionen glaubwürdig, noch witzig. Besonders der Versuch von Asterix, als Womanizer aufzutreten, geht vollkommen daneben, ganz abgesehen davon, das dessen Motivation homophobe Züge trägt, da er sich von Grautvornix' Bemerkung angegriffen fühlt, er würde mit Obelix und einem Hund in einem Haus leben. Die von Teefax hinzugefügten Worte, es wäre in England ganz normal, das zwei Männer zusammen leben, steigern noch seine Motivation. Auch Julius Cäsar (Favrice Luchini) fehlt die im Comic trotz aller Ironie vorhandene Souveränität und Fähigkeit zur Selbsterkenntnis - hier ist er nur ein selbstverliebter, geschwätziger Idiot.


Der Versuch, Figuren innerhalb eines so feststehenden Szenarios Leben einzuhauchen, muss fast zwangläufig scheitern, so wie der aufwändig gestaltete Hintergrund sein Pappmaché-Image nie ganz ablegen kann. Die Historie wurde in den Comics bekanntlich sehr frei nachempfunden und ist voller Anspielungen an die Gegenwart - gezeichnet gelingt das, real bleibt immer die Schwebe zwischen authentisch und unecht.
Trotzdem funktioniert "Asterix & Obelix - im Auftrag ihrer Majestät" als leichter, anspruchsloser Familien-Unterhaltungsfilm. Manche Gags lassen sich auch in einem Realfilm nicht vollkommen ausmerzen, die Darsteller machen ihre Sache im Rahmen des Drehbuchs ordentlich und verzichten auf typisches Over-Acting und in seinen besten Momenten kann der Film den optischen Charakter der Comics gut einfangen. Die wesentlichste Voraussetzung für einen vergnüglichen Kinonachmittag bei Asterix und Obelix bleibt aber, dass man die Comics nicht allzu gut kennen sollte.


Der 2D Widescreen-Transfer von Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät" wurde in MPEG-4 kodiert und bietet eine sehr gute Schärfe und Detaildarstellung. Leider gibt es auch schlechter fokussierte, weiche Aufnahmen, die an Detailschärfe missen lassen. Die Konturen sind aber meist knackig und warten mit einer ordentlichen Plastizität auf. Die Farben sind überraschend natürlich gewählt worden und könnten ruhig etwas bunter und kräftiger ausfallen. Der Kontrast arbeitet helle und dunkle Bildbereiche gut aus, wobei es dem Schwarzwert etwas an Brillanz fehlt. Die Kompression arbeitet dafür sehr ruhig und lässt das Bild klar und rauschfrei aussehen. Insgesamt ein guter Transfer mit kleinen Mängeln im Bereich Schärfe und Schwarzwert.
Das nachträglich nach 3D konvertierte Bild bietet eine deutlich bessere Tiefenwirkung und Plastizität, könnte aber ebenfalls deutlich schärfer sein. Pop-Out-Effekte sind kaum wahrzunehmen - obwohl es genügend Momente gibt, in denen der 3D-Effekt richtig ausgenutzt werden könnte. Ansonsten liefert das 3D-Bild die gleichen Werte wie die 2D-Fassung und zeigt knackige Konturen, natürliche, aber nicht sonderlich satte Farben und einen ausgewogenen Kontrast. Das Bild wurde frei von Rauschen gehalten und man kann davon ausgehen, dass in beiden Versionen verstärkt mit DNR gearbeitet wurde. Die Kompression macht keine Probleme und Ghosting ist nur im geringen Umfang vorhanden.



Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

Beide Tonspuren können als solide und dem Genre typisch bezeichnet werden. Der Großteil spielt sich ohnehin im Frontbereich ab und wartet mit einer sehr guten Dialogwiedergabe auf. Im passenden Moment werden aber auch die Rears gut eingesetzt und sorgen für die nötige Räumlichkeit. Hin und wieder gibt es überzeugende direktionale Effekte und auch der Subwoofer darf ab und an ordentlich eingreifen. Für eine Komödie sehr gut! Es gibt weder am Hochton, noch an der Dynamik etwas zu kritisieren. Selbst der Score verteilt sich sehr kräftig über sämtliche Kanäle. Der französische Original-Mix liegt ebenfalls in DTS-HD High Resolution 5.1 vor und steht der deutschen Tonspur in nichts nach. Perfekte Sprachwiedergabe, gute Räumlichkeit mit einem satten Basseinsatz und gut platzierte Effekte machen ihn aus. Optional gibt es deutsche Untertitel.


Das Bonusmaterial enthält ein 55minütiges Making of, welches mit Aufnahmen von den Dreharbeiten und Interviews einen informativen Einblick in die Produktion bietet. Im 17minütiges "Grautvornix - Das Leben eines jungen Mannes in Lutetia" zeigt man Grautvornix, der nach seiner Rückkehr nach Lutetia über das Abenteuer mit Asterix und Obelix resümiert. In "Kinder erzählen von den Galliern" sprechen Kinder über die Abenteuer der Gallier.
Nett fallen auch die acht Minuten entfallene Szenen und das 3minütige Interview mit Asterix aus, der seine Aufgaben im Dorf beschreibt. Die 2minütigen "Verführungstipps von Teefax und Hirnisichfilaf" sind witzig. Das Feature zu den CGI-Effekte zeigt in knapp 15 Minuten die Entstehung einiger Effekt-Sequenzen, während in "Laurent Tirard: Eine Kinolektion bei den Galliern" der Regisseur Aufnahmen von den Drehorten und den Sets in Tagebuchform kommentiert. Abschließend gibt es noch den deutsch- sowie den englischsprachigen Kinotrailer, Trailer weiterer Concorde-Titel und einen Storyboard-Vergleich mit dem Titel "Atseri 1D". Die Extras liegen teilweise in HD vor und wurden deutsch untertitelt.


Inhaltlich wie immer schwache Realverfilmung der beliebten Comic-Reihe, die aber ordentlich Gewinn erwirtschaftete, sonst würde uns mit "Asterix & Obelix - Im Auftrag Ihrer Majestät" kaum der vierte Teil in knapp 10 Jahren vorliegen. Technisch einwandfreie HD-Präsentation mit sehenswerten Extras. Die stereoskopische Version bleibt etwas hinter den Erwartungen zurück. Wer keine 3D-Version haben will, kann sich den Film auch als reine 2D-Fassung kaufen. Die Disc wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert.


Film++/---
Bild+++++-Wertung der 2D-Fassung
++++--Wertung der 2D-Fassung
Ton+++++-
Bonus+++---


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Asterix bei den Olympischen Spielen
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