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USA, AE 2012
Originaltitel:Ghost Rider: Spirit of Vengeance
Alternativtitel:Ghost Rider 2
Länge:95:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Mark Neveldine, Brian Taylor
Buch:Scott M. Gimple, Seth Hoffman, David S. Goyer
Kamera:Brandon Trost
Musik:David Sardy
SFX:Lucian Iordache
Darsteller:Nicolas Cage, Violante Placido, Ciarán Hinds, Idris Elba, Johnny Whitworth, Fergus Riordan, Spencer Wilding, Sorin Tofan, Jacek Koman, Anthony Head, Cristian Iacob, Christopher Lambert
Vertrieb:Universum Film
Norm:1080p / MVC (3D-Version), 1080p / MPEG-4 AVC (2D-Version)
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:10.08.2012 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer beim Einlegen der Disc:
    • The Cabin in the Woods (1:57 Min., 1080p)
    • Machine Gun Preacher (2:28 Min., 1080p)
  • Ritt in eine neue Dimension (2D/3D) (7:07 Min., 1080p)
  • Kino-Trailer (2D/3D) (2:02 Min., 1080p)
  • Kino-Teaser (2D/3D) (1:50 Min., 1080p)
  • Making Of: Pfad der Vergeltung (90:17 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • The Grey - Unter Wölfen (2:05 Min., 1080p)
    • Lockout (2:03 Min., 1080p)
    • Pakt der Rache (2:17 Min., 1080p)
    • The Cabin in the Woods (1:57 Min., 1080p)
    • Machine Gun Preacher (2:28 Min., 1080p)
Einige Jahre sind vergangen, seit der frühere Stuntman Johnny Blaze seinen Pakt mit dem Teufel schloss und zum Ghost Rider wurde: Als schier unkontrollierbares brennendes Skelett, beseelt von einem Feuerdämon, jagte er auf seinem Motorrad durch die Nacht. Inzwischen lebt Blaze zurückgezogen, denn nichts fürchtet er mehr, als dass der Ghost Rider wieder in ihm geweckt wird. Doch dann entführt die Armee des Teufels den zehnjährigen Danny, der über besondere Kräfte verfügt und dessen Mutter Nadya. Moreau, der letzte der Kriegsmönche, die den Jungen beschützten, bittet Blaze um Hilfe. Dieser muss sich entscheiden, denn allein der Ghost Rider ist fähig, den Jungen aus den Klauen des Bösen zu befreien und somit die ganze Welt vor dem Verderben zu retten.
Für viele Filmemacher wird es zunehmend problematischer ordentliche Drehbücher in die Finger zu bekommen. So stürzt man sich seit einigen Jahren auf die Marvel-Comics, von denen bereits einige recht erfolgreich umgesetzt wurden. Interner Link"Ghost Rider" war anno 2007 nicht so der Knaller - da wundert es doch schon, dass hier noch das Potential für eine Fortsetzung gesehen wurde.


Der Ghost Rider Johnny Blaze (Nicolas Cage) lebt seit einigen Jahren zurückgezogen in Osteuropa, bis ihn der merkwürdige Moreau einen Deal vorschlägt: Hilft er, den Jungen Danny vor den Schergen des Teufels in Form von Roarke zu schützen, will er ihn vom Fluch des Ghost Riders befreien lassen. Doch da befindet sich Danny bereits in der Gewalt der Bösewichte ...

Während das Original nur selten zum Mitfiebern einlud, kann man sich auf Actionbasis zwar phasenweise nett berieseln lassen, doch an ordentlich gezeichneten Figuren mangelt es auch dieses Mal, so dass sich Spannungsmomente lediglich vereinzelt ergeben. Zwischendurch werden einige Comic-Stills eingebaut, so dass auch Unwissende kein Problem beim Verständnis der simplen Geschichte haben dürften, welche leider etwas zu schlicht gestrickt ist und Tiefen oder gar Ironie reichlich vermissen lässt.


Im Grunde will der Teufel die Weltherrschaft mithilfe eines Jungen, der von ihm selbst gezeugt wurde und nun per Ritual unendlich Macht erhalten soll - Weltherrschaft und dergleichen. Dazwischen tummeln sich zahlreiche bewaffnete Mittelsmänner und eben Ghost Rider, der einiges in Brand setzt und so manches Gefährt oder Gebäude in Asche verwandelt, während er ab und an Seelen Abtrünniger einsaugt.
Das sieht inszenatorisch recht gekonnt aus, zumal das Regieduo Neveldine/Taylor mit den beiden Ausgaben von Interner Link"Crank" bereits ordentliches Futter ablieferte. Ob beim einfachen Überschlag eines Autos oder beim Einsatz eines Granatwerfers, beim Ausfahren der Feuerketten oder beim Fight auf der Ladefläche eines brennenden Trucks - die Action ist solide geschnitten, sauber gefilmt und mit guten Effekten und ordentlicher Maske in Szene gesetzt.


Allerdings liefern die Schauwerte kaum erinnerungswürdiges Material, da die Geschichte in komplett erahnbaren Bahnen verläuft, Überraschungen außen vor bleiben, aber auch keine dramaturgischen Höhepunkte auszumachen sind. Der Inhalt plätschert an einem vorbei, während die Zeit bis zur nächsten Action überbrückt werden muss, wobei das Ausbleiben eines Love Interests zumindest nicht für derbere Durchhänger sorgt. Auf darstellerischer Ebene kann sich Cage als kranker Kopf mal wieder mit etwas Overacting austoben, während es ein Wiedersehen mit Christopher Lambert als tätowierten Mönch in einer kleinen Nebenrolle gibt. Ciarán Hinds macht als Teufel in Menschengestalt einen überzeugenden Eindruck und auch Idris Elba kommt als zwielichtiger Geistlicher auf Motorrad mit Hang zu Alkoholika recht glaubhaft rüber, vielleicht auch, weil seine Figur als einzige ein wenig facettenreicher angelegt ist.


Bei den zahlreichen Marvel-Verfilmungen gehört diese Fortsetzung zu den deutlichen schwächeren, auch wenn die optische Gestaltung ein paar Querverweise auf die Comics parat hält und die Action solide Kost bietet. Das größte Manko liefert die schwache Geschichte, welche untermauert, das Potential mit der Erstverfilmung bereits erschöpft zu haben, denn hier bleiben Tiefgang, etwaige Spitzen und humorige Ansätze völlig aus. Ordentlich besetzt ist er, halbwegs temporeich geht er auch zur Sache, doch ihm fehlt die Seele, um auch nur ansatzweise zu fesseln. Wen der erste Teil schon nicht überzeugte, dürfte bei diesem noch weniger unterhalten werden, selbst knallharte Comicfans werden mit Sicherheit keine Offenbarung erleben. Edel gestalteter Trash, mitreißend aber nur für Pyromanen.


"Ghost Rider: Spirit of Vengeance" wurde nachträglich und sehr sorgfältig in 3D konvertiert. Man merkt, dass die Regisseure sich schon während der Dreharbeiten Gedanken über eine mögliche Wirkung der 3D-Effekte gemacht haben. Überzeugend ist vor allem die Tiefenwirkung und zudem wirkt das Bild durchweg plastisch.
Auf Pop-out-Effekte muss der Zuschauer aber verzichten. Die Schärfe des stereoskopischen Bildes ist enorm und in den Actionsequenzen wirkt das Bild scharf und detailliert. Auch der Kontrast arbeitet sauber und wurde bis auf ein paar stilbedingte Verfremdungen sehr gut gewählt. Schwarzwert und Farben sind auch sehr gut und lediglich die Nutzung von Handheld-Kameras sorgt in schnellen Bewegungen für unschöne Stroboskop-Effekte. Ungeachtet dessen ist das 3D-Bild überraschend gut und der Anteil von Ghosting-Artefakte fällt sehr gering aus.

Das 2D-Bild leidet unter den selben Mängeln, sprich: dem Strobo-Effekt in schnellen Bewegungen, was aber weniger störend wirkt als in der stereoskopischen Fassung. Die Schärfe und Detailzeichnung ist ebenfalls enorm hoch und auch Tiefenwirkung und Plastizität können sich sehen lassen. An die Tiefe der 3D-Version kommt das 2D-Bild zwar nicht ran, aber dank eines hervorragenden Kontrasts, einem satten Schwarzwert und der kräftigen und brillanten Farben wird ein sehr gutes HD-Bild erzeugt, welches aufgrund der Kameratechnik aber leider etwas videomäßig wirkt.



Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

Der DTS-HD Master Audio 5.1-Mix legt eine Schippe drauf und wartet mit einer aggressiven, brachialen und surroundlastigen Abmischung auf, die mit einem heftigen Basseinsatz unterstützt wird, der das Wohnzimmer zum Beben bringt. Die Sequenzen mit dem Ghost Rider sind an Bombast kaum zu überbieten. Auch die direktionalen Effekte sind zahlreich und präzise, ohne im Actiongetümmel an Details zu verlieren. Die gesamte Abmischung wurde sauber ausbalanciert und die Dialoge sind klar und deutlich zu verstehen. Große Unterschiede zum englischen Mix gibt es kaum. Deutsche Untertitel sind optional.


Das Bonusmaterial ist zwar nicht sonderlich umfangreich, dafür aber interessant und liegt teilweise in echtem 3D vor. Angefangen wird mit dem 7-minütigen "Ritt in eine neue Dimension", welches sich mit der 3D-Konvertierung des Films beschäftigt. Das in 2D vorliegende "Making of" fällt mit einer Gesamtlaufzeit von 85 Minuten sehr umfangreich aus und besteht aus sechs Segmenten, die alle wichtigen Aspekte der Produktion durchleuchten. Die Dokumentation beinhaltet "Hinter den Kulissen"-Aufnahmen und Ausschnitte und Interviews mit Cast and Crew. Trailer und Teaser liegen wieder wahlweise in 3D vor. Zudem gibt es noch Trailer weiterer Universum Film-Titel.


Technisch einwandfreie Umsetzung mit einem tadellosen Soundmix und einem tollen 2D- wie 3D-Bild. Die Extras sind interessant und sehenswert. Leider lässt sich das vom Film nicht sagen. Die Disc wird mit einem Wendecover ohne FSK-Logo ausgeliefert.


Film++/---
Bild+++++/Wertung der 2D-Fassung
+++++-Wertung der 2D-Fassung
Ton++++++
Bonus+++/--


Druckbare Version
  
Ghost Rider: Spirit of Vengeance
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