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USA, UK 2003
Originaltitel:Core, The
Länge:134:57 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Jon Amiel
Buch:Cooper Layne, John Rogers
Kamera:John Lindley
Musik:Christopher Young
SFX:Cara E. Anderson
Darsteller:Aaron Eckhart, Hilary Swank, Stanley Tucci, Delroy Lindo, Tchéky Karyo, DJ Qualls, Bruce Greenwood, Richard Jenkins, Alfre Woodard, Christopher Shyer, Ray Galletti, Eileen Pedde
Vertrieb:Paramount
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:2,35:1
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (dt., franz., span.), DTS-HD Master Audio 5.1 (engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Spanisch, Franzöisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Französisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:06.12.2012 (Kauf)
Bonus:-
Der innere Kern der Erde hat aufgehört zu rotieren, das elektomagnetische Feld ist der Zersetzung ausgeliefert. Nur ein tollkühner Plan kann den unmittelbar drohenden Kollaps verhindern: Eine Expedition zum Mittelpunkt der Erde. Die Terranauten der NASA wagen die lebensgefährliche Reise zum inneren Kern unseres Planeten ...
Der drohende Erdkollaps bewirkt dramatische Zwischenfälle rund um den Globus: Alle Menschen, die einen Herzschrittmacher tragen, fallen tot um. In San Francisco stürzt die Golden-Gate-Brücke in sich zusammen und Hunderte Opfer fallen in die Tiefe. In Rom stehen Scharen von Touristen hilflos vor einem eletrischen Supersturm, der das Kolosseum in Schutt und Asche legt. Regierung und Militär beauftragen den Geophysiker Dr. Josh Keyes und ein Team der weltbesten Wissenschaftler damit, in den inneren Kern der Erde zu reisen - in einer spektakulären Hightech-Symbiose aus U-Boot und Raumschiff. Gesteuert von den Terranauten Major Rebecca Childs und Commander Robert Iverson lautet ihre lebensgefährliche Mission: einen atomaren Sprengkopf zünden, der den inneren Kern reaktiviert - und so die Welt vor dem Untergang rettet ...
Auweia, fällt den Jungs in Hollywood denn nun gar nichts mehr ein, dass sie nun schon noch fast aktuelle Blockbuster kopieren oder remaken müssen. "The Core" entpuppt sich als Effektspektakel, das an allen Ecken und Enden Ideen aus Interner Link"Armageddon" recycelt, dabei aber immer noch besser unterhalten kann, als das trockenere, aber realistischere "Deep Impact". Der Grund des kommerziellen Flops ist daher wohl weniger dem dreisten Diebstahl, sondern dem Absturz eines US-Raumschiffshuttles 2 Monate vor dem Kinostart zu verdanken. Wer rennt schon ins Kino, um ein zweites Mal Zeuge so einer Tragödie zu sein?


Immerhin etwas Innovation gibt es zu vermelden, denn diesmal schwirren keine Sternschnuppen auf Mutter Erde zu. Nein, sie hat Bauchschmerzen. Der Erdkern rotiert nicht um seine eigene Achse, so dass sich das Magnetfeld, welches die Erde vor Mikrowellen, Sonnenwinden und all' den fiesen Strahlungen aus dem All schützt, rapide abbaut. Die Erde droht zu einem riesigen Marshmallow zu verkommen!


Nach einem mysteriösen Massensterben von Leuten mit Herzschrittmachern auf einer begrenzten Fläche in Boston und, frei nach Alfred Hitchcock, wie irrsinnig umherfliegende Tauben am Trafalgar Square (London für die Unwissenden), beginnt Hero Number One an zu recherchieren, was da im Busch ist. Zugegeben, der Beginn ist ganz ordentlich, wird man doch im Dunkeln gelassen, wo nun das Problem ist. Geheimnisvolle Militärheinis faseln was von Konspiration, die Regierung versucht zu mauern und der betuchte Akademiker öffnet gesicherte Aktenschränke mit roten Top Secret-Akten.


Josh (Aaron Eckhart) ist ein viel zu junger Geophysiker, der oben aufgeführtes Phänomen als einziger entdeckt und schon bald dem renommierten Akademiker Zimsky (Stanley Tucci) sein Wissen unter die Nase reibt. Als dann auch noch die Endouver vom Kurs abkommt und mitten in einem Abwasserkanal von Los Angeles notlanden muss, wird ein Krisenstab des Militärs eingerichtet, um eine Lösung auszuknobeln. Warum nicht zum Erdkern durchbohren und mit ein paar Atombomben dem Planeten Starthilfe geben? Klappte in Interner Link"Armageddon" doch auch prima!


Um die Bevölkerung nicht in Aufruhr zu versetzen, wird mittels Computergenie (D.J. Qualls, der Löwenbändiger aus Interner Link"Road Trip"), frei nach dem Hackerslogo "Hack the planet" genau selbiges betrieben, denn schließlich haben die Amis das Monopol auf Weltenrettungen. Nebenbei wird ein illustres Team von namhaften, aber zum Teil bisher nicht blockbusterkompatiblen Schauspielern zusammengewürfelt, die sich frei nach Jules Verne, mit einem in wenigen Tagen zusammengeschusterten Schiff, zum Erdkern bohren sollen. Aaron Eckhart gibt den impulsiven Sympath, der zwar keine Krawatten knüpfen kann, aber die Erde retten soll. Delroy Lindo wird als Quotenneger in der Rolle des genialen Brazzeltons verheizt, welcher nicht nur eine "Bohrmaschine" baut, die bei steigendem Druck und Hitze immer stärker wird, sondern auch alles weglöten kann, was ihm vor die Linse kommt. Tchéky Karyo gibt als Waffenexperte Serge mit französischem Akzent den Atombombenfreak, Hilary Swank die Terranautin Beck mit Nerven aus Stahlseilen und den stets richtigen Entscheidungen und Stanley Tucci den hochnäsigen und egoistischen Unsympath, der sich ständig mit Brazzelton wegen geklauter Patente in den Haaren hat. Als Ergänzung darf Bruce Greenwood als erfahrener, ritterlicher Steuermann und erfahrener Astronaut Richard Iverson auch noch mit, da Beck einen Mentor braucht.


Unterbrochen von ein paar globalen Superstürmen und Naturkatastrophen (Ja, auch bekannte Bauten werden zerlegt ... *gähn*), die man sich ebenfalls bei Interner Link"Armageddon" abgeguckt hat, aber bei weitem nicht so gut aussehen, reist das Team Richtung Kern. Klar, dass dabei nicht alles glatt gehen kann und so stößt man auch bald auf Allerhand Probleme. Das Team landet in einem leeren Raum auf kristallenen Ebenen (Muss ich jetzt erwähnen, an welchen Film das Szenario erinnert?), flutscht zwischen riesigen Diamanten hindurch, stirbt den Heldentod, rettet sich in letzter Sekunden mit den tollsten Ideen aus den unmöglichsten Situationen, so dass es schmerzt, und hebt jegliche physikalischen Theorien aus den Angeln, die man Minuten vorher aufgestellt hat. Spätestens wenn das Militär einen B-Plan aus der Schublade holt, der von einem Helfer in der Zentrale aber sabotiert wird, im Bohrer eifrig Zahnstocher gezogen werden, um zu klären, wer nun den Löffel zu erst abgeben darf und man sich streitet, wer sich jetzt als Held hinwegschmelzen darf, sind die Parallelen zum Michael Bay-Vehikel aber offensichtlich. Nur ist es hier noch klarer, wer den Mumpitz überlebt. Denn wenn man heiße Brennstäbe mit bloßen Pfoten (die Eisenketten waren gerissen ...) anpackt und Atombomben durch das Gefährt kullern, darf herzhaft gelacht und nicht um das Überleben der restlichen Crewmitglieder gezittert werden. Ach ja, sollte man noch erwähnen dass für das ganze Desaster die megageheime Militärwaffe verantwortlich ist, mit der man böse, islamische Diktatorstaaten zur Demokratie zwingen wollte?


Da der Film sich selbst aber nie so richtig Ernst nimmt, findet der totale Verriss nicht statt. In angespannten Situationen lockert ein witziger, wenn auch nicht immer passender Spruch die Lage etwas auf oder Figuren verhalten sich plötzlich wider ihres Charakters. Das mag zwar nicht immer zur Situation passen, erfreut aber ungemein, wenn man an "Deep Impact" denkt.


Während man mal wieder auf Bonusmaterial verzichten muss, überzeugt zumindest die Bild-Präsentation von "The Core - Der innere Kern" auf ganzer Linie. Die Bildschärfe ist auf einem enorm hohen Level, es werden viele feine Details gezeigt, die Konturen werden knackig und sauber wiedergeben und lediglich in den CGI-Szenen wird das Bild etwas weicher. Kontrast und Farbsättigung sind ebenfalls auf einem hohen Niveau und neben einem satten und tiefen Schwarz erstrahlen die Farben sehr kraftvoll und leuchtend. Es gibt desweiteren keine Störungen und keine Bildfehler, selbst die Kompression arbeitet fehlerfrei im Hintergrund. Insgesamt also ein eindrucksvolles HD-Bild.



Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

Die deutsche Tonspur liegt leider nur in Dolby Digital 5.1 vor, während es den Originalton in DTS-HD gibt. Das klingt präziser und satter als das deutsche Pendant. Dabei ist die deutsche Fassung klangtechnisch schon satt und überzeugt mit einer hervorragenden Dialogverständlichkeit. Selbst in Effekt geladenen Momenten gehen keine Wörter verloren, ohne dabei dominant zu klingen. Ganz im Gegenteil, die Dialoge passen sich sehr homogen ans restliche Klangbild an. Umgebungsgeräusche gibt es zuhauf und die zahlreichen direktionalen Effekte sorgen für ein angenehmes Mittendringefühl. Der Subwoofer untermauert den präzisen und klaren Dolby-Mix in fast jeder Minute und sorgt in den Effektsequenzen für ein das Wohnzimmer erschütternden Tiefenbass.


"The Core" ist ein auf Tricks und Action setzender, penetrant bei Interner Link"Armageddon" klauender Nachzügler unter den "Weltuntergängern", deren Qualität aber sehr unterschiedlich ausfallen. Leider bleiben die Schauspieler sehr blass und die Dialoge flach. Da es aber ständig bumst, knallt, vor sich hin brodelt und die Helden Amerikas den Höllentrip nicht immer ernst nehmen, ist der Unterhaltungsgrad recht ordentlich. Also Hirn aus und ablachen, denn wenn man das Resultat ernst nimmt, werden die heimischen Wände wohl unter deiner Stirn zu leiden haben.

Technisch hervorragende Blu-ray-Umsetzung, die leider komplett auf Bonusmaterial verzichtet. Dafür gibt es ein FSK-Wendecover. Kleiner Trost ...


Film++/---
Bild+++++/
Ton+++++-
Bonus------


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