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USA 1997
Originaltitel:I Know What You Did Last Summer
Alternativtitel:Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast
Länge:100:53 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Jim Gillespie
Buch:Lois Duncan, Kevin Williamson
Kamera:Denis Crossan
Musik:John Debney
SFX:Michael J. Hudson, William Purcell, Stan Blackwell u.a.
Darsteller:Jennifer Love Hewitt, Sarah Michelle Gellar, Ryan Phillippe, Freddie Prinze Jr., Bridgette Wilson, Anne Heche, Johnny Galecki, Muse Watson, Stuart Greer, J. Don Ferguson, Deborah Hobart, Mary McMillan, Rasool J'Han, Dan Albright
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:1080p/AVC MPEG-4
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:Dolby TrueHD 5.1, Dolby Digtal 5.1 (nur Russisch)
Sprache:Deutsch, Englisch, Spanisch, Russisch
Untertitel:Englisch, Deutsch, Arabisch, Teschechisch, Dänisch, Finnisch, Griechisch, Hebräisch, Hindi, Ungarisch, Norwegisch, Polnisch, Prtugiesisch, Schwedisch, Türkisch,
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:07.08.2008 (Kauf)
Bonus:
  • Audiokommentar mit dem Regisseur Jim Gillespie und Editor Steve Mirkovich
  • Kurzfilm "Joyride" inkl. optionaler Regiekommentar (10:10 Min., 480p)
  • Making of (27:05 Min., 480p)
  • Musikvideo: Kula Shaker "Hush" (2:56 Min., 480p)
  • Original-Kinotrailer (2:19 Min., 480p)
  • Hi-Def exklusiv: BD LIVE Feature (ab Profil 2.0)
  • Trailershow:
    • Demnächst auf Blu-ray (0:32 Min., 1080p)
    • Unheimliche Begegnung der dritten Art - 30th Anniversary Ultimate Edition (1:34 Min., 1080p)
    • Könige der Wellen (2:32 Min., 1080p)
    • Men in Black (2:29 Min., 1080p)
Vier Freunde unterwegs in einer Sommernacht: Mit mörderischem Tempo fahren sie die Küste entlang, als ihnen plötzlich eine Gestalt vor das Auto springt und am Straßenrand liegen bleibt. Voller Panik werfen sie den leblosen Körper ins Meer und schwören sich, keiner Menschenseele jemals etwas zu erzählen. Doch ein Jahr später kehrt der Horror des Sommers zurück. Alle Beteiligten erhalten rätselhafte Drohungen, sie ahnen: Es gibt jemanden, der um ihr schreckliches Geheimnis weiß. Ein erster, blutiger Mord geschieht und der Unbekannte will nicht ruhen, bis einer nach dem Anderen ein grausames Ende gefunden hat ...
"Someone knows their secret, someone knows they're scared, and someone knows what they did last summer." - Werbezeile

Nach Wes Cravens Interner Link"Scream" erlebte der längst für tot gehaltene Slasherfilm 1997 seine Wiederauferstehung. Dem Vorbild folgten recht zügig unzählige Plagiate, die auf der Erfolgswelle mitzuschwimmen versuchten. "I Know What You Did Last Summer" war einer der erfolgreichsten Fahrwassersurfer, was wohl vor allem der Vermarktung zu verdanken ist. Drehbuchautor Kevin Williamson (Interner Link"Scream", Interner Link"The Faculty") wurde inzwischen als DER neue Schreiberling Hollywoods gefeiert und sollte wenig später mit Interner Link"Dawson's Creek" auch auf TV-Ebene für Furore sorgen.



Regisseur Jim Gillespie ("D-Tox") bemüht sich Cravens Stil nicht 1:1 zu kopieren und vermeidet zu brutal-blutige Einlagen und selbstironisches Zitieren diverser Slasherklassiker, hält sich jedoch an die Regeln des Genres. Das damals noch kaum bekannte und mit diesem Film den Durchbruch schaffende Quartett Jennifer Love Hewitt (Interner Link"I Still Know What You Did Last Summer", "Heartbreakers"), Sarah Michelle Gellar (Interner Link"Buffy"), Ryan Phillippe (Interner Link"Cruel Intensions") und Freddie Prinze Jr. ("Wing Commander") muss sich hier eines Killers erwehren, nachdem sie im Sommernacht zuvor versehentlich einen Fischer überfuhren, ermordeten und schworen, das Geheimnis für sich zu behalten. Nun scheint doch wer von der Sache zu wissen.


Diesmal ist keine Highschool der Ort des Grauens, sondern ein kleines idyllisches Fischerdorf, das zunächst, mal abgesehen von der einleitenden Schulabschlussfeier, gar kein Potential für genrebedingte Klischeeanhäufungen bietet. Die Träume der vier sind ein Jahr später zerplatzt wie eine Seifenblase und so finden die vier sich ganz zufällig in ihrem Heimatort wieder an. Als der erste Drohbrief ins Auto flattert, soll es nicht lang dauern bis der Haken geschwungen wird.
Ohne sich um unkonventionelle Methoden zu bemühen oder den Killer ein außergewöhnliches Aussehen zu verpassen, sind die Morde dann auch das Enttäuschendste an "I Know What You Did Last Summer". Die Interner Link"Scream"-erprobte Kinogeneration bekommt zwar viele davonlaufende Teenies und eine zigmal hysterisch kreischende Gellar (irgendwann hat das einen parodierenden Effekt) zu sehen, nur richtig kitzelig wird die Angelegenheit nicht, da dem Killer der diabolische Kick, der morbide Spaß am Töten fehlt. Gillespie hält nie drauf, deutet nur an und vermag kaum die Clique permanent in Gefahr schweben zu lassen.


Das Skript schlägt sich da etwas besser, bereitet geschickte Finten vor, versucht den Zuschauer mit verdächtigen Kameramotiven auf die falsche Fährte zu locken und hat am Ende sogar eine gar nicht mal so hohle Auflösung zu bieten. Schade, dass ein paar Mal die Logik außen vorgelassen wird. Die Sache mit dem Kofferraum geht beispielsweise etwas sehr zügig von statten und Hewitts plötzlicher Verdacht ist auch nicht ganz keimfrei.
Schauspielerisch wird sich erwartend wenig mit Ruhm bekleckert, große Leistungen muss man in den Rollen aber auch nicht abliefern. Prince Jr. schlägt sich als zurückhaltender Schwiegermuttertraum gewohnt solide, Hewitt ist als leicht labiles Opfer nicht nur optisch interessant, sondern stiehlt Sarah Michelle Gellar auch die Show. Ryan Phillips fühlt sich als Kotzbrocken sowieso recht wohl.


"This secret is about to kill them all!" - Werbezeile

Mit dem 11 Jahre alten "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" veröffentlicht Sony Pictures einen weiteren Katalogtitel aus dem Horror-Genre und der Transfer sieht sehr gut aus. Obgleich eine Spur zu weich, überzeugt das Bild durch seine angenehme Schärfe und gute Tiefenwirkung. Details sind gut auszumachen, könnten hin und wieder aber etwas knackiger erscheinen, wobei man in Nahaufnahmen schon die einzelnen Poren der Darsteller zählen kann. Der ausgewogene Kontrast und der gute Schwarzwert tragen ebenfalls dazu bei, dass der Widescreen-Transfer durchweg sehr plastisch wirkt. Nur selten ist in dunklen Szenen eine leichte Körnung zu sehen und das Bild tendiert dazu, etwas flau zu werden. Auch in Kameraschwenks lässt die Schärfe etwas nach und eingesetzte Rauschfilter scheinen an dem etwas weichen Grundton des Bild schuld zu sein. Ansonsten ein wirklich guter Transfer, der mit natürlichen Farben aufwartet und überraschenderweise keinerlei Defekte oder Verschmutzungen aufweist. Selbst die Kompression arbeitet absolut fehlerfrei.
Beim Ton spendiert Sony Pictures uns einen Dolby TrueHD 5.1-Mix, der zwar nicht mit aktuellen Produktionen mithalten kann, dafür aber etwas besser klingt als der Digital 5.1-Track der DVD-Version. Der Score sorgt für die passende Atmosphäre und verteilt sich auf sämtliche Kanäle. Insgesamt klingt der Mix aber etwas zu dünn und so bleibt der Dynamikumfang nur solide und der Subwoofer etwas hinter den Erwartungen zurück, die man an einen Slasher stellt. Die Stimmen sind zwar gut zu verstehen, wirken wie die gesamte Klangkulisse aber etwas gedrungen und zurückhaltend, vor allem im Vergleich zum wesentlich offener klingenden englischen TrueHD-Mix, der nicht nur klarere Stimmen, sondern auch mit einer deutlich besseren Dynamik und einem satteren Tiefenbass aufwarten kann. Im Hochtonbereich sind beide Tonspuren aber nicht optimal und während die deutschen Dialoge stets sehr deutlich zu erkennen sind, dafür aber etwas unnatürlicher erscheinen, werden beim englischen Mix die Stimmen zwar natürlicher wiedergegeben, dafür klingen sie aber auch oftmals schwerer verständlich. Zudem neigen beide Tonspuren zur Frontlastigkeit, da die Rears zwar für den Score, aber weniger für Umgebunggeräusche und direktionale Effekte benutzt werden. Dabei ist der Film prädestiniert für wuchtige Split-Surround-Effekte, die hier aber leider Fehlanzeige sind. Optional lassen sich diverse Untertitel hinzuschalten.



Als Bonus spendiert uns Sony Pictures einen deutsch untertitelten Audiokommentar mit dem Regisseur Jim Gillespie und dem Schnitttechniker Steve Mirkovich. Auch wenn die meiste Zeit der Regisseur spricht und der Kommentar etwas trocken erscheint, so spricht Gillespie überwiegend den technischen Aspekt des Filmes an und erzählt über diverse Probleme, die es beim Dreh zu bewältigen galt, sowie über die Wahl diverser Einstellungen. Hier wäre es schön gewesen noch die Darsteller mit an Bord zu haben. Der 10minütige Kurzfilm "Joyride" stellt einen frühen Beitrag des Regisseurs dar, sorgte auf diversen Festivals für Aufsehen und schlussendlich dafür, dass Sony Pictures auf Gillespie aufmerksam wurde. Optional mit einem Kommentar des Regisseurs anwählbar, handelt dieser Kurzfilm von einen Mann, der auf einer einsamen Landstraße plötzlich jemanden auf der Straße liegen sieht. Er hält an um nach dem Mann zu sehen, als dieser sich umdreht und hinter dem Hauptdarsteller plötzlich eine weitere Person auftaucht und ihn niederschlägt. Sie packen ihn in den Kofferaum und fahren los ...
Dies ist noch nicht alles, aber ihr sollte einfach selbst einmal einen Blick riskieren, vor allem da der Film mit einem bitterbösen Ende aufwartet, was gesehen werden sollte. Nun folgt ein Musik-Video und ein Trailer zum Film. Eigentlich schon eine Premiere, da Sony Pictures bei ihren Titeln nur selten einen Kinotrailer auf die Disc packen.
Zum Schluss dürfen wir uns über ein 27minütiges Making of freuen, welches die Macher und Darsteller zu Wort kommen lässt, die ein wenig über den Film und die Produktion sprechen, die Dreharbeiten Revue passieren lassen und in Erinnerungen schwelgen. Ziemlich werbelastig und mit Hollywood typischen Lobhudeleien auf alles und jeden. Dabei gehen leider die wenigen Behind-the-Scenes-Aufnahmen unter. Was bleibt ist eine nette, aber auch überflüssige Dokumentation.
Das Bonusmaterial liegt leider nur in 480p vor, selbst beim Kinotrailer muss man sich mit der Standardauflösung zufrieden geben. Die Trailershow hingegen bietet Filmausschnitte in High Definition und Dolby Digital 5.1-Sound. Desweiteren enthält die Disc ein BD-LIVE Feature, womit man sich weitere Informationen oder Trailer aus dem Netz ziehen kann, wenn der Player das Profil 2.0 beherrscht. Zum Zeitpunkt des Tests lies sich der Zugang aber nicht aktivieren. Vielleicht geht dies erst zum offiziellen Kaufstart am 7. August. Das BD-Menü ist wieder einmal hübsch gestaltet, was anderes haben wir von Sony Pictures auch nicht erwartet und das Pop-Up-Menü lässt sich sehr flüssig schalten. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass sämtliches Bonusmaterial deutsch untertitelt wurde.



Obwohl im Finale Gillespie etwas die Luft ausgeht, kann "I Know What You Did Last Summer" noch zu den durchschnittlichen Vergnügen gezählt werden. Zu Chartmusik und umherslashenden Killer in dunklem Gewand fällt Williamson, außer der Location, zwar nichts Neues mehr ein, ansehbar bleibt der Streifen jedoch allemal. Wenigstens verkommt der Streifen nie zum Ärgernis, auch wenn Idee, Umsetzung und Plotkonstrukt nur längst Bekanntes wieder aufbereiten - der Genrefan kann sich halt nicht satt sehen. Grundsolide ...


Film+++/--
Bild+++++-
Ton++++--
Bonus+++---


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Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast
Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast
Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast
Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast
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