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D, USA 2003
Originaltitel:School of Rock, The
Länge:109:16 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:Richard Linklater
Buch:Mike White
Kamera:Rogier Stoffers
Musik:Craig Wedren
SFX:John Stifanich
Darsteller:Jack Black, Joan Cusack, Mike White, Sarah Silverman, Adam Pascal, Lucas Papaelias, Chris Stack, Lucas Babin, Jordan-Claire Green, Veronica Afflerbach, Miranda Cosgrove, Joey Gaydos Jr.
Vertrieb:Paramount
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:1,78:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1 (nur engl.), Dolby Digital 5.1 (dt., franz, ital., span., jap., port., lat-span.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Japanisch, Portugiesisch, Lateinamerikanisches Spanisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Lateinamerikanisches Spanisch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:14.06.2012 (Kauf)
Bonus:-
Von seiner Rockband wird Dewey Finn gefeuert und ist urplötzlich nicht nur mit einem wachsenden Schuldenberg, sondern auch mit unausweichlichen Depressionen konfrontiert. Er nimmt einen Job an einer Privatschule an, an der seine Rock'n'-Roll-Erfahrungen einen ziemlich großen Einfluss auf seine jungen Zöglinge ausüben.
Eine Lanze für die Rockmusik, ein gute Sache sollte man meinen, wenn man sich das Chartgewürm so betrachtet, was jetzt als populäre Musik allerorten aus den Empfängern quillt. Christina Aguilera, Limp Bizkit, Grönemeyer – das geht ja beinahe noch gegen das (untere) Ende des Laternenpfahls irgendwo zwischen Vanessa Juliette Catterfield (dasselbe genetische Material) und Xavier Naidoo (gar kein genetisches Material, eventuell zur Familie der Moose zugehörig).
Rock ist nicht mehr zeitgemäß, heißt jetzt zumeist New Metal (bitte nicht wörtlich nehmen) und wer über die breite Masse schwenkt, wird wirklich nicht auf Anhieb Leute finden, die mit Led Zeppelin oder Black Sabbath noch was anfangen können. Man muss schon danach suchen.
Jack Blacks Dewey Finn hat so ein Problem, denn der von ihm so heißgeliebte Rock ist nur noch was für mattentragende Hänger und eine richtige Rockwildsau will in der Leistungsgesellschaft niemand mehr sehen. Als die Geldnot schreit, greift er zur List und wird Aushilfslehrer, um bald aus einer Grundschulklasse eine Rockband zu formen. Dass sich ausgerechnet Richard Linklater (Interner Link"A Scanner Darkly") an so einem vorgeformten Stoff versucht hat, muss im Rockmusikreiz gelegen haben, denn man kennt tatsächlich schon jede Wendung, die der Film nimmt. Und in punkto Musikvorliebe hat man hier eine Menge hineininvestiert, so dass die kompetente Regie einen vergnüglichen Film zustande bringt. Wohlgemerkt, vergnüglich!



Denn "School of Rock" leidet (wie so viele Rockmusiker) beträchtlich unter einer echten Überdosis. Und zwar die in Form ihres Hauptdarstellers Jack Black. Hat man diesen unersättlichen Zwitter aus Zappelphilipp und Krümelmonster erst mal von der Kette gelassen, kann der Kapitän gleich als erster von Bord. Black zieht ohne Pause vom Leder, albert, turnt, grimassiert, singt, schreit und reißt jede Szene an sich, egal ob das dem Film nützt oder nicht. Einiges davon ist echt lustig, der Rest jedoch wendet sich zielgenau an ein Publikum, das altermäßig dem Rest des Cast entgegenkommt und somit gerade die erste Teenageretappe nimmt.
Und das ist noch trauriger, wenn man sieht, was für ein talentiertes Völkchen an Jungdarsteller(innen) man da zusammengesucht hat. Doch kaum einer kommt dabei richtig zum Zug, allerhöchstens ein kurzes Aufglänzen neben Black ist da noch drin. Immerhin spielt die Gruppe am Ende ein kompetentes Rockstück und zieht sich auch sonst musikalisch und spielerisch achtbar aus der Affäre. Das hilft jedoch nichts, wenn der Protagonist leider einen grenzdebilen Ignoranten mit dem Feingefühl einer Panzerfaust darstellen muss, der sämtliche Klischees über Rocker nur zu dankbar bedient, da er schon mit den Grundrechenarten Probleme hat.



Auch mit der Botschaft ist es nicht weit her, denn einerseits will er den Kindern den Rock revolutionär-politisch verklären, aber selbst hat er nur seinen Spaß bei egoistischen Endlossolos, säuft sich öfters die Hucke voll und nassauert bei seinem Kumpel. Umgebende Rockmusiker sind alle relativ tumb (und an "Waynes World" orientiert) und die Jungs, die am Ende den Rockpreis abfegen, also wirklich moderne Rocker sind, werden wegwerfend dargestellt.
Der Musik ist hier also wenig gedient, aber immerhin wird eine Menge davon zumindest angespielt, doch abgesehen von dem durchgehend amüsanten Ton gibt es hier ungefähr so viele Überraschungen wie Punkriffs auf einem ABBA-Konzert. Der beste Gag resultiert dann auch auf den Bemühungen der Kinder, einen Bandnamen zu finden, die Black alle ablehnt (The Coalabears), bis die Kinder (natürlich in Gegenwart der Rektorin) "Pig Rectum" vorschlagen. Und obwohl es Skurilitätsbonus gibt, ist es nicht sonderlich geschickt, einen der Jungen, der sich als Designer der Band hervortun will, schon mit 10 Jahren als vermutlich stockschwul darzustellen, weil es mit dem Realitätsanspruch bricht.



Das Schlusskonzert ist es dann aber allemal wert und bringt eine mitreißende Rocknummer, doch die Fanreihen lichten sich mit fortschreitendem Alter. Immerhin, das bringt den Film über den Durchschnitt. Und deswegen wird es auch weiterhin heißen: For those about to rock, play "This is Spinal Tap" or "Waynes World"! But the Kids are alright!


Ärgerlich, was Paramount bei ihren Backkatolgtiteln abzieht, denn auch hier fehlt das gesamte Bonusmaterial der DVD-Version. Lediglich ein FSK-Wendecover gibt es obendrauf.
Der englische DTS-HD Master Audio 5.1-Track setzt sich gegen die deutsche Dolby Digital 5.1-Fassung durch und den Soundtrack mit viel Dynamik, Bass und einem breiten Klanspektrum in Szene. Hier kann die deutsche Tonspur nicht mithalten, denn sie klingt weitgehend frontlastig und dünn. Räumlichkeit wird nur durch die Musik erzielt. Zudem fehlt es der deutschen Tonspur an Dynamik und einer präzisen Ansteuerung der einzelnen Kanäle. Das gelingt dem englischen Mix deutlich besser, denn der klingt auch in ruhigen Sequenzen nur selten frontlastig. Dialoge wurden sauber abgemischt und klingen sehr harmonisch und in beiden Fassungen gut verständlich. Die deutsche Synchronfassung erfüllt ihren Zweck, wer es allerdings deutlich wuchtiger und dynamischer haben will, guckt sich "School of Rock" im englischen Original mit deutschen Untertiteln an.



Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

In punkto Bildqualität kann die DVD nicht mithalten, denn die Schärfe wurde bei der Blu-ray deutlich erhöht, wodurch das Bild in Nahaufnahmen viele Details zeigt. In Totalen erzielt das Bild noch eine gute Plastizität und Tiefenwirkung. Leichte Treppenbildung stört ebenso wenig wie das dezente Bildrauschen im Hintergrund. Der Kontrast balanciert helle und dunkle Bildbereiche hervorragend aus, so dass in dunklen Sequenzen keine Details verloren gehen. Zudem fällt die Farbgebung sehr natürlich und kraftvoll aus und der Schwarzwert hinterlässt ebenfalls eine guten Eindruck. Das dezente Filmkorn verstärkt den angenehmen Filmlook und die Kompression arbeitet ruhig und fast unauffällig im Hintergrund. Zudem ist das Bild weitgehend frei von Schmutz und Defekten.



Wer nur Wert auf eine bessere Bildqualität liegt, wird mit dieser Veröffentlichung sehr gut bedient. Trotzdem ist es unverständlich, warum Paramount das teilweise umfangreiche Bonusmaterial ihrer DVDs nicht auf die Blu-rays packt.


Film+++/--
Bild++++/-
Ton++++/-
Bonus------


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