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UK, JP 2010
Originaltitel:Jûsannin no shikaku
Alternativtitel:13 Assassins
aka. 13-nin no shikaku
aka. Thirteen Assassins
Länge:125:02 Min. (internationale Version)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Takashi Miike
Buch:Kaneo Ikegami, Daisuke Tengan
Kamera:Nobuyasu Kita
Musik:Kôji Endô
SFX:Natsuko Watanabe
Darsteller:Kôji Yakusho, Yûsuke Iseya, Tsuyoshi Ihara, Takayuki Yamada, Sôsuke Takaoka, Kazuki Namioka, Hiroki Matsukata, Yûma Ishigaki, Masachika Ichimura, Arata Furuta, Kôen Kondô, Ikki Sawamura
Vertrieb:Ascot Elite
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Japanisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:07.08.2011 (Kauf)
Bonus:
  • Deleted Scenes (17:50 Min., 1080p)
  • Englischer Trailer [1:45 Min., 1080p)
  • Deutscher Trailer [1:50 Min., 1080p)
  • Promotrailer [2:55 Min., 576i)
  • Trailershow:
    • Spurlos - Die Entführung der Alice Creed (1:41 Min., 576i)
    • Winter's Bone (2:18 Min., 1080i)
    • 13 Assassins [Original] (2:49 Min., 480i)
    • Keiler - Der Menschenfresser (1:52 Min., 576i)
    • Highlander - Die Macht der Vergeltung (1:47 Min., 576i)
    • Buried - Lebend begraben (1:22 Min., 1080p)
Um die Ehre des Shogun zu retten und das Land vor großem Schaden zu bewahren, gehen 13 mutige Samurai auf eine schier unmögliche Mission. Unter Führung des ehrenwerten Shinzaemon wollen sie Lord Naritsugu, den Halbbruder des Shogun, ermorden, bevor er seinen Platz im Rat einnehmen kann. Denn Naritsugu ist ein kranker Sadist, der aus purem Vergnügen foltert, verstümmelt und tötet und davon träumt, die lange Friedenszeit des japanischen Reiches endlich durch einen amüsanten Krieg zu beenden. Aber der brutale Lord umgibt sich stets mit einer zahlreichen Leibgarde. Shinzaemon arbeitet einen raffinierten Hinterhalt aus, um die Überlegenheit des Gegners zumindest zu reduzieren. Trotzdem wissen die 13 Krieger, dass sie die Mission vielleicht erfüllen, aber kaum überleben werden ...
Takashi Miike hat sich dem Remake des 1963 erschienenen Originals von Eiichi Kudo angenommen und einen opulenten Film geschaffen, der eine sehr gelungene Kombination aus historischem Drama und heftigen Action-Spektakel darstellt und so mit zwei vollkommen verschiedenen Filmhälften aufwartet. Der erste Teil der Geschichte zeigt hauptsächlich, wie sich die 13 Samurai auf ein nahezu unmögliches Unterfangen, das so gut wie keine Aussicht auf Erfolg hat, vorbereiten. Denn es ist alles andere als eine leichte Aufgabe, den verhassten Fürsten Naritsugu zu töten, da dieser immer mit großer Gefolgschaft reist, die selbstverständlich jeder Zeit dazu bereit ist, ihr Leben für den grausamen Fürsten aufs Spiel zu setzen. Bis es jedoch zum Aufeinandertreffen der beiden zahlenmäßig vollkommen unterschiedlichen Gruppen kommt und somit auch die Action Einzug in die Geschichte hält, muss sich der Zuschauer eine ganze Weile gedulden. Das Kampfgeschehen beginnt erst nach etwas mehr als einer Stunde. Das mag nun einige Leute vielleicht etwas abschrecken; dennoch ist der erste Teil des Filmes keinesfalls langweilig und zudem ziemlich wichtig für die Story insgesamt, die ganz einfach eines gewissen Aufbaus bedarf, um ihr eine Struktur und einen Sinn zu geben. So erfährt der Zuschauer einige sehr interessante Hintergrundinformationen über die Gräueltaten des Fürsten, welche die Mission der Samurai nur allzu verständlich machen.



So wird man in der ersten Filmhälfte auch mit einer eher ruhigen und bedächtigen Erzählweise konfrontiert, was sicherlich nicht alle Geschmäcker treffen wird, aber für den dramaturgischen Spannungsaufbau durchaus von Vorteil ist. Entpuppt sich doch das Geschehen in der Folge als ein reinrassiges Action-Feuerwerk, mit dem man eigentlich beim besten Willen nicht mehr gerechnet hat. Und wir reden in diesem Zusammenhang nicht über einige ganz nette und actiongeladene Momente. Die gesamte Restlaufzeit des Filmes ist ein grandioses Kampfgetümmel, das die Herzen der Action-Liebhaber vor Freude höher schlagen lässt. Denn genau ab dem Zeitpunkt, an dem die übermächtige Gefolgschaft des Fürsten in ein kleines Dorf gelockt wird, nimmt das Szenario von einer Minute zur anderen dermaßen an Tempo und Rasanz zu, dass einem vor dem heimischen Bildschirm fast die Luft wegbleibt.
Von nun an jagt ein Kampf den anderen. Mit List und Tücke versuchen die wenigen Samurai, den übermächtig erscheinenden Gegner zu dezimieren, was ihnen auch ganz vortrefflich gelingt. Das Ganze wurde absolut grandios in Szene gesetzt und wird dem Zuschauer in erstklassigen Bildern serviert. Für eine 16er Freigabe beinhaltet der Film auch einige harte und blutige Szenen, die aber keinesfalls im Übermaß vorhanden sind und den Rahmen zu keiner Zeit sprengen.



Und das Schönste an der Sache ist der Aspekt, dass wirklich die gesamte Restspielzeit der Geschichte Kampfgeschehen ohne jegliche Unterbrechung bietet und man keinesfalls zu der Meinung gelangt, dass die stattfindenden Kämpfe sinnlos oder überladen erscheinen. Natürlich kann man sich fragen, ob eine 13-köpfige Gruppe in Wirklichkeit dieser zahlenmäßig extrem überlegenen Gegnerschar gewachsen wäre, doch daran sollte man eigentlich keine Gedanken verschwenden. In Filmen dieser Art geht es um Dinge wie Mut, Stolz und Loyalität. Es ist ganz einfach der Stoff aus dem Helden geboren werden. Und als nichts Anderes kann man die Samurais, die auch immer wieder äußern, dass einzig und allein ihre Mission und deren Erfolg im Vordergrund stehen, ansehen. Mag man zu einem solch heroischen Verhalten stehen wie man will, Takashi Miike hat diese Aspekte hervorragend in den Vordergrund gerückt und diese Werte drücken der Geschichte auch unweigerlich ihren eigenen Stempel auf, der absolut perfekt in die Geschehnisse hineinpasst.



Manch einer wird eventuell seine Schwierigkeiten mit der ersten Filmhälfte haben, die auf den ersten Blick vielleicht ein klein wenig zäh und ereignislos erscheinen mag, für den Gesamteindruck aber immens wichtig ist. Eine solche Story muss man mit diversen Hintergrundinformationen anreichern, um dem später stattfindenden Kampfgeschehen auch einen Sinn zu geben. Außerdem lohnt sich das Warten auf jeden Fall, denn ich kann mich spontan an keinen Film erinnern, der einen zweiten Teil beinhaltet, der im Prinzip aus Action ohne Ende besteht. Wenn man es auf die Goldwaage legen will, dann beginnt der finale Showdown schon ab Minute 65, und das ist bei einer Laufzeit von gut 120 Minuten sehr erstaunlich. Deswegen werden Freunde des anspruchsvollen Historien-Dramas ebenso befriedigt wie der reine Action-Fan, was insgesamt gesehen einen äußerst guten Film ergibt, der beste und niveauvolle Unterhaltung anbietet, die man bedenkenlos weiterempfehlen kann.


Die deutsche HD-Präsentation von "13 Assassins" erweist sich als gut gelungen. Während die Schärfe die meiste Zeit auf einem guten Niveau liegt und die Detailzeichnung in einigen Sequenzen hervorragend ausfällt, erfreut sich der Transfer einer angenehmen Plastizität und wartet mit einem ausgewogenen Kontrastverhältnis auf. Helle und dunkle Bildbereiche werden gut ausbalanciert. Selbst in diffusen Lichtverhältnissen wird eine gute Durchzeichnung geboten. Insgesamt könnte die Detailschärfe aber etwas konstanter sein. Es gibt immer wieder Szenen, die nur als "noch gut" einzustufen sind. Besonders Hintergründe wirken eindeutig zu weich, aber niemals unscharf. Die Farben wurden absichtlich monoton gewählt, wobei besonders Naturaufnahmen einen sehr satten und intensiven Eindruck hinterlassen. Das dezente, sichtbare Filmkorn trübt den Sehgenuss nicht. Die Kompression arbeitet unauffällig im Hintergrund.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


Beide Tonspuren liegen zwar in DTS-HD Master Audio 5.1 vor, unterscheiden sich aber etwas voneinander. So klingt der japanische Originalton etwas präziser und dynamischer, was besonders in den Kampfsequenzen auffällt. Jedoch sind beide Tonspuren mehr als hörenswert. In der ersten Hälfte bleibt der Film weitgehend dialoglastig, wodurch auch die Abmischung beider Tonspuren etwas frontlastig ausfällt.
Dialoge werden in beiden Fassungen sehr gut wiedergegeben. Immer wieder gibt es gut platzierte, kleine Umgebungsgeräusche, die aus den Rears hallen. Diese bleiben eher verhalten, was atmosphärisch zur ersten Hälfte des Filmes passt. In den toll inszenierten Schlachten bekommt der Zuschauer einen sehr dynamischen, effektvollen Mix geboten. Das gesamte Sounddesign erweist sich als lebhaft und räumlich. Es gibt viele direktionale Effekte, so dass man teilweise das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. Insgesamt hätten die Schlachten etwas differenzierter und kraftvoller abgemischt werden dürfen. Besonders der Subwoofer könnte präsenter ins Geschehen eingreifen. Optional gibt es deutsche Untertitel.
Das Bonusmaterial fällt leider etwas spartanisch aus. Neben der obligatorischen Trailershow mit Werbung weiterer Ascot Elite-Titel gibt nur noch einen deutsch- und einen englischsprachigen Trailer und einen Promotrailer zum Hauptfilm. Etwas wenig.


"13 Assassins" ist ein Werk, das mit zwei vollkommen unterschiedlichen Filmteilen aufwartet und den Zuschauer so in ein Wechselbad der Gefühle versetzt. Die eher ruhige und sehr bedächtige Einführung in die Geschichte wiegt den Zuschauer in trügerische Sicherheit, aus der man mit dem Einsetzen des Kampfgeschehens extrem wuchtig herausgerissen wird. Der Adrenalinspiegel schießt dabei in ungeahnte Höhen, auf denen er sich auch bis zum bitteren Ende bewegt, ohne auch nur eine Nuance abzufallen. Was wie ein Historien-Drama begann, endet in einem Kampfgemetzel, wie man es nicht jeden Tag geboten bekommt und beinhaltet auch noch ein äußerst hohes Niveau. So kann man von einem absolut überzeugendem Gesamtpaket sprechen kann, dessen Sichtung man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Die deutsche Blu-ray überzeugt mit einem guten Bild und einem ordentlichen, wenn auch nicht perfekten HD-Ton. Einzig das Bonusmaterial ist mau. Dafür wird die Disc mit einem Wendecover ohne FSK-Logo ausgeliefert.


Film++++/-
Bild++++/-
Ton++++/-
Bonus+/----


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