Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
UK, USA 2009
Originaltitel:Tell-Tale
Alternativtitel:Tell Tale
Länge:92:44 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Michael Cuesta
Buch:Dave Callaham, Edgar Allan Poe
Kamera:Terry Stacey
Musik:David Buckley
SFX:Adam Taylor, Seb Caudron
Darsteller:Josh Lucas, Lena Headey, Brian Cox, Beatrice Miller, Dallas Roberts, Ulrich Thomsen, Pablo Schreiber, Jamie Harrold, Tom Riis Farrell, Michael K. Williams, Scott Winters, Tom Kemp
Vertrieb:Ascot Elite
Norm:1080p / VC-1
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:12.12.2009 (Verleih) / 28.01.2010 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Die Erpresser (1:31 Min., 576i)
    • Experiment Killing Room (2:12 Min., 576i)
  • Hi-Def exklusiv: Online Specials
  • Trailershow:
    • Die Erpresser (1:31 Min., 576i)
    • Experiment Killing Room (2:12 Min., 576i)
    • Rache (2:03 Min., 576i)
    • Splinter (1:37 Min., 576i)
Terry ist alleinstehender Vater, der sich um seine zehnjährige Tochter kümmert, während sich sein Körper von der kürzlich erfolgten Herztransplantation erholt. Das Spenderherz wird vom Körper gut angenommen, doch bald beginnen seltsame Dinge zu passieren! Das Herz birgt ein dunkles Geheimnis und führt ihn auf einen gefährlichen Rachefeldzug. Er muss das Rätsel lösen, doch die Zeit rennt ihm davon ...
Mit "Das Schwarze Herz" hat Regisseur Michael Cuesta einen erstklassigen Organ-Thriller geschaffen, der durch seine zusätzlich enthaltenen Horror-Elemente zu fesseln und zu begeistern weiß und auf einer Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe basiert. Die Frage, ob die hier erzählte Geschichte unbedingt realistisch oder glaubwürdig wirkt, sollte man bei der Sichtung des Films eher vernachlässigen. Auf jeden Fall aber ist sie äußerst spannend und interessant in Szene gesetzt worden. Durch die ruhige Erzählweise, die immer wieder durch heftigere und auch teils harte Szenen jäh unterbrochen wird, entfaltet sich eine enorme Intensität, die sich fast zwangsläufig auch auf den Zuschauer überträgt und ihn phasenweise brachial aus seinem gemütlichen Sehverhalten herausreißt. Das ist auch die große Stärke des Films, denn einerseits werden einem äußerst emotionale Momente präsentiert, die sich vor allem im Umgang der beiden erwachsenen Hauptcharaktere (Vater / Doktor) zu der kleinen Tochter widerspiegeln und einen auch tief berühren, andererseits werden immer wieder diese wuchtig und hart wirkenden Momente eingefügt, in denen Menschen ihr Leben verlieren.


Besonders dieser Kontrast macht den Film zu etwas ganz Besonderem, auch wenn manche Leute eventuell der Meinung sind, dass man sich nicht richtig entscheiden konnte, in welche Richtung das ganze Geschehen eigentlich laufen soll. Vielmehr glaube ich, dass diese Mischung ganz bewusst so gewählt wurde, um die starke Intensität entstehen zu lassen, die auf den Betrachter mit der Wucht eines Keulenschlags einwirkt. Dabei entwickelt der Film auch in einigen Passagen ein immenses Maß an Härte, die visuell an etlichen Stellen sichtbar wird. Doch der Großteil der Härte entsteht im Kopf des Betrachters und setzt sich dort richtiggehend fest, um im Laufe der Zeit sein volle Wirkung zu entfalten, die nicht spurlos an einem vorrübergeht.


Als besonders gelungen kann man den Spannungsaufbau bezeichnen, den manch einer vielleicht als etwas mühsam ansehen mag, da er in mehreren kleinen Portionen serviert wird. Allerdings entsteht dadurch eine einzigartige Atmosphäre, die extrem dicht ist und in der man das drohende Unheil förmlich spüren kann. Besonders, bevor es wieder zu den härteren Momenten der Geschichte kommt, kann man die Bedrohlichkeit der anstehenden Situation fast greifen und erliegt der Faszination, die von diesen intensiven Momenten ausgeht. In diesen Passagen fühlt man sich selbst als ein Teil des Geschehens und erlebt alles fast körperlich mit, so dass man im Endeffekt froh darüber ist, wenn eine etwas ruhigere Sequenz folgt, in der man sich wieder erholen kann.


Ein weiterer Grund dafür, dass dieses Werk so intensiv auf den Zuschauer einwirken kann, sind die erstklassig agierenden Schauspieler, die ein sehr wichtiger Bestandteil des hervorragenden Gesamtpaketes sind. Selbst in den kleinen Nebenrollen ist der Film ausgezeichnet besetzt. Ganz besonders stechen die Hauptdarsteller hervor: Josh Lucas (Interner Link"Poseidon", "Stealth - Unter dem Radar"), Lena Headey (Interner Link"Dredd", Interner Link"The Purge", Interner Link"Chroniken der Unterwelt - City Bones"), Brian Cox ("Planet der Affen: Prevolution", "Blutmond", Interner Link"X-Men 2"). Sie bringen durch ihr ausdrucksstarkes Schauspiel ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit und Authentizität, was den ohnehin schon sehr guten Gesamteindruck zusätzlich anhebt. Insgesamt gesehen, bekommt man es also mit einem qualitativ sehr guten Film zu tun, der die verschiedensten Gefühle in einem hochholt und phasenweise in ein regelrechtes Wechselbad der Gefühle stürzt, aus dem es so schnell kein Entkommen gibt.


Ascot Elite veröffentlicht "Das schwarze Herz" ungekürzt auf DVD und Blu-ray und spendiert beiden Veröffentlichungen ein FSK-Wendecover. Das Bonusmaterial beschränkt sich auf ein Online Special für BD-Live-fähige Player, das aber keine filmspezifischen Inhalte zu bieten hat, sowie eine Trailershow. Zum Hauptfilm gibt es leider kein Bonusmaterial. Der HD-Transfer präsentiert sich angenehm detailliert und weitgehend scharf. Die Tiefenwirkung ist zwar nicht sonderlich hoch, dafür werden die Konturen sauber und ohne sichtbare Nachschärfung gezeichnet. Die Farbgebung bietet natürliche Farben, wobei die Optik des Films oftmals unterkühlt und etwas monoton wirkt. Der Schwarzwert fällt gut aus, und der Kontrast balanciert helle und dunkle Bildbereiche ordentlich aus. Leichte Überstrahlungen gehören zum Stilmittel des Films. Es gibt weder Defekte noch Verschmutzungen. Die Kompression arbeitet tadellos und somit bleibt ein sehr guter HD-Transfer.


(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Beide Tonspuren liegen in DTS-HD Master Audio 5.1 vor und müssen sich nicht hinter den Leistungen großer Hollywood-Produktionen verstecken. Die Dialogverständlichkeit der deutschen Fassung ist hervorragend, jedoch klingen die Stimmen etwas zu steril, und im Gegensatz zur englischen Sprachfassung hört man die Synchronstudio-Herkunft mehr als deutlich heraus. Die Soundatmosphäre ist gut gelungen, wobei der Film etwas dialoglastig ausfällt. Die Musik verteilt sich dafür harmonisch auf sämtliche Kanäle und unterstreicht das atmosphärische Soundsetting perfekt. Zudem bietet der Subwoofer in den nötigen Momenten genug Tiefe und Druck. Optional gibt es deutsche Untertitel.


Auch wenn man über die Glaubwürdigkeit der Geschichte sicherlich geteilter Meinung sein kann, bietet "Das Schwarze Herz" jederzeit spannende und sehr intensive Unterhaltung. Hier bekommt man es mit einer faszinierenden Mischung aus Organ-Thriller und Horrorfilm zu tun, die fesselt und nicht so schnell wieder loslässt. Ich fühlte mich jedenfalls bestens unterhalten und kann diesen tollen Film bedenkenlos weiterempfehlen.


Film++++--
Bild++++--
Ton++++--
Bonus------


Druckbare Version
NewsAlle Infos zum 23. Fantasy Filmfest
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.