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USA 2007
Originaltitel:Vacancy
Länge:85:06 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Nimród Antal
Buch:Mark L. Smith
Kamera:Andrzej Sekula
Musik:Paul Haslinger
SFX:Jason Dodd
Darsteller:Kate Beckinsale, Luke Wilson, Frank Whaley, Ethan Embry, Scott G. Anderson, Mark Casella, David Doty, Norm Compton, Caryn Mower, Meegan Godfrey, Kym Stys, Andrew Fiscella
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:2.40:1
Tonformat:Dolby TrueHD 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Türkisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:06.12.2007 (Verleih) / 10.01.2008 (Kauf)
Bonus:
  • Altenative Anfangssequenz (1:16 Min., 1080p)
  • Eingecheckt - Hinter den Kulissen von Motel (21:38 Min., 1080p)
  • Waschbär (Entfallene Szene) (1:26 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Verführung einer Fremden (2:29 Min., 1080p)
    • 8 Blickwinkel (2:00 Min., 1080p)
    • Spider-Man 3 (3:03 Min., 1080p)
    • Hostel 2 (1:14 Min., 1080p)
Ein Motel, ein Paar, ein Zimmer. Klingt ganz normal. Ist es aber nicht: Das Motel hat keine weiteren Gäste. Das Paar steht kurz vor der Scheidung. Und das Zimmer entpuppt sich als grausame Todesfalle. Eine nächtliche Autopanne in gottverlassener Gegend führt Amy und David in das dubiose Motel. Der Besitzer zeigt sich wenig Vertrauen erweckend, das Zimmer als Katastrophe, aber es soll ja auch ganz anderen Zwecken dienen, als dass sich die Gäste darin wohfühlen. Sie sollen vor laufender Kamera abgeschlachtet werden.
"How can you escape ... if they can see everything?"

Kleine, simple Horrorthriller sind noch immer ein Garant dafür, finanziell ordentlich Zaster in die Kassen zu spülen. Denn wo ein Produkt nicht viel kostet, wie es bei den meisten Horrorfilmen der Fall ist, da kann auch schon ein verhältnismäßig geringer Absatz einen ordentlichen Gewinn bedeuten. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass es vor allem diese simplen Horrorfilmchen sind, die die Videotheken überfluten und auch im Kino immer wieder gern gesehen sind, auch wenn sie dort meist nicht hingehören. Auch "Motel" gehört in diese Sparte von Film, der mit ca. 19 Mio. $ Budget zwar nicht unbedingt zu den billigsten seiner Art gehört, aber auch nicht mehr ist als simple Horrorunterhaltung, die dieses Mal vor allem mit verschenkten Chancen glänzt.



"Motel" ist in allen Belangen wirklich ein 08/15-Filmchen, wie es im Buche steht, welches vor allem inhaltlich kaum etwas zu bieten hat. Die Geschichte ist schnell erzählt: Ein Ehepaar, welches kurz vor der Scheidung steht, ist auf dem Weg nach Hause, als ihnen unterwegs plötzlich das Auto verreckt. Da tief in der Nacht keine Hilfe mehr zu erwarten ist, suchen sie in einem nahe gelegenen Motel Zuflucht. Dort werden sie schon bald von ein paar Killern terrorisiert und eine Jagd um Leben und Tod beginnt. Der Kniff dabei: Alles wird vom Motelbetreiber auf Video festgehalten ...
Und trotz dieser kleinen, ganz netten Idee strotz der Film nicht vor Innovationen, sondern eher vor einem Klischee nach dem Anderen. Alles, was man hier zu sehen bekommt, hat man so oder so ähnlich schon einmal gesehen. Wendungen gibt es keine, alles läuft hier auf geradlinigen Bahnen ab, ohne sich auch nur einmal vom Pfad weg zu trauen und irgend etwas zu zeigen, was vielleicht nicht schon einmal da gewesen ist. Zuderm sind Logik und nachvollziehbare Handlungen natürlich auch nicht auszumachen.


Somit liegt die Konzentration des Zuschauers mal wieder weniger auf der Handlung, sondern mehr auf der Inszenierung des Ganzen. Und da kann "Motel" dann doch überraschender Weise punkten. Auch wenn die Inszenierung eigentlich ebenfalls keine Neuerungen zu bieten hat, so wird hier aus altbekannten Vorgehensweisen so einiges herausgeholt, um eine Atmosphäre zu schaffen, die dann doch nicht von schlechten Eltern ist. Vor allem die ersten 40 Minuten pumpen ordentlich Adrenalin. Das liegt vor allem an der blitzsauberen Dunkelheit, die den Streifen von vorn bis hinten durchströmt, sowie die spürbare Einsamkeit, in der sich die Hauptcharaktere bewegen. Und wenn die Killer dann ihre ersten Terrorakte starten, dann kann einem kurzzeitig schon Angst und Bange werden, da diese zwar auf einem simplen Niveau sind, aber aufgrund genannter Umstände dennoch überzeugen können.


Doch spätestens in der zweiten Hälfte des Films rutscht das Ganze auf eher auf austauschbares Niveau ab. Denn während man sich in der ersten Hälfte doch recht ordentlich gruseln kann, so sind die zweiten 40 Minuten leider eher aus recht langatmigen Hetzjagden zusammengestellt worden, welche sich mal über und mal unter der Erde abspielen. Zwar können diese Stellen dann durch so manch gelungene Score- und Sound-Attacke dennoch ab und an mal ein wenig überzeugen, aber im Großen und Ganzen geht es doch recht öde zu. Zumal auch das einfach gehaltene Ende nicht wirklich befriedigt. Zwar ist es löblich, dass "Motel" nicht den Fehler macht, vielleicht noch irgendeine Fortsetzung vorzubereiten oder sich in irgendwelchen belanglosen "After Story"-Fäden zu verlieren, doch etwas mehr Feinschliff hätte auch dem Schluss gut getan. Dafür können allerdings die Darsteller überzeugen.
Luke Wilson und Kate Beckinsale geben ein erstaunlich glaubwürdiges Paar ab, das den Zerfall der Ehe recht gut porträtiert. Auch wenn ihre Charaktere selbst nicht viel hergeben, so können Wilson und Beckinsale doch so manch verbrannte Erde wieder gutmachen. Und auch Frank Whaley kann als bösartiger Motel-Manager sehr überzeugen.



"Once you've checked in ... The terror begins."

Mit "Motel" liefert Sony Pictures uns einen nahezu pefekten High Definition-Transfer ab, dessen Schärfewert sich auf einem sehr hohen Niveau befindet, weil man großen Wert auf Detailwiedergabe und Tiefenschärfe legt. Hier gibt es kei Aguement mehr, sich den Film doch nur auf DVD zu kaufen, denn die Plastizität der Blu-ray ist hervorragend und selbst in schnelleren Bewegungen verliert das Bild nicht an Schärfe. Hinzu kommt ein ausgezeichneter Kontrast, sowie ein satter Schwarzwert. Hinzu kommen natürliche Farben, welche stilistisch etwas verfremdet wurden, ohne dabei zu Lasten der Brillanz zu gehen.
Lediglich dunkle Sequenzen neigen dazu, feinere Details zu verschlucken, was auch das einzige Manko an diesem ansonsten tadellosen Transfer darstellt und ein Ergebnis des stilistisch angepassten Kontrastes sein dürfte. Es gibt weder Schmutz, noch Defekte zu bemängeln und selbst Filmkorn oder Rauschen ist nicht wahrzunehmen. Somit darf der Transfer als Augenweide bezeichnet werden.
Soundtechnisch vermag "Motel" auch zu überzeugen, obgleich sämtliche Abmischungen etwas frontlasig erscheinen, was aber am Film selbst liegt, da es keine druchgehenden Actionzenen gibt und viel Wert auf Suspense und mehr als gelungene Schockeffekte gelegt wird. Im nötigen Moment darf der deutsche TrueHD-Mix aus den Vollen Schöpfen und überzeugt mit passend platzierten Effekten und wuchtigen Basseinsätzen. Gepaart mit einer sehr guten Dynamik erscheint der Mix niemals übertrieben aufgemotzt, sondern passt sich perfekt der düsteren Atmosphäre des Films an und erzeugt stets im passenden Moment die nötige Spannung. Das sorgt für reichlich Nervenkizel, wozu auch der gut abgemischte Soundtrack beiträgt. Dialoge sind hervorragend zu verstehen und erscheinen stets sehr klar und Nebengeräusche sind sehr detailliert wahrzunehmen. Lediglich eine etwas ausgewogeneres Verhältnis zwischen Effekten und Dialogen hätte dem Mix gut getan, da die Dialoge zumindest in der deutschen Fassung sich deutlich den Soundmix unterordnen. Ansonsten gibt es nichts zu bemängeln, selbst der englische TrueHD-Track unterscheidet sich kaum hörar von seinem deutschen Pendant. Deutsche, englische und türkische Untertitel dürfen bei Sony natürlich nicht fehlen.


Aller guten Dinge sind in der Regel drei, doch beim Bonusmaterial muss "Motel" passen. Wie auch bei der DVD ist das Angebot an Extras eher rar gesät und ein Trailer zum Film gibt es auch hier nicht. Dafür vier weitere Trailer aus dem Hause Sony Pictures, eine alternative Anfangssequenz und eine kurze entfallene Szene. Desweiteren gibt es ein 22minütiges Making of, welches Darsteller und Filmemacher zu Wort kommen lässt und uns einen kleinen, aber durchaus sehenswerten Einblick hinter den Kulissen gewährt, wobei dieses Featurette mehr Werbung ist als alles andere.
Es ist aber auf jedenfall schön, dass sämtliche Extras in High Definition vorliegen und mit Untertiteln versehen wurden. Das Pop-Up-Menü funktioniert sehr flüssig und wie bei Sony üblich, kann man den Sound im Menü an und ausschalten.



Austauschbares 08/15-Gruselprodukt, welches vor allem durch seine Atmosphäre gut punkten kann, ansonsten aber nicht wirklich etwas zu bieten hat. Die Story ist fad und die Handlung hat absolut nichts Neues zu bieten. Dafür ist aber der Aufbau von Spannung und Atmosphäre in der ersten Hälfte, aufgrund der ordentlichen Inszenierung, so weit ganz brauchbar geworden. Zudem können auch die Darsteller überzeugen. Dennoch, um an "Motel" seine Freude haben zu können, sollte man wirklich noch nicht all zu viele Genre-Produkte gesehen zu haben oder die eher bieder geratene zweite Hälfte des Streifens außen vor lassen. Ansonsten aber maximal als schnell verdaulicher Horrorhappen für zwischendurch zu gebrauchen! Schade eigentlich!


Film+++/--
Bild+++++/
Ton+++++/
Bonus+/----


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Motel
Motel - The First Cut
News"Motel" ("Vacany") - Trailer, Poster & Infos
"Motel" mit Luke Wilson und Kate Beckinsale
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