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USA, ESP 2010
Originaltitel:11-11-11
Alternativtitel:11-11-11: The Prophecy
aka. 666: The Prophecy
Länge:96:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Darren Lynn Bousman
Buch:Darren Lynn Bousman
Kamera:Joseph White
Musik:Joseph Bishara
SFX:Salvador Santana
Darsteller:Michael Landes, Wendy Glenn, Timothy Gibbs, Denis Rafter, Salomé Jiménez, Benjamin Cook, Lolo Herrero, Lluís Soler, Montserrat Alcoverro, Brendan Price
Vertrieb:Ascot Elite
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:2,40:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:23.03.2012 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Texas Killing Fields (2:37 Min., 576p)
    • The Hunter (1:41 Min., 576p)
    • A Lonely Place to Die (1:49 Min., 576p)
  • Audiokommentar von Regisseur Darren Lynn Bousman und Produzentin Laura Bousman
  • Deutscher Trailer (1:45 Min., 1080p)
  • Original Trailer (1:49 Min., 1080p)
  • Behind the Scenes (24:01 Min., 576i)
  • Deleted Scenes (4:16 Min., 576i)
  • Trailershow:
    • Texas Killing Fields (2:37 Min., 576p)
    • The Hunter (1:41 Min., 576p)
    • A Lonely Place to Die (1:49 Min., 576p)
    • Take Shelter (2:02 Min., 1080p)
    • All Beauty must Die (2:39 Min., 576p)
    • One Way Trip (0:42 Min., 1080p)
    • Triangle - Die Angst kommt in Wellen (1:46 Min., 576p)
    • Set Up (2:17 Min., 1080p)
    • Der Sezierer (2:10 (1:49 Min., 576p)
    • Molly Hartley - Pakt mit dem Bösen (2:30 Min., 1080p)
Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein bekannter Autor namens Joseph Crone, der nach dem tragischen Tod seiner Frau und seines Sohnes nach Spanien reist, um sich dort um seinen Bruder Samuel und seinem sterbenden Vater zu kümmern. In seiner Trauer erscheint ihm plötzlich immer wieder die Zahl 11 und lässt ihn nicht mehr los. Als er der rätselhafte Erscheinung nachgeht, findet er heraus, dass es sich bei der Zahl 11-11-11 um eine Warnung aus dem Jenseits handelt.
Oh weh, wenn ich schon ein Datum als Filmtitel lese, dann sind die Sorgen schon groß, da kann ja nur Konfektionsware kommen. Den informierten Filmfan kann vielleicht die Tatsache beruhigen, dass hier Darren Lynn Bousman auf dem Regiestuhl saß, aber es ist leider nicht der Bousman von Interner Link"Repo: The Genetic Opera", sondern der von Interner Link"Saw IV" und "Mother's Day".


Wie alles endet, also Weltverschwörungen und Untergangsszenarios für das aktuelle Jahr 2012 zum Trotz: der 11.11.2011 ist oder war der ominöse Tag, wo sich alles ändert/geändert hat/ändern wird. Das leiern die Internetjunkies, genannt die "Elfer" (hach, wie originell) rauf und runter und da fühlt sich unser armer Held, der Thrillerautor Joseph Crone (oha, biblischer Vorname) natürlich bestätigt, hat die Zahl doch einen äußerst ungünstigen Einfluss auf sein Leben: Mutter an einem Elften abgefackelt, der Bruder im Rollstuhl gelandet, Frau und Sohnemann an so einem Datum gemeuchelt und um 11 Uhr 11 fährt ihm auch noch einer den Wagen zu Klump. Heute (im Film) ist der 7.11.11 und sein Dad liegt in Barcelona im Sterben - zweifelt da jetzt noch jemand, dass selbiger genau am Elften des Monats sterben wird?


Ich mach es kurz: "11-11-11" ist einfach ein tierisch abgedroschener und deshalb kacköder Okkulthorror, der endlos mit der Frage rumfrickelt, wer hier von den bösen Mächten eigentlich in den Fokus genommen wird, Joseph oder sein Priesterbruder Samuel (oha, noch ein ... ihr wisst schon ...), der hier als Licht der Welt durch die Gegend juckelt und rollt. Alle murmeln fiese Andeutungen oder lassen den Beruhigungssermon gegen Zahlenparanoia vom Stapel, überall zeigen sich dämonische Gestalten und Formen; ein Durchgeknallter fummelt ständig mit einer Waffe rum und salbadert zusammenhangsloses Zeugs und auf den Videobildern der Hausüberwachung zeigen sich seltsame Figuren. Und alles jubelt und schaut nur auf die Uhr, wann wir endlich zu dem unvermeidlichen Plottwist kommen, der uns über das Offensichtliche aufklärt.


Bis es soweit ist, scheucht eine mörderisch mies gewählte Synchro das Publikum durch einen Plot Marke "Anfahren mit angezogener Handbremse", der stets mächtig andeutet, aber alles dann doch in der totalen Schwebe hält. Damit das auch überdeutlich wird, lässt Bousman, subtil wie er nunmal ist, einen intensiven Graublau-Filter über jedes Bild legen, was stark farbentsättigend wirkt und für das richtige "Incoming-Doom"-Feeling sorgt. Wenn wir dann wenigstens noch eine Figur hätten, mit der man durch die Hölle und zurück müsste und die das nicht verdient, aber der Nervfaktor verhindert auch hier das Notwendigste an Sympathiefaktor.
Timothy Gibbs als Protagonist ist von Szene 1 an so fertig und durch, dass man eigentlich nur noch den Abzug betätigen müsste und Michael Landes als sein Bruder ist komplett religiös-beratungsresistent, wie man es von einem Gottesmann erwarten kann. Argumentativ hacken die beiden alsbald ständig aufeinander rum. Da wird Gott, das Schicksal und der malade Daddy gedisst und letzterer stiehlt sich immer wieder aus dem Bette, um mysteriöse Andeutungen zu machen. Die augenrollende Haushälterin hätte auch gut in Interner Link"Das Omen" oder das Interner Link"Kuckucksnest" gepasst und die schnuckelige Sadie aus der Selbsthilfegruppe läuft so auffällig in Dauerschwarz rum, dass ihre chronische Hilfsbereitschaft irgendwie doch nicht so ganz echt sein kann.


Natürlich ist das Ende der Welt mal wieder nahe, auch wenn wir hier den Leibhaftigen persönlich ausnahmsweise in Ruhe lassen, aber wenn es dann am Ende endlich ans Eingemachte geht, wird das vorher Gezeigte nicht eben erhellender, sinnvoller oder sättigender. Anstatt Häppchen zu verteilen und ein Puzzle zusammen zu setzen, wird hier ständig nur mehr Verwirrung gestiftet oder bestenfalls auf der Stelle getreten und so opulente Locations wie in Barcelona so derbe mit einem Farbfilter zu verheizen, ist schon mal Dilletantismus auf ganz hohem Niveau. Ich bin mal fies und verrate den Schluss nicht, der allerdings auf der ganz hohen Scheiß-egal-Ebene ein Sesselchen stehen hat, weil der letzte Nerv schon vorher getötet wurde. Atmosphäre wird jedenfalls nicht für fünf Cents produziert.


Bestimmt findet sich der Eine oder Andere, der das alles total spannend und atmosphärisch findet, creepy und doomig, für mich ist das nur ein uninspirierter Schnellschuss, gegen den sogar Stinkkäse wie "Stigmata" eine runde Sache sind. Aber vielleicht brauchte Bousman auch nur den Scheck und hat auf ein uraltes eigenes Skript zur Vertragserfüllung zurück gegriffen, um dann "The Devil's Carnival" drehen zu können. In der Videothek steht auf jeden Fall 'ne Menge Besseres ...


Ascot Elite veröffentlicht "11-11-11 – Das Tor zur Hölle" ungekürzt auf DVD und Blu-ray und spendiert der Veröffentlichung ein FSK-Wendecover. Der HD-Transfer präsentiert sich äußerst detailliert und scharf und offenbart eine sehr gute Tiefenwirkung mit knackigen und sauberen Konturen. Die Farbgebung bietet kräftige Farben, wobei die Optik des Film stark unterkühlt und etwas monoton wirkt. Der Schwarzwert fällt satt aus und der Kontrast balanciert helle und dunkle Bildbereiche sehr gut aus. Leichte Überstrahlungen gehören zum Stilmittel des Film und es gibt weder Defekte noch Verschmutzungen. Die Kompression arbeitet tadellos und somit bleibt ein sehr guter HD-Transfer.



Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

Beide Tonspuren liegen in DTS-HD Master Audio 5.1 vor und müssen sich nicht hinter den Leistungen großer Hollywood-Produktionen verstecken. Die Dialogverständlickeit der deutschen Fassung ist hervorragend, jedoch klingen die Stimmen etwas zu steril und im Gegensatz zur englischen Sprachfassung hört man die Synchronstudio-Herkunft mehr als deutlich heraus. Die Soundatmosphäre ist gut gelungen und dem Publikum werden viele Effekte geboten, die für eine gute Räumlichkeit sorgen. Die Musik verteilt sich sehr harmonisch auf sämtliche Kanäle und unterstreicht das atmosphärische Soundsetting perfekt. Zudem bietet der Subwoofer in den nötigen Momenten genug Tiefe und Druck. Optional gibt es deutsche Untertitel.


Neben einer handvoll Trailer weiterer Ascot Elite-Titel gibt es noch zwei Trailer zum Hauptfilm, vier Minuten an Deleted Scenes und 24 Minuten an Behind the Scenes-Material. Bei letzterem bekommen wir einen netten Einblick in die Entstehung und man lässt u.a. den Regisseur und die Darsteller zu Wort kommen. Nicht sonderlich innovativ bzw. sehenswert. Besser ist hingegen der leider nicht untertitelte Audiokommentar von Regisseur Darren Lynn Bousman und Produzentin Laura Bousman (seine Ehefrau). Beide sprechen sehr ausführlich über die Idee und die Entstehung des Films, handeln diverse Aspekte der Produktion ab und warten mit einigen Anekdoten von den Dreharbeiten auf. Die Extras liegen fast durchweg in Standard Definition vor.


Langweiliger Möchtegern-Grusler, der weder Spannung noch Atmosphäre aufbauen kann. Selbst von Darren Lynn Bousman hätte man deutlich mehr erwarten können. Die technische Umsetzung der Blu-ray ist dafür umso mehr gelungen, stellt jedoch kein wirklichen Kaufreiz dar.


Film++----
Bild+++++-
Ton+++++-
Bonus++/---


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