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USA 2010
Originaltitel:Collapse
Länge:91:31 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Jason Bolinger, Insane Mike Saunders
Buch:Insane Mike Saunders
Kamera:Jenny Stolte
Musik:Vincent Gillioz, Jason Bolinger
SFX:Brandon Gorrell
Darsteller:Linnea Quigley, Clint Curtis, Chris Mulkey, Karen Landry, Michael Cornelison, Andrew Stephen Pratt, Mikeal Burgin, Michael Caleb, Travis Slade Reinders, Angela Dezen, Mike Tweeton, Ray H. Thompson, Justin Marxen, Ethan Henry, Troy Hollatz, Justin Beahm, Lauren Bartusek, Scott Bullerman, Joseph Canales, Jill Emmert, Skylar Gorrell, Ryan Gourley, Rachel Howell, Sarah McDermott, Katie McDowell, Minny Deol Olson, Mitchell Smith, Ana Ziegler Loes
Vertrieb:Intergroove / Savoy Film
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-25
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:1,78:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1 (dt., engl.), Dolby Digital 2.0 Stereo (dt.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:27.01.2012 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer (1:20 Min., 1080i)
  • Bildergalerie (63 Bilder)
Früher war die größte Sorge von Farmer Robert Morgan, wie er die Bank bedienen und seinen Familienbesitz weiter bewirtschaften kann. Doch das war gestern. Heute ist Morgans größte Sorge, wie er seine Familie am Leben erhalten kann. Denn in der Kleinstadt in den ganzen USA haben sich die Toten aus ihren Gräbern erhoben. Auf seiner Farm fühlt Morgan sich sicher, doch seine Frau nähert sich immer mehr dem Nervenzusammenbruch und sein Sohn wurde von einer der Kreaturen gebissen. Als wäre das noch nicht genug, muss Morgan die Farm gegen Eindringlinge verteidigen. Da die Ressourcen immer weiter zur Neige gehen, ist Morgan auch gezwungen, immer größere Risiken einzugehen. Und mehr noch: Er muss seine eigene Moral hinterfragen. Als schließlich andere Überlebende zur Farm kommen, stellt sich für Morgan die Frage, ob diese Menschen ihm helfen können oder eine Bedrohung für sie alle darstellen ...
George A. Romero hätte seinerzeit sicherlich nicht vermutet, welche Welle er mit seiner Interner Link"Nacht der lebenden Toten" lostreten würde, denn seither gibt es kaum einen Begriff, der nicht vor "... The Living Dead" gesetzt wurde. Zwar folgen die meisten Zombiefilme nach wie vor dem üblichen Muster von wenigen Überlebenden in einer von Untoten dominierten Welt, doch im vorliegenden Fall vermag eine unerwartete Wendung einen besonderen Akzent zu setzen.



Im Mittelpunkt steht das Farmerpaar Robert (Chris Mulkey) und Molly (Karen Landry), welches mit finanziellen Problemen und dem Verlust eines Kindes zu kämpfen hat. Als ihr Sohn Will von einem Fremden angefallen und gebissen wird, erschlägt Robert den Angreifer, der dennoch wieder aufsteht und erst mit einem Schuss aus dem Gewehr kaltzustellen ist. Fortan muss man sich im Haus verbarrikadieren, denn immer mehr Zombies versuchen in das Gebäude zu gelangen. Bis nach einigen Tagen die Vorräte knapp werden und Robert entschließt, in die Stadt zu fahren…


Es ist eine willkommene Alternative, es endlich mal nicht mit jungen Leuten aus dem Model-Katalog für 08/15-Gesichter zu tun zu haben, sondern mit einem Paar um die Mitte Fünfzig, vom Leben gezeichnet und ein schlichtes Dasein führend. Die ersten Minuten werden effektiv genutzt, um das Paar mit wenigen Szenen auf den Punkt einzuführen, ihre finanziellen Probleme anzureißen und die Verzweiflung zu transportieren, die den nicht näher erläuterten Tod des Kindes und die wirtschaftlichen Probleme mit sich bringen. Nach knapp einer Viertelstunde geht es auch direkt zur Sache mit dem ersten Übergriff auf dem Hof und dem hastigen Rückzug ins Haus.
Fortan fühlt man sich ein wenig an die Situation von "Wenn der Wind weht" erinnert, denn auch hier stand ein älteres Paar im Vordergrund, welches aufgrund einer apokalyptischen Situation von der Außenwelt isoliert und auf sich allein gestellt war. Mit dem Unterschied, dass hier ein vor sich hin vegetierender Sohn im Zimmer nebenan eingesperrt ist, für den Fall, dass er noch aggressive Züge entwickeln sollte und ab und an Geräusche von draußen aufschrecken lassen, während Robert stets das Gewehr im Anschlag behält, über Funk Kontakt zu weiteren Überlebenden sucht und letztlich in die Stadt fahren muss, um Medizin, Nahrung und Batterien zu besorgen.



Im letzten Drittel schlägt das Geschehen schließlich zynische Töne an, spätestens als Robert mit einem abgetrennten Kopf spricht, welcher ein durchaus bewegliches Eigenleben führt. Der nicht ganz finale Twist deutet sich kaum an und dürfte auch ebenso wenig erahnbar sein, zumal die Vorzeichen recht vage sind und die Inszenierung eindeutige Schwerpunkte setzt. So korrigiert ein ausgiebiger Flashback noch einige Sachverhalte aus neuen Perspektiven, welcher insgesamt jedoch nicht notwendig gewesen wäre. Dennoch gestaltet sich der Showdown spannend und kommt zu einem zufrieden stellenden Ausgang.


Die treffende Besetzung der durchweg überzeugenden Hauptdarsteller trägt ebenso zum Unterhaltungswert bei wie die wenigen Splattereffekte in Form von einem weggeschossenen Schädel, einem Messer in Kehle und Kopf und einer Reihe von Kopfschüssen. Hinzu kommt eine variable, stets gut positionierte Kamera, ein solides Make-up der Zombies und ein ordentlicher, wenn auch zuweilen etwas zu pompös angelegter Score.


Savoy Film veröffentlicht "Colapse" ungekürzt auf DVD und Blu-ray, leider ohne nennenswertem Bonusmaterial: Es gibt lediglich einen qualitativ schlechten Trailer und eine Bildergalerie. Die Menüführung der Blu-ray ist spartanisch ausgefallen und die Disc wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert.
Die Bildpräsentation des in 1080p aufgespielten HD-Transfers darf als sehr gut bezeichnet werden und unterliegt kaum Schwächen einer Low-Budget-Produktion. Zwar identifizieren die gute Schärfe und der hohe Detailgrad in Nahaufnahmen das Bild als HD-Bild, doch nur selten wirkt das Gezeigte etwas plastischer. Auch im Bereich Durchzeichnung gelingt kaum das Überschreiten des Durchschnitts. Die Optik des Film zeigt leider einen deutlichen Videolook und lässt das Bild sehr steril und zu "sauber" wirken. Die Farbwiedergabe ist dafür gut ausgefallen und hinterlässt einen kräftigen und natürlichen Eindruck. Auch der Kontrast wurde gut gewählt und balanciert helle und dunkle Bildbereiche ordentlich aus. Der Schwarzwert könnte jedoch etwas satter sein und es gibt ein paar produktionsbedingte Bewegungsunschärfen in schnellen Bewegungen. Bildrauschen ist nicht auszumachen und die Kompression arbeitet tadellos im Hintergrund.



(Preview-Screenshots zur vergrößerten Ansicht anklicken.)

Die deutsche DTS-HD-Version ist ein Upmix der ebenfalls auf der Disc befindlichen Stereo-Spur. Dies hat zur Folge, dass sich die Effekte weitgehend auf den Frontbereichen beschränken und die Rears äußerst selten und dann auch kaum wahrnehmbar unterstützt werden. Die Front der deutschen Fassung klingt dafür sehr breit und natürlich. Stimmen überschallen nicht in die Effektkanäle und auch wenn die deutsche Synchronisation nur mittelmäßig ausgefallen ist, bleiben Stimmen stets natürlich und klar verständlich. Das klingt natürlich nicht nach einem hochwertigen Encoding und Räumlichkeit entsteht auch nicht wirklich. Dafür klingt die Tonspur kraftvoll und dynamisch und im direkten Vergleich zum US-Mixm, der hörbar ein "On-Set"-Mix ist, bleibt die deutsche Spur die erste Wahl. Die Stimmen der englischen Fassung hallen etwas und übersteuern deutlich. Lediglich Nebengeräusche hinterlassen einen etwas homogeneren Eindruck. Insgesamt klingt die Abmischung aber wenig harmonisch und offenbart produktionsbedingte Einschränkungen. Im Grunde reicht aber auch der Stereo-Mix der deutschen Fassung. Dieser klingt weniger dynamisch, dafür werden Dialoge und Effekte etwas natürlicher aus dem Frontbereich wiedergegeben.


Es lässt sich resümieren, dass "Collapse" eine willkommene Abwechslung innerhalb des Genres darstellt, auch wenn die Handlung im Mittelteil mit einigen Durchhängern zu kämpfen hat, welche auf der simplen Ausgangssituation beruhen. Eine positive Überraschung stellt die Pointe im letzten Drittel dar, aber auch die markanten Darsteller tragen einen nicht unerheblichen Teil zum Gelingen des Streifens bei. Vielleicht nicht unbedingt Stoff für reine Actionfans des Genres, sondern eher für solche, die innerhalb dessen ein wenig Originalität suchen. Bildtechnisch geht die Blu-ray voll in Ordnung, lediglich das fehlende Bonusmaterial und der frontlastige Ton trüben den Gesamteindruck etwas. Savoy Film veröffentlicht "Collapse of the Living Dead" ohne Kürzungen ...


Film++++/-
Bild++++/-
Ton+++---
Bonus/-----


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