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USA 2004
Originaltitel:National Treasure
Länge:131:04 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Jon Turteltaub
Buch:Cormac Wibberley, Jim Kouf, Marianne Wibberley
Kamera:Caleb Deschanel
Musik:Trevor Rabin
SFX:James Ochoa
Darsteller:Nicolas Cage, Diane Kruger, Justin Bartha, Sean Bean, Jon Voight, Harvey Keitel, Christopher Plummer, David Dayan Fisher, Stewart Finlay-McLennan, Oleg Taktarov, Stephen A. Pope, Annie Parisse
Vertrieb:Walt Disney
Norm:1080p/AVC MPEG4
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:2.35:1
Tonformat:DTS 5.1 (nur dt.), Dolby Digital 5.1 (nur dt.), Dolby True HD (nur engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Französich, Englisch für Hörgeschädigte, Trivia Track
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:03.07.2008 (Kauf)
Bonus:
  • Disney Blu-ray Trailer (0:52 Min., 1080p)
  • Trailershow bei BD-Start: (4:38 Min.)
    • The Chronicles of Narnia: Prince Caspian
    • Daddy ohne Plan
  • Audiokommentar mit dem Regisseur Jon Turteltaub und Darsteller Justin Bartha
  • Hi-Def exklusiv: Mission Geschichte: Die Unabhängigkeitserklärung (Interaktive Featurette in 1080i)
  • Zusätzliche Szenen: (opt. mit Regiekommentar)
    • Thomas und der Präsident (1:45 Min., 480p)
    • Erweiterte Schacht Szene (6:02 Min., 480p)
    • Den Plan überprüfen (1:51 Min., 480p)
    • Erweiterte Szene: Jan bricht das Schweigen (2:01 Min., 480p)
    • Sadusky übernimmt das Kommando (1:11 Min., 480p)
    • Überraschender Umweg (0:45 Min., 480p)
    • Erleuchtung (1:41 Min., 480p)
  • Eröffnungsszenen Animatic (2:51 Min., 480p)
  • Alternatives Ende (1:50 Min., 480p)
  • Chiffren, Codes & Dechiffrierer (11:49 Min., 1080i)
  • Die Sprengung der Charlotte (6:35 Min., 480p)
  • Wie man einen Nationalschatz stiehlt (5:46 Min., 480p)
  • Am Schauplatz amerikanischer Geschichte (6:16 Min., 480p)
  • Am Drehort von "Das Vermächtnis der Tempelritter" (11:20 Min., 480p)
  • Echte Schatzjäger (8:36 Min., 480p)
  • Die Tempelritter (5:00 Min., 480p)
  • Trivia Track als Untertitel
Benjamin Franklin Gates steht kurz vor dem Ziel: Seit Generationen sucht seine Familie nach dem sogenannten Schatz der Tempelritter, dessen letztes Geheimnis er nun lösen kann. Doch dazu muss er die amerikanische Unabhängigkeitserklärung stehlen, ihre Rätsel entschlüsseln und seinen Rivalen Ian Howe auf Distanz halten. Zu allem Überfluss kommt ihm die hübsche Museumsdirektorin Dr. Abigail Chase in die Quere, die ihn davon abhalten möchte, das wichtigste historische Dokument der Vereinigten Staaten zu stehlen. Es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel und ein Wettlauf gegen die Zeit, in dem kluge Köpfe so wichtig sind wie schnelle Beine ...
"In order to break the code, one man will have to break all the rules." - Werbezeile

Die halbe Filmwelt lechzte 2004 einen möglichen "Indiana Jones 4" entgegen. Das wusste auch Jerry Bruckheimer und weil Steven Spielberg, George Lucas und Harrison Ford terminlich einfach nicht zu Rande kamen, produzierte er mal fix mit schnellem Geld einen Appetithappen für zwischendurch. Funktioniert hat es überraschend gut, nach Interner Link"King Arthur" musste aber auch wieder etwas passieren. Überraschende 170 Millionen Dollar an den Kinokassen und soweit zufrieden gestellte Kritiker (bei Bruckheimer ja eher selten der Fall) sprechen für sich.



In der Tat hat Regisseur Jon Turteltaub ("Instinct", "The Kid"), nun wahrlich kein Garant für potentielle Blockbuster, hier einen soweit flotten Klon abgeliefert, der genau in die Indiana Jones-Kerbe schlägt, aber natürlich nie dessen Charme erreicht. Das war hier aber auch nie das Ziel. Turteltaub hat sich die Filme von Bruckheimers abtrünnigen Ziehsohn Michael Bay (ging mit Interner Link"The Island" zum ersten Mal ohne Bruckheimer an den Start) gut angesehen und so gibt es Tempo, viel Tempo und noch mehr Tempo, eine geleckte Hochglanzoptik und dazu Trevor Rabins Score, der hier genauso auf die Tube drückt wie bei Interner Link"Armageddon" und Interner Link"Bad Boys II" (Genau, 2x Bay). Halt genau das, wofür der Name Bruckheimer garantiert. Wie Christopher Plummer ("The Insider", Interner Link"Dracula 2000") auch gleich zu Beginn in einem erzählerischen Flashback durch die Menschheitsgeschichte mitteilt, geht es bei "National Tresure" (Oh, Wunder) um einen unschätzbar wertvollen Schatz, der im Verlauf der Jahrhunderte ordentlich Zuwachs bekam, bis heute aber unentdeckt blieb, weil er unter den Fittichen der Freimaurer weggemauert wurde. Der Ort bleibt bis heute verrätselt und weil die Hinweise niemand deuten kann, glaubt an die Existenz dieses Schatzes auch niemand mehr. Bis auf Ben Gates (Nicolas Cage, Interner Link"The Rock", "Face/Off") und der hat es zu seiner Lebensaufgabe gemacht eben diesen Batzen Geschichte aufzuspüren.



Jon Turteltaub hält den Effektbombast flach und verlässt sich ganz auf die Prämisse, wechselt nach einem erst frostig, dann heißen Auftakt im ewigen Eis nach Washington, D.C. und lässt Gates gegen Widersacher Ian Howe (Sean Bean, "Patriot Games", Interner Link"Ronin") antreten - im Gepäck seinen comedian Sidekick Riley Poole (Justin Bartha) und die zunächst renitente, dann selbst vom Fieber gepackte Geschichtlerin Abigail Chase (Diane Kruger, "Michel Vaillant", Interner Link"Troy").
Alsbald entbrennt eine Hetzjagd quer durch die Stadt. Immer wieder wechseln die Parteien sich an der Führungsposition ab. Es gilt Hinweise zu deuten, die nächsten Anhaltspunkte zu finden und immer wieder Ian und seinen Häschern (u.a. Hackfresse Oleg Taktarov, "15 Minutes") zu entkommen, denn die gehen, um an ihr Ziel zu gelangen, sehr rabiat zur Sache. Angesichts des hohen Tempos fallen die paar Klischees zwar nicht so ins Gewicht, nur schade, dass zugunsten des Tempos der prominente Supportcast um Jon Voight ("Deliverance") und Harvey Keitel (Interner Link"Reservoir Dogs", Interner Link"From Dusk Till Dawn") regelrecht aufgerieben und verschenkt wird.



"National Treasure" bleibt während seiner zwei Stunden oberflächlich, dafür aber unterhaltsam. Solche Bond-like Einbrüche gehen mitunter zwar etwas problemlos vonstatten, im Dienste der Unterhaltung stört das hier allerdings nicht ganz so.
Immerhin zeigt man sich nicht zuletzt dank Helferlein Riley technisch erfindungsreich und selbstironisch. Nicht jeder seiner Kommentare sitzt, meistens passen seine Bemerkungen jedoch. Was man von Diane Kruger (leider wieder selbst synchronisiert) leider nicht sagen kann. Die Frau kann zwar gut aussehen, aber nicht gut schauspielern und ihre Romanze zum Schluss mit Nicolas Cage wirkt so was von mühsam hineingedrückt, das die Füllhalter quietschen. Schade auch um Sean Bean, der unter dem Disney-Konzern auch nicht richtig böse werden darf und damit hinter seinen Möglichkeiten zurück bleibt, während Nicolas Cage solche Rollen nun schon wie im Schlaf beherrscht.


Für eine Bruckheimer-Produktion bleibt "National Treasure" überraschend einfach und fährt auch im Finale nicht irgendwelche CGI-Bastionen auf, um zu beeindrucken. Nein, Turteltaub bleibt am Boden und das tut dem Film auch gut. Die Faszination, die hier aus uralten Hinweisen, entzifferten Schriftstücke und gelösten Rätseln entweicht, hat nämlich etwas ungemein Eigenes, Altes, Liebgewonnenes an sich. Der Streifen atmet nie die Luft der Klassiker, macht aber verdammt viel Hunger auf diverse Dschungelabenteuer der Achtziger. Wie die Einspielergebnisse bewiesen, lag man mit dem Konzept auch gar nicht mal so falsch. Vor allem der Schluss im morschen Niemandsland unter der Stadt (wunderbar knarzig mit Spinnweben verhangen) überzeugt Nostalgiker in dieser Hinsicht.
Sicher, man kann sich darüber aufregen, dass der neunmalkluge Ben hier jeden Hinweis ohne Umschweife entschlüsselst und das die gesamte Chose so aufgeköchelt wurde, dass sie es sich stets einfach machen kann. Ein bisschen stören tut das tatsächlich, den Filmspaß wirklich trüben hingegen nicht. Nur zu den Großen des Genres reicht es halt nicht hinauf. Ich glaube solche Ambitionen hegten Bruckheimer und Turteltaub auch nie.


"The greatest adventure history has ever revealed." - Werbezeile

Zeitgleich zum zweiten Teil der "National Treasure" veröffentlicht Disney auch "Das Vermächtnis der Tempelritter" als Collector's Edition auf Blu-ray. Bildtechnisch wird starkes geboten, obgleich nicht so brillant wie z.B. die "Fluch der Karibik"-Reihe, welche es ebenfalls auf Blu-ray gibt. Es fällt die deutliche Körnung des Bildmaterial auf, was vor allem zu Beginn im Schnee sehr stark auszumachen ist. Zudem gibt es immer wieder leichtes Farbrauschen zu kritisieren und aufgrund der nicht zu vermeidenden Körnigkeit leidet die ansonsten sehr gute Schärfe etwas. Zwar werden hier eine Menge Details offenbart und die Konturen wirken stets sauber und lassen den Transfer angenehm scharf erscheinen, doch gerade in puncto Plastizität gibt es deutlich bessere HD-Transfers.
Das Bild wirkt meist sehr warm und die Farbgebung darf als ausgesprochen gut bezeichnet werden. Der Kontrast hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck, wirkt stilistisch aber etwas steil und neigt desöfteren zu Überstrahlungen. Analoge Defekte sind dem Transfer zum Glück fremd und die Kompression arbeitet tadellos. Insgesamt ein sehr guter Transfer mit kleineren Mängeln, wodurch wir leider keine Höchstnote vergeben können.
Die deutsche Sprachfassung liegt zwar nur in Dolby Digital 5.1 und DTS 5.1 vor, versprüht aber eine Menge Druck und wartet mit einer hohen Dynamik auf. In den Actionszenen wird eine gehobene und vor allem überzeugende Weiträumigkeit erzeugt und der Score verteilt sich gekonnt auf alle Kanäle und darf mit einem satten Basseinsatz aufwarten. Lediglich der Hochtonbereich hätte etwas besser ausfallen dürfen und so wirken beide deutschen Tonspuren etwas gedrungen. Zudem erscheinen einige Szenen deutlich zu frontlastig, dabei wäre im Effektbereich vor allem für Umgebungsgeräusche durchaus mehr drin gewesen. Dennoch ein wuchtiger Soundtrack, so wie man es sich bei einem Film dieser Gattung wünscht. Der englische Dolby True HD-Mix klingt derweilen etwas feiner aufgelöst und eine Spur harmonischer in der Abmischung, wobei auch hier der Hochtonbereich etwas leidet. Alles in allem dürfen wir uns über drei satte und vor allem wuchtige Tonspuren freuen. Dabei ist es fast schon egal, ob man zum deutschen oder englischen Mix greift. Optional lassen sich diverse Untertitel hinzuschalten.


Obwohl man dem Bonusmaterial eine gewisse Oberflächlichkeit nicht absprechen kann, macht das Gezeigte Spaß, wobei eine durchgängige Dokumentation sicherlich angebrachter gewesen wäre als diese vielen Mini-Berichte. Löblicherweise werden nahezu alle Extras vom Regisseur eingeleitet und kommentiert. So auch die sieben zusätzlichen Szenen, deren Gründe des Entfernens von Jon Turteltaub ausführlich erläutert.
Danach präsentiert uns der Regisseur die Eröffnungssequenz als bewegtes Storyboard (Animatic) und erläutert das Vorgehen und die späteren Änderungen. Danach gibt es dann das alternative Filmende, welches dem Regisseur nicht romantisch genug war und deshalb dem bekannten Ende weichen musste. Etwas ausführlicher wird es in Chiffren, Codes & Dechiffrierer. In dieser 12minütigen Dokumentation erfahren mehr über die Beale-Chiffren, die Freimaurer-Chiffren, die Enigma-Chiffren, die Nasa und eine Chiffre, welches bisher nicht entschlüsselt werden konnte. Wirklich sehr informativ und es liegt im Gegensatz zu den anderen Extras in High Definition 1080i vor.
"Die Sprengung der Charlotte" ist ein 6 Minuten langes Behind-the-Scenes Featurette und gewährt uns einen Einblick hinter die Kulissen der Eröffnungsszenen des Films. In "Wie man einen Nationalschatz stiehlt" wird uns nicht etwas eine 6minütige Anleitung zum Diebstahl gegeben, sondern wir erfahren, wie die Macher auf die Idee zum Film kamen. Etwas dröge ist dagegen das 6 Minuten lange "Am Schauplatz amerikanischer Geschichte". Hier erzählen die Darsteller, wie es für sie war an wahren historischen Orten zu drehen. Nun folgt ein 11minütiges Making of, welches zwar ein paar nette Einblicke gewährt, schlussendlich aber auch sehr werbelastig ausgefallen ist.
In "Echte Schatzjäger" geht es 8 Minuten lang um selbige, welche mehr über ihren abenteuerlichen Job erzählen. Wie auch die "echten Schatzjäger" ist die nachfolgende Dokumentation mit nur fünf Minuten viel zu kurz ausgefallen. "Die Tempelritter" gewährt uns einen kleinen Einblick in die Zeitepoche dieser Organisation und lässt dabei viel Raum für Spekulationen rund um den sagenhaften Schatz der Tempelritter. Dies war es soweit mit dem normalen Bonusmaterial und bis auf zwei Disney-Trailer gibt es keine weiteren Filmausschnitten. Dabei stößt es sauer auf, dass weder Trailer noch TV-Spots zu "Das Vermächtnis der Tempelritter" ihren Weg auf die Disc gefunden haben.
Dafür bietet man uns ein interaktives Featurette, welche exklusiv nur auf Blu-ray zu haben ist. Die Rede ist von "Mission Geschichte: Die Unabhängigkeitserklärung". Hier erhält man Zugang zu Fakten der Unabhängigkeitserklärung und kann mit zahlreichen Werkzeugen das Dokument selbst analysieren. Ein nettes Goodie für zwischendurch, welche schön animiert wurde und in 1080i vorliegt, doch leider nur in englischer Sprache anwählbar ist.
Wer nun etwas tiefgründigere Informationen zum Film haben möchte, sollte sich den deutsch untertitelten Audiokommentar mit dem Regisseur Jon Turteltaub und dem Darsteller Justin Bartha anhören. Hier geht es nicht nur sehr informativ zur Sache, sondern beide haben auch noch merkbar Spaß am Kommentar, wodurch der eine oder andere Scherz vorprogrammiert ist. Hier geht man sehr ausführlich auf die Dreharbeiten und Produktionsbedingungen ein und neben typischen Anekdoten vom Dreh wird auch über das Casting und die Darstellern im Allgemeinen gesprochen. Wirklich hörenswert.
Zum Schluss lässt sich noch der sogenannte "Trivia Track" hinzuschalten. Hier wird anhand von einem Untertitel Wissenswertes rund um den Film und dessen Produktion eingeblendet. Das Blu-ray-Menü wurde im übrigen sehr liebevoll animiert und schön designt.


Rundumsorglosabenteuer made by Bruckheimer, so lässt sich "National Treasure" am ehesten beschreiben. Turteltaub kredenzt hier schnörkelloses Powerplay mit hohem Tempo. Inhaltlich erwartend mau, gestaltet sich das oberflächliche Abenteuer als akzeptables Fastfood um kurzfristig seinen Hunger auf nun doch erschienen Interner Link"Indiana Jones 4" zu stillen.
Die Blu-ray aus dem Hause Disney überzeugt bild- und tontechnisch bis auf wenige, verschmerzbarer Mängel. Auch das Zusatzmaterial darf sich sehen lassen, wobei ein durchgängiges Making of sicherlich besser gewesen wäre. Wer "Das Vermächtnis der Tempelritter" bisher noch nicht sein Eigen nennt, macht mit dieser Blu-ray-Veröffentlichung nichts falsch.


Film+++/--
Bild+++++/
Ton+++++-
Bonus++++--


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Vermächtnis des geheimen Buches, Das
NewsDisney bringt "Das Vermächtnis der Tempelritter" und "Das Vermächtnis des geheimen Buches" im Juli auf Blu-ray
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