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USA 2011
Originaltitel:Transformers: Dark of the Moon
Alternativtitel:Transformers 3: Dark of the Moon
Länge:154:23 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Michael Bay
Buch:Ehren Kruger
Kamera:Amir Mokri
Musik:Steve Jablonsky
SFX:John Frazier, Industrial Light & Magic, Legend 3D
Darsteller:Shia LaBeouf, Rosie Huntington-Whiteley, Ken Jeong, Josh Duhamel, Tyrese Gibson, John Malkovich, Patrick Dempsey, Alan Tudyk, Frances McDormand, John Turturro, Julie White, Keiko Agena
Vertrieb:Paramount
Norm:1080p / MVC (3D-Version), 1080p / MPEG-4 AVC (2D-Version)
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:2,40:1
Tonformat:Dolby TrueHD 7.1 (engl.), Dolby Digital 5.1 (dt., franz., ital.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch (nur 2D), Italienisch (nur 2D), Audiodeskription für Sehbehinderte
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch (nur 2D), Französisch (nur 2D), Italienisch (nur 2D), Niederländisch (nur 2D), Norwegisch, Schwedisch, Spanisch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover und Hologramm-Schuber
Blu-ray-Start:09.02.2012 (Kauf)
Bonus:
  • Hologrammschuber
  • Digital Copy
Disc 1:
  • 2D-Fassung von "Transformers 3"
Disc 2:
  • 3D-Fassung von "Transformers 3"
Bonus-Disc:
  • Weit darüber hinaus: Die Erforschung von "Dark of the Moon":
    • Die Auferstehung: Entwicklung und Design (22:24 Min., 1080p)
    • Bereit für die Prime Time: Aufnahmen quer durch Amerika (27:50 Min., 1080p)
    • Kampf im Landesinneren: Die Aufnahmen in Chicago (13:40 Min., 1080p)
    • Angriff der Vogelmenschen: Luftige Stunts (16:08 Min., 1080p)
    • Der Schatten von Sentinel: Vorproduktion und Release (29:30 Min., 1080p)
    • Credits (1:12 Min., 1080p)
  • Unentdecktes Territorium: Die Zukunft der Nasa - Damals und Heute (26:15 Min., 1080p)
  • Chicagos Dekonstruktion: Multi-Angle-Sequenzen:
    • Prävisualisierungen (inkl. optionalem Audiokommentar von Michael Bay und Supervisor Prävisualisierung Steve Yamamoto):
      • Doomsday Plan:
        • Prävisualisierungen (0:33 Min., 1080p)
        • Prävisualisierungen / Final Shot-Vergleich (0:33 Min., 1080p)
      • Angriff auf die Menschen:
        • Prävisualisierungen (0:14 Min., 1080p)
        • Prävisualisierungen / Final Shot-Vergleich (0:14 Min., 1080p)
      • Unentschieden:
        • Prävisualisierungen (0:45 Min., 1080p)
        • Prävisualisierungen / Final Shot-Vergleich (0:45 Min., 1080p)
      • Sam bekämpft Laserbeak:
        • Prävisualisierungen (2:06 Min., 1080p)
        • Prävisualisierungen / Final Shot-Vergleich (2:06 Min., 1080p)
      • Brains & Wheelie bleiben zurück:
        • Prävisualisierungen (0:13 Min., 1080p)
        • Prävisualisierungen / Final Shot-Vergleich (0:13 Min., 1080p)
      • Ankunft der Osprey:
        • Prävisualisierungen (2:17 Min., 1080p)
        • Prävisualisierungen / Final Shot-Vergleich (2:17 Min., 1080p)
      • Abrutschen des Wolkenkratzers:
        • Prävisualisierungen (1:51 Min., 1080p)
        • Prävisualisierungen / Final Shot-Vergleich (1:51 Min., 1080p)
      • Colossus gegen den Wolkenkratzer:
        • Prävisualisierungen (1:42 Min., 1080p)
        • Prävisualisierungen / Final Shot-Vergleich (1:42 Min., 1080p)
      • Sam gegen Starscream:
        • Prävisualisierungen (1:49 Min., 1080p)
        • Prävisualisierungen / Final Shot-Vergleich (1:49 Min., 1080p)
      • Gefangennahme der Autobots:
        • Prävisualisierungen (2:24 Min., 1080p)
        • Prävisualisierungen / Final Shot-Vergleich (2:24 Min., 1080p)
      • Optimus der Retter:
        • Prävisualisierungen (1:56 Min., 1080p)
        • Prävisualisierungen / Final Shot-Vergleich (1:56 Min., 1080p)
      • Carly konfrontiert Megatron:
        • Prävisualisierungen (1:09 Min., 1080p)
        • Prävisualisierungen / Final Shot-Vergleich (1:09 Min., 1080p)
    • Visuelle Effekte (inkl. optionalem Audiokommentar von den Visual Effects Supervisoren Scott Farrar und Matthew Butler):
      • Mutterschiff:
        • VFX Breakdowns (2:36 Min., 1080p)
        • VFX Breakdowns / Final Shot-Vergleich (2:36 Min., 1080p)
      • Angriff auf die Menschen:
        • VFX Breakdowns (0:26 Min., 1080p)
        • VFX Breakdowns / Final Shot-Vergleich (0:26 Min., 1080p)
      • Laserveak:
        • VFX Breakdowns (0:09 Min., 1080p)
        • VFX Breakdowns / Final Shot-Vergleich (0:09 Min., 1080p)
      • Komplett gepanzert:
        • VFX Breakdowns (0:19 Min., 1080p)
        • VFX Breakdowns / Final Shot-Vergleich (0:19 Min., 1080p)
      • Ankunft des Osprey/Kampfzone:
        • VFX Breakdowns (2:30 Min., 1080p)
        • VFX Breakdowns / Final Shot-Vergleich (2:30 Min., 1080p)
      • Gekipptes Gebäude:
        • VFX Breakdowns (0:49 Min., 1080p)
        • VFX Breakdowns / Final Shot-Vergleich (0:49 Min., 1080p)
      • In der Falle:
        • VFX Breakdowns (1:39 Min., 1080p)
        • VFX Breakdowns / Final Shot-Vergleich (1:39 Min., 1080p)
      • Angriff von Driller:
        • VFX Breakdowns (7:09 Min., 1080p)
        • VFX Breakdowns / Final Shot-Vergleich (7:09 Min., 1080p)
      • Brains & Wheelie sorgen für Verwüstung:
        • VFX Breakdowns (1:15 Min., 1080p)
        • VFX Breakdowns / Final Shot-Vergleich (1:15 Min., 1080p)
      • Sentinel Prime:
        • VFX Breakdowns (0:37 Min., 1080p)
        • VFX Breakdowns / Final Shot-Vergleich (0:37 Min., 1080p)
      • Belagerte Stadt:
        • VFX Breakdowns (0:45 Min., 1080p)
        • VFX Breakdowns / Final Shot-Vergleich (0:45 Min., 1080p)
      • Carly konfrontiert Mefatron:
        • VFX Breakdowns (0:17 Min., 1080p)
        • VFX Breakdowns / Final Shot-Vergleich (0:17 Min., 1080p)
    • Die Umsetzung von Cyberton:
      • Autobots:
        • Optimus Prime (15 Bilder, 1080p)
        • Bumblebee (10 Bilder, 1080p)
        • Sentinel Prime (7 Bilder, 1080p)
        • Sidewipe (5 Bilder, 1080p)
        • Ironhide (2 Bilder, 1080p)
        • Dino (5 Bilder, 1080p)
        • Ratchet (4 Bilder, 1080p)
        • Que (2 Bilder, 1080p)
        • Brains (2 Bilder, 1080p)
        • Wreckers (14 Bilder, 1080p)
      • Decepticons:
        • Megatron (23 Bilder, 1080p)
        • Shockwave (4 Bilder, 1080p)
        • Driller (12 Bilder, 1080p)
        • Laserbeak (9 Bilder, 1080p)
        • Soundwave (2 Bilder, 1080p)
        • Dreadwind (4 Bilder, 1080p)
        • Devcon (2 Bilder, 1080p)
      • Umgebungen (19 Bilder, 1080p)
      • Waffen und Ausrüstung (10 Bilder, 1080p)
      • Schiffe (4 Bilder, 1080p)
    • Das "Dark of the Moon"-Archiv:
      • 3D: Visuelle Kunst, die alles verändert (3:06 Min., 1080p)
      • Weltpremiere in Moskau (2:29 Min., 1o80p)
      • Vogelmensch Featurette (2:28 Min., 1080p)
      • Codys iPAD (2:07 Min., 1080p)
      • Der Sound von "Transformers: Dark of the Moon" (9:17 Min., 1080p)
    • Die Matrix des Marketing:
      • Trailer:
        • Teaser (2:28 Min., 1080p)
        • Trailer (2:27 Min., 1080p)
      • Marketing-Galerie:
        • Poster (9 Bilder, 1080p)
        • Style Guide (6 Bilder, 1080p)
        • Promoartikel (15 Bilder, 1080p)
        • Zubehör (2 Bilder, 1080p)
20. Juli 1969: Bei der historischen Mondlandung stoßen die Astronauten auf das Wrack eines Raumschiffs. Diese höchst beunruhigende Entdeckung hält die Regierung 40 Jahre lang geheim. Doch plötzlich jagt ein Ereignis das nächste. Ein bislang unentdeckter Transformer wird an Bord des Raumschiffs reaktiviert. Dabei handelt es sich um keinen Geringeren als den verschollen geglaubten Herrscher von Cybertron, Sentinel Prime. Seine Rückkehr entfacht den erbitterten Krieg zwischen den Autobots und den Decepticons aufs Neue. Sam Witwicky (Shia LaBeouf) und die Autobots müssen nun nicht mehr nur um das Überleben der Erde, sondern auch die Zukunft des ganzen Universums kämpfen ...
"The battles are over. The war begins." - Tagline

Es ist immer wieder erstaunlich, wie es dem amerikanischen Kino gelingt, Ersatzkriege zu führen, in denen am Ende die eigenen Soldaten auch richtig gewinnen - und das ihnen dabei der größte Teil der restlichen Welt auch noch gerne zusieht. Gut, die amerikanische Flagge ist am Ende ziemlich zerfetzt, Chicago nur noch eine Trümmerlandschaft und die Kämpfer brauchten auch die Unterstützung der Autobots, aber niemand kann am Ende von "Transformers 3" behaupten, sie hätten nicht anständig gekämpft im Angesicht eines übermächtigen Feindes, den Decepticons.



Trotz dieser eindeutigen Botschaft, bleibt Michael Bay erstaunlich zurückhaltend in der Inszenierung seiner Helden. Zwar spielt Josh Duhamel als Lennox wieder den coolen Anführer, für den die Autobots als Kumpels nie in Frage gestellt sind, und Tyrese Gibson als Epps schafft mühelos den Sprung vom Zivilisten zum knallharten Marine, aber sonst lässt Bay eine Riege von Darstellern auf das Publikum los, die eher untypisch für Heldenepen sind. Das beginnt wie immer bei Shia Labeouf, der am Ende zwar in einer Art und Weise durch die Luft geschüttelt und durch Wände gerammt wird, für die die sieben Leben einer Katze nicht ausreichen würden, der aber dank seines Milchgesichts immer einen anständigen Kontrast zu den kantigen Kiefern der sonstigen Kämpfer abgibt.


Überhaupt lässt sich Michael Bay diesmal viel Zeit, bis es zum großen Showdown kommt. Sehr gelungen ist in diesem Zusammenhang die Einbettung der fantastischen Story in die realen Ereignisse zur Mondlandung der Apollo 11 und dem Atomunglück von Tschernobyl. Die Eingangs-Action-Sequenz erzählt vom Krieg der freiheitlich denkenden Autobots und den tyrannischen Decepticons auf deren gemeinsamen Planeten, die damit endet, dass das beschädigte Raumschiff, in dem der Anführer der Autobots geflohen war, auf dem irdischen Mond landet. Natürlich musste dieses Eindringen von Aliens der NASA, aber auch der russischen Seite auffallen, die sich gerade in einem Wettlauf zum Mond befanden. Bay verzahnt geschickt dokumentarisches Material mit der "Transformers"-Story, lässt die Präsidenten Kennedy und Nixon sowohl real, als auch gespielt auftreten, und inszeniert sogar eine Begegnung des originalen Apollo 11-Astronauten Buzz Aldrin mit Optimus, dem Anführer der Autobots.



Damit wird "Transformers 3" nicht realistischer, sondern durch die Anspielung auf beliebte Verschwörungstheorien und Paranoia-Szenarien, verstärkt Bay noch den charakterlichen Eindruck seines Films als Spielkiste für auswuchernde männliche Fantasien. Dazu gehört auch die Inszenierung des weiblichen Geschlechts, die sich wie immer nur auf eine Person beschränkt, die geradezu unwirklich in eng anliegendem Kleid, perfektem Make-Up mit betontem Kussmund durch ein Kriegsgewirr stöckelt, in dem sonst nichts heil bleibt. Anders als bei der ausrangierten Megan Fox, wirkt das bei Model Rosie Huntington-Whiteley als Carly noch eine Spur gekünstelter und überbetonter, da Fox, besonders auf dem Motorrad, noch über eine Präsenz verfügte, die den Dauerlauf auf hohen Absätzen zwischen Trümmern und Robotern weniger lächerlich wirken ließ.


Man könnte dem begegnen, dass mit Frances McDormand noch eine andere Frau eine wichtige Rolle spielt, aber ihr Typ ist als genauer Gegensatz zur Barby-Puppe letztlich auch nur eine Betonung des Klischees. Sie reiht sich viel mehr in die Riege erstaunlicher Darsteller ein, von John Malkovich über John Turturro bis zu aktuellen Komödianten wie Alan Tudyk und Ken Jeong, die für viel Skurrilität sorgen, was der Story gut bekommt, auch wenn Bay leider auch nicht auf zumindest ein homophobes Witzchen verzichten kann, das bei männlichen Seelen für wohliges Erschauern sorgen soll.
Doch letztlich ordnen sich solche Details nur unter, bleiben diskutable Randerscheinungen wie die unnötige Blondine, denn in seiner Gesamtheit kann "Transformers 3" überzeugen. Der ruhige Aufbau des Films und die historischen Bezüge bereiten das späte, überbordende Actionspektakel geschickt vor, dass dank der witzigen Side-Kicks immer mal durchbrochen wird, weshalb der Film trotz seiner langen Laufzeit homogen wirkt. Dazu passt auch die 3D-Technik, die dem äußeren Rahmen in diesem Fall noch einen zusätzlichen Kick verleihen kann.



"Mankind's finest achievement. Our nation's proudest moment. A secret hidden for forty years." - Tagline

3 Monate nach der Standard Edition auf Blu-ray und DVD veröffentlicht Paramount die vorliegende limitierte 3D-Edition von "Transformers: Dark of the Moon" als 3-Disc-Set mit massig Bonusmaterial und den Film in 2D, 3D und als digitale Version.
Die Bildqualität der 2D-Version, welche separat auf eine Blu-ray gepresst wurde, ist atemberaubend. Trotz starker visueller Verfremdungen fällt die Schärfe enorm hoch aus. Es gibt keine weiche oder unscharfe Einstellung und auch die CGI-Effekte sind niemals als solche zu erkennen bzw. lassen irgendeinen Shot zu weich ausfallen. Was hier an Detaildarstellung geboten wird, setzt die Messlatte extrem hoch. Selbst in rasanten Actionsequenzen zeigt der MPEG-4 kodierte HD-Transfer keinerlei Schwächen. Die Kompression arbeitet auch in problematischen Szenen tadellos und trotz digitaler Filmtechnik ist etwas Kornstruktur im Hintergrund wahrzunehmen, was die rauhe Optik des Film unterstreicht.
Die Farbdarstellung erweist sich als kraftvoll und leicht übersättigt, lässt aber niemals an Natürlichkeit missen. Der Kontrast überstrahlt stilbedingt in hellen Bildbereichen, balanciert ansonsten helle und dunkle Bildbereiche sehr gut aus und wartet mit einem hervorragenden Schwarzwert auf, der in dunklen Bildern nichts an Details vermissen lässt. Eine derart perfekt Bildpräsentation verdient die volle Punktzahl.



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Aber auch die 3D-Version des Film, die aufgrund des hohen Speicherplatzverbrauches eine zusätzliche Disc einnimmt, kratzt an der Referenzgrenze. Die enorme Tiefenwirkung der 2D-Version wird hier nochmal verstärkt. Dabei wirkt das Full-3D-Bild durchweg gestochen scharf, plastisch und zeigt auch sonst sämtliche Stärken der 2D-Version. "Transformers: Dark of the Moon" wurde bekanntlich vom Interner Link"Avatar"-Team inszeniert und dementsprechend hochwertig fällt die 3D-Technik auch aus, wobei man "Transformers 3" als Hybrid-Film bezeichnen muss, da einige Sequenzen nachträglich konvertiert wurden. Zudem musste Bay Sequenzen aus den anderen "Transformers"-Teilen einfügen und griff beispielsweise bei der Autobahnsequenzen aufgrund eines schweren Unfalls auf Material aus seinem Film Interner Link"The Island" zurück. Nichtsdestotrotz ist das Bild der 3D-Version ein wahrer Augenschmaus und zeigt keinerlei Fehler in Form von Ghostings oder Crosstalk-Artefakten. Lediglich in der zweiten Hälfte wirkt das Bild etwas dunkler, was durchaus ein Stilmittel sein könnte, aber niemals zu Lasten der Bildqualität geht. Wie bereits erwähnt ist die Tiefenwirkung enorm und gerade in den Actionsequenzen wird man förmlich in den Film hineingesogen. Leider fallen die Pop-Out-Effekte eher mager aus und das ist dann auch das einzige Manko an diesen ansonsten perfekten 3D-Transfer. Das 3-monatige Warten hat sich letztlich gelohnt und nach der herben Enttäuschung der Interner Link"Fright Night 3D"-Veröffentlichung ist das joer endlich mal wieder ein 3D-Edition, die nicht bereuen lässt, teures 3D-Equipment gekauft zu haben.



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Beim Ton beweist Paramount einmal mehr, dass ein Dolby Digital 5.1-Mix mit 640 kBit pro Sekunde sich nicht hinter einem HD-Ton verstecken muss. Im direkten Vergleich zur englischsprachigen Dolby TrueHD 7.1-Abmischung hat der deutsche Track nur bedingt eine Chance und lässt Dynamik und Räumlichkeit missen, doch beeindruckend ist die 5.1-Spur dennoch. Die Abmischung klingt stets sehr präzise und offenbart ein wahres Surround-Effekt-Gewitter der Sonderklasse. Es gibt nahezu keine Sequenz, in welcher die Rears nicht ins Geschehen mit einbezogen werden. Dabei beschränkt sich die Räumlichkeit nicht nur auf direktionale Effekte in Actionsequenzen, sondern auch in ruhigen Momenten werden sämtliche Kanäle einwandfrei für Musik und kleine Nebengeräusche genutzt. Dialoge sind klar und sauber ausbalanciert und gehen selbst in den brachialsten und wuchtigsten Szenen nicht unter. Hinzu kommen satte Bassschübe und ein voluminöser Score, der das Spektakel auf der Leinwand mit der nötigen Gänsehautstimmung füttert. Trotz eines "nur" Dolby Digital 5.1-Mixes eine beachtliche Leistung in puncto Sounddesign, die man leider nur viel zu selten in solch einer Intensität zu hören bekommen. Aufgrund des "geringen" Speicherplatzes wurde leider auf einen HD-Ton für Deutschland verzichtet, vermutlich weil die für ganz Europa produzierte Disc einen italienischen und französischen 5.1-Mix besitzen muss. Wer es also präziser und vor allem noch detaillierter haben will, muss auf die englische Tonspur ausweichen. Diverse Untertitel sind auf jedenfall vorhanden, varieren aber leicht zwischen der 3D- und 2D-Fassung. Das gilt auch für die Tonspuren, die bei der 3D-Version aus Platzgründen nicht alle vorhanden sind. Soundtechnisch gibt es allerdings in beiden Versionen keine Unterschiede.



Während die Veröffentlichung im November 2011 lediglich eine DVD und eine digitale Kopie als "Bonus" enthielt, legt Paramount mit dieser limitierten Special Edition ordentlich nach. Zwar gibt es wieder ein Beiblatt mit einem digitale Copy-Code für den PC, aber diesmal zum Glück keine DVD-Version des Hauptfilms.
Stattdessen wurde den beiden Hauptfilm-Discs in 2D und 3D eine dritte, mit reichlich Extras ausgestattete Blu-ray beigelegt, die nicht nur mehrsprachig untertitelt wurde, sondern auch komplett in High Definition vorliegt. Bis man die Extras durch hat, vergehen mehrere Stunden, die sich lohnen. Das beginnt mit der umfangreichen Bildergalerie mit über 175 Konzeptzeichnungen, Artworks und Produktionszeichnungen der Transformers, der Kulisse, Waffen und der Raumschiffe. Es gibt eine kleine Marketing-Galerie mit Coverartworks und Werbematerial, sowie einen Teaser und einen Trailer zum Hauptfilm. "Chicagos Dekonstruktion" wurde in die zwei Bereichen unterteilt. Hier darf sich der Betrachter entweder die Prävisualisierung von 12 Szenen in roher Form anschauen bzw. im direkten Vergleich mit dem finalen Aufnahmen des fertigen Films, oder er kann im zweiten Bereich names Visuelle Effekte durch zwölf "VFX Breakdowns" stöbern und auch diese auf Wunsch mit der finalen Version vergleichen. Alle "Prävisualisierung" lassen sich optional mit einem Audiokommentar von Regisseur Michael Bay und Prävisualisierung-Supervisor Steve Yamamoto anschauen. Bei den "Visuellen Effekten" lassen sich Kommentare von den Visual Effects-Supervisoren Scott Farrar und Matthew Butler einschalten. Die 26minütige Dokumentation "Unentdecktes Territorium: Die Zukunft der Nasa - Damals und heute" fällt ebenfalls sehr informativ aus und das obgleich sie weniger etwas mit den "Transformers"-Filmen zu tun hat, als vielmehr einen kleinen Einblick in die Arbeit der NASA gibt. Man spricht über "verschwendete" Zeit, da man in den letzten 30 Jahren immer wieder nur die Erde umkreist hat und niemals einen Schritt weiter gegangen ist. Seit der letzten Mondlandung 1972 gab es keine weitere bemannte Landung mehr auf diesen Planeten. Dass das Shuttle-Projekt 2004 eingestellt wurde, warf die NASA und die gesamte Raumfahrt weit zurück. Ein sehr interessanter und ernüchtender Einblick in 50 Jahre Raumfahrtgeschichte, für die es Zeit wird, eine "neue" Herausforderung anzunehmen.
Im 9-minütigen "Der Sound von 'Transformers: Dark of the Moon'" wird das auf großartige Sounddesign des Films eingegangen und man darf mit ansehen, wie die Verantwortlichen teilweise vor Ort Klänge "sammeln" und z.B. Mikrophone an einen Auspuff klemmen oder Feuerwerksraketen starten, um die Explosionen tontechnisch einfangen. Hier wird versucht mit einfachen Mitteln ein dynamischen und vor allem klaren Sound zu kreieren, was Regisseur Bay diesmal sehr wichtig war. Langweilig ist hingegen das 3-minütige Interview zwischen James Cameron und Michael Bay die gegenseitig eigentlich nur auf ihrer Schleimspur ausrutschen und etwas über die 3D-Technik im Film erzählen. Auch die kurzen Eindrücke von der Moskauer Weltpremiere mit Interviewschnipseln ist wenig informativ und das 2-minütige Featurette über die "Vogelmenschen", die sich wagemutig in ihren Wingsuits von den Wolkenkratzer stürzen, um beeindruckende Aufnahmen für den Film anzufangen, ist leider viel zu kurz ausgefallen. Ein bitteren Beigeschmack hat "Codys iPad". In diesem Clip sitzt Bay zusammen mit dem an den Rollstuhl gefesselten Cody, der schon seit Jahren versucht, in einen von Bays Filme mitzuspielen auf einer Bank. Hartnäckigkeit muss belohnt werden und so schenkt Bay ihm ein iPad, da er sich bisher nur per Nase und seinem iPhone verständigen konnte. Auch wenn es von Bay wirklich gut gemeint war, muss man eine solche Geste nicht als Bonusmaterial auf eine Blu-ray pressen, nur um zu zeigen was für ein guter Mensch man ist, zumal das Product Placement die Sache eher geschmacklos erscheinen lässt.



Das eigentliche Highlight des Bonusmaterials ist allerdings die fünfteilige Dokumentation "Weit darüber hinaus: Die Erforschung von 'Dark of the Moon'". Mit einer Laufzeit von fast 2 Stunden bekommt der Zuschauer einen tiefen Einblick in die Entstehung des dritten "Transformers"-Films. Man erfährt viel über die Vorproduktion, über die konzeptionellen Veränderungen gegenüber dem Interner Link"Vorgänger", der bei den Fans nicht so gut weggekommen ist, und auch das Ausscheiden von Megan Fox wird thematisiert. Zudem darf man Leonard Nimoy bei seiner Synchronarbeit des Sentinel Prime zuschauen. Der Zuschauer erlebt hautnah die halsbrecherischen Stunts der "Vogelmenschen", die durch in ihren Wingsuits durch die Hochhausschluchten gleiten. Dabei kommen stets Macher und Darsteller zu Wort und man wird überrascht sein, wie viel Bay im Vergleich anderer Filmemacher noch "real" dreht, was gerade den Actionszenen zu Gute kommt, so dass visuelle Effekte das Gesamtbild nur noch verfeinern. Die knapp zwei Stunden sind vollgepackt mit Informationen rund um das dritte Abenteuer der "Transformers", bei dem auf nahezu alle wichtigen Aspekte der Produktions eingegangen wird; absolut Top und lediglich die Statements von Cast & Crew könnten etwas zurückhaltender und weniger voller "Lobeshymnen" sein, aber man ist es ja nicht anders gewöhnt. Insgesamt eine tolle Bonus-Disc und lediglich ein Audiokommentar wird schmerzlich vermisst, sowie den Kinotrailer in 3D und geschnittene Szenen bzw. Patzer vom Dreh. So reicht es dann doch nicht ganz für die volle Punktzahl im Bereich Ausstattung.



Merkwürdigerweise wird von vielen Anhängern der "Transformers"-Reihe immer gefordert, das Gehirn beim Betrachten des Films abzuschalten, um ihn genießen zu können - vielleicht weil deren Hirn sowieso immer abgeschaltet ist. Dabei ist das gar nicht nötig und letztlich die Relativierung eines Films, dessen Zielsetzung an Eindeutigkeit schwer zu überbieten ist. Das Warten auf die limitierte 3D-Edition hat sich gelohnt. Bild und Ton gehören sowohl im 2D- als auch im 3D-Bereich zum Besten, was derzeit zu bekommen ist, und das Bonusmaterial ist genauso umfangreich wie informativ. Auch die optische Aufmachung der Edition ist gelungen, denn "Transformers 3" wird in einem Hologrammschuber ausgeliefert, bei dem sich das unschöne FSK-Logo leicht entfernen lässt. Das Cover selbst ist zudem ein Wendecover, ebenfalls ohne Freigabe-Logo. Vorbildlich!


Film++++/-
Bild++++++Wertung der 2D-Fassung
+++++/Wertung der 2D-Fassung
Ton+++++/
Bonus+++++-


Druckbare Version
Transformers 3 - Dark of the Moon (Blu-ray + DVD + Digital Copy)
Transformers (Special Edition, 2 DVDs)
Transformers (2-Disc Special Edition)
Transformers - Ära des Untergangs (2-Disc Set)
IMDb.com OFDb.de



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