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USA 2007
Originaltitel:David Gilmour - Remember That Night: Live At The Royal Albert Hall
Länge:152:17 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ohne Altersbeschränkung
Regie:David Mallet
Buch:-
Kamera:-
Musik:David Gilmour und Band
SFX:-
Darsteller:David Gilmour, Richard Wright, Phil Manzanera, Jon Carin, Guy Pratt, Steve DiStanislao, Dick Perry, David Crosby, Graham Nash, David Bowie, Robert Wyatt, Marc Brickman
Vertrieb:Sony BMG
Norm:1080p / VC-1
Medium:BD-50 + BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:1,78:1
Tonformat:Dolby TrueHD 5.1, Dolby Digital 5.1, PCM Stereo
Sprache:Englisch
Untertitel:Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch, Niederländisch, Italienisch, Portugisisch, Polnisch
Verpackung:DigiPack
Blu-ray-Start:20.11.2007 (Kauf)
Bonus:
  • Music Tracks:
    • Bonus Tracks From The Royal Albert Hall:
      • Wot's Uh The Deal (5:14 Min., 1080i)
      • Dominoes (4:48 Min., 1080i)
      • Wearing The Inside [with Richard Wright] (7:24 Min., 1080i)
      • Arnold Layne [with Richard Wright] (3:21 Min., 1080i)
      • Comfortably Numb [with Richard Wright] (8:10 Min., 1080i)
    • Dark Globe (2:17 Min., 1080i)
    • Astronomy Domine (4:56 Min., 1080i)
    • This Heaven (4:39 Min., 1080i)
    • The Mermaid Theatre Performance:
      • Castellorizon (3:21 Min., 1080i)
      • On An Island (7:09 Min., 1080i)
      • The Blue (6:16 Min., 1080i)
      • Take A Breath (6:13 Min., 1080i)
      • High Hopes (9:34 Min., 1080i)
    • Music Videos:
      • On An Island (6:49 Min., 1080i)
      • Smile (3:55 Min., 1080i)
    • Island Jam 2007 (5:21 Min., 1080i)
  • Breaking Bread, Drinking Wine - From Bray to Gdansk (46:31Min., 1080i)
  • The Making of "On An Island" (17:20 Min., 1080i)
  • The West Coast - Backstage on the U-Tour (5:14 Min., 1080i)
  • Photo Gallery (62 Bilder, 1080i)
  • Credits (4:07 Min., 1080i)
Live At The Royal Albert Hall Tracklisting:

01. Speak To Me
02. Breathe
03. Time
04. Breathe (Reprise)
05. Castellorizon
06. On An Island feat. Crosby & Nash
07. The Blue feat. Crosby & Nash
08. Red Sky At Night
09. This Heaven
10. Then I Close My Eyes feat. Robert Wyat
11. Smile
12. Take A Breath
13. A Pocketful Of Stone
14. Where We Start
15. Shine On You Crazy Diamond feat. Crosby & Nash
16. Fat Old Sun
17. Coming Back To Life
18. High Hopes
19. Echoes
20. Wish You Were Here
21. Find The Coast Of Freedom feat. Crosby & Nash
22. Arnold Layne feat. David Bowie
23. Comfortably Numb feat. David Bowie
Konzertmitschnitte haben es immer schwer. Nebel, mangelnde Ausleuchtung und Lichteffekte stellen einen DVD-Transfer stets auf eine harte Probe und zudem haben die Bilder mit starker Körnung oder aber unschönen Kompressionsartefakten zu kämpfen. Nachdem aber schon "Alice Cooper - Live at Montreux 2005" eindrucksvoll beweisen konnte, dass wir uns diesbezüglich bei High Definition-Titeln keine Sorgen machen müssen (eine im Vorfeld gute Produktion vorausgesetzt), sollten wir uns bei einem Perfektionist wie David Gilmour erst gar keine Gedanken machen müssen, oder?



Die vorliegende Blu-ray macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck, kann aber nicht ansatzweise an die oben Genannte anknüpfen. Besser als die DVD zu sein sollte beim neuen Medium als Pflicht betrachtet werden, zählt aber noch lange nicht zum Standard. Und so stellt auch diese Blu-ray ein zwiespältiges Vergnügen dar. Hier reichen sich traumhafte High Definition-Sequenzen mit mittelmäßigen, an DVD erinnernde Aufnahmen die Hand. Ganz so schlimm wie ständig geschrieben ist dies aber bei weitem nicht, weshalb ich einfach mal schätze, dass die Unkenrufe mehr aus Frust heraus entstanden sind, da die Disc über den Online-Anbieter Amazon stolze 49 Euro kostet. Aber dies ist eine andere Geschichte ...



Es ist nun einmal ein Konzertmitschnitt und wenn vereinzelt starke Körnungen auftreten, was nicht ständig der Fall ist, so ist dies sicherlich nicht die Schuld der Produzenten, sondern liegt einfach daran, dass wir es hier mit genau den Problemen zu tun haben, die ich oben bereits erwähnt hatte: Nebel, Lichteffekte und Ausleuchtung. So bekommen wir je nach Einstellungen mal mehr, mal weniger deutliches Rauschen zu sehen, dann ist das Bild wieder frei von allem und wirkt glasklar und sehr sauber. Der Kontrast scheint etwas angehoben worden zu sein und wirkt nicht immer so, wie man es sich vielleicht erhofft hätte. Sprich: der Schwarzpegel tendiert oftmals ins Bläuliche bzw. Gräuliche, was aber am Umgebungslicht und der sich stets wechselnden Beleuchtung liegt. Die Schärfe befindet sich allerdings auf einem angenehmen Niveau. Perfekt ist was anderes, denn dazu fehlt noch eine Menge, aber hier wurde das Bestmögliche herausgeholt. Insgesamt wirkt der Transfer ein wenig weich gezeichnet und nicht immer sonderlich detailliert, wobei die Tiefenschärfe eine Menge wieder wett macht. Insgesamt darf die Schärfe aber als gut bezeichnet werden. Je nach Sequenz wechselt die Qualität extrem, wirkt mal weich, dann wieder sehr detailliert und kann selbst in Totalen überzeugen. Es werden aber nie wirklich herausragende Werte erreicht. Die Kompression hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck und Defekte bzw. Verschmutzungen sind nicht auszumachen.



Die Mängel des Bildes macht der Ton wieder wett und so präsentiert man uns einen satten und klaren Dolby Digital TrueHD 5.1-Mix, der sehr weiträumig und brilliant daher kommt. Sämtliche Kanäle werden genutzt und erzeugen einen angenehme Räumlichkeit. Hinzu kommt eine saubere Dynamik und der gelungene Subwoofer-Einsatz verleiht dem ohnehin schon hervorragenden Klangbild noch eine Menge Druck. David Gilmour ist ja eher für seine ruhigen Klänge bekannt, aber auch für die Vielzahl der Musiker auf der Bühne. Gitarre, Trompete, Keyboard, Bass, Schlagzeug wurden sehr fein herausgearbeitet und kommen bei der Abmischung sehr facettenreich zur Geltung. Hinzu kommt der brillante Klang der Stimmen, welche nicht in der Musik untergehen und selbst das Publikum wurde nicht rausgefiltert (schon oft erlebt), wodurch die Live-Atmosphäre zu hundert Prozent gewahrt bleibt.
Hier klingt nichts überproduziert oder nachgearbeitet, alles wirkt sehr natürlich und garantiert einen audiophilen Hochgenuss. Diese Blu-ray gehört soundtechnisch definitiv in die Oberliga und der Sound ist in diesem Genre nun einmal wichtiger als das Bild.
Im Übrigen befindet noch ein PCM Stereo Track mit 48kHz/24 Bit auf dem Silberling. Brauch man sicherlich nicht mehr, klingt aber ebenfalls sehr gut, was ich nicht erwartet hätte. Wer an seinem Verstärker noch nicht die neuen Tonformate zur Verfügung stehen hat, wird vom 5.1-Mix aber ebenfalls schwer begeistert sein.
Vom Blu-ray-Menü bin ich aber nur bedingt begeistert. Das ist zwar gut animiert, aber wo bitte ist das PopUp-Menü? Es gibt keins, was schon ziemlich nervig ist, da man jedesmal ins Hauptmenü muss, sobald man ein anderes Kapitel wählen will. Nicht tragisch, kennen wir ja noch von der DVD. Aber dies gehört nun einmal zu den Vorteilen der neuen Medien, dann sollte man dies aber auch erwarten dürfen, oder? Dafür spendiert man uns aber diverse Untertitel, unter anderem auch deutsche, auf dir wie aber gut und gerne verzichtet hätten.
Fraglich ist es aber, warum das Konzert in zwei Teile aufgesplittet wurde. Es könnte sein, dass man die erste Hälfte auf den ersten Layer und die zweite Hälfte auf den zweiten Layer legte, damit man während des Konzertes keinen störenden Layerwechsel hat. Wäre für mich der einzig nachvollziehbare Grund.



Wie es sich für eine Special Edition gehört, spendiert man uns noch Bonusmaterial, welches dermaßen umfangreich ausgefallen ist, dass EMI es auf eine separate Blu-ray gepresst hat. Sämtliches Material liegt in 1080i vor und kann auf Wunsch mit deutschen Untertiteln versehen werden. Den Anfang macht der Überbegriff "Music Tracks". Hier dürfen wir uns über fünf Bonus Tracks aus dem "The Royal Albert Hall"-Konzert freuen, welche es nicht auf den regulären Konzertfilm geschafft haben. Darunter befinden sich auch drei Songs, welche von Richard Wright gesungen werden, leider nicht ansatzweise so gut wie David Bowie auf der Hauptfilm-Disc.
Weiter geht es mit drei Songs, welche an diversen Orten mitgeschnitten wurde. "The Mermaid Theatre Performance" beinhaltet weitere fünf Live-Mitschnitte, darunter sind legendäre Songs wie z.B. "On An Island" und "High Hopes", welche wir bereits auf der Hauptfilm-Disc sehen konnten. Diese Überschneidungen sind aber alles andere als schlimm, schließlich handelt sich hierbei um Liveaufnahmen anderer Veranstaltungen und eignet sich daher perfekt als Bonusmaterial. So gibt es "On An Island" nochmal als Musik Video zusammen mit dem Song "Smile". Zum Schluss erwarten uns 5 Minuten an Impressionen des Island Jams 2007 in einer Scheune.
Das war aber noch nicht alles. Mit "Breaking Bread, Drinking Wine - From Bray to Gdansk" enthält diese Blu-ray-Edition ein 46minütige Dokumentation über die komplette Tournee. Hier bekommen wir einen schönen Einblick in das Tourleben der Musiker, dürfen sie im Tourbus beobachten, in den Backstagebereich folgen und ihnen beim Soundcheck und Proben über die Schulter blicken. Sehr schön ist auch, dass sobald ein Logo auf der rechten Seite des Bildschirmes erscheint, man per Druck auf den Enter-Knopf ein paar "Extended Scenes" zu Gesicht bekommt. Das selbe ist auch beim 17minütigen Making of des "On An Island" Video möglich. Das "Making of" selbst gewährt uns einen tiefen Einblick in die Produktion, ohne nur eine Sekunde langweilig zu werden. Beide Dokus stellen für Fans und vor allem Musiker ein wahres Highlight dar. Zum Schluss gibt es noch ein 5minütiges Backstage-Featurette der US-Tour, sowie eine umfangreiche Bildergalerie.
Erschienen ist diese "2-Disc Special Edition" in einem hübschen Digipack im Schuber und hebt sich von daher positiv von den sonst so langweiligen Blu-ray-Hüllen ab. Zudem gibt es noch ein 20seitiges Booklet, das toll designt ist und reichlich Foto- und Bildmaterial enthält.



Im Mai 2006 trat David Gilmour, seines Zeichen Sänger und Gitarrist der legendären Rockband Pink Floyd in der Royal Albert Hall in London auf. "Remember That Night" heißt die Doppel Blu-ray Disc und das Publikum wird diese drei aufeinander folgenden Tage (dreimal komplett ausverkauft) nicht vergessen. Im Gepäck befinden sich eine Menge Klassiker der Pink Floyd-Ära, sowie die besten Songs seiner Solokarriere. Bis zu zehn Musiker befinden sich auf der Bühne und legen eine unvergessliche Show hin, welche nicht sonderlich glamourös ausgefallen ist. Selbst die sonst fantastische Lichtshow bleibt dezent und neigt nicht zur Übertreibung. Hier stehen die Musik und die Musiker im Vordergrund, allen voran natürlich David Gilmour, dessen Gitarrenspiel einfach beeindruckend ist. Dort kann man sich so einiges abschauen. Zusammen mit Pink Floyd-Keyboarder Richard Wright, Trompeter Robert Wyatt, welcher seit mehr als 25 Jahren keine Bühne mehr betreten hat, und Phil Manzanera (Roxy Music) schenkt man uns ein Konzert, welches eine sehr familiäre Atmosphäre ausstrahlt. Als dann für Arnold Layne und "Comfortably Numb" noch David Bowie einen Gastauftritt hat, wird man sich als Floyd- und David Gilmour-Fan zu Tode ärgern, an diesem denkwürdigen Abend nicht dabei gewesen zu sein. Songs wie der Pink Floyd-Klassiker "Echoes" werden hier in einer unglaublichen, verzaubernden Version gespielt, welche sogar das Original alt ausschauen lässt. Zu Recht honoriert das Publikum diese Neuinterpretation des Songs mit minutenlangen Standing Ovations. Man merkt, dass hier absolute Ausnahmemusiker am Werk sind und schon zu Pink Floyd-Zeiten wusste der Hörer, dass er es mit einer einmaligen Variante der Rockmusik zu tun hat. Intelligent, mit sehr genau herausgearbeiteten Instrumenten, gespielt von begnadeten Musikern, welche zwar in die Jahre gekommen sind, aber nichts von ihrem Können verloren haben und nicht wie etwa die Rolling Stones zu Hampelmännern mutiert sind.



Ich habe das Konzert jetzt mehr als 10 mal gesehen und beim fantastischen Soloteil von "Fat Old Sun" bekomme ich immer noch eine Gänsehaut. Es sind einfach so viele Songs, welche in den Liveversionen so viel besser klingen, dass man kaum noch was anderes hören möchte. Sei es "This Heaven", "A Pocketful of Stones" oder aber "High Hopes", einer meiner Lieblingssongs, die Neuinterpretationen sind traumhaft und Fans werden sofort die vielen neuen Arrangementunterschiede erkennen. Die Blu-ray ist zudem ein Genuss für Augen und Ohren. Pink Floyd-Fans haben wahrscheinlich schon längst die DVD im Regal, sollten bei Möglichkeit aber auf die Blu-ray umschwenken. Selten habe ich solch ein atemberaubendes Konzert gesehen und ich wünschte, ich wäre live dabei gewesen, denn die Kameras können niemals die Atmosphäre eines solchen Events einfangen.


Film++++++
Bild++++/-
Ton+++++/
Bonus++++/-


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